Produktbild: Hinter dem Nebel
Band 4

Hinter dem Nebel

Aus der Reihe Die Halland-Krimis
3

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

16635

Erscheinungsdatum

17.04.2026

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

2763 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulla Ackermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783644026049

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

16635

Erscheinungsdatum

17.04.2026

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

2763 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ulla Ackermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783644026049

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  • Buchbesprechung

    aus Bad Kissingen

    5/5

    21.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Literarisch anspruchsvoller Thriller

    REZENSION – Schon die ersten beiden Bände „Unter dem Sturm“ und „Was ans Licht kommt“ seiner in der schwedischen Provinz Halland angesiedelten Krimireihe standen über Monate auf Platz 1 auf der schwedischen Bestsellerliste. Für seinen dritten Band „Wenn die Nacht endet“ wurde der promovierte Kriminologe, bereits 2012 mit dem Young Criminologist Award der European Society of Criminology und im Jahr 2013 erstmals mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichnete Autor Christoffer Carlsson (39) erneut mit dem schwedischen sowie dem skandinavischen Krimipreis geehrt. Im April erschien nun im Rowohlt Kindler Verlag mit „Hinter dem Nebel“ der vierte Band auf Deutsch, der uns im Kern seiner Handlung in die 1950er Jahre des Kalten Kriegs zurückführt. Doch zunächst beginnt der Krimi in der Gegenwart: Kurz nachdem der Erzähler einen unerwarteten Kontaktversuch seines früheren Freundes Johan Oskarsson – ein Schriftsteller wie er selbst – erhalten hat, wird dieser im Speisesaal einer Pension erhängt aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Es gibt keine Anzeichen für Fremdverschulden, weshalb Ermittler Vidar Jörgensson von der Polizei Halmstad, ein befreundeter Nachbar des Erzählers, den Fall zu den Akten legen will. Doch ein Selbstmord scheint dem Erzähler unwahrscheinlich. Er glaubt an Mord: Jener Johan Oskarsson, den er seit vielen Jahren kannte, war niemals suizidgefährdet. Außerdem gibt es zwei Fakten, die verdächtig erscheinen. Auf seiner letzten Fahrt zur zurückgezogen lebenden, berühmten Schriftstellerin Ingrid Kringa, deren Biografie er schreiben will, ist Johan genau 110 Kilometer weiter gefahren als notwendig. Wo ist Johan in der Zwischenzeit gewesen? Zudem steckte das Handy des Toten in dessen rechter Hosentasche, aber Johan war Linkshänder. Da Polizist Vidar Jörgensson diese Verdachtsmomente für unwichtig hält, macht sich der Erzähler selbst daran, diesen undurchschaubaren Fall zu untersuchen. Seine Ermittlungen führen ihn tief in die 1950er Jahre, in die Zeit des Kalten Kriegs, in die Machenschaften nicht nur der schwedischen Geheimdienste und in Kreise der gegen Atomwaffen protestierenden linken Studenten – unter ihnen die damals 20-jährige Ingrid Kringa, die als Studentin nach Uppsala kam, um sich aus ihrem ärmlich-ländlichen Elternhaus zu befreien. Sie wollte unbedingt Schriftstellerin werden. Aber wie weit darf ein Mensch für seinen Traum gehen? Der Erzähler folgt bei seinen Nachforschungen ihren Spuren, sieht alte Akten ein und spricht mit Kringas damaligen Kontaktpersonen. Manche Spuren führen ins Leere, dafür tun sich immer wieder neue auf. Gibt es jenseits der zu schreibenden Biografie noch andere Verbindungen zwischen Ingrid Kringa und dem toten Johan Oskarsson? Schon der deutsche Titel „Hinter dem Nebel“ deutet das hinter dem Schleier vergangener Jahrzehnte Verborgene, ungelöste Geheimnisse und die Unmöglichkeit an, Menschen vollständig zu durchschauen und die ganze Wahrheit in den miteinander verstrickten Biografien der im Roman auftauchenden Personen zu erkennen. In der Welt der Geheimdienste, in der sich Carlssons Figuren bewegen, geht es um Täuschung und Tarnung. Sein Roman ist deshalb kein klassischer Krimi, zumal der ermittelnde Polizist Vidar Jörgensson eher als Randfigur und Schatten des Erzählers im Hintergrund bleibt. Vielmehr ist „Hinter dem Nebel“ ein spannender, mehrschichtiger Spionageroman, in dem es um wahre Identität, um persönlichen Ehrgeiz und moralische Grenzen, um Macht und politische Verantwortung geht – vor allem aber um Wahrheit. Dabei sind die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart so fließend gestaltet, dass dem Lesenden deutlich wird, wie eng die persönlichen Schicksale und gesellschaftlichen Entwicklungen über die Jahrzehnte miteinander verwoben sind. „Hinter dem Nebel“ ist ein literarischer Thriller, der ohne jegliche Action auskommt, ohne Helden, Ganoven und allwissende Kriminalisten. Denn nicht die Ermittlungsarbeit des Erzählers steht im Mittelpunkt. Stattdessen überzeugt der Roman durch philosophische und psychologische Tiefe, gibt Einblick in die politische Situation des offiziell neutralen Schwedens zur Zeit des Kalten Krieges und sorgt durch unerwartete Wendungen und die Ungewissheit über die Wahrheit für Spannung. Wenn man – wie der Erzähler jeweils selbst – gerade eine logisch nachvollziehbare Erkenntnis aus den bisherigen Fakten als Wahrheit zu erkennen glaubt, wird sie prompt durch neu auftauchende Fakten widerlegt, zumal ungewiss ist, wem man in diesem gelegentlich nebulös wirkenden Personenreigen wirklich vertrauen kann. So hält Carlsson die Spannung bis zur letzten Seite. Gerade diese literarische Finesse, verbunden mit der Frage nach reiner Wahrheit oder subjektiver Erinnerung in Biografien, macht den besonderen Reiz seines Romans aus.

