"Schatten über Hiraizumi" ist ein fiktiver Roman vor historischem Hintergrund, angesiedelt im Japan des späten 12. Jahrhunderts, einer Zeit zwischen dem Niedergang der Heian-Kultur und dem Aufstieg der Kriegerklasse unter den Minamoto.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
09.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Wow!
Sehr spannend und tiefgründig mit einer feinen Sprache. Die wenigen Sexszenen sind geschmackvoll und dominieren nicht die Handlung, von daher eher eigentlich kein "Dark Romance"-Genre? Historische Fakten wurden perfekt mit einer gut recherchierten, spannenden Handlung verwoben. Wo bleibt die Fortsetzung?
Bewertung
5/5
06.12.2025
Buch (Taschenbuch)
sehr fesselnd
Japan - generell die asiatische Kultur ist so faszinierend. Japaner und Chinesen sind auch noch so extrem diszipliniert. Wichtig ist der Schein und die Ehre. Während andere Völker noch in Tierfellen durch die Gegend gerannt sind, war dort im Osten alles schon so fein. Es ist so fremd für uns und vieles verstehen wir nicht. Aber gerade das ist so spannend. Amber hat hier wirklich einen tollen Roman geschaffen. Es ist rein fiktiv aber auf wahren Begebenheiten basierend. Die Namen sind natürlich für uns eine wahre Herausforderung. Es gibt sehr viele. Es sind nicht nur die Personen, auch die Gegenden haben schwierige Namen. Aber schnell hat man sich auf die Hauptcharaktere fokussiert und dann geht das auch.
Gerade wo Shogun wieder aufgekommen ist und noch Last Samurai Standing, wächst das Interesse an der Japanischen Kultur und ihr Leben und Lieben. Eine sehr dramatische Geschichte - was man bei den Asiaten auch sehr oft findet. Ich war schon ziemlich gefesselt, denn es war schon wirklich spannend. Man hat mitgefiebert und auch mit Yuki gefühlt. Es war wirklich auch gut geschrieben, so dass man sich richtig einfühlen konnte.
Dark Romance ist es nicht. Explizite Szenen gab es nicht. Die wenigen Szenen waren geschmackvoll und liebevoll. Also da brauch man sich keine Gedanken zu machen. Passt gut.
Schreibstil: Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen
Charaktere: Die Namen machen es am Anfang etwas schwer, aber es geht schnell und man kann sie zuordnen. Die Charaktere fand ich wirklich alle ziemlich interessant gezeichnet.
Atmosphäre und Spannung: Sehr geballt. Es ist sehr emotional und spannend.
Fazit
Ich wurde gut unterhalten. Das Bedenken, dass es zu Spicy wird, wurde nicht bestätigt. Es gibt sehr wenig sexuelle Szenen und die sind geschmackvoll und liebevoll gestaltet. Ansonsten ist einfach die asiatische Kultur so fremd und dadurch so spannend, dass es in diesem Buch widergegeben wird. Es ist eine sehr emotionale Geschichte, da man hier ständig einen Blick hinter die Stirn bekommt. Da ja bei den Asiaten der Schein und die Ehre sehr wichtig sind, wird auch nie die wahre Gesinnung klar. Hier schon. Wirklich interessant für Fans von Shogun und Last Samurai standing. Und allen, die gerne mal ins geheimnisvolle Japan eintauchen wollen. Ich kann es empfehlen.
Bewertung
5/5
20.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Solide recherchiert und spannend
Ich konnte die Kälte in den Bergen geradezu spüren und habe mit Yuki mitgefiebert und mitgelitten. Der Text zieht einen sofort ins mittelalterliche Japan, historische Fakten werden in eine fiktive Erzählung verwoben, die sehr spannend und solide recherchiert ist.
Sean
4/5
23.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Dark Romance trifft politische Intrigen
Eine junge Frau am Ende eines der bedeutendsten Kriege Japans. Hingezogen zu einem Samurai, den dem Mann dient, den ihr eigener Bruder töten möchte. Währenddessen verlaufen die unsichtbaren Fäden politischer Entscheidungen mit historischer Bedeutung im Hintergrund.
"Schatten über Hiraizumi" von Amber Grey ist ein historischer Roman des Dark Romance Genre, der das Schicksal ein Paar weniger Personen während des politischen Umbruches am Ende des Genpei-Krieges (1180-1185) behandelt. Politische Dramen werden mit der Liebe zwischen einer jungen Magd namens Yuki und einem Samurai beim Namen Jirô vermischt, die trotz ihrer geographischen Entfernung zu Kamakura von den Machtspielen des neuen Shôgun Yoritomo - der selbst nicht persönlich auftritt - affektiert sind.
