Produktbild: Eine Frau verschwindet

Eine Frau verschwindet

7

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

20054

Erscheinungsdatum

11.05.2026

Verlag

Kein & Aber Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

872 KB

Auflage

1. Auflage, Digital Original

Originaltitel

Celle qui fugue

Übersetzt von

Corinna Rodewald

Sprache

Deutsch

EAN

9783036995403

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

20054

Erscheinungsdatum

11.05.2026

Verlag

Kein & Aber Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

872 KB

Auflage

1. Auflage, Digital Original

Originaltitel

Celle qui fugue

Übersetzt von

Corinna Rodewald

Sprache

Deutsch

EAN

9783036995403

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  • Lisa von Wortpause

    aus Schwarzwald

    5/5

    11.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ‚Eine Frau verschwindet‘ ist ein Roman über Beziehungen, in denen man nicht verweilen möchte

    ‚Eine Frau verschwindet‘ ist ein Roman über Beziehungen, in denen man nicht verweilen möchte, und über die Umstände, unter denen wir Frauen uns daraus zu lösen versuchen. Um die Ohnmacht und den Schmerz über die Trennung von ihrem Mann Damien - zugleich Vater ihrer gemeinsamen Tochter Romane - zu ertränken, flieht die 40-jährige Alice vor ihrem Leben, ihrem Alltag und ihrer Zukunft. Den Schmerz möchte sie mit Abstand und Selbstfindung bewältigen. Dabei begegnet sie der deutlich jüngeren Siham. Deren Sorgen erreichen (nicht auf den ersten Blick) ebenso schnell ein ungeahntes Ausmaß, und vielleicht hat das Schicksal die beiden Frauen genau im richtigen Moment zusammengeführt. ‚Eine Frau verschwindet’ schwankt zwischen beklemmendem Ernst und fast erdrückenden Gefühlen. Die Autorin Cécile Tlili verbindet eine schöne, kluge Sprache mit einem sehr bildhaften, beinahe philosophischen und zugleich modernen Schreibstil. Schon ab der ersten Seite taucht man tief in die Gefühlswelt der Protagonistin Alice ein, die eindrücklich beschrieben wird und sich beim Lesen intensiv mitfühlen lässt. Man spürt, wie sie mit ihren Empfindungen ringt, wie sie versucht, sich aus ihrer Ohnmacht zu befreien, und wie sie sich an das klammert, was ihr noch Halt gibt. Beim Lesen habe ich zeitweise den Atem angehalten - so sehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Gute Bücher sind bekanntlich immer zu kurz, und auch wenn der Einblick - wie ein Streiflicht - in das Leben der beiden Frauen literarisch sehr gelungen ist, hätte ich mir gewünscht, noch etwas länger darin verweilen zu können. Dieses Buch könnte ich mir perfekt als Film, vielleicht sogar ganz im Stile des Arthaus, vorstellen.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    21.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Frauen suchen ihr Leben

    “Eine Frau verschwindet” ist ein sehr kurzer Roman, ungefähr 127 Seiten, aber sprachlich hat er mich wirklich überzeugt. Es geht um Alice, die Ich-Erzählerin, die verschwindet, nachdem ihr Mann sich von ihr trennen will – auch von ihrer Tochter zieht sie sich erst einmal zurück. Was mir besonders gefallen hat, ist die Sprache. Sie ist direkt, knapp und stark verdichtet. Der Text erklärt nicht alles, sondern zeigt viel über kleine Beobachtungen, Gesten, Blicke und innere Zustände. Gerade Alice’ psychische Verfassung wird sehr genau spürbar: ihr Schmerz, ihre Schlaflosigkeit, ihre Verlorenheit, aber auch ihre merkwürdige Weltfremdheit. Über die Ehe selbst erfährt man eher wenig. Es ist von Liebe, Zärtlichkeit, Streit und auch Gewalt die Rede, aber vieles bleibt vage. Dichter ist der Roman dort, wo es um Alice’ Innenleben geht. Auch Siham, die zweite wichtige Figur, bleibt eher angedeutet: eine junge Frau, die unter den engen Strukturen ihrer Familie leidet und nach Freiheit sucht. Die Geschichte der beiden Frauen fand ich grundsätzlich interessant, aber für mich hätte der Roman länger sein dürfen .Für mich fühlte es sich stellenweise so an, als wäre der Roman nicht ganz fertig erzählt.  Der Schluss kommt dann sehr plötzlich – oder positiv gesagt: Er bleibt offen. Trotzdem: Für mich ist das ein guter, sehr konzentrierter Roman. Nicht alles wird auserzählt, vielleicht auch zu wenig, aber sprachlich hat mich das Buch deutlich überzeugt.

