Ein Mann in seinen Fünfzigern. Er hat offenbar nichts mehr zu verlieren, obwohl noch so viel vor ihm liegt. Die Kinder sind aus dem Haus, KI bedroht seine Arbeit als Übersetzer. Vor allem hat der Tod seiner Frau alles infrage gestellt. Eine solche Liebe, da ist er sich sicher, wird er kein zweites Mal finden. Bis ihm bei gemeinsamen Freunden eine Cellistin begegnet. Es entspinnt sich, so leicht, als ob es Vorsehung wäre, ein verheißungsvolles Verhältnis, und plötzlich steht wieder alles auf dem Spiel.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Kwinsu
aus Salzburg
5/5
15.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Verworrenheit ist die Kraft dieses Buches
Als Eli seine Frau verliert, glaubt er nicht, dass er noch einmal glücklich werden kann. Doch dann lernt er Lia kennen und es beginnt prickelnd und wunderbar. Bald jedoch unterläuft ihm ein fataler Fehler, der das frische Glück zu zerstören droht. Eli baut ein Netz aus Lügen auf, das unter dessen schwerer Last zu reißen droht - doch Eli gibt nicht auf.
Zugegeben: nach dem Lesen von "Nicht" bleibt eine gewisse Verwirrtheit zurück. Was war das jetzt? Meine erste, intuitive Reaktion: genial, auch wenn ich nicht so genau weiß, weshalb eigentlich. Aber von vorne...
Der Roman beginnt etwas traurig, Eli kann sich sein Leben ohne seine verstorbene Frau nicht so ganz vorstellen, steckt in der Trauer, hat wenig Antrieb. Bei einem Abendessen mit Freunden lernt er die Musikerin Lia kennen. Mit ihr beginnt es wunderbar, von vornherein stellt sie klar, dass ihr Hund Felix für sie das Wichtigste sei, und Eli kann sich mit dem Gedanken anfreunden, neben diesem die zweite Rolle zu spielen. Das wird ihm aber zum Verhängnis, denn als Lia ihn bittet, ihn während einer Konzertreise nach Österreich zu hüten, entwischt ihm der Hund und läuft vor ein Auto. Im Schock verabsäumt er es, das Tier in eine Tierklinik zu bringen, dieser verstirbt schließlich, woraufhin ihn Eli verscharrt. Er sieht sein Glück mit Lia den Bach hinunter gehen und so beschließt er spontan zu lügen und behauptet ihre gegenüber lediglich, Felix sei ihm entwischt. Er verstrickt sich immer mehr in Lügen, auch als Lia tagelang verzweifelt immer wieder nach ihrem geliebten Hund sucht, will er von seiner Version nicht abrücken, so lange, bis ihm gar nichts mehr anderes übrigbleibt, als weiter zu lügen.
Ich bin ganz fasziniert von dem Buch: der Autor schafft es meisterlich in nur 187 Seiten eine äußerst packende und dichte Geschichte mit vielen Wendungen zu konstruieren, die seine hervorragende Beobachtungsgabe zu Tage treten lässt. Die Charaktere - allen voran Eli - sind authentisch und ihre Handlungen sind oft nicht nachvollziehbar, oft mag man den Protagonisten schütteln, um ihm zuzurufen: jetzt sag schon endlich die Wahrheit! Trotzdem konnte ich seine Entscheidungen, seinen inneren Konflikt nachvollziehen, er will um jeden Preis ein gutes Leben mit Lia, nachdem er seinen traurigen Schicksalsschlag überwunden hat. Diese selbst ist ganz eingenommen von der Suche um Felix, kann kaum noch klar denken, ist misstrauisch, hinterfragt Elis Aussagen, auch durch zutun ihres Ex Peter - doch erstaunlicherweise will sie mit Eli zusammenbleiben.
