Produktbild: Die Säulen des Meeres

Die Säulen des Meeres Eine Reise zu den letzten unberührten Orten der Welt

3

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

15571 KB

Originaltitel

Les piliers de la mer

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

9783641343460

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • Navigation über vorher / nachher Elemente
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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

13.05.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

15571 KB

Originaltitel

Les piliers de la mer

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

9783641343460

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    3/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Natur gegen Philosophie

    Sylvain Tesson begibt sich in „Die Säulen des Meeres“ auf die Suche nach abgelegenen Brandungspfeilern rund um den Globus. Wer jedoch einen klassischen Reisebericht mit detaillierten Schilderungen von Landschaften, Kulturen und Begegnungen erwartet, sollte wissen, dass dieses Buch einen anderen Schwerpunkt setzt. Im Zentrum steht weniger die Reise selbst als die gedankliche Auseinandersetzung des Autors mit Abenteuer, Freiheit, Vergänglichkeit und der Beziehung des Menschen zur Natur. Tessons grosse Stärke liegt zweifellos in seiner Fähigkeit, Stimmungen und Landschaften sprachlich einzufangen. Viele seiner Naturbeschreibungen erzeugen eindrucksvolle Bilder und vermitteln die Faszination für wilde, schwer zugängliche Orte. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Besteigung der Felsen für ihn weit mehr als ein sportliches Ziel ist. Sie wird zum Ausdruck einer Sehnsucht nach Abgeschiedenheit, Grenzerfahrung und einem Leben ausserhalb gewohnter Bahnen. Gerade diese persönliche Perspektive macht das Buch interessant, ist aber zugleich eine seiner grössten Herausforderungen. Tesson verknüpft seine Erlebnisse fortlaufend mit philosophischen, literarischen und mythologischen Bezügen. Manche dieser Gedanken bereichern den Text und regen zum Nachdenken an, andere wirken eher abschweifend und erschweren den Zugang. Über weite Strecken empfand ich den Lesefluss als anspruchsvoll, da sich Beobachtungen, Reflexionen und Zitate nicht immer zu einem klaren Ganzen fügen. Besonders spannend fand ich die Widersprüche, die Tesson selbst thematisiert. Seine Begeisterung für unberührte Natur steht immer wieder neben dem Bewusstsein, dass auch das eigene Handeln Spuren hinterlässt- Diese Ambivalenz verleiht dem Buch Tiefe, auch wenn die aufgeworfenen Fragen selten eindeutig beantwortet werden. Gerade darin liegt aber ein Teil seines Reizes: Das Buch liefert weniger Antworten als Denkanstösse. Am Ende bleibt für mich ein Buch, das fasziniert und irritiert zugleich. Es enthält eindrucksvolle Bilder, interessante Überlegungen und eine spürbare Leidenschaft für das Abenteuer. Gleichzeitig verliert es sich für meinen Geschmack zu oft in philosophischen Exkursen und stellt den Autor stärker in den Mittelpunkt als die Welt, die er bereist. Wer sich gerne auf essayistische Reisebücher mit viel Raum für Reflexion einlässt, wird hier vermutlich fündig. Wer hingegen vor allem Landschaften, Menschen und konkrete Reiseerfahrungen entdecken möchte, könnte sich mehr davon wünschen.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    2/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine pathetische Reise der Vergänglichkeit... und Freiheit.