  • Fee04

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Geschichte

    Ein Roman über Freundschaft und Halt. Kompromisslos, ohne Fragen, ohne Antworten. Einfach da sein. Füreinander. „Eine Frau verschwindet“ von Cécile Tlili Verlag: Kein & Aber Trennung. Schmerz. Freiheit und Selbstbestimmung. Alice wird von ihrem Mann verlassen. Doch bevor er geht, flieht sie Hals über Kopf nach Korsika. Wie soll sie mit dieser Situation umgehen? Wie soll sie es ihrer Tochter erklären? Antworten findet sie dort keine, also kehrt sie nach Paris zurück. Nicht in ihr trautes Heim, stattdessen mietet sie sich eine Wohnung. Sie reagiert nicht auf die Anrufe und Nachrichten ihres Mannes, zieht sich zurück und versucht, irgendwie mit der Leere umzugehen. „Hier bin ich wieder, habe mich zwischen Existenzen verlaufen, die aufeinanderprallen drohen, und fürchte den Zusammenstoß ebenso, wie ich mich danach sehne.“ (Kapitel 1/Pos.193) Tagsüber geht Alice ihrer Arbeit nach, doch nachts streift sie schlaflos durch die Straßen, getrieben von Gedanken, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Als sie eines Nachts betrunken und vollkommen erschöpft vor ihrem Wohnkomplex ankommt, nimmt eine junge Nachbarin sie auf. Und dort, in der kleinen Wohnung, auf dem harten Boden kann sie endlich schlafen. Aber auch Siham hat Probleme. Ihr Cousin möchte sie ihrer Freiheit, alleine zu wohnen und selbständig zu Leben berauben; er möchte die junge „reine“ Frau sein Eigentum nennen. Von der restlichen Familie bekommt sie keine Unterstützung. Ein aussichtsloser Kampf? Alice und Siham sind komplett unterschiedliche Charaktere und dies betrifft nicht nur den Altersunterschied. Cécile Tlili lässt uns eintauchen in die Gefühle einer Frau, die nicht das Ende der Liebe beweint, sondern den Bruch des Versprechens eines gemeinsamen Lebens betrauert. Sie zeigt uns auf, wie schwer es junge Menschen aus anderen Kulturen haben, die gerne selbstbestimmt ihr Leben in Freiheit leben wollen. Wie sich deren familiäre Probleme anfühlen, den Druck der Familie mit 20 bereits verheiratet und Mutter zu sein. Kontrolle und Bevormundung setzen die junge Frau enorm unter Druck. Sie fühlt sich gefangen innerhalb der Familie. Ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit ist groß und Alice versucht Siham zu helfen, so wie diese ihr über die schlaflosen Nächte geholfen hat. Dennoch verbindet sie etwas Tieferes: Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenssituationen teilen sie eine innere Zerrissenheit. Siham im Kampf um ihre Freiheit, Alice im schmerzhaften Verlust ihres bisherigen Lebens. Ihr Wunsch nach Unabhängigkeit ist groß und Alice beginnt, ihr zu helfen. So, wie Siham ihr zuvor geholfen hat. Zwei Frauen, die sich gegenseitig Halt geben, obwohl sie selbst kaum wissen, wohin ihr eigener Weg sie führt. Ein Roman über Frauenfreundschaft, Halt und Hoffnung. Über das Gefühl der Einsamkeit ohne die vertraute Zweisamkeit. Die Autorin versteht es auf wenigen Seiten eine intensive, nachhallende Geschichte zu erzählen, die nicht loslässt. Mit einem offenen Ende das Raum lässt, für all das ungesagte zwischen den Zeilen.

