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Serious Shit Die Welt ist gefährlich – und warum wir das erst jetzt merken | »Auf den ersten Seiten habe ich die klugen Sätze angemarkert, bin allerdings nicht mehr hinterher gekommen.« M. Beisenherz

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.02.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,2/11,7/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002464325

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Knoblochs kluge Beobachtungen machen lachen und schaudern. Endlich eine Analyse der Jugend, die sich weder zynisch an Pointen orientiert noch mit großen Gesten erschüttern will. Leise, präzise und dadurch umso wirkungsvoller. Welt am Sonntag 20230319

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Sehr gut

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Erscheinungsdatum

02.02.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,2/11,7/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002464325

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Waschbär

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    16.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir sind vielleicht die…

    Wir sind vielleicht die Ersten, die jung sind - und von niemandem dafür beneidet werden." S. 13 Ich bin regelrecht in das Buch reingefallen. Der Einstieg war so einfach, weil ich mich so gut in die Autorin hineinversetzen konnte - und weil der das Ereignis, welches dieses Buch getriggert hat in der jungen Vergangenheit liegt. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut repräsentiert gefühlt. Viele Gedanken, die die Autorin in Essaystil in dem Buch Form gibt, habe ich auch schon im leisen gedacht. Die Ungewissheit der Jugendlichen und Heranwachsenden, welche sich durch die Kriegssituation in der Ukraine verstärkt ist das Leitmotiv in diesem Buch. Mit Begeisterung habe ich viel neues aus diesem Buch entnehmen können, wie die Grundstimmung unter den jungen Menschen ist. Von "depression naps" zu den aktuellen Studien zu psychischer Belastung von Jugendlichen in Deutschland - die Lektüre gibt dem Leser viel aktuelles "brain food". Ich habe so viel über meine eigene Generation gelernt, auch Dinge und Begriffe die für mich Alltag sind wurden aus einem wissenschaftlichen Kontext näher begutachtet. Knobloch stellt das Lebensgefühl junger Erwachsener mit einer haarscharfen Präzision dar, welche wirklich Applaus verdient. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen und werde es an meine Freunde weiterreichen.

  • Annika

    aus Berlin

    5/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles politisches Essay

    Dieses Essay beschäftigt sich mit einer Welt, die durch den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine ins Schwanken gekommen ist und wie die bis dato eher unpolitische Generation Y damit umgehen kann. Ich stimme nicht in allen Punkten mit der Autorin überein, aber das muss ich auch gar nicht. Denn genau das "Sich-gegenseitig-aushalten" müssen wir wieder lernen, argumentiert sie. Um von der individualisierten Gesellschaft wieder zu einem funktionierenden Diskurs zu kommen, ist genau das nötig. Nur so können die Chancen der Demokratie genutzt werden. Mir hat das Essay von Marlene Knobloch so einige Denkanstöße mitgegeben, und ich habe definitiv mitgenommen, "dass wir niemals aufhören dürfen, uns füreinander zu interessieren".

  • Bewertung

    5/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wortgewandte Auseinandersetzung mit den brennenden Fragen unserer Zeit

    "Serious Shit" von Marlene Knobloch hat mich auf allen Ebenen beeindruckt. Sie formuliert die Gedanken einer Generation, zu welcher ich mich, genau wie die Autorin, zähle. Sie trifft mit ihren Überlegungen und Beobachtungen meinen Nerv. Nicht immer lässt sich das leicht aushalten, sind die Themen doch ernst: Klimawandel, Ukrainekrieg, die Abgründe von Social Media... In vielen Gedanken erkenne ich mich wieder, einiges ist neu. Humorvollen Beobachtungen lockern die ernsten Themen auf. Rückblenden in die Vergangenheit der Autorin lassen ihre Überlegungen neben Zahlen, Daten und Fakten anschaulich werden. Sprachlich ist ihr Text so verdichtet, dass man am liebsten jeden Satz zweimal lesen möchte. Mit spitzer Zunge zeigt sie Missstände auf und sucht nach Lösungen. Wie umgehen mit den großen und drängenden Fragen unserer Zeit? Ein Essay das zugleich Missstände auf brutale Weise sichtbar macht, uns den Spiegel vorhält und zugleich Hoffnung macht.

