Wer wäre als Spitzenagent der Bundesrepublik wohl besser geeignet als Armin Laschet? Nun, vermutlich sehr viele Menschen.
Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden. Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d¿Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet!
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Tina K.
aus Mülheim
5/5
26.06.2026
eBook (ePUB 3)
Herrlich
00-Laschet
Ein Roman von David Safier
Ich habe bereits mehrere Romane des Autors gelesen. Jedoch nicht die Miss Merkel-Reihe.
Aber das Cover und der Klappentext sind so interessant, dass ich nicht widerstehen konnte. Und ich wurde nicht enttäuscht.
So viel gelacht habe ich schon seit langem nicht mehr. Von der ersten bis zur letzten Seite ein pures Vergnügen. Denn der Autor schreibt so bildhaft und mit tollen Metaphern, dass man einfach nicht anders kann.
Natürlich kommt die Spannung auch nicht zu kurz. Und auch wieder mal kommt ein kleiner Zeigefinger vom Autor, wie er es bereits in anderen Büchern gemacht hat. Denn ein kleines bisschen Wahrheit ist halt immer vorhanden.
Wenn Sie an die Stelle mit einem Lied von Tom Jones kommen, lachen Sie bitte in der Öffentlichkeit nicht zu laut. Und zudem haben Sie dann auch einen Ohrwurm. Ich hatte ihn zumindest.
Ich möchte nicht Spoilern aber irgendwann werden Sie auch finden, dass das Cover wirklich genial gemacht ist.
Kurzum mein Fazit: lesen Sie es nicht in der Öffentlichkeit z.B. im Bus. Denn Sie würden mit ihrem Kichern oder Lachen die Mitreisenden stören. Denn nur bei einem reinen Schmunzeln wird es nicht bleiben.
brauneye29
Thalia Book Circle Community
5/5
23.06.2026
eBook (ePUB 3)
Hat mir gut gefallen
Zum Inhalt:
Armin darf Bundespräsident sein! Doch schon am ersten Tag muss er feststellen, dass seine Aufgaben anders sind als er dachte. Er muss Agenten zu Orten bringen, zu denen diese sonst nicht kommen. Und die Reise geht gleich mit einer jungen Topagentin los, Armin ist überfordert, nützt aber nichts, denn er muss die Welt retten!
Meine Meinung:
Wie schon in den Merkel-Büchern habe ich wieder viel Humor erwartet und allein schon der Titel und das Cover versprechen das. Und das Beste ist, es ist so. Eine humorvolle, aber auch spannende Reise, die einen hohen Unterhaltungswert hat. Ich konnte mir Laschet förmlich vorstellen, wie er in den zum Teil absurden Situationen steckte. Lächelnd und etwas überfordert, genau so stellt man sich die Figur vor. Ich hatte das Hörbuch, dass ich auch gut gelesen fand. Ganz klare Leseempfehlung, wenn man die Merkel-Bücher auch mochte.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Nancy
Thalia Book Circle Community
5/5
22.06.2026
eBook (ePUB 3)
Agent wider Willen: Mit 00-Laschet auf turbulenter Mission
Armin Laschet hat es geschafft - allerdings nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Statt Bundeskanzler wird er Bundespräsident und freut sich zunächst über das vermeintlich ruhigere Amt. Doch die neue Gelassenheit hält nicht lange an. Kaum hat er seinen Dienst im Schloss Bellevue angetreten, erfährt er von einem streng geheimen Geheimdienstzentrum tief unter dem Regierungssitz. Als Bundespräsident gehört es plötzlich zu seinen Aufgaben, Agenten an Orte zu bringen, an die sie offiziell gar nicht gehören.
Bevor er überhaupt begreifen kann, worauf er sich eingelassen hat, findet sich Laschet mitten in einer internationalen Verschwörung wieder. Gemeinsam mit einer Topagentin reist er um die halbe Welt, begegnet Staatsoberhäuptern, Royals, Filmstars und Musiklegenden und versucht herauszufinden, warum sich diese plötzlich vollkommen merkwürdig verhalten.
Mit „00-Laschet“ bleibt David Safier seinem bewährten Erfolgsrezept treu und liefert erneut eine herrlich verrückte Mischung aus Satire, Humor, Gesellschaftskritik und vollkommen überdrehter Unterhaltung. Wer bereits die Merkel-Romane des Autors mochte, wird sich auch hier schnell zuhause fühlen. Gleichzeitig besitzt die Geschichte genug Eigenständigkeit, um nicht wie eine bloße Kopie zu wirken. Die Grundidee ist völlig anders und entwickelt einen ganz eigenen Charme.