Außergewöhnlich ist die Erzählperspektive, ist sie doch in der "Du"-Form gehalten. Das gibt der ganzen beabsichtigt wirren Geschichte noch einen zusätzlichen Anreiz auf Spekulationen. Spekulieren ist ohnehin etwas, was man nach Beendigung des Romans vortrefflich tun kann, denn es bleibt vieles offen, aber nicht auf ungute Weise, sondern als Beflügelung der Fantasie. Lediglich die Frage, weshalb Elis Sohn den Kontakt mit ihm abgebrochen hat, hätte ich gerne gewusst, konnte es aber aus dem Text nicht herauslesen. Das ist auch das Schöne am Buch: es gibt einige Nebenschauplätze, man erfährt viel nebenbei über Eli und auch wenn nicht alles aufgelöst wird, entsteht ein schlüssiges Charakterbild des Protagonisten. Ein Psychogramm eines Lügners, der auf ein Gegenüber trifft, das diese Lügen akzeptiert - warum auch immer.
Das hohe Tempo des Romans, die Verworrenheit, die Unklarheiten, die zahlreichen Lügen - das mag nicht allen Leser*innen gefallen. Ich war gefesselt von der speziellen Art, wie das Buch geschrieben wurde und von der Story, die fast schon Richtung Krimi geht. Und "Nicht" wird sicher nicht das letzte Werk des Autors sein, das ich lesen werde!
hamburg.lesequeen
aus Bargfeld-Stegen
5/5
10.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesepraline
NICHT
Dror Mishani
ET: 22.04.26
Der 52-jährige Witwer Eli lernt bei einem Abendessen bei Freunden die Cellistin Lia kennen. Eigentlich hatte er geglaubt, dass sein Liebesleben mit dem Tod seiner Frau beendet sei. Doch Lia zeigt Interesse an ihm. Sie verabreden sich, sprechen über seine bereits erwachsenen Kinder, ihre Berufe, die große Liebe zu ihren Hunden und gemeinsame Interessen. Schnell merken beide, dass sie mehr voneinander erfahren möchten und sich eine Beziehung vorstellen können.
Eli hat Schmetterlinge im Bauch und blickt plötzlich wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Doch dann eröffnet ihm Lia, dass sie für einige Tage nach Wien reisen muss, um dort ein Konzert zu geben. Sie bittet ihn, während ihrer Abwesenheit auf ihren Hund in ihrer Wohnung aufzupassen ...
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine große Lüge, die Eli nicht aufdecken möchte, weil er fürchtet, Lia zu verlieren. Dennoch ist dies kein Spannungsroman im klassischen Sinn. Stattdessen entwickelt Dror Mishani ein psychologisches Kammerspiel, das einen zunehmend verunsichert. Mit jeder Seite verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung ein wenig mehr, bis man sich schließlich selbst fragt, was eigentlich wahr ist.
Diese kleine Lesepraline umfasst gerade einmal 186 Seiten. Für einen Nachmittag habe ich mich ganz auf die wunderschöne Sprache des israelischen Autors und seinen außergewöhnlichen Erzählstil eingelassen. Ein leiser und kluger Roman.
Gerne empfehle ich euch dieses Buch.
4½/5
Eternal-Hope
aus Österreich
5/5
25.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von der Lüge und ihren Konsequenzen
"Nicht" von Dror Mishani ist ein Büchlein von nicht einmal 200 Seiten, das sich schnell und leicht liest, und trotzdem oder gerade deshalb tief nachhallt und es so richtig in sich hat.
Worum geht es? Eli ist Anfang 50, verwitwet und mit erwachsenen Kindern, und kann sein Glück kaum fassen, als er die faszinierende Künstlerin Lia kennen lernt, sich in sie verliebt und eine Beziehung mit ihr beginnt. Wie schön, dass ihm noch einmal eine Chance auf so ein schönes Liebesglück gewährt wird!