  • Bewertung

    5/5

    14.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant und kurzweilig

    Ein Buch, das einen Querschnitt in die Sichtweise eines Menschen bietet, der kurz vor oder nach den 2000-ern geboren wurde, zusammengefasst in den Ansichten der 28-jährigen Autorin, die wohlgemerkt Akademikerin und Journalistin ist, und sicherlich eine weit differenziertere Betrachtungsweise auf die beschriebenen Dinge darstellt, als bei so manch anderem der Fall ist, der sich mit den beschriebenen Themen bei weitem nicht in dem Maße auseinandersetzt. Die Schreibweise ist sehr angenehm; gespickt mit Ironie und Witz. Ich kann gut nachvollziehen, was die jungen Leute umtreibt, welch ein Schock der derzeitige Umstand des Ukraine-Krieges sein muss (ist es ja auch für die Älteren, aber die haben schon die eine oder andere Krise erlebt und kennen das Gefühl – leider). Frau Knobloch beleuchtet dabei u.a. die Zeit ihrer Jugend auf dem Dorf, wo man sich wohlgefühlt hat, sich aber auch Fragen gestellt hat, ganz typische Fragen nach dem Warum, Wohin oder mit wem. Völlig legitim. Dann gibt es einige Vergleiche mit den früheren Generationen und es taucht die Frage auf, ob die jungen Leute heutzutage naiv seien, weil sie sich in ihrem bisher so sorglosen Leben quasi dahintreiben ließen, ohne zu erkennen, wie fragil unser Frieden und die Demokratie sind. Ich weiß hierbei nicht, ob man wirklich von Naivität sprechen kann. Wenn, dann höchstens von dem Versäumnis der Gesellschaft, der Politik und des Bildungssystems, darauf nicht oft genug hinzuweisen. Es ist doch aber irgendwo auch schön, dass eine ganze Generation davon ausgegangen ist, ein fast sorgloses Leben leben zu dürfen. Wünschen wir uns das nicht alle? Vor allem für unseren Nachwuchs? Dafür arbeiten doch die Eltern eines jeden Kindes in jeder Generation hin. Wer kennt nicht den Spruch; meinem Kind soll es besser gehen als mir? Der Spruch ist so alt wie die Menschheit. Niemand wünscht sich, dass sein Kind auch mal eine schwere Krise erlebt, damit es den Wert der Dinge endlich mal begreift. Das wäre absurd. Zitat: Wir hatten verlernt uns in die Welt einzubetten. Bei aller Liebe; das hat auch vor euch niemand getan. Meine Eltern z.B. haben so gesehen auch Großes vollbracht, indem sie mit uns Kindern Anfang der Achtziger aus einem sozialistischen Land geflohen sind, wo sie von einem guten Leben im Westen geträumt haben. Und was haben wir dann letztendlich getan? Kartoffelchips essend vor der Glotze gesessen und Glücksrad geguckt. War nicht wirklich schlecht, auch wenn es banal war. Letztendlich wollen wir doch alle einfach nur unser Leben leben und die Zeit genießen. Vielleicht sollten wir uns einfach von diesen Vergleichen mit unseren Vorfahren verabschieden. Sich an ihnen ein Beispiel nehmen – ja – durchaus, aber mir persönlich wird da viel zu viel idealisiert. Unsere Groß- und Urgroßeltern hätten auch lieber ein völlig normales und langweiliges Leben gehabt, abends an der Bushaltestelle gesessen und in die Gegend gespuckt, statt vor dem Horror des Naziregimes fliehen und zittern zu müssen, zu Partisanen oder unfreiwilligen (oder freiwilligen) Mitläufern zu werden, zu Helden oder zu millionenfachen Opfern. Und auch die 68-er hätten sicher gern einfach ihr Leben nach ihrer Vorstellung gelebt, statt gegen die verstaubte Bigotterie und Doppelmoral der Vor- und Nachkriegsgenerationen rebellieren zu müssen. Ich frage mich, ob so mancher, der irgendwann 1968 in einem indischen Ashram gesessen und an dem Singsang teilgenommen hat, sich nicht letztendlich gefragt hat, was er da eigentlich macht, und sich heimlich nach Omas heimischem Schweinebraten gesehnt hat, nachdem er sich tagein tagaus von gewürztem Reis und gedünstetes Gemüse ernährt hat. Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass sehr viele einfach auf einer Welle mitgeschwommen sind, ohne wirklich zu wissen, wohin diese Welle sie tragen wird. Es ging um den Protest an sich – und das ist auch gut so. Nur durch Protest ändern sich die Dinge irgendwann. Aber auch sie sind von dort irgendwann wieder zurückgekehrt, haben als Masse das eine oder andere bewirkt, haben sich zurück daheim einen Job gesucht, einen Grill gekauft und eine Familie gegründet, um ihrem Nachwuchs ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen. Und dieser Nachwuchs ist in großem Wohlstand und in Frieden aufgewachsen, beschützt und von Sorglosigkeit geprägt, dennoch unterschwellig von Fragen bedrängt, ob das denn schon alles war. Durchaus berechtigt und gut, aber ich kann nur sagen – fallt nicht in die Falle, euch als naiv zu bezeichnen, liebe junge Leute. Ihr seid es nicht (zumindest nicht alle). Ihr kennt es einfach nicht anders, und wem kann man schon vorwerfen, eine gute, ideale Welt formen zu wollen, in der es einer Bundeswehr und eines Wehrdienstes nicht bedarf? Die Idee an sich ist aus meiner Sicht - aus sozialer Sicht - sehr fortschrittlich. Leider ist es so, dass viele um uns herum diesen Fortschritt noch nicht erreicht haben. Gerade deshalb muss man den Schutz dieser Werte im Auge behalten und auf realistischer Ebene für den Fall der Fälle vorsorgen. Durch den Ukraine-Krieg dürfte das letztendlich vielen nun klar geworden sein (leider noch zu wenigen). Wir sind alle zwangsläufig Statisten in einem Riesentheater, das künstlich aufrecht erhalten wird, wobei sich die meisten einfach nur danach sehnen, ihr Leben in Ruhe und nach eigener Fasson zu leben (bis auf die machtgeilen Psychos, die es nicht selten bis in die obersten Regierungsränge schaffen – und das wahrscheinlich auch nur deshalb, weil jeder Otto-Normalbürger lieber seine Ruhe hat, statt die absolute Macht anzustreben). Insofern ist es aus meiner Sicht kein Manko, an ein normales, friedliches Leben geglaubt zu haben; es ist ein Zeichen dafür, dass die Generation vorher schlichtweg daran gearbeitet hat, seinem Nachwuchs – also euch jungen Menschen, ein gutes Leben in Frieden zu bereiten. Dass es weltweit Spinner gibt, die den anderen durch Terror ihren Willen aufzwingen möchten, macht diese Sache weder naiv noch wertlos. Strebt weiter nach Frieden, nach einem guten Leben, nach dem „Grill“ im Garten, nach einer Familie- oder einfach dem, was ihr euch für eure Zukunft wünscht. Es ist nichts Verkehrtes daran, von einem guten, entspannten und selbstbestimmten Leben zu träumen. Freiheit hat nicht nur für diejenigen eine tiefe Bedeutung, die sie verloren haben. Insofern stimme ich dem im Buch genannten, ukrainischen Flüchtling nicht zu. Es ist kein Privileg, erst durch Krieg und Terror erfahren zu „dürfen“, was Freiheit wirklich bedeutet. Niemand sollte sich dafür schämen oder rechtfertigen, dass er ein Leben ohne Verfolgung und Terror verbringen durfte oder darf. Vielmehr sollten wir um jeden Tag dankbar sein, den wir außerhalb dieser Zustände verbringen dürfen und durften. Das Buch bietet keine Lösungen – kann es auch nicht. Die Lösung all der genannten Probleme ist nicht durch Einzelne zu schaffen, sondern nur durch die Masse, in der ein Umdenken stattfindet. Es ist eine Momentaufnahme der Wahrnehmung einer Generation, die sich Fragen stellt. Für mich absolut interessant und aufschlussreich. Ich vergebe für das kleine Werk fünf Sternchen, weil mir die Schreibweise der Autorin gut gefallen hat. Trotz der heiklen Themen, liest sich das Buch locker, ist gespickt mit feinem Witz und man hat das Gefühl, mit einer intelligenten jungen Frau zu plaudern.

