»Es fühlt sich an, als hätte ich Anlauf genommen, als wäre alles längst in Bewegung. Nur der letzte Ruck fehlt, der mich vom Boden löst.« Es ist Sommer, die Schule ist vorbei. Marko hat das beste Abi der Stufe, trotzdem reicht es nicht für seinen Traum vom Medizinstudium. Auch die Beziehung mit Claire geht zu Ende. Sie will nur noch raus aus der Kleinstadt, rein ins richtige Leben. Marko hingegen versackt zwischen TikTok und Zukunftsangst im tristen Wohnblock. Bis sein Vater einen Ausweg findet: ein Studium in Ungarn. Bezahlt von allem, was sie haben. Doch statt gemeinsam loszugehen, rennen Marko und Claire in entgegengesetzte Richtungen. Und je weiter sie sich voneinander entfernen, desto mehr verlieren sie die Kontrolle. Bis alles durch die Luft geschleudert wird. Und nichts mehr ist, wie es war. »Salto« erzählt von dem Moment, in dem das Leben beginnen soll, aber alles zerbricht. Ein Roman über Körper, die rebellieren, und darüber, wie man weitermacht. Aber vor allem: eine große Liebesgeschichte. »Kurt Prödel gelingt es, direkt neben Schicksalseinschlägen immer wieder kleine Lebensschönheiten aufblitzen zu lassen – dann steht man da wie vom Donner gerührt.« Mariana Leky»So berührend, so lustig, so absurd, und so gut geschrieben.« Caroline Wahl über »Klapper«»Mit mehr Tiefe und verblüffender Frische kann man nicht erzählen.« Clemens Setz über »Klapper«
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Island
aus Nürnberg
5/5
24.06.2026
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Lebensträume
Die Covergestaltung von "Salto" ist für meinen Geschmack etwas zu abstrakt gehalten, der Klappentext hat mich aber dann direkt angesprochen.
Marko lebt nach dem Tod seiner geliebten Mutter alleine mit seinem hart auf dem Wertstoffhof arbeitenden Vater. Er hat das beste Abi der Stufen, aber den NC fürs Medizinstudium trotzdem nicht geschafft, obwohl seine Mutter, die als Krankenschwester gearbeitet hat, sich so sehr gewünscht hätte, dass er mal Arzt wird. Seine Freundin Claire dagegen hat schon alles für ihr Studium in der Großstadt organisiert, auch dank ihrer besser situierten Familie. Markos Vater eröffnet ihm dann die Möglichkeit in Ungarn Medizin zu studieren, da es noch Geld aus einer Versicherung der Mutter gibt.
Mir hat diese Coming-of-Age Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in Marko hineinversetzen, wie es ihm in Ungarn geht, in dem sehr einfachen Wohnheimzimmer, zugleich aber umgeben von Kommilitonen, die aus reichen Arztfamilien stammen, während er ein schlechtes Gewissen hat, weil sein Studium die letzen Reserven seines Vaters aufbraucht. Der Schreibstil ist modern und authentisch. Auch die Stimme des Hörbuch-Sprechers empfand ich als gut zu dieser Story und ihrem Protagonisten passend.
Antje Wree
aus Heidesee
5/5
29.05.2026
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Der Ernst des Lebens
Marko hat definitiv schon einiges hinter sich. Seine Mutter verstarb einige Jahre zuvor und er wuchs bei seinem Vater auf, der diese Aufgabe offensichtlich so gut eben möglich, meisterte. Hier hat es mir gefallen, dass Marko einen Vater hat der einfach mal Arbeiter ist. Marko schreibt das beste Abitur seiner Klasse, aber er kommt aus keinem intellektuellen Haushalt. Seine Mutter war Krankenschwester gewesen.
Die Beziehung zu seiner Freundin Claire geht zum Ende der Schulzeit in die Brüche, denn es sieht erst einmal so aus, als wenn sich die weiteren Lebenswege der jungen Erwachsenen trennen werden.
Und dann kommt doch alles ganz anders und nichts wird besser. Claire hat eine psychische Erkrankung und auch Marko erkrankt akut chronisch.
Dieser Teil der Geschichte hat mich nicht begeistert. Nicht, dass ich nicht weiß, dass Erkrankungen vorkommen können, aber in letzter Zeit begegnet man im Leben und leider auch in der Literatur zunehmend kranken Personen.
Ich persönlich würde auch gern einmal wieder eine Geschichte über geistig und körperlich gesunde junge Menschen lesen.
