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Karl Ove Knausgard

1. Arendal

Arendal Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3191

Gesprochen von

Thomas Loibl

Spieldauer

10 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.05.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Arendal (Morning Star Book 5) (Oktober )

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

EAN

9783844556247

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

3191

Gesprochen von

Thomas Loibl

Spieldauer

10 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.05.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Arendal (Morning Star Book 5) (Oktober )

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

EAN

9783844556247

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • MarieOn

    5/5

    12.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus männlicher Sicht

    Kurz vor Arendal zickte Syverts Wagen. Er war geschäftlich in Kongsberg und auf dem Weg zu seiner Familie. Obwohl er das Gaspedal durchtrat, sank die Tachonadel weiter und pendelte sich auf dreißig Stundenkilometer ein. Hinter ihm fuhren drei Autos, die nicht überholen konnten, weil die Strecke unübersichtlich war. Die Nervosität der anderen Fahrer ließ ihn an einer Bushaltestelle rechts ranfahren. Als er ausstieg, um die Motorhaube zu öffnen, spürte er die -20 °C kaum. Ein alter Cortina hielt und der Fahrer kurbelte das Fenster herunter, fragte, ob er helfen könne. „Nein, aber vielen Dank.“ Nachdem er die Motorhaube wieder verschlossen hatte, lief er die Straße zurück, weil er sich an einzelne Häuser erinnerte. Im ersten Haus reagierte niemand auf sein Klopfen. Im zweiten wurde die Tür geöffnet, noch bevor er die Hand heben konnte. Er durfte das Telefon benutzen und rief den Abschleppdienst an, danach erreichte er Evelyn und teilte ihr mit, dass er es heute nicht mehr nach Hause schaffen werde. In der Werkstatt lieh man ihm einen VW-Käfer, damit fuhr er nach Arendal. Einem Impuls folgend hielt er an der Kirche, in die seine Großmutter immer gegangen war, stieg die Stufen zum Portal hoch, doch die schwere Holztür ließ sich nicht öffnen. Hier hatten sie gestanden, die, die nicht mehr ist und seine Mutter, die alt ist. Er erinnert den Garten, der für ihn der Sonntags- oder Feriengarten war, mit den Obstbäumen, auf die er nicht klettern durfte. Fazit: Karl Ove Knausgård, einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart, ist seiner Linie treu geblieben. Er hat in seinem fünften Buch der Morgenstern-Reihe das Thema Einsamkeit zum Thema gemacht, um die Abgründe des menschlichen Daseins zu verdeutlichen. Sein Protagonist ist Mitte dreißig, verheiratet und Vater zweier Söhne. Er findet sein Glück nicht in der Beziehung zu seiner unterkühlten Frau, zu der er als Berufspendler immer wieder zurückkehrt. Aufgerieben zwischen seiner Loyalität, seinem Verantwortungsbewusstsein und der Sinnlosigkeit seines Daseins, versucht er seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, bis es aus dem Ruder läuft. Die Autopanne zwingt ihn zu einer Nacht in dem Ort, in dem er aufgewachsen ist. Schlaflos irrt er durch die Straßen und hängt seinen Gedanken nach. Der Autor lotet sehr fein die Sehnsüchte und Beweggründe eines Mannes aus. Die Scham, sich seinen Gefühlen zu stellen, wird so groß, dass er immer exzessiver trinken muss. Am Ende trifft er eine schwerwiegende Entscheidung, vor der er sich lange gedrückt hat. Es geht um Einsamkeit und innere Zerrissenheit. Sehr erhellend nach all den Frauenstimmen der letzten Jahre, auch einmal einem Mann zuzuhören.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    20.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Textnähe

    Knausgard hat einen eigenwilligen Schreibstil, der oft als „langweilig“ empfunden wird. Die „grossen Fragen des Lebens“, die er berührt, werden ja in seinen Büchern hauptsächlich „berührt“ oder gestreift. In keinem Fall erfährt man darüber mehr. Aber trotzdem liebe ich seine Bücher, dieses hier, Arendal, ganz besonders. Liegt es daran, dass es dem Autor meisterhaft gelingt, Situationen so zu beschreiben, dass der Leser sich sehr oft in der Komplexität und den Gefühlsausdrücken des beschriebenen Moments wiedererkennt und somit eigenes Erlebtes mit dem Geschehen verknüpfen kann? Dadurch wird eine Vertrautheit zum Text erzeugt, die sehr angenehm ist.

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