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Geld machen in jedem Marktumfeld

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Verlag

Börsenbuchverlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/3,1 cm

Gewicht

520 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-689-32085-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Verlag

Börsenbuchverlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/3,1 cm

Gewicht

520 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-689-32085-0

Herstelleradresse

Plassen Verlag
Am Eulenhof 14
95326 Kulmbach
DE

Email: info@boersenmedien.de

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Indexfonds als Anker, Einzelaktien als Antrieb

VolkerM am 23.06.2026

Bewertungsnummer: 3176246

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Cramers „Geld machen in jedem Marktumfeld“ verfolgt eine klare Grundidee: Vermögen entsteht vor allem durch sorgfältig ausgewählte Einzelaktien, abgesichert durch die Stabilität eines breit gestreuten Indexfonds. Dieser Ansatz, den Cramer selbst als Kombination aus „wirklich vermögend wird man nur mit Einzelaktien – ergänzt um die relative Sicherheit von Indexfonds“ beschreibt, bildet den roten Faden des Buches und führt zu seinem Vorschlag eines konzentrierten „5‑Aktien‑Mix“. Der Gedanke wirkt plausibel, verlangt aber von Anlegern Zeit, Disziplin und die Bereitschaft, Gewinneraktien nicht nur zu finden, sondern auch langfristig zu halten und kontinuierlich zu beobachten. Cramer widerspricht der verbreiteten Meinung, dass solche Titel schwer zu identifizieren seien, und argumentiert, dass ihre überragenden Renditen die Mühe rechtfertigen – vorausgesetzt, man verfügt über einen soliden Indexfonds als Basis und einen langen Atem. Besonders anschaulich sind seine Ausführungen zu plötzlichen Kurssprüngen, die nicht nur durch Fundamentaldaten, sondern auch durch Übernahmespekulationen oder Short‑Squeezes ausgelöst werden können. Das Beispiel GameStop nutzt er, um die Dynamik solcher Marktphasen zu illustrieren, betont aber zugleich, dass diese Phänomene nichts mit Investieren zu tun haben. Für ihn zählt ausschließlich das Finden „überragender Unternehmen“, die er als „Helden“ bezeichnet – ein klarer Gegenentwurf zu spekulativen „Meme‑Aktien“. Die Aktienauswahl erfolgt bei ihm nach einem Ausschlussverfahren: Zykliker, „Blender“, zinssensible Firmen oder defensive, wachstumsschwache Werte sortiert er konsequent aus, weil sie seiner Ansicht nach nicht in der Lage sind, ein Depot wirklich voranzubringen. Überraschend ist dabei seine Offenheit gegenüber generativer KI, die er selbst zur Unternehmensanalyse nutzt, was zwar vordergründig effizient wirkt, aber die Frage nach der Verlässlichkeit solcher Quellen aufwirft. Meine eigene Erfahrung mit der Genauigkeit von KI-Aussagen widerspricht jedenfalls diesem Ansatz. Cramer interpretiert ein hohes KGV nicht als Überbewertung, sondern als Ausdruck von Vertrauen in Wachstum, Management und künftige Erträge. Dieser Gedanke ist nachvollziehbar, birgt aber das Risiko gravierender Fehleinschätzungen, wenn die Wachstumsannahmen nicht eintreten. Sein Credo „Kaufen und Hausaufgaben machen“ klingt überzeugend, ist in der Praxis jedoch nur für Anleger realistisch, die sich intensiv mit Unternehmenszahlen, Analystenkonferenzen und Branchenentwicklungen beschäftigen. Hilfreich sind seine Hinweise auf Schlüsselbegriffe in Earnings Calls sowie seine kurze Einführung in Bilanz- und GuV‑Analyse. Die zehn von ihm identifizierten Gewinnerbranchen sind nachvollziehbar begründet, allerdings stark US‑lastig – ein generelles Problem des Buches, das internationale Märkte weitgehend ausblendet. Ob dies aus Überzeugung, aus Informationsnähe oder aus medienökonomischen Gründen geschieht, bleibt offen. Cramers Biografie wirkt ambivalent: ein erfahrener Marktakteur mit großer Medienpräsenz, aber auch jemand, dem frühere Fehlprognosen und fragwürdige Praktiken aus Hedgefondszeiten nachhängen. Diese Spannung spiegelt sich im Ton des Buches wider, das einerseits unterhaltsam und anregend ist, andererseits gelegentlich ins Marktschreierische kippt. Fazit: Cramers Ansatz bietet wertvolle Denkanstöße für Anleger, die bereit sind, Zeit und Energie in die Analyse einzelner Wachstumsunternehmen zu investieren. Wer jedoch stärker global diversifizieren möchte oder ein ruhigeres, weniger arbeitsintensives Depot bevorzugt, wird mit diesem Buch nur bedingt glücklich.