Die Stärken des Romans sind die gut recherchierte historische Epoche (auch wenn historische Ungenauigkeiten gerne Mal auftreten, was aber bei historischen Romanen unmöglich ist zu umgehen [selbst als gelehrter Historiker]). Außerdem werden auch die finsteren und blutigen Seiten des Krieges gezeigt, ohne diesen - wie es meist der Fall ist - zu romantisieren. Dazu kommen die fast perfekt in die Geschichte verwobenen politischen Dramen jener Zeit, die die Leben nicht involvierter Personen dennoch betreffen. Wer eine kleine Zeitreise in eine gerne übersehene Epoche Japans wagen möchte, die trotz Liebesgeschichte auch andere Themen ins Augenmerk nimmt, sollte "Schatten über Hiraizumi" eine Chance geben.
Einen Stern Abzug gibt es dennoch, da ein Paar wenige Schreib- und Umbruchfehler zu finden sind. Auch wenn sie die Geschichte nicht beeinflussen, so aber leider den Lesefluss. Eine Kleinigkeit die aber zu entschuldigen ist, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Werk aus dem Eigenverlag handelt. Die intrigante Geschichte macht diese Fehler aber wieder gut.
Meggie
aus Mertesheim
4/5
19.11.2025
Buch (Taschenbuch)
ein Ausflug ins historische Japan
Die junge Magd Yuki und ihr Bruder, ein gefährlicher Attentäter, reisen nach Hiraizumi und hoffen dort auf einen Neuanfang. Doch schon gerät Yuki in ein gefährliches Spiel, ein Netz aus Verrat und Intrigen. Mittendrin der Kriger Jiro, der auf Yuki einen unwirklichen Reiz ausübt. Obwohl ihr Feind, verliebt sich Yuki, und zwischen Jiro und ihr entspannt sich eine gefährliche Leidenschaft. Stets leben beide in der Gefahr, entdeckt zu werden und sich selbst zu verlieren. Yuki muss eine Entscheidung treffen, denn sie droht in der letzten Schlacht um Hiraizumi unterzugehen.
Die Geschichte entführt in das ferne Japan im 12. Jahrhundert. Die Autorin verwebt die fiktive Geschichte des jungen Mädchens Yuki mit wahren Begebenheiten aus dieser Zeit.
Während Yuki zu Anfang naiv und unschuldig wirkt, macht sie in der Story eine große Entwicklung durch. Dabei spielen Liebe und Krieg eine große Rolle und stärken ihren Mut und ihr Geschick, machen sie aber auch zu einer Zielscheibe für Angst und Hilflosigkeit.
Yuki verliebt sich in Jiro und umgekehrt. Doch diese Liebe darf eigentlich nicht sein. Denn Jiro steht auf der anderen Seite. Er ist der Gegner, derjenige der sich gegen Yuki und ihren Bruder stellt und doch kann Yuki nicht anders. Dies führt dazu, dass Yuki eine große Rolle einnimmt und Einfluss auf das Geschehen erhält.
Die Autorin erzählt in sehr warmen Worten Yukis Geschichte. Gleich zu Anfang war ich fasziniert von den Erzählungen Japans, das viele nur aus Film und Fernsehen kennen. Wir befinden uns abseits der großen Städte oder von altbekannten Plätzen. Hier zeigt sich, wie genau die Autorin recherchiert hat, um alles zu erklären und wiederzugeben. Ich bin zwar nicht so in der Materie Japan drin, aber ich habe gemerkt, dass die Autorin eine große Liebe dahingehend verspürt und es auch schafft, diese Liebe wiederzugeben und weiterzugeben.
Die Charaktere sind allesamt ausgereift und man verspürt Gefühle für sie. Wollte ich Yuki zu Anfang noch beschützen, habe ich im Laufe der Geschichte gemerkt, wie sie wächst, reift und erwachsen wird. Ihr eigener Wille wurde größer, gab ihr die Freiheit, sich zu entfalten und half ihr durch einige Situationen.
Auch Jiro, der mir erst gar nicht gefiel, sich im Laufe des Buches aber in mein Herz schlich, hat mir sehr gut gefallen. Wenn die beiden aufeinandertrafen, hat es geknistert, gefunkt und Feuer geschlagen. Ein Feuer, das beide zu verbrennen droht.
Die Autorin hat es geschafft, ein gutes Mischungsverhältnis hinzubekommen. So wurde es nie kitschig, nie klischeehaft. Es blieb durchweg spannend und ich hatte am Ende wirklich Mühe, das Buch zur Seite zu legen. Vor allem, da das Ende nicht das ist, das man sich erhofft. Es kommt anders, und das ist auch gut so. Es hat mich zwar überrascht, aber ich fand den Abschluss absolut positiv und passend.
Meggies Fussnote:
Ein Ausflug in das Japan im 12. Jahrhundert.
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