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Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,3 cm

Gewicht

251 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Les Heures Souterraines

Übersetzt von

Doris Heinemann

Sprache

Deutsch

EAN

2710002381745

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,3 cm

Gewicht

251 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Les Heures Souterraines

Übersetzt von

Doris Heinemann

Sprache

Deutsch

EAN

2710002381745

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    27.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Schleichende Zermürbung

    Mathilde ist verzweifelt. Seitdem sie ihrem Chef öffentlich widersprochen hat, beachtet er sie nicht mehr, negiert sie sogar. Ihre Sicherheit ist dahin. Sie ist sogar zu einer Wahrsagerin gegangen, die ihr prophezeit: „Am 20. Mai wird sich Ihr Leben verändern“. Heute ist der 20.Mai. Müde und gestresst und desillusioniert bewältigt sie diesen Tag in der Metropole Paris. Sie ist mit der Metro auf dem Heimweg. Genauso wie der Arzt Thibault, der sich gerade schweren Herzens von seiner Geliebten getrennt hat, weil sie seine Liebe nicht erwidert. Werden die beiden sich treffen? Mit schlafwandlerischer Sicherheit geschrieben, emotional treffend, klug. Unbedingt lesen!

  • Bewertung

    aus Dalberg

    5/5

    30.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Beeindruckend, unerwartet, krass

    „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ von Delphin de Vigan ist im Februar 2021 im Verlag DuMont erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 256 Seiten. Die Autorin Delphine de Vigan bedient sich in ihrem Buch zweier Handlungsstränge. Zum einen erzählt sie von Mathilde, die ihren Mann verloren hat und nun alleinerziehend drei Söhne großziehen muss. Dies gelingt ihr gut und zudem geht sie auch noch pflichtbewusst und mit großer Kompetenz ihrem Beruf nach. Sie hat ihr Leben gut im Griff. Doch von einem Tag auf den anderen entzieht ihr ihr Chef den Handlungsspielraum immer mehr, schließt sie aus der Kommunikation aus und sie wird immer fieser gemobbt. Ihr Leben beginnt ihr zu entgleiten und sie ist dem hilflos ausgeliefert, sie zweifelt, macht sich klein, zieht sich zurück, ist erschöpft. Eines Tages sucht sie eine Wahrsagerin auf, die ihr prophezeit, dass sich am 20. Mai etwas Entscheidendes ereignen wird... Der zweite Handlungsstrang erzählt von Thibault, der sich in einer unglücklichen Beziehung befindet und diese für sich selbst beenden muss. Er liebt zu sehr, sie zu wenig. Eine Begegnung von Mathilda und Thibault scheint für den Leser wahrscheinlich, doch ... Delphine de Vigan gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen und fesselnden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Mathilda und Thibault anbelangt, mit und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Die Autorin beschreibt das Thema „Mobbing am Arbeitsplatz“ und lässt den Leser die Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit sehr nah erleben. Aber auch der Lieblosigkeit, von der Thibault betroffen ist, hat mich als Leserin berührt und teilweise entsetzt das Buch aus der Hand legen lassen. Beim Lesen ist oft eine Schwere direkt spürbar und man meint fast, davon erdrückt zu werden. Aber dies macht in meinen Augen auch den Reiz des Romans aus. Es ist sicherlich keine leichte Lektüre und man hofft als Leser natürlich auf ein bewegendes Ende für Mathilda und Thibault gemeinsam. So viel sei zum Ende schon verraten: es ist richtig gut gemacht! Fazit: Ein eindrücklicher Roman mit starken und modernen Protagonisten. Es war für mich ein berührendes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Mathilda und Thibault einzutauchen.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    11.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Wichtiges Thema