    Ein Kletterduo mit photographe machen sich auf eine Abenteuerreise rund um die ganze Welt. Möglichst viele unberührte Brandungspfeiler werden bestiegen. Keine pilier de la mer auf den verschiedensten Meeren ist vor ihnen sicher. Gesucht werden die letzten Orte, wo noch nie jemand war, vielleicht auch nie jemand jemals wieder wird hingehen können. Die Brandungserosion hat sie gebildet und wird sie eines Tages ganz zum verschwinden bringen. Stacks sind faszinierende Naturdenkmäler; mächtige Felsen, aber vergänglich. Diese Vergänglichkeit wird zum roten Faden im Buch. Dafür wird teils morbide Sprache verwendet und die Natur, oft nur Nebenschauplatz. Nun wird konstant ein metaphorischer Egotrip mit philosophischem Halbwissen unterlegt (N’importe quoi). Koste es, was es wolle. Viel Tesson eben, wie man dies bereits kennt vom Autor und Geographen. Auch viele unpassende Einflechtungen von Zitaten und Weisheiten. Die vielen Küstenorte rund um die ganze Welt, hätten eine tolle Kulisse für spannende Geschichten geboten. Die Natur kommt einfach zu kurz. Nachdenklich macht so einiges. Mir fällt vor allem die Doppelmoral auf, welche das Abenteurer-Team auf ihren Reisen auslebt. Die eigene Heuchelei der Safari wird erkannt. Entsprechend gehandelt wird aber nicht. Götter werden bemüht. Hinterfragen und Gedankenexperimente wären ja spannend - Moral, Ethik und Physik haben aber auch ihre Grenzen. Zumal dann auch noch die Kunst bemüht wird (inklusive Glauben, Wissen, Freiheit, moderne Welt und schliesslich auch Religion). Es scheint, alles nur um ihre Reisen zu rechtfertigen. Das Buch hinterlässt viele Fragezeichen bei mir. Ich wäre gerne auf eine Reise mitgegangen. Ich hätte mich gerne inspirieren lassen. Etwas weniger pathetischer Text. Etwas weniger Tesson. Weniger Auswahlsendungen. Mehr Erkenntnisse. Viel mehr Natur. Das Buch regt aber zum Nachdenken an. Die tollen Bilder trösten etwas. In einer Galerie im Grossformat, in Farbe – bestimmt ein highlight. Kann man lesen - muss man nicht.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    1/5

    14.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    kontrovers und ambivalent

    Wer einen Reisebreicht erwartet hat… liegt schon einmal falsch. Zwar wird viel gereist - aber nichts wirklich berichtet. Wer Tiefgang erwartet hat, kommt auch nicht besser weg - viel Schall und Rauch - Worthülsen in poetischem Kleid. Die im vorderen Klappentext angekündigte Nachdenklichkeit (‘kontemplativ’ und meditativ’ werden bemüht) ist kaum gegeben. Die Voraussetzung: sich wirklich aussetzen und verweilen, ist nicht gegeben. Die Konzentration höchstens dem Aufstieg und dem Material, allenfalls den gereizten Vögeln und Wetterkapriolen geschuldet… Am Schluss frage ich mich, WAS ich nun gelesen und davon habe?! Zwar proklamiert Tesson zu Beginn auf dem erstren Pfeiler ein Manifest und später wünscht er sich, einen Wimpel mit einem besonderen Spruch bestickt auf jedem weiteren Pfeiler zu hissen - doch eine eigentliche ‘Mission’ oder ‘Message’ scheint die Tour nicht zu haben - und verkommt zu einem zur Schau gestellten Ego Trip… Man erfährt mehr über Tesson, sein Getriebensein, nicht wirklich Verweilen-können, auch seine Belesenheit und die Fähigkeiten poetische Sätze ohne Inhalt und Aussage zu fabrizieren… als über die Menschen und Gegenden. Die Vergleiche, Sinnbilder wirken oft bemühend. Manche Sätze wälze ich, lese sie mehrmals - und verstehe doch nicht deren Sinn und Aussage - sie grenzen nicht einmal an ein Koân, das sich einem irgendwann erschliesst. Dank der Skizze im Buch und hinten weiss man, wo die Pfeiler stehen, auch deren Entstehungsgeschichte - das ist aber schon recht wenig von einem Geologen - und den ‘Lese-Nutzen’ - so denn man einen erwartet hat…. Im letzten Drittel bricht hie und da Nachdenklichkeit durch, auch Selbstkritik - doch diese scheinen nicht wirksam zu werden, verbleiben im leeren Raum. Wer keine Lesezeit vergeuden will, dem sei das Buch NICHT empfohlen!

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