  • Bewertung

    5/5

    13.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Online, offline, dabei sein

    Marlene Knobloch fängt in diesem Essay die Gefühle ihrer Generation ein und spricht mir dabei manchmal aus der Seele, manchmal wiederum würde ich gerne in die Diskussion einsteigen und ihr vehement widersprechen. In dem Buch geht es um den Blick in die Vergangenheit und die Trauma, die erst Corona und dann der Krieg in der Ukraine für eine Generation bedeuten, die dachte am Ende der Geschichte geboren worden zu sein. Die Thesen prasseln auf den*die Leser*in nieder und man kann ihnen nicht entgehen - zwangsläufig regt diese Lektüre zum Denken an. Gedanken über eine Zukunft und ein Miteinander, das von Social Media geformt wird und doch offline erlebt wird. Gedanken über eine Zeit, die sich entgegen aller Erwartungen in kurzer Zeit drastisch geändert hat. Eine Zeit, die wenig Raum für beschwichtigende, rosarote Zukunftsvisionen lässt. Vor allem der Appell der Autorin, dass wir niemals aufhören dürfen uns füreinander zu interessieren, berührt sehr. Teilhabe, Einsetzen und Veränderung wurde bisher selten durch ein Herzchen auf dem Bildschirm erreicht. Lasst uns wieder mehr diskutieren und mitbestimmen.

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