    "Sie hat geglaubt, sie könnte standhalten. Sie hat geglaubt, sie könne es meistern. Sie hat sich nach und nach und ohne es zu bemerken daran gewöhnt. Sie hat die vorherige Situation vergessen, sie hat sogar vergessen, wie ihre Arbeit beschaffen war, sie hat schließlich vergessen, dass sie zehn Stunden am Tag arbeitete, ohne auch nur aufzublicken. Sie hat nicht gewusst, dass die Dinge derart kippen können, ohne jede Umkehrmöglichkeit.“ (S. 44/45) Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin Delphine de Vigan, aus dem Französischen von Doris Heinemann Von Anfang an hatte Jaques Mathilda unter seine Fittiche genommen, er hatte dafür gesorgt, dass sie als leitende Angestellte eingestellt wurde. Er hatte Mathilde zu seiner engsten Mitarbeiterin gemacht, acht Jahre lang war sie seine ‚rechte Hand‘. Doch eines Tages hatte sie eine andere Meinung als er und beging den Fehler, diese vor anderen Mitarbeitern zu äussern. Es geht um Mobbing, Ausgrenzung und emotionalen Missbrauch. De Vigan zeigt hier ein wichtiges Thema auf. Mit ihrem typischen, leichten Schreibstil ist man sofort mitten in der Geschichte dabei und leidet mit der Protagonisten Mathilde. Fazit: Ein wunderbarer Roman und eine absolute Leseempfehlung von mir, nicht nur für de Vigan-Fans. 4½ Sterne. "Die anderen Fische haben leuchtende Farben, ihr Schuppenkleid wirkt glatt und weich, ihre Flossen sind unverletzt. Sie haben sich von ihr entfernt, das Wasser, in dem sie schwimmen, ist klarer, sauberer. Mathilde hat ihre Farben verloren, ihr Körper ist durchscheinend geworden, sie treibt mit dem Bauch nach oben an der Oberfläche.“ (S.160)

  • Gavroche

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Mathilde

    Ich habe schon viele Bücher von Delphine de Vigan gelesen, aber dieses fehlte mir noch in meiner "Sammlung". Ich bin wieder einmal begeistert von der Geschichte, aber vor allem vom Schreibstil der Autorin. Protagonistin dieses Buches ist Mathilde, eine Witwe, die drei Söhne hat. Eigentlich läuft alles ganz gut, wenn nur nicht die Probleme mit ihrem Chef wären. Soll sie sich wirklich auf die Vorhersage einer Wahrsagerin verlassen, dass am 20. Mai alles besser wird? Denn so sieht es wirklich nicht aus, denn auf einmal sitzt eine Kollegin in ihrem Büro und Mathilde wird schlimmer denn je gemobbt. Doch die Leser sind gespannt, denn auf der anderen Seite lesen wir über den Notfallarzt Thibault. Werden die beiden einsamen Herzen sich treffen? Soll es so geschehen, oder nicht? Die Geschichte spielt in Paris und auch die Stadt hat eine Hauptrolle in diesem Buch, très français - mir hat es gefallen.

  • Mareike Kollenbrandt

    aus Jülich

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Zwei Menschen, zwei Leben...

    Zwei Geschichten, die parallel laufen. Zum einen Mathilde, die alleine mit ihren Söhnen zusammen lebt, nachdem ihr Ehemann bei einem Unfall ums Leben kam. Ihr Leben war gut, bis sie in einem Meeting ihrem Vorgesetzten wiedersprach. Seitdem wird sie systematisch aus allem ausgeschlossen. In ihrer Not geht sie zu einer Wahrsagerin, die ihr weissagt, daß sich am 20. Mai alles ändert. Aber wie und ob überhaupt zum Guten, sagt sie nicht. Thimbault ist Arzt und hat sich grade aus einer sehr ungesunden Beziehung befreit, ist sich aber trotzdem nicht sicher, ob das so richtig war. Den ganzen Tag fährt er zu Patienten und wartet doch eigentlich nur auf die erlösende Nachricht seiner Exfreundin, die aber nicht kommt. Zwei Geschichten, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Oder doch? Ein sehr gefühlvolles Buch, man leidet mit Mathilde und möchte auch Thimbault gerne ein paar tröstende Worte sagen.

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