Schon die Ausgangssituation ist typisch Safier: eine absurde Prämisse, die eigentlich viel zu verrückt klingt, um zu funktionieren und die gerade deshalb so gut funktioniert. Ausgerechnet Armin Laschet wird zum Geheimagenten wider Willen und stolpert von einer Katastrophe in die nächste. Dabei gelingt es Safier hervorragend, die reale Person als Ausgangspunkt zu nehmen und daraus eine literarische Figur zu erschaffen, die deutlich sympathischer, nahbarer und liebenswerter wirkt, als viele sie aus der politischen Berichterstattung kennen dürften. Sein Laschet ist überfordert, gutmütig, manchmal tollpatschig, oft ratlos, aber immer bemüht, das Richtige zu tun. Dadurch entsteht eine Hauptfigur, mit der man überraschend gerne Zeit verbringt.
Besonders gelungen ist natürlich wieder der Humor. Safier setzt nicht auf einzelne große Gags, sondern feuert beinahe pausenlos Pointen ab. Mal sind es bissige Kommentare zur Politik, mal Anspielungen auf gesellschaftliche Debatten, aktuelle Entwicklungen oder mediale Aufgeregtheiten. Viele Spitzen sind herrlich überspitzt, treffen aber dennoch einen wahren Kern. Gerade diese Mischung aus Überzeichnung und Realität macht einen großen Teil des Reizes aus.
Der lockere Schreibstil trägt ebenfalls enorm zum Lesespaß bei. Die Kapitel lesen sich flüssig und leicht, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Safier versteht es ausgezeichnet, Szenen pointiert aufzubauen und genau im richtigen Moment die nächste absurde Wendung einzustreuen. Dadurch entsteht kaum Leerlauf. Stattdessen reiht sich ein skurriler Moment an den nächsten.
Auch das Setting sorgt für viel Abwechslung. Die Handlung beschränkt sich nicht auf Berlin, sondern entwickelt sich zu einer internationalen Agentengeschichte mit zahlreichen Ortswechseln, die immer wieder frischen Wind reinbringen. Kaum hat man sich an einen Schauplatz gewöhnt, geht es schon weiter zum nächsten verrückten Ereignis. Dadurch bleibt die Handlung jederzeit unterhaltsam und kurzweilig.
Natürlich sollte man bei einem Roman wie diesem keine realistische Agentengeschichte erwarten. Die Handlung ist bewusst überdreht, stellenweise völlig absurd und oft weit von jeder Wahrscheinlichkeit entfernt. Doch genau darin liegt ein großer Teil des Vergnügens. Gleichzeitig spielt Safier immer wieder mit dem Gedanken, dass vielleicht doch nicht alles so unmöglich ist, wie es zunächst erscheint. Wer weiß schließlich schon, was tatsächlich hinter verschlossenen Türen geschieht? Diese kleine Prise „Vielleicht könnte es ja doch sein“ verleiht der Geschichte zusätzlichen Reiz.
Darüber hinaus funktioniert der Roman auch atmosphärisch wieder hervorragend. Die Stimmung ist leicht, humorvoll und charmant, verliert aber nie völlig den roten Faden. Trotz aller Verrücktheit wirkt die Geschichte erstaunlich rund und stimmig. Die zahlreichen Gags stehen nicht einfach lose nebeneinander, sondern fügen sich in eine durchgängige Handlung ein, die bis zum Ende trägt.
Fazit
Insgesamt ist „00-Laschet“ genau das, was man von David Safier erwartet: intelligente Unterhaltung, die politische und gesellschaftliche Themen humorvoll verarbeitet, ohne belehrend zu wirken. Der Roman bietet abermals jede Menge Witz, Ironie, Satire und absurde Situationen, dazu eine sympathische Hauptfigur und viele gelungene Anspielungen auf die Gegenwart. Wer bereits Safiers Merkel-Romane mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen.
Bewertung
aus Moosburg
4/5
21.06.2026
eBook (ePUB 3)
Gut zu lesen
Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden. Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d´Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet! (Klappentext)
Gleich vorweg: dies ist ein Buch, welches man nur mit einem Augenzwinkern lesen sollte. Es ist humorvoll, spannend, skurril, abenteuerlich, unterhaltend und lesenswert. Schon nach wenigen Seiten war ich in der Handlung gefangen und wollte nur noch lesen, was noch alles geschieht, wie es sich weiterentwickelt und vor allem wie es endet. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist gut lesbar und ich hatte 00-Laschet direkt vor Augen. Die verschiedenen anderen Charaktere sind auch real vorstellbar und die eigene Fantasie wird angeregt. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Handlung ist gut aufgebaut, nachvollziehbar und vor allem vorstellbar. Wenn auch an manchen Stellen leicht langatmig und vorhersehbar. Dies hat aber der entstehenden Leseatmosphäre und dem Lesegenuss nicht geschadet. Wieder ein durchaus lesenswertes Buch.