Doch genau genommen ist es eine Dreierbeziehung, denn eine sehr große Liebe gibt es schon in Lias Leben: ihren langjährigen treuen Begleiter, den Kanaan-Hund Felix. Eli hatte bisher nicht viel mit Hunden zu tun und weiß nicht wirklich etwas über den Umgang mit ihnen, doch Lia zuliebe ist er bereit, den Hund auch in sein Leben zu lassen und sagt sogar zu, sich während eines mehrtägigen Auslandsaufenthaltes seiner neuen Partnerin um diesen zu kümmern. Ein eigenwilliger, kräftiger Hund und ein etwas zögerlicher Mann, der nichts von diesen Tieren versteht... kann das gut gehen? Tut es natürlich nicht, und so kommt es, wie es kommen muss: der Hund läuft davon, kommt zu Schaden und ist erst einmal weg, als Lia von ihrer Reise zurückkehrt.
Eli ist fest davon überzeugt, dass er nun sein neues Liebesglück mit Lia zerstören würde, wenn er ihr ehrlich gestehen würde, welchen Anteil er am Verschwinden des Hundes hatte und was wirklich geschehen ist. Und so erzählt er eine erste Lüge, die rasch weitere Lügen nach sich zieht, sodass er sich in ein ganzes Netz von Lügen verstrickt und immer weniger Möglichkeiten sieht, sich aus diesem zu befreien. Bis es zu einer unerwarteten Wendung kommt.
Das, und vieles mehr, ist die vordergründige Handlung des Buches.
Verfasst ist das Buch ungewöhnlicherweise in der Du-Form: "Du malst dir aus, wie du in vier Tagen zu einer Koryphäe für klassische Musik wirst, und wenn Lia aus Wien zurückkommt und dich fragt, was sollen wir heute Abend hören, sagst du: Das Streichquartett in g-Moll von Debussy würde zu unserer Stimmung passen, oder? Mittags läufst du durch ihr Viertel wie ein japanischer Tourist durch Venedig, suchst dir ein Café aus und bestellst einen Caprese-Salat und ein Glas Weißwein mitten am Tag. Du bist umgeben von Schränken, die du öffnen kannst und in denen sich Abschnitte ihres Lebens verstecken, von denen du nichts weißt - vielleicht sogar dunkle Kapitel oder gar Leichen - , aber du machst sie nicht auf, aus Respekt vor Lias Privatsphäre und für das Vertrauen, das sie dir schenkt." (S. 55/56)
Diese Erzählweise wirft interessante Fragen danach auf, wer hier eigentlich die Geschichte aus welcher Perspektive erzählt. Und immer wieder schimmern, so wie auch in der oben zitierten Textstelle, Hinweise auf die verborgene Tiefe der mehreren Jahrzehnte Erwachsenenlebens, die beide schon ohne einander verbracht und durchlebt haben, und die damit möglicherweise verbundenen Prägungen und Geheimnisse durch. Es ist eben nicht das gleiche wie im jungen Erwachsenenalter, wenn sich zwei Menschen im mittleren Lebensalter neu kennen lernen und verlieben, und beide tragen wohl ihr Päckchen mit sich herum.
