Ein Kuss: Und nichts ist mehr, wie es einmal war. Milou und Elena sind unzertrennlich. Doch als Milou mehr empfindet und ihre beste Freundin küsst, ist Elena am nächsten Tag wie vom Erdboden verschluckt. Ihre Eltern schweigen und für Milou bricht eine Welt zusammen. Nun ist sie allein und ihr einziger Wunsch ist noch immer, Elena wiederzusehen. Sie klammert an den Sternen, die ihr Hoffnung schenken, und die sie immer an Elena erinnern werden. Ein Jahr ist vergangen, doch Milou klammert sich an den Gedanken, ihre beste Freundin wiederzufinden. Als ihre Mutter beschließt, sie ins Internat zu schicken, ahnt niemand, dass Elena plötzlich vor ihr steht und eisiges Schweigen zwischen ihnen herrscht. Was ist in diesem einen Jahr nur mit ihrer besten Freundin geschehen? Werden die beiden wieder zueinanderfinden?
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Ein Jugendbuch über queere Liebe und das Internatsleben
Bewertung am 28.11.2025
Bewertungsnummer: 2665257
Bewertet: Hörbuch-Download
In „Das Schimmern der Sterne“ begleiten wir die Liebesgeschichte von Milou und Elena, die von einigen äußeren Faktoren erschwert wird. Ihre Familien stehen nicht hinter den beiden und scheinen alles dafür zu tun, um die Liebe zwischen Milou und Elena zu verhindern.
Nach über einem Jahr ohne Kontakt treffen sie sich schließlich im Internat wieder und stehen vor der Herausforderung, wieder zueinander zu finden.
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Inhaltlich ist es eine schöne Geschichte, die wichtige Themen aufgreift und anschaulich darstellt. Allerdings waren einige Aspekte sehr vorhersehbar oder es gab recht schnelle Stimmungswechsel, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie im echten Leben ebenso schnell erfolgen würden.
Beim Schreibstil muss ich sagen, dass es recht häufig Wiederholungen in den Formulierungen gab, die mich zwischenzeitlich leider doch sehr gestört haben.
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An die Stimme der Hörbuchsprecherin musste ich mich kurz gewöhnen, fand sie aber nach einigen Minuten/Kapiteln doch passend für das Alter der Protagonistinnen.
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Ich würde das Hörbuch Hörer*innen empfehlen, die ungefähr im Alter der Protagonistinnen sind, da ich denke, dass diese sich noch besser in die Gefühlswelten dieser einfühlen können und die Brüche vielleicht weniger stark empfinden als ich.
Emotionale Geschichte zum Mitfiebern
Bewertung am 11.03.2026
Bewertungsnummer: 3072764
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Gründe, warum ich ziemlich schnell durch die Seiten geflogen bin, waren: Einmal die spannende Story, die von Anfang an und auch später immer wieder neue Fragen aufgeworfen hat, die dann im Laufe der Geschichte beantwortet wurden, so hatte ich eigentlich immer einen Grund zum Weiterzulesen. Dann haben mir noch Unterbrechungen des Fließtextes mit E-Mails und Chateinträgen, das Vorankommen sehr erleichtert, weil sie für Abwechslung und neue inhaltliche Informationen gesorgt haben, außerdem war die Kommunikation über Handys und E-Mails auch sehr authentisch und realitätsnah. Der letzte Pluspunkt ist der angenehme Schreibstil.
Anfangs war die Geschichte etwas düster und emotional keine leichte Kost. Die Protagonistin Milou leidet wegen dem Verlust ihrer Freundin und wird auch teilweise in der Schule gemobbt, aber sie stößt alle von sich, die ihr helfen wollen. Auf der einen Seite war es verständlich, warum sie keine neuen Freundschaften eingehen wollte, auf der anderen taten mir die Charaktere, die sich immer wieder um Milous Freundschaft bemüht haben, doch sehr leid. Aus meiner Sicht sind Fee und Anton etwas zu kurz gekommen, über sie hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. Thematisch geht es in der ersten Hälfte stark um Mobbing, Ausgrenzung und um die Konflikte innerhalb Milous Familie.
Der zweite Teil der Geschichte ist dafür umso heller und hoffnungsvoller geschrieben. Der Fokus liegt mehr auf den Konflikten mit Elena und auf deren Familie. Anfangs denkt man nicht, dass die Geschichte eine so rasante Wendung ins Gegenteil nimmt, aber es ist tatsächlich der Fall. Konflikte werden hauptsächlich durch das Anvertrauen an neu gefundene Bezugspersonen und offene Gespräche gelöst, was ich eine sehr schöne Lösung finde. Die Teenagerin Milou, die innerhalb der eigenen Familie und im Freundeskreis keinen Ansprechpartner hat, lernt innerhalb der Geschichte, neues Vertrauen in Menschen zu fassen und ihre Sorgen anderen mitzuteilen. Sie macht eine sehr starke Entwicklung durch.
Es ist zum Ende hin ein richtiges Wohlfühlbuch mit Happy End-Garantie: Trotz der feindlich gesinnten Menschen, sind auch immer verständnisvolle Helferfiguren da, die sich für Milou und Elena einsetzen. Das ist in der Realität natürlich nicht immer der Fall, aber für andere junge Leser, egal ob im Teenageralter oder älter, ist es eine tolle Message, dass es da draußen Menschen gibt, die einen auffangen können, wenn man mal fällt. Ich finde es auch sehr schön, dass die Herausforderungen der Teenager wie Probleme in der Schule oder Liebeskummer nicht einfach relativiert wurden, sondern dass bewusst der seelische Schmerz und die psychischen Ursachen thematisiert wurden. Durch die Blicke hinter die Fassade und in die Köpfe der Charaktere haben sie an Tiefe dazugewonnen.
Eine weitere Message im Buch ist, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen heutzutage völlig normal sind und dass sich niemand wegen seiner Liebe schämen oder verstecken muss. Was eine sehr schöne und wichtige Botschaft ist. Die Formulierung mit „heutzutage“ passt in die Zeitgeschichte, weil gleichgeschlechtliche Beziehungen zu vergangenen Zeiten nun Mal eher kritisch gesehen oder sogar verboten wurden, aber die Botschaft hätte noch viel stärker gewirkt, wenn solche abschwächenden Worte wie heutzutage in allgemeinen Aussagen einfach weggelassen worden wären. Es war gesellschaftlich nicht immer akzeptabel, das ist Fakt, aber der grundsätzliche Prozess, dass man sich auch in das gleiche Geschlecht verlieben kann, ist und war aus meiner Sicht schon immer etwas Normales, sowohl vor hundert Jahren als auch heutzutage. Formulierungen sind vielleicht eher Geschmackssache, aber mir war es jetzt wichtig, das nochmal in der Rezension zu erwähnen.
Ich bin ein Mensch, der normalerweise nicht explizit zu Liebesromanen greift, weil mich zwischenmenschliche Beziehungen und Konflikte in anderen Lebensbereichen mehr ansprechen und unterhalten, aber ich merke immer wieder, wie viel man daraus lernen kann. Nicht nur auf das Liebesleben bezogen, sondern allgemein auf das ganze Leben: Milous Geschichte zeigt, dass man niemals aufgeben und für das, was einem wichtig ist, kämpfen sollte. Auch wenn das Ziel so unerreichbar erscheint wie der Weg zu den Sternen, man kann es am Ende erreichen, wenn man nur hartnäckig genug bleibt. Das ist eine tolle Botschaft, die ich nach dem Lesen für mich mitnehme.
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