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Enkel sind das Beste am Älterwerden. Und Großeltern das Glück einer jeden Familie: Fels in der Brandung, Feuerwehr, Berater, Geschichtenerzähler und Bewahrer von Traditionen. Ein Synonym für Geborgenheit und Fürsorge. Dabei sind sie natürlich auch besondere Persönlichkeiten mit Reibungsfläche und eigenem Kopf. Was sich zwischen Alt und Jung so alles ereignen kann, erzählen die Geschichten von Bernhard Schlink, Hans Fallada, Amélie Nothomb, Joachim Meyerhoff, Ingrid Noll und vielen mehr. Mit erstmals in Buchform erscheinenden Texten von Friedrich Dönhoff, Christian Schünemann, Ursula Drews und Moritz Heger.
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Großeltern und Enkel sind…
MaWiOr aus Halle am 07.12.2023
Bewertungsnummer: 2833158
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Großeltern und Enkel sind meist ein tolles Gespann, das innige Beziehungen verbindet. Die Großeltern vermitteln ihren Enkeln viel Geborgenheit und Liebe. Das kommt auch in den meisten Geschichten des Diogenes-Auswahlbandes zum Ausdruck. Er versammelt siebzehn Geschichten internationaler Schriftsteller*innen, die die Großeltern in den Mittelpunkt rücken. In der Auftaktgeschichte beschreibt Reinhart G.E. Lempp das erste Lebensjahr des Enkelkindes als die „Hoch-Zeit“ des Großelterntums. Auch Ingrid Noll bekennt sich in ihrer Geschichte zur Liebe auf den ersten Schrei. Hans Fallada erinnert sich an seine Großmutter, deren schlichtes, einfaches, gütiges Herz ihn über manche Sorgen der Kindheit half. Oma Henriette in Christian Schünemanns Geschichte ist dagegen eine eher resolute Frau. Andere Autor*innen sind Bernhard Schlink, Elena Fischer, Peter Härtling, Amélie Nothomb oder Marco Balzano. Franz Hohler erzählt von einem Enkeltrick, doch dann kommt die Stunde der 88jährigen Amalie Ott und sie besteigt den Schnellzug nach Mailand. In der Schlussgeschichte berichtet Michael Krüger in Versform von seinen Großeltern auf dem Dorf, das er kürzlich besuchte, wobei ihm wieder alles einfiel – vom Kohlenstaub über den Kunsthonig bis zu den mehligen Kartoffeln. Fazit: Eine abwechslungsreiche Auswahl (von Ursula Baumhauer), wobei einige Geschichten auch erstmals in Buchform erscheinen.
Eine wunderbare Sammlung an…
sommerlese am 04.01.2024
Bewertungsnummer: 2835379
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eine wunderbare Sammlung an Geschichten über Großeltern Im Diogenes Verlag erscheint die Anthologie "Großeltern - Geschichten über ganz besondere Menschen", ausgewählt von Ursula Baumhauer. Wer Großeltern hat, ist ein Glückskind, denn sie sind das Salz in der Suppe der Familie! Ob sie die Eltern beim Babysitten unterstützen, es im Kinderwagen stolz spazierenfahren, Geschichten vorlesen oder nach dem Fallen liebevoll trösten, sie widmen ihm kostbare Zeit und vermitteln damit Geborgenheit und Zuneigung. Zwischen Alt und Jung gibt es aber auch gegensätzliche Ansichten, die für Zwist sorgen können. Was alles so passieren kann, wird in diesen Geschichten erzählt. In dieser Anthologie versammeln sich siebzehn Geschichten von namhaften Autoren wie Bernhard Schlink, Amélie Nothomb, Joachim Meyerhoff, Ingrid Noll, Hans Fallada, Peter Härtling und vielen mehr. Die verschiedenen Erzählstile und speziellen Handlungen sorgen für eine bunte Auswahl an unterschiedlichen Geschichten, die mal erfreuen, erheitern, überraschen, nachdenklich machen und auf jeden Fall unterhalten. Es werden verschiedene Beziehungen zu den Großeltern sichtbar, bei denen auch der jeweilige Zeitgeist, die Art der Beschäftigung und Zuneigung, sowie die Emotionen zwischen Großeltern und Enkelkindern deutlich wird. Manche sind weise, andere heiter, viele liebevoll und manche unvernünftig wie Kinder. Einzelne Geschichten wecken bei mir Erinnerungen an die eigenen Großeltern, was mich etwas wehmütig stimmt, aber auch glücklich, weil ich so viel Zeit mit ihnen verbracht habe und mich immer wieder an die gemeinsame Zeit und schöne Erlebnisse erinnere. Selten überzeugen in Anthologien alle Texte, aber es sind immer welche dabei, die man besonders gern liest und sich von ihnen mitreißen lässt. So ist es auch bei diesem Buch der Fall. Die einzelnen Erzählstile lesen sich abwechslungsreich und es gibt dabei Texte, die mir besonders gefallen haben. Inhaltlich konnten mich "Lieber Alter John" von Peter Härtling und "Der Enkeltrick" von Franz Hohler begeistern. Interessant ist auch Falladas "Großmutter", deren Art und Aussehen ich beim Lesen bildhaft genau vor Augen hatte. In Ingrid Nolls "Liebe auf den ersten Schrei" wird deutlich, dass auch Großeltern sich etwas von den Enkeln erhoffen, wenn auch erst Jahre später, wenn sie im Garten mithelfen können oder Auto fahren. Diese vielseitige Sammlung an Geschichten über Großeltern unterhält wunderbar und bringt eigene Erinnerungen zurück. Ein Hoch auf die Großeltern und ihre Liebe und ihr Verständnis für die Enkelkinder!
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