Eli ist eben verwitwet, zu den Kindern hat er ein eher distanziertes Verhältnis und innerlich hat er in sich viele ungelöste Fragen, insbesondere in Bezug auf all das, was rund um den Tod seiner früheren Frau Oschra "nicht" passiert ist. Wenn man das Buch sorgfältig liest, findet man viele diesbezügliche Referenzen auf den Titel der deutschsprachigen Fassung des Buches, die zum Nachdenken anregen (man zähle z.B. in dieser Textstelle all die nicht/nichts/keine):
"Oschra ist gestorben, weil sie nicht mehr leben wollte", formst du Worte, von denen du einen Augenblick zuvor noch nicht gewusst hast, dass du sie sagen würdest. Nicht wegen der Krankheit, an der sie litt. Sie hat gesagt, sie habe keine Gründe weiterzuleben. Dass sie nicht mehr würde tanzen können und ihre große Karriere ohnehin verpasst hatte. Aber ich denke, es gab noch mehr Dinge, die sie beeinflusst haben und von denen ich nichts weiß, weil sie mir nichts darüber erzählt hat. Ich habe alles versucht, was ich konnte, um sie zu überreden, sich behandeln zu lassen, aber sie wollte davon nichts hören, und mein Sohn verzeiht mir das bis heute nicht. Ich weiß nicht, ob er denkt, sie wollte wegen mir nicht mehr leben oder dass ich beharrlicher hätte versuchen müssen, sie am Leben zu halten. Aber ich habe es versucht. Und nicht geschafft. Ich weiß nicht, was ihr passiert wäre, wäre sie mit jemand anderem verheiratet gewesen. Sie hat gesagt, das Leben habe ihr genügt. Dass sie nicht wieder gesund werden wolle. Das hat sie gesagt, gleich als wir von der Ärztin kamen, beim ersten Mal. Auf der Straße noch. Dass sie nicht mehr leben wolle. Und das war es." (S. 182)
Ich spüre beim Verfassen dieser Rezension, wie mich dieses Buch auch mehrere Wochen nach Beenden der Lektüre emotional tief berührt und mich zum Nachdenken auf verschiedenen Ebenen und über verschiedene Themen anregt. Da gibt es die vordergründige Handlung und die damit verbundenen Themen Vertrauen, Ehrlichkeit und Lüge in Beziehungen und die Frage, ob und unter welchen Bedingungen, vielleicht auch für welche Persönlichkeiten, sich auf einer kleinen Lüge, die weitere nach sich zieht, überhaupt eine tragfähige Beziehung aufbauen lassen kann.
Doch darunter liegen weitere Fragen wie die nach einem Neuanfang in der Mitte des Lebens, der eine Neudefinition der eigenen Persönlichkeit verlangt, aber gleichzeitig so viel biografisches Untergrundmaterial hat, auf dem diese zwangsläufig aufbauen muss. Damit ist es auch ein Buch, das die Frage nach dem stellt, was wir nicht nur tun, sondern auch unterlassen, nach unserer Verantwortung und Schuld im Leben, nach dem Bedauern danach, und was all diese Gefühle mit uns machen und wie diese schwere Last der Vergangenheit die Leichtigkeit einer neuen Verliebtheit mitbeeinflusst.
Es ist eine große Meisterschaft, in ein so kurzes und unterhaltsames Buch so viele tiefgründige existenzielle Lebensfragen einzubauen! Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und kann es allen, die philosophische und zweideutige Bücher mögen, die auf clevere Weise zum Nachdenken anregen, sehr empfehlen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
20.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine durch und durch rätselhafte Geschichte
Das neue Buch des israelischen Autors Dror Mishani umfasst nur 192 Seiten. Laut Buchcover ein Roman, trägt es aber auch Elemente eines Krimis. Vielfach wird es als Kriminovelle bezeichnet und dem schließe ich mich an.
Es geht zwar nicht um die Aufklärung eines Mordfalles, verhandelt wird jedoch ein Verhalten des Protagonisten Eli, das nach moralischen Maßstäben durchaus als verwerflich beurteilt werden kann. Eli verstrickt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr in ein Konstrukt aus Lügen und der Leser rätselt, ganz ähnlich wie in einem Krimi, was hier eigentlich tatsächlich passiert ist und was auf einer rein erfundenen Geschichte beruht. Erzählt wird in der Du-Form, wobei unklar bleibt, ob Eli hier mit sich selbst per Du spricht oder eine andere Person zu ihm redet.
Aber worum geht es ? Es geht um Eli, einen 52jährigen Witwer, von Beruf Übersetzer von Kriminalromanen. Der Tod seiner Frau hat ihn erschüttert und er glaubte lange Zeit nicht, noch einmal eine neue Liebe zu finden. Doch genau das geschieht, als er zufällig auf die Cellistin Lia trifft. Eli und Lia verlieben sich und es scheint, als würde sich für beide eine neue Chance für eine gemeinsame Zukunft eröffnen. Aber auch Lia lebt, wie Eli, allein, teilt ihre Wohnung nur mit ihrem über alles geliebten Hund Felix. Der Hund Felix spielt eine weitere zentrale Rolle in diesem Roman, was ihn besonders für Hundeliebhaber und die Gefühle, die durch den Plot bei Tiefreunden ausgelöst werden, interessant macht.