  • Jürg K.

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Macht, Schuld und Erinnerung

    Dies ist bereits der vierte Fall für Vidar Jörgensson. Die Ausgangssituation, ein scheinbarer Suizid, der sich als gezielte Stilllegung entpuppt, ist geschickt konstruiert und führt den Leser behutsam in ein Netz aus historischen Abgründen und moralischen Kompromissen ein. Als man Johan Oskarsson erhängt auffindet, deuten alle Zeichen auf Selbstmord der Schriftsteller war eine zerbrechliche Seele. Man liest ein intensives, atmosphärisch dichtes Krimidrama, das lange beschäftigt. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Recherche um Johan Oskarssons Biografie über Ingrid Klinga die Handlung in die dunklen 1950er Jahre führt. Die Verflechtung von Nachrichtendiensten, Loyalitäten und persönlichen Opfern wird nicht nur als Hintergrundfolie genutzt, sondern als treibende Kraft, die Vidars Ermittlungen und seine innere Haltung herausfordert. Vidar ist ein Polizist, der zwischen Dienstpflicht und persönlicher Betroffenheit navigiert. Seine Zweifel, seine Hartnäckigkeit und die Momente, in denen er die Gefahr am eigenen Leib spürt, sind gut ausgearbeitet und verleihen der Geschichte emotionale Tiefe. Die Schauplätze an der schwedischen Küste und die historische Einbettung schaffen eine beklemmende Stimmung, die den Thriller vorantreibt. Die Auflösung ist plausibel, nicht billig, und hinterlässt Nachdenklichkeit über Macht, Schuld und Erinnerung. Für Leser, die psychologisch dichte, historisch verwurzelte Krimis mögen, ist dieser Band eine lohnende, nachwirkende Lektüre.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    24.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Nebel mehr verbirgt als nur die Wahrheit

    Zwischen grauem Himmel, feuchter Erde und diesem schweren Schweigen, das sich wie Nebel über alles legt, hat mich Hinter dem Nebel langsam, aber ziemlich fest gepackt. Der Tod von Johan Oskarsson wirkt auf den ersten Blick wie ein trauriger Selbstmord. Ein zerbrechlicher Schriftsteller, ein erhängter Körper, ein Fall, den man vielleicht einfach schließen möchte. Doch genau da beginnt dieses unangenehme Kribbeln. Dieses Gefühl, dass hinter der offensichtlichen Wahrheit noch etwas lauert, das keiner berühren will. Vidar Jörgensson ermittelt nicht laut, nicht übertrieben heldenhaft, sondern mit dieser stillen Beharrlichkeit, die ich bei skandinavischen Krimis so liebe. Die Geschichte führt tief in die 1950er Jahre, zu Geheimdiensten, Loyalitäten, Verrat und Menschen, die sich selbst verlieren, um irgendwie zu überleben. Für mich ist das kein Krimi für nebenbei. Die Handlung braucht Aufmerksamkeit, manchmal auch Geduld, aber gerade diese Schwere macht den Reiz aus. Christoffer Carlsson schreibt atmosphärisch dicht, melancholisch und menschlich. Man spürt die Kälte, die Schuld und dieses leise Unbehagen zwischen den Zeilen. Am Ende blieb bei mir kein lauter Knall zurück, sondern ein stilles Nachhallen. Und genau das passt hier perfekt.

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