Produktbild: Opoponax

Opoponax

2

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Verlag

Czernin

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,5 cm

Gewicht

344 g

Auflage

1

Originaltitel

L'Opoponax

Übersetzt von

Elmar Tophoven

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0889-2

Beschreibung

Rezension

»Endloshauptsätze greifen in Endlosabsätzen die Endlosschleife des kindlichen Denkens auf. Dabei ist das kindliche Denken in Wittigs Buch noch gar kein Denken, es ist ein Vagabundieren in all jenen Möglichkeiten, die gedacht werden können.« taz
»Die beste Schriftstellerin ihrer Generation« Mary McCarthy
»Ein Werk, das uns die Kindheit zurückgibt« Claude Simon, Nobelpreisträger für Literatur 1985
»Ein Meisterwerk« Marguerite Duras

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Verlag

Czernin

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,5 cm

Gewicht

344 g

Auflage

1

Originaltitel

L'Opoponax

Übersetzt von

Elmar Tophoven

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0889-2

Herstelleradresse

Czernin Verlags GmbH
Piaristengasse 1
1080 Wien
AT

Email: office@czernin-verlag.com

Kundinnen und Kunden meinen

2 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(1)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eine Welt aus Sprache

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 10.03.2026

Bewertungsnummer: 3072095

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Roman ohne eigentliche Handlung – dafür ein radikales Experiment mit Sprache. Der Debütroman von Monique Wittig erschien 1964 auf Französisch und wurde damals mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung war lange vergriffen und ist nun in neuer deutscher Übersetzung wieder erhältlich. Wer hier eine klassische Handlung erwartet, wird schnell merken, dass es darum nicht geht. Zwar begleitet man ein Mädchen, Catherine Legrand, das in einer Nonnenschule aufwächst. Aber eigentlich geht es nicht um den Plot, sondern um Sprache. Der Text wirkt, als wäre er in einem einzigen Zug geschrieben. Absätze gibt es kaum, Szenen wechseln ohne Vorwarnung. Alles steht nebeneinander. Es wird beschrieben, aber praktisch nichts erklärt. Dadurch muss man sich als Leser selbst orientieren. Auffällig ist auch die Perspektive: Statt „ich“ oder „sie“ steht fast immer „man“. Dadurch wirkt es, als würde man gleichzeitig mitten im Geschehen stehen und doch von außen darauf schauen. Am Anfang erinnert die Sprache fast an eine Kindersprache. Natürlich würde ein Kind so nicht sprechen, aber so fühlt sich kindliches Wahrnehmen an. Mit der Zeit verändert sich die Sprache, weil auch das Kind älter wird. Immer wieder fallen die vielen Wiederholungen auf. Namen werden ständig wiederholt – Vor- und Nachnamen der Mädchen, aber auch die langen Namen der Nonnen. Diese Wiederholungen erzeugen einen eigenen Rhythmus und spiegeln den Alltag dieser Schule: Regeln, Rituale, immer wieder dieselben Abläufe. Der Roman interessiert sich weniger für Ereignisse als für Strukturen: Schulordnung, Macht, Sprache, Körper, Regeln. Wer darf sprechen? Wer bestimmt? Wer ist sicher? Wo darf man sein? In dieser Welt voller religiöser Rituale und Hierarchien – in einer Religion, die eigentlich von Liebe spricht – erscheint die einzige wirkliche Form von Liebe zwischen zwei Mädchen. Opoponax verlangt Aufmerksamkeit. Man darf beim Lesen kaum abschweifen: keine Absätze, plötzliche Szenenwechsel, alles dicht aneinandergereiht. Der Roman zeigt nur – er erklärt nichts. Dieses Buch ist sicher kein Buch für Leserinnen und Leser, die einfach eine Geschichte lesen möchten. Es ist ein Buch für Sprachliebhaber, für Menschen, die sich gerne herausfordern lassen und bereit sind, selbst zu denken. Nicht einfach zu lesen – aber literarisch faszinierend. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Eine Welt aus Sprache