Als Lia ihren Hund Eli für mehrere Tage anvertraut während sie auf eine Konzerttour nach Wien reist, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Durch Elis verhängnisvolles Verhalten während eines Gassigangs mit Felix wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Eli einfach nicht mehr stoppen kann. Eine schreckliche Geschichte nimmt ihren Lauf. Der Leser sieht Eli fassungslos dabei zu, wie er sich immer tiefer in eine ausweglose Situation zu manövrieren scheint.
Etwas Unheilvolles schwebt über der ganzen Geschichte. Das ist sehr spannend zu lesen. Was geschieht hier, wohin führt uns der Autor ? Der Leser wird vor viele Rätsel gestellt. Alle möglichen Szenarien, viele Verläufe des Geschehenen sind denkbar. Zweifel werden gesät durch das Einflechten von Ereignissen aus Elis Vergangenheit, aus seiner Ehe mit der verstorbenen Ehefrau, seiner großen Liebe, aus seinem Verhältnis zu seinen erwachsenen Kindern. Auch Lias Vergangenheit ist bedeutungsschwer, hatte sie doch eine langjährige Beziehung zu dem Musiker Peter, der sie auf die Konzertreise nach Wien begleitet. Und woher rührt die Narbe auf ihrem Bauch ?
Eine eindeutige Lösung der Rätsel à la Agatha Christie bietet der Autor nicht an und das muß man mögen ! Mich hat die Kriminovelle tagelang beschäftigt, gibt sie doch über tiefe Einblicke in die menschliche Psyche hinaus Anlass zum Sinnieren über die Grenzen von Wahrheit und Lüge, über subjektive Wahrnehmung und deren Einfluss auf das, was als Realität gelten kann und darüber, was tatsächlich die Basis menschlichen Zusammenlebens, wenn nicht sogar die Basis eines glücklichen Lebens, bildet. Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Formulierungen wie “Aber dann stellt sich heraus, der Sack mit Gottesgeschenken, der deinen Namen trägt, ist doch noch nicht vollkommen leer” als Symbol für Elis Leben, finde ich einfach berührend.
Eine klare Lesempfehlung für alle, die das Uneindeutige, das Philosophieren, nicht scheuen. Ich vergebe 5 Sterne.
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
09.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Achterbahn der Gefühle
Eli ist Übersetzer von Büchern, er ist 52 Jahre alt und nun Witwer. Für ihn ist eigentlich klar seine grosse und wahre Liebe hat er mit seiner Frau Oschra gehabt. Das gibt es kein zweites Mal.
Doch als er bei Freunden, auf die Cellistin Lia trifft, wird alles anders. Als sie dann noch nach Wien für ein Konzert soll und ihn bittet auf ihren geliebten Hund Felix aufzupassen, ist Eli sicher, das wird er ganz leicht schaffen. Doch auf einem Spaziergang, am Abend mit Felix passiert es. Kurz nicht aufgepasst und ein schrecklicher Unfall ereignet sich. Was danach geschieht ist ein grösseres Lügengebilde, welches nicht nur Lia zu entwirren versucht.
Für mich war es der erste Roman von diesem Autoren. Ich habe es gerne gelesen. Doch es hat mich auch wütend gemacht und genervt. Eli hätte einfach ehrlich sein sollen. Und doch konnte ich nicht aufhören zu lesen, denn man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und endet. Dieses “Haare raufen” und Das “So schön haben sie sich gefunden” ist eine schöne aber auch aufwühlende Geschichte, eine Achterbahn der Gefühle.
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