Aber gut geschrieben und vorgelesen von Lukas von Horbatschewsky ist das kurze Büchlein allemal und ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
Bewertung
aus Horn-Bad Meinberg
5/5
18.03.2026
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Einatmen - Ausatmen
Mit "Salto" liegt ein sehr berührender Roman des Autors Kurt Prödel vor. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen die beiden Jugendlichen Marko und Claire, die sich nach dem Ende der Schulzeit trennen, da die Lebenswege sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln: Sie will zum Studieren nach München, er bekommt nur einen teuren Studienplatz in Budapest. Doch es zeigt sich schnell, dass beide einen Preis zahlen und die Trennung beide ins Unglück führt. Wird es einen Weg zurück geben? Die Geschichte wird aus der Sicht von Marko erzählt und als Leser*in lernen wir so seine Perspektive gut kennen. Ich für meinen Teil hätte mir gewünscht auch etwas mehr von Claire zu erfahren und das sich z.B. die Erzählperspektiven abwechseln. Im Roman verarbeitet der Autor zentrale Themen wie Tod, Schuldgefühle, psychische (Schizophrenie) und körperliche Erkrankungen (Biabetes Typ I) und auch den zentralen Unterschied, ob jemand über reiche Eltern verfügt oder nicht. Die Geschichte wird lebendig erzählt und von Lukas von Horbatschewsky im Hörbuch eingesprochen. Gerne mehr davon.
Bewertung
5/5
06.03.2026
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die Unberechenbarkeit des Lebens
Kurt Prödel hat eine unnachahmlichen Art seine Geschichte zu erzählen, sodass ich mich selbst mitten in die Handlung versetzt fühle.
Marco ist Einerseits absolut nahbar angelegt- Schulabschluss, das Bangen um den eigenen Wert und Platz in der Welt, die es ihm bisher nicht leicht gemacht hat. Diese Art mit der er verliert in seiner Realität und in Details verliert und gleichzeitig aber auch immer wieder abdriftet in eine Art Gleichgültigkeit, das ist schon absolut toll gemacht.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, was sich als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Der Sprecher hat seine Arbeit grandios gemacht, er hat eine angenehme, ausdrucksstarke Erzählstimme, die den Figuren Leben einhaucht und die beim Zuhören einfach gute Laune macht.
Den Verlauf, den die Handlung nimmt fand ich super überraschend. Man wartet eigentlich gespannt auf einen Wendepunkt in Markos Leben, der zwar kommt, aber ganz anders als gedacht. Die Themen sind authentisch und nahbar aufbereitet und Markos Emotionen habe ich als sehr greifbar empfunden.
Ich fand dieses Buch einfach toll. Hat mich total abgeholt
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
04.03.2026
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Das Leben ist kein Picknick
Normalerweise fühle ich mich mit Ende 50 zu alt für „Coming-of-Age“ Romane, doch der Klappentext hat mich sofort angesprochen, somit bin ich dieses Wagnis eingegangen. Um es gleich vorweg zu nehmen, es hat sich gelohnt. Ich habe mich für die Hörbuchfassung entschieden und zu Beginn musste ich mich an den Sprecher gewöhnen, doch je länger ich hörte, desto passender erschien er mir für diese Geschichte und am Ende kann ich sagen, er ist die perfekte Wahl. Die Geschichte beginnt mit dem erworbenen Abitur von Marko und Claire, die beiden sind schon seit vielen Jahren ein Paar. Claire kommt aus einem gut situierten Elternhaus, Markos Eltern sind keine Akademiker. Claire wird in München studieren. Marko hofft auf einen Studienplatz der Medizin, dies hat er seiner verstorbenen Mutter versprochen. Und am besten in München. Leider erhält Marko nur Absagen von deutschen Unis. Der Studientraum schein zu platzten, aber Markos Vater findet eine Möglichkeit, um Marko ein Studium in Ungarn zu finanzieren. Daraufhin beenden Marko und Claire einvernehmlich ihre Beziehung, denn eine Fernbeziehung trauen sie sich nicht zu. Das erste Studienjahr läuft nicht rund für die beiden, gesundheitliche Probleme bremsen beide aus. Dieser Umstand bringt die beiden wieder näher zueinander und jeder passt nun auf den anderen auf. 6 Stunden und 20 Minuten beträgt die Spieldauer dieses Hörbuchs und intensiver kann man nicht am Leben einer Romanfigur teilhaben. Sofort stellte sich bei mir eine Nähe zu Marko ein, Dank der detaillierten Beschreibungen konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und ich habe regelrecht mitgelitten und viele berührende Momente taten sich auf. Einige Dinge erinnerten mich an die Studiensituationen meiner Töchter, insofern kann ich nur bestätigen, mehr Authentizität geht nicht. Die Sprache, die Ansichten, das Verhalten, alles erscheint mir absolut altersgerecht. Hinzu diese kurzen, schnörkellosen Sätze, die diese Menschlichkeit absolut gut abbilden. Der Autor trifft genau den richtigen Ton und er ist ein guter Beobachter der Jugend. Ich bin froh, dass ich mich an dieses Genre gewagt habe und ich weiß, dieser Roman wird noch lange in mir nachhallen. Sehr gerne spreche ich eine Weiterempfehlung aus.
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