Lesezeichenfee
1/5
22.06.2026
eBook (ePUB 3)
Viel Lärm um wenig Witz – eine enttäuschende Polit-Satire
00-Laschet von David Safier, erschienen im Rowohlt Kindler Verlag, klang für mich zunächst nach einer herrlich absurden und unterhaltsamen Polit-Satire. Die Grundidee ist schließlich vielversprechend: Armin Laschet gerät unvermittelt in eine internationale Agentenstory und wird plötzlich zur Schlüsselfigur eines weltumspannenden Abenteuers. Aus diesem ungewöhnlichen Ansatz hätte eine bissige, intelligente und vor allem sehr komische Geschichte entstehen können. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen – nicht zuletzt, weil ich viele frühere Bücher von David Safier mit großer Begeisterung gelesen habe.
Schon das Cover macht neugierig und gehört für mich zu den gelungensten Aspekten des Buches. Es ist witzig gestaltet, weckt Aufmerksamkeit und vermittelt genau die Art von Humor, die ich von Safier erwartet hatte. Leider konnte der Inhalt dieses Versprechen für mich nicht einlösen.
Mein größtes Problem war der Humor. Fast keine Pointe wollte bei mir wirklich zünden. Viele Szenen wirken, als wollten sie mit aller Kraft lustig sein, ohne tatsächlich komische Situationen zu erschaffen. Statt feinsinniger Beobachtungen oder gelungener Satire dominieren überdrehte Einfälle, die bei mir kaum mehr als ein müdes Lächeln ausgelöst haben. Dabei hatte ich häufig das Gefühl, dass von allem einfach zu viel vorhanden ist: zu viele verrückte Ideen, zu viele überzogene Szenen, zu viele immer größer werdende Bedrohungen. Doch mehr ist nicht automatisch besser. Gerade bei Humor gilt oft das Gegenteil – weniger wäre hier für mich deutlich mehr gewesen.
Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte springt in hohem Tempo von einem Ort zum nächsten, wirft ständig neue Ereignisse und Wendungen in den Ring, ohne dabei einen klaren Fokus zu behalten. Dadurch entstand bei mir weder Spannung noch echtes Interesse am weiteren Verlauf. Vieles wirkte beliebig und oberflächlich. Die politische Satire, auf die ich gehofft hatte, blieb für mein Empfinden weitgehend aus. Statt scharfer Beobachtungen oder pointierter Gesellschaftskritik bekam ich eine Handlung präsentiert, die oft erstaunlich platt und wenig inspirierend wirkte.
Hinzu kommt, dass mich auch der Schreibstil enttäuscht hat. Die Sprache ist sehr schlicht gehalten und erreicht nie die Leichtigkeit oder den Witz, die ich aus früheren Werken des Autors kenne. Die Kapitel sind häufig nur zwei oder drei Seiten lang, was zusätzlich dazu beiträgt, dass die Geschichte zerstückelt wirkt. Viele Seiten enthalten zudem große Freiflächen oder bestehen nur aus wenigen Zeilen Text. Dadurch erscheint das Buch deutlich umfangreicher, als es tatsächlich ist.
Gerade deshalb empfand ich auch den Preis als problematisch. Das Buch umfasst zwar rund 260 Seiten, doch durch die zahlreichen kurzen Kapitel, großzügigen Abstände und halbleeren Seiten fühlt es sich deutlich kürzer an. Inhaltlich hatte ich eher das Gefühl, einen wesentlich schmaleren Roman in der Hand zu halten. Angesichts eines Preises von 18 Euro empfand ich das persönlich als wenig überzeugend.
Auch die Figuren konnten mich nicht erreichen. Sie bleiben überwiegend blass und entwickeln kaum Tiefe. Statt bissiger Charakterzeichnungen oder satirischer Zuspitzungen wirken viele Figuren eher wie Karikaturen ohne nachhaltige Wirkung. Dadurch fiel es mir schwer, mit ihnen mitzufiebern oder mich für ihre Schicksale zu interessieren.
Besonders schade finde ich all das deshalb, weil ich David Safier früher sehr gern gelesen habe. Bücher wie seine früheren Romane haben mich oft laut lachen lassen und gezeigt, wie gekonnt er Humor, Tempo und Unterhaltung verbinden kann. Umso größer war meine Enttäuschung darüber, dass ich davon in 00-Laschet kaum etwas wiedergefunden habe.
Fazit
00-Laschet besitzt eine großartige Ausgangsidee und ein gelungenes Cover, kann das darin steckende Potenzial für mich jedoch nicht ausschöpfen. Weder der Humor noch die Handlung oder die Figuren konnten mich überzeugen. Die erhoffte Polit-Satire bleibt erstaunlich zahm, der Schreibstil wirkt ungewohnt schlicht und die Geschichte verliert sich in überdrehten Einfällen, die selten wirklich zünden. Da ich David Safiers frühere Bücher sehr geschätzt habe, bedaure ich dieses Urteil besonders. Für mich war 00-Laschet leider eine der größten Enttäuschungen der letzten Zeit.
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