Die Schweiz in naher Zukunft: Die Städte sind zusammengewachsen zur alles beherrschenden »Metropolitane«, während die Alpen für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden. Der junge Wissenschaftler Alesch kehrt in sein Heimatdorf Pradetta zurück, einen abgelegenen Ort im schwindenden Schatten eines Gletschers. Seltsame Wetterphänomene häufen sich am Berg, und schon bald ist Alesch hin- und hergerissen zwischen urwüchsiger Bergwelt und Hoffnung auf Fortschritt. Denn seine so revolutionäre wie gefährliche Forschung könnte die Antwort auf die Energiekrise bergen. Und dann ist da noch seine Jugendliebe Annetta …
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
06.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hommage an die Gletscher
„Das Tal der Schwalben“ ist eine großartige und rundum gelungene Abhandlung für Zeiten von Energiekrisen und der Angst vor einem drohenden Blackout, heisst es in der "Dorfzeitung", dem ist nichts hinzuzufügen. :-)
Bewertung
5/5
06.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Moderner Heimat-Roman
Tal der Schwalben hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil der Roman große Themen wie Klimawandel, Wissenschaft und Zukunftsangst ganz nah an seinen Figuren erzählt. Seraina Kobler entwirft eine faszinierende Vision einer veränderten Schweiz, ohne dabei je den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Es ist ein kluges, spannendes und zugleich sehr berührendes Buch über Heimat und die Frage, welchen Preis Fortschritt haben kann. Eines dieser Bücher, über die man auch nach der letzten Seite noch weiter nachdenkt.
Bewertung
5/5
02.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Roman mit kunstvoll gebrochener Idylle
Das Buch wurde mir geschenkt, zuerst war ich skeptisch, da ich lieber Kriminalromane lese, doch dann hat mich die Geschichte reingezogen. Ganz besonders die Figuren im Bergdorf Pradetta, der alte Animist zuoberst auf dem Pass, die verschworene Gemeinschaft, die ebenso miteinander, wie in die Landschaft verwoben ist. Und nicht zuletzt: Das tollkühne politische Szenario. So geht Schweizer Gegenwartsliteratur!
Bewertung
5/5
29.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Am Nerv der Zeit
Ich habe das Buch fast in einem Zug gelesen. Zwischen Actionthriller, Liebesgeschichte und grosser Sprachkunst wechselt die vielschichtig gebaute Geschichte. Seraina Kobler entwirft darin eine zukünftige Schweiz. Hitzeflimmernde Städte, dahinbröckelnde Berge und grollende Gletscherrest. Wunderschön, wie dabei die ganz grossen und “kleinen” Themen in Verbindung gesetzt werden.
MarcoL
aus Füssen
5/5
14.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vielschichtig, vielsagend. Ein spannender „Zukunfts“-Roman, mit aktueller Brisanz, wunderbar erzählt.
"Es ist nicht die Landschaft, die bedroht ist. Sie verschwindet nicht, wir verschwinden. Die Natur hat keine Tränen, sie träumt nicht. Sie wird einfach eine andere sein".
Dystopie? Utopie? Thriller? Gar nichts davon oder alles zusammen? Schwer lässt sich dieser wunderbare Roman in eine Genre-Schublade stecken. Und das ist auch gut so.
Viele Elemente verbinden sich hier zu einem äußerst stimmigen Roman, der einen nachdenklich hinterlässt; vor allem mit der Frage: was wird alles auf uns zukommen in naher Zukunft, was lässt sich noch abwenden?
Denn eines ist klar: Die Autorin erzeugt ein Szenario, dass noch nicht Realität ist, aber gute Chancen hat, es zu werden.
Die Klimakrise schreitet munter voran, die „Mächtigen“ tun nichts, um sie aufzuhalten. Sie ziehen ihren Nutzen und Profit daraus. Das Wohl weniger gegen das Leid der Massen (wem kommt es in unserer gegenwärtigen, geopolitischen Situation bekannt vor?).
Die Schweiz ist mittlerweile zu einer Mega-City mutiert. Nur die Alpen sind ein geschützter Raum, der nur spärlich bewohnt werden darf. Die Bergbauern und Anwohner der Täler wurden vertrieben, um der Energiegewinnung Platz zu machen. Riesige Kraftwerke sind entstanden.
Und nun soll der Wissenschaftler Alesch auch die letzten verbliebenen Bewohner seines Geburtsortes Pradetta überzeugen, ihre Heimat zu verlassen. Er kehrt zurück, und ein Zwiestreit beginnt sich in ihm zu regen. Und nicht nur das: unerklärte Wetterphänomene, gar ein Komplott und eine Verschwörung … die Zeit wird knapp …
Die Story kommt trotz all der Brisanz relativ unaufgeregt daher, ja manchmal wirkt alles nüchtern, von außen beobachtend. Und dennoch taucht man während der Lektüre tief in die Geschichte ein, lernt die Protagonist*innen kennen, als wären sie aus Fleisch und Blut.
Seraina Kobler hat hier ein brennendes Thema aufgenommen und sehr genial umgesetzt.
Der Roman ist vielschichtig wie spannend aufgebaut und regt einen, wie schon erwähnt, sehr zum Nachdenken an.
Ganz große Leseempfehlung .
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