Wie können wir friedlich miteinander leben? Anhand der Geschichte eines Jungen aus der antiken Stadt Kaliste, erklärt Ferdinand von Schirach die Grundzüge der Demokratie.
Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste der Auftrag erteilt, "gute Gesetze" zu finden. Nie wieder soll eine Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem echten Philosophen. Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen - und nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig gute Gesetze nach Hause bringt.
Klug, einfühlsam und humorvoll: Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach! Mit liebevollen vierfarbigen Zeichnungen des Autors.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
04.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kleiner Junge der grosses Bewirkt
Die Geschichte die Ferdinand von Schirach hier schreibt ist wundervoll. Alexander der kleine Junge aus Kaliste, der auf die Reise geht um Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens sucht, wächst mit seiner lieblichen Art jedem ans Herz.
Die Geschichte erinnert mich einwenig an das Buch des kleinen Prinzen. Es ist sehr einfach geschrieben und trägt doch eine so wertvolle Botschaft mit sich. All die Menschen die er besucht um die Lösung für Frieden und ein harmonisches Zusammenleben zu finden, geben ihm einfach erklärt alles mit was wir uns alle viel mehr zu Herzen nehmen sollten. Wenn wir alle nur einwenig mehr danach leben würden, wäre auch bei uns alles harmonischer und im Gleichgewicht.
Kurz und bündig 5*
Bewertung
5/5
12.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gehört in jede:n Schulklasse/-unterricht
Meine 9 jährige Tochter ist sehr wählerisch, was Bücher angeht. Dieses Buch verfolgt sie jedoch sehr genau und stellt viele wichtige Fragen. Ideal um ihr die Grundzugänge zu "gerechten Gesetzen" beizubringen. Tolles Buch, sollte unbedingt im Schulunterricht durchgenommen werden.
Bücherhausen
aus Falkensee
5/5
06.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein philosophisches Märchen für unsere Zeit
In seinem Buch "Alexander" entwirft Ferdinand von Schirach eine ebenso schlichte wie tiefgründige Parabel über Gerechtigkeit und Demokratie. Die Ausgangslage ist klassisch erzählerisch: Ein Kind wird ausgesandt, um gute Gesetze zu finden und die Heimatstadt Kaliste vor der Tyrannei zu bewahren. Dabei ist das Buch durchsetzt von vielen klugen Sätzen – kleine philosophische Brocken, die zum Nachdenken über das große Ganze einladen.
Der Autor und Illustrator:
Ferdinand von Schirach ist ein international gefeierter Schriftsteller und Dramatiker, dessen vielfach übersetzte Werke und erfolgreiche Theaterstücke wie "Terror und Gott" ihn zu einer der markantesten Stimmen der modernen europäischen Literatur gemacht haben. Neben seinem literarischen Erfolg, der durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt wurde, zeichnet sich sein Werk durch einen präzisen, oft mit Kafka oder Kleist verglichenen Stil aus. Der in Berlin lebende Autor erreichte mit seinen Büchern, die regelmäßig die Bestsellerlisten anführen, ein Millionenpublikum weltweit.
Inhalt:
In Ferdinand von Schirachs Erzählung begibt sich der junge Alexander auf eine abenteuerliche Suche nach gerechten Gesetzen, um seine Heimatstadt Kaliste vor Tyrannei zu bewahren und den drohenden Angriff eines Nachbarkönigs abzuwenden. Auf seiner Reise begegnet er verschiedenen Menschen, darunter einem Philosophen und einem Orakel, durch deren Perspektiven er die fundamentalen Prinzipien der Demokratie kennenlernt. Die Geschichte verbindet dabei eine philosophische Entdeckungsreise mit einem spannenden Wettlauf gegen die Zeit, um den sozialen Frieden in seiner Heimat zu sichern.
Gedanken zum Kinder- bzw. Jugendbuch:
Das Cover zeigt eine reduzierte Szenerie. Der Untergrund ist in einem leuchtenden Gelb gehalten, darauf befindet sich eine Mauer, auf der Alexander von hinten sitzend abgebildet ist. Dahinter ist das Meer dargestellt, dessen Wellen durch eine Vielzahl kleiner Schlangenlinien visualisiert werden. Dieser Stil setzt sich im Buchinneren fort, wo Symbole und Figuren durch ähnliche grafische und vor allem minimalistische Akzente – manchmal bunt, manchmal in schwarz-weiß – hervorgehoben werden. Die Perspektive auf den sitzenden Alexander unterstreicht seine Rolle als beobachtender Reisender, der in Ruhe seine Umgebung und die Welt betrachtet, mitfühlt und seine eigenen Schlüsse zieht.
Mit leichter Sprache und klaren, kurzen Sätzen sowie Kapiteln nimmt der Autor seine Leser:innen auf die Reise des Alexander, der ausgesandt wurde, um seine Heimat zu retten. Die zeitliche Beschränkung auf nur sieben Tage wirkt beim Lesen zunächst extrem knapp, fast unmöglich. Da Alexander zu Fuß unterwegs ist