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 10.03.2026
Bewertungsnummer: 3072095
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Roman ohne eigentliche Handlung – dafür ein radikales Experiment mit Sprache. Der Debütroman von Monique Wittig erschien 1964 auf Französisch und wurde damals mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung war lange vergriffen und ist nun in neuer deutscher Übersetzung wieder erhältlich. Wer hier eine klassische Handlung erwartet, wird schnell merken, dass es darum nicht geht. Zwar begleitet man ein Mädchen, Catherine Legrand, das in einer Nonnenschule aufwächst. Aber eigentlich geht es nicht um den Plot, sondern um Sprache. Der Text wirkt, als wäre er in einem einzigen Zug geschrieben. Absätze gibt es kaum, Szenen wechseln ohne Vorwarnung. Alles steht nebeneinander. Es wird beschrieben, aber praktisch nichts erklärt. Dadurch muss man sich als Leser selbst orientieren. Auffällig ist auch die Perspektive: Statt „ich“ oder „sie“ steht fast immer „man“. Dadurch wirkt es, als würde man gleichzeitig mitten im Geschehen stehen und doch von außen darauf schauen. Am Anfang erinnert die Sprache fast an eine Kindersprache. Natürlich würde ein Kind so nicht sprechen, aber so fühlt sich kindliches Wahrnehmen an. Mit der Zeit verändert sich die Sprache, weil auch das Kind älter wird. Immer wieder fallen die vielen Wiederholungen auf. Namen werden ständig wiederholt – Vor- und Nachnamen der Mädchen, aber auch die langen Namen der Nonnen. Diese Wiederholungen erzeugen einen eigenen Rhythmus und spiegeln den Alltag dieser Schule: Regeln, Rituale, immer wieder dieselben Abläufe. Der Roman interessiert sich weniger für Ereignisse als für Strukturen: Schulordnung, Macht, Sprache, Körper, Regeln. Wer darf sprechen? Wer bestimmt? Wer ist sicher? Wo darf man sein? In dieser Welt voller religiöser Rituale und Hierarchien – in einer Religion, die eigentlich von Liebe spricht – erscheint die einzige wirkliche Form von Liebe zwischen zwei Mädchen. Opoponax verlangt Aufmerksamkeit. Man darf beim Lesen kaum abschweifen: keine Absätze, plötzliche Szenenwechsel, alles dicht aneinandergereiht. Der Roman zeigt nur – er erklärt nichts. Dieses Buch ist sicher kein Buch für Leserinnen und Leser, die einfach eine Geschichte lesen möchten. Es ist ein Buch für Sprachliebhaber, für Menschen, die sich gerne herausfordern lassen und bereit sind, selbst zu denken. Nicht einfach zu lesen – aber literarisch faszinierend. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Ungewöhnlich, herausfordernd und auf seine Weise bereichernd

Bewertung am 21.04.2026

Bewertungsnummer: 3115856

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon stilistisch hebt sich das Werk deutlich ab: Die konsequente Erzählweise in der „man“-Form schafft eine besondere Distanz, die zunächst irritierend wirkt und das Lesen stellenweise anstrengend machen kann. Man muss sich wirklich darauf einlassen und konzentriert bleiben, um dem Text folgen zu können. Gerade diese Distanz ist jedoch auch eine Stärke des Buches. Sie ermöglicht einen ungewohnten, fast schon analytischen Blick auf Themen wie Kindheit, Identität und gesellschaftliche Rollenbilder. Statt emotionaler Nähe entsteht eine gewisse Nüchternheit, die dazu beiträgt, Strukturen und Dynamiken klarer zu erkennen – auch jene, die im Alltag oft unhinterfragt bleiben. Inhaltlich wirkt der Roman vielschichtig und abwechslungsreich, ohne sich dabei klassisch linear zu entfalten. Das kann dazu führen, dass man sich manchmal weniger auf eine konkrete Handlung konzentriert, sondern vielmehr auf Eindrücke, Beobachtungen und sprachliche Feinheiten. Genau darin liegt aber auch der Reiz: Opoponax ist kein Buch, das man „einfach so“ liest, sondern eines, das fordert und zum Nachdenken anregt. Insgesamt ist es ein besonderes Werk – nicht immer leicht zugänglich, aber gerade durch seine Eigenwilligkeit und seinen experimentellen Stil bereichernd. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich auf literarische Experimente einlassen möchten und bereit sind, auch einmal gegen den Strom zu lesen.

Ungewöhnlich, herausfordernd und auf seine Weise bereichernd

Bewertung am 21.04.2026
Bewertungsnummer: 3115856
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon stilistisch hebt sich das Werk deutlich ab: Die konsequente Erzählweise in der „man“-Form schafft eine besondere Distanz, die zunächst irritierend wirkt und das Lesen stellenweise anstrengend machen kann. Man muss sich wirklich darauf einlassen und konzentriert bleiben, um dem Text folgen zu können. Gerade diese Distanz ist jedoch auch eine Stärke des Buches. Sie ermöglicht einen ungewohnten, fast schon analytischen Blick auf Themen wie Kindheit, Identität und gesellschaftliche Rollenbilder. Statt emotionaler Nähe entsteht eine gewisse Nüchternheit, die dazu beiträgt, Strukturen und Dynamiken klarer zu erkennen – auch jene, die im Alltag oft unhinterfragt bleiben. Inhaltlich wirkt der Roman vielschichtig und abwechslungsreich, ohne sich dabei klassisch linear zu entfalten. Das kann dazu führen, dass man sich manchmal weniger auf eine konkrete Handlung konzentriert, sondern vielmehr auf Eindrücke, Beobachtungen und sprachliche Feinheiten. Genau darin liegt aber auch der Reiz: Opoponax ist kein Buch, das man „einfach so“ liest, sondern eines, das fordert und zum Nachdenken anregt. Insgesamt ist es ein besonderes Werk – nicht immer leicht zugänglich, aber gerade durch seine Eigenwilligkeit und seinen experimentellen Stil bereichernd. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich auf literarische Experimente einlassen möchten und bereit sind, auch einmal gegen den Strom zu lesen.

Kundinnen und Kunden meinen

Opoponax

von Monique Wittig

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Opoponax