Indexfonds als Anker, Einzelaktien als Antrieb

VolkerM am 23.06.2026
Bewertungsnummer: 3176246
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jim Cramers „Geld machen in jedem Marktumfeld“ verfolgt eine klare Grundidee: Vermögen entsteht vor allem durch sorgfältig ausgewählte Einzelaktien, abgesichert durch die Stabilität eines breit gestreuten Indexfonds. Dieser Ansatz, den Cramer selbst als Kombination aus „wirklich vermögend wird man nur mit Einzelaktien – ergänzt um die relative Sicherheit von Indexfonds“ beschreibt, bildet den roten Faden des Buches und führt zu seinem Vorschlag eines konzentrierten „5‑Aktien‑Mix“. Der Gedanke wirkt plausibel, verlangt aber von Anlegern Zeit, Disziplin und die Bereitschaft, Gewinneraktien nicht nur zu finden, sondern auch langfristig zu halten und kontinuierlich zu beobachten. Cramer widerspricht der verbreiteten Meinung, dass solche Titel schwer zu identifizieren seien, und argumentiert, dass ihre überragenden Renditen die Mühe rechtfertigen – vorausgesetzt, man verfügt über einen soliden Indexfonds als Basis und einen langen Atem. Besonders anschaulich sind seine Ausführungen zu plötzlichen Kurssprüngen, die nicht nur durch Fundamentaldaten, sondern auch durch Übernahmespekulationen oder Short‑Squeezes ausgelöst werden können. Das Beispiel GameStop nutzt er, um die Dynamik solcher Marktphasen zu illustrieren, betont aber zugleich, dass diese Phänomene nichts mit Investieren zu tun haben. Für ihn zählt ausschließlich das Finden „überragender Unternehmen“, die er als „Helden“ bezeichnet – ein klarer Gegenentwurf zu spekulativen „Meme‑Aktien“. Die Aktienauswahl erfolgt bei ihm nach einem Ausschlussverfahren: Zykliker, „Blender“, zinssensible Firmen oder defensive, wachstumsschwache Werte sortiert er konsequent aus, weil sie seiner Ansicht nach nicht in der Lage sind, ein Depot wirklich voranzubringen. Überraschend ist dabei seine Offenheit gegenüber generativer KI, die er selbst zur Unternehmensanalyse nutzt, was zwar vordergründig effizient wirkt, aber die Frage nach der Verlässlichkeit solcher Quellen aufwirft. Meine eigene Erfahrung mit der Genauigkeit von KI-Aussagen widerspricht jedenfalls diesem Ansatz. Cramer interpretiert ein hohes KGV nicht als Überbewertung, sondern als Ausdruck von Vertrauen in Wachstum, Management und künftige Erträge. Dieser Gedanke ist nachvollziehbar, birgt aber das Risiko gravierender Fehleinschätzungen, wenn die Wachstumsannahmen nicht eintreten. Sein Credo „Kaufen und Hausaufgaben machen“ klingt überzeugend, ist in der Praxis jedoch nur für Anleger realistisch, die sich intensiv mit Unternehmenszahlen, Analystenkonferenzen und Branchenentwicklungen beschäftigen. Hilfreich sind seine Hinweise auf Schlüsselbegriffe in Earnings Calls sowie seine kurze Einführung in Bilanz- und GuV‑Analyse. Die zehn von ihm identifizierten Gewinnerbranchen sind nachvollziehbar begründet, allerdings stark US‑lastig – ein generelles Problem des Buches, das internationale Märkte weitgehend ausblendet. Ob dies aus Überzeugung, aus Informationsnähe oder aus medienökonomischen Gründen geschieht, bleibt offen. Cramers Biografie wirkt ambivalent: ein erfahrener Marktakteur mit großer Medienpräsenz, aber auch jemand, dem frühere Fehlprognosen und fragwürdige Praktiken aus Hedgefondszeiten nachhängen. Diese Spannung spiegelt sich im Ton des Buches wider, das einerseits unterhaltsam und anregend ist, andererseits gelegentlich ins Marktschreierische kippt. Fazit: Cramers Ansatz bietet wertvolle Denkanstöße für Anleger, die bereit sind, Zeit und Energie in die Analyse einzelner Wachstumsunternehmen zu investieren. Wer jedoch stärker global diversifizieren möchte oder ein ruhigeres, weniger arbeitsintensives Depot bevorzugt, wird mit diesem Buch nur bedingt glücklich.

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Geld machen in jedem Marktumfeld

von James J. Cramer

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