DER URKNALL ALLER COMIC-EVENTS!
Auf dem mysteriösen Planeten Battleworld stehen sich die größten Helden und Schurken des Marvel-Universums gegenüber. Ein kosmisches Wesen zwingt sie zum schonungslosen Kampf gegeneinander. Als ultimativer Preis winkt das Versprechen grenzenloser Macht! Helden wie die Avengers, Spider-Man und die X-Men treten an gegen Finsterlinge à la Dr. Doom, Ultron und Magneto. Und einer will sich mit nichts weniger begnügen, als selbst ein Gott zu werden! Ist das im Sinne des unbekannten Erfinders dieses tödlichen Spiels?
Der allererste Marvel-Mega-Event! Eine Saga, die Comic-Geschichte schrieb!
ENTHÄLT: MARVEL SUPER HEROES SECRET WARS (1984) 1-12
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Hemeraner am 28.02.2026
Bewertungsnummer: 3060978
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Secret Wars" erschien 1984, also zu einer Zeit als ein beliebtes Fernsehraumschiff DAS Comeback mit Star Trek II (1982) und III (1984) im Kino hingelegt hatte. Warum erwähne ich das hier so explizit obwohl es sich hier um einen Marvel-Band handelt? Es müssen jedenfalls zumindest nachhaltige Eindrücke entstanden sein, denn das Raumschiff Enterprise wird hier neben bezogenen Themen gleich mehrfach erwähnt.
Aus dem TOS-Fundus kennt man zumindest das auch hier umgesetzte Thema Helden gegen Bösewichte antreten zu lassen, dies erzwungenermaßen von allmächtigen Wesen. Hier ist das ähnlich. Ehe es sich Held oder Schurke versieht, befinden sich die jeweiligen Götter, Mutanten und Menschen auf einer Raumstation. So gibt es je eine Raumstation mit Helden und eine mit Gegnern. Auf der mit den Helden sind die Avengers (Captain America, Captain Marvel, Hawkeye, Iron Man, She-Hulk, Thor, Wasp und der Hulk), drei Mitglieder der Fantastic Four (Johnny Storm, Mister Fantastic und das Ding), Spider-Man und später auch Spider-Woman) sowie ein Mutantenteam um die X-Men (Colossus, Cyclops, Nightcrawler, Professor X, Rogue, Storm, Wolverine und Lockheed der Drache). Zu ihrer Überraschung erscheint auch Magneto unter ihnen, den sie aber als Mörder ansehen, da er u. a. eine U-Boot-Crew getötet hat (Uncanny X-Men v1 #150). Es kommt sofort zu Reibereien.
Auf der Raumstation mit den Schurken sind Dr. Doom, Kang, Wrecker und seine Wrecking Crew Thunderball, Piledriver und Bulldozer, Enchantress, Ultron, Absorbing Man, Owen Reece alias Molecule Man, Dr. Octopus, die Echse und Galactus vertreten.
Zunächst wird ein ganzes Universum zerstört und um eine einzige verbliebene Sonne ein erdähnlicher Planet zusammengemixt, Battleworld. Den verdutzten Beteiligten erklärt der kosmische Beyonder, dass sie sich hier kloppen sollen und derjenige, der überlebt bekommt vom allmächtigen Wesen einen Preis. Während die Helden sich verteidigen wollen, spornt das die Schurken natürlich an. Allerdings gibt es noch ein paar Zuständigkeiten zu klären. Und auch Magneto findet sich nicht zugehörig. Zudem sondern sich die restlichen Mutanten ab...
Der ewige Kampf Gut gegen Böse findet hier in 12 Kapiteln statt. Mal gewinnen die Guten, mal die Bösen, es gibt verschiedene Grüppchen, die ihr Süppchen kochen, Teams werden gewechselt und neue Liebschaften geschlossen. Dass die Story fast 40 Jahre alt ist merkt man der teils altbackenen und stark vereinfachten Emotionen an oder so ähnlich:
"Perle, willst du mich?"
"Weiß nicht. Gibts hier irgendwo einen Friseur oder so? Außerdem ist mir ein Nagel abgebrochen... tihi"
"Bin stark, hab gesehen Du auch. Haben so viel gemeinsam und liebe dich seitdem ich dich gerade zum ersten Mal gesehen hab." "Ich lieb dich jetzt auch so unsterblich. Weil du ja auch blaue Augen hast und so."
Nun ja, das Eingehen der jeweiligen Beziehungen gerät mehr als holprig, bedeutend sind sie zumeist auch nicht. Bei Johnny Storm sowieso nicht. Insofern wird das schon richtig dargestellt und hat sich bei dem Schwerenöter kaum geändert. Ich sag nur Dooms Braut... vor dessen Hochzeit. Aber bei Colossus? Zumindest wird eine mögliche Erklärung angedeutet.
Zwischen den Mutanten und übrigen Superhelden herrscht Misstrauen. Dr. Dooms Herkunft ist für damalige Verhältnisse angesprochen worden und dürfte heute so manch Dauer-Empörten aufstoßen. Klaues Wahn sollte witzig wirken, die Reime auf sein letztes Wort nervten aber nur. Dennoch bleiben genügend Charakterelemente, übrigens auf beiden Seiten (!), die die eine oder andere Figur sympathisch erscheinen lassen. So hat man teilweise auch mit Leuten auf der gegnerischen Seite Mitleid. Aber nicht umsonst hat Owen einen Therapeuten von dem er die ganze Zeit erzählt. Man wähnt sich in einem Woody-Allen-Film.
Das Ende und die Behandlung einiger Figuren hatte in der Folgezeit teils starke Auswirkungen, denn es wurden dort bereits Hinweise für weitere Storylines oder Teamzusammensetzungen gelegt. Auch taucht hier das erste Mal ein Symbiont auf ohne jedoch namentlich in Erscheinung zu treten.
Secret Wars ist wie gesagt DAS Ereignis schlechthin und führte dazu, das jedes Jahr ein anderes Mega-Event erschien. Wer hatte bis dato schon so viele Helden und Schurken, die für sich bis dahin in eigenen Serien vertreten waren auf einen Haufen gesehen? Das MCU hat das verstanden und es ähnlich so aufgebaut. Der Band wurde in mehreren Variationen bereits veröffentlicht, darunter in der Must-Have-Reihe und sollte keinem Marvel-Leser fehlen. Gerade für das bevorstehende MCU Event könnte der Band auf die ein oder andere Weise wichtig werden.
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