Wie ein stiller Wanderweg durch vertraute Berglandschaften führt dieses Buch in die eigene Lebensgeschichte – begleitet vom guten Hirten. Daniel Zindel führt gedanklich durch seine schöne Heimat Graubünden und lädt dazu ein, Erinnerungen zu ordnen, zu würdigen, neu zu staunen – und auch loszulassen, was ich nicht mehr tragen muss. Seine naturverbundene Spiritualität und seelsorgerliche Tiefe verbinden sich zu heilsamer Biografiearbeit. Ideal für alle, die im Licht von Gottes Fürsorge zur Ruhe kommen und neue Dankbarkeit finden wollen.
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Erinnerungen hüten und heilen lassen
Bewertung am 09.06.2026
Bewertungsnummer: 3163029
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeder von uns trägt Erinnerungen. Gute, schöne, belastende, schlechte…und manchmal tut es gut, diese Erinnerungen mal zu sichten und zu sortieren.
Dafür bietet das Buch von Daniel Zindel eine sehr gute Anleitung.
Die Aufmachung des Buches ist hochwertig, jedes Kapitel (12 an der Zahl) beginnt mit einem wunderschönen Foto aus den Bergen, am Abschluss findet man ein persönliches Gebet, dass das Gelesene direkt in ein Gespräch mit Gott überleitet.
Während er mir seine Heimat Graubünden näher bringt und ich ihn auf einer Wanderung begleite, kann ich ab und zu innehalten, nachdenken und reflektieren.
Er schreibt wirklich schön, fast als würde ich mich mit einem Freund oder Seelsorger unterhalten. Seine Impulse sind sanft, es entsteht keinerlei Druck. Das finde ich sehr wichtig.
Wir sind Hirten unserer eigenen Erinnerungen und wir haben zugleich in Jesus Christus einen guten Hirten, der mit uns auf dem Weg ist.
Es ist kein Buch, dass man mal schnell weg liest. Will man es so benutzen, wie der Autor vorschlägt, kann es mitunter Arbeit sein. Aber es tut gut! Jeder, der mit seiner Vergangenheit etwas aufräumen oder Frieden schließen möchte, wird an dem Buch Freude haben!
Eine wohltuende Inspiration zum Innehalten, Zurückblicken und Weitergehen
Bewertung am 18.03.2026
Bewertungsnummer: 3081254
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Liebe Leserin, lieber Leser, ich möchte sie morgen auf eine Bergtour mitnehmen.“ So beginnt die „Hirtenzeit“ von Daniel Zindler. Zu Beginn bereitet er die Leserschaft vor, in dem er eine kurze Skizze der Route gibt, die er in diesem Buch ablaufen möchte. Dabei handelt es sich um eine reale Wandertour, die er in seinem Leben oftmals schon bewandert hat. Während der Tour bleibt er immer wieder mal stehen, hält inne. Durch Ereignisse und verschiedene Situationen, werden Erinnerungen ausgelöst, die der Autor sehr ansprechend erzählt, sodass der Leser zusätzlich mit auf eine Gedankenreise genommen wird. Durch Verknüpfungen dieser mit Geschichten von Bibelfiguren oder christlichen Bekanntheiten, löste er bei mir Gefühle und Gedanken aus. Er blickt zurück, reflektiert, hinterfragt, schaut genau hin. Die Fragen, die er sich dabei stellt, stellt er zeitgleich auch dem Leser. Seine Hauptaussage: Wir sind Hirten unserer Erinnerungen und Gedanken. Manchmal ist es notwendig, sich auf eine Erinnerung, einen Gedanken, zu konzentrieren und besondere Aufmerksamkeit und Pflege zu schenken. Dabei ist es jedoch wichtig, auch die große „Herde“, das große Bild, im Blick zu behalten. Da er immer wieder zwischen Erzählzeit und Erzählte Zeit springt und dadurch seine Wandertour unterbricht, wird zudem auch Spannung erzeugt: Wie reagiert er auf die drohende Gewitterlage? Wird ihm in der Alm die Tür geöffnet oder bleibt er im Regen stehen? So fiel es mir persönlich schwer, das Lesen zu unterbrechen und mir wirklich Zeit zur Reflektion zu nehmen. Die Fragen, die Zindler stellt, sind sehr gut gewählt und gut auf dem „Wanderweg“ eingebettet. Mir persönlich hätte sicher eine andere Art der Formatierung des Textes geholfen, nach jeder Frage (und manchmal waren es recht viele auf einmal), wirklich innehalten zu können oder sie in ein Notizbuch aufzuschreiben, um später noch einmal darauf eingehen zu können.
Zindels Schreibstil ist sehr ansprechend und nachvollziehbar. Die Zitate und Anekdoten sind sehr gewählt und lehrreich.
Obwohl ich (erst) Anfang 40 bin, hat mich das Buch sehr inspiriert und ermutigt, mir immer wieder Auszeiten zum Reflektieren und „Zurückblicken“ zu nehmen, gleichzeitig aber auch Vorrauszuschauen.
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