  • Schoko_und_Buch

    aus Friedberg

    4/5

    15.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Plötzliche Einsamkeit

    Alice wird von ihrem Mann verlassen. Die Trennung trifft sie, trotz aller Konflikte davor. Sie stürzt in ein Loch und braucht Abstand, selbst von der gemeinsamen Tochter. 2 Wochen Korsika, danach kleine Wohnung und Einsamkeit, Schockstarre. Nachdem Alice einem sexuellen Übergriff knapp entkommen konnte, hat sie Probleme, allein zu sein. Ihre viel jüngere Nachbarin Siham tritt an diesem Punkt in ihr Leben und Alice klammert sich an das junge Mädchen. Doch auch Siham hat ihre familiären Probleme. Man erfährt im Buch wenig über die Trennung und die Gründe. In 2/3 Nebensätzen kann man ein wenig ableiten, Streit, Wut, Konflikte spielen eine Rolle. Alice ist völlig aus der Bahn geworfen und findet durch Siham langsam wieder einen Lebensinhalt. Umso mehr hat mich das Ende überrascht. Das Buch liest sich gut. Es greift ein Thema auf, was ich zunächst nicht erwartet hatte – Siham macht eine Ausbildung, lebt allein und genießt das Leben. Doch ihrer Familie, allen voran ihrem Cousin, gefällt dies nicht. Viel lieber soll Siham unter der Kontrolle der Familie stehen. Dieser Konflikt kommt im Buch erst später raus, bestimmt aber das letzte Drittel maßgeblich. Zudem kamen mir beim Lesen auch Gedanken daran, wie es ist, nach so vielen gemeinsamen Jahren plötzlich wieder allein da zu stehen. Das steckt man ja nicht mal eben weg. Daher als Fazit: Eine interessante Lektüre, die mir gut gefallen hat, mich berührt und auch bewegt hat.

  • maison.tania

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    12.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn das eigene Leben plötzlich fremd wird

    Dieses Buch beginnt mit einem Bruch – leise vielleicht, aber mit voller Wucht. Eine Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, weil ihr Mann sie verlässt. Und obwohl diese Ehe längst nicht mehr glücklich war, bleibt vor allem eines: die Leere. Dieses Gefühl, dass das eigene Leben plötzlich nicht mehr greifbar ist. Alice (bzw. Agnes in ihrer inneren Wahrnehmung) reagiert nicht laut, nicht dramatisch – sondern zieht sich zurück. Verlässt ihr Zuhause, ihre Familie, ihr gewohntes Umfeld, fast so, als würde sie selbst aus ihrem Leben verschwinden, bevor es jemand anderes vollständig zerreißt. Besonders eindrücklich fand ich dabei ihre Schlaflosigkeit, dieses nächtliche Umherirren durch die Stadt – auf der Suche nach etwas, das sie selbst noch nicht benennen kann: sich selbst. Sehr berührend ist auch die Begegnung mit ihrer jungen Nachbarin. Zwei Frauen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten – und doch verbindet sie etwas ganz Grundsätzliches: der Wunsch nach Freiheit und die schwierige Beziehung zu den eigenen familiären Strukturen. Zwischen ihnen entsteht eine zarte, fast vorsichtige Freundschaft, in der die Protagonistin auch eine mütterliche Rolle einnimmt. Gerade diese Dynamik fand ich sehr schön gezeichnet. Was die Autorin besonders gut kann: innere Prozesse sichtbar machen. Man ist nah dran an dieser Verunsicherung, an der Trauer, an dem Versuch, sich neu zu sortieren. Dieses stille Auseinanderfallen eines Lebens wird sehr fein und nachvollziehbar erzählt. Gleichzeitig gab es für mich auch Punkte, die mich etwas haben stolpern lassen: Manches wirkt fast ein wenig zu leicht. Das Fernbleiben von der Arbeit bleibt ohne wirkliche Konsequenzen, ebenso wie die vorübergehende Distanz zur Tochter. Auch die Kraft, sich plötzlich intensiv um die Probleme einer fast fremden Person zu kümmern, wirkte für mich nicht immer ganz greifbar. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus noch stärker auf der inneren Entwicklung der Protagonistin liegt – weniger Nebenschauplätze, dafür mehr Tiefe in ihrem eigenen Prozess. Trotzdem bleibt ein Buch, das nachdenklich macht. Denn es stellt eine Frage, die hängen bleibt: Was bleibt von uns, wenn das Leben, das wir uns aufgebaut haben, einfach zerbricht? Und müssen wir uns wirklich neu erfinden – oder nur wiederfinden? Ein stiller, fein erzählter Roman über Verlust, Selbstsuche und die leisen Wege zurück ins eigene Leben.

Kundinnen und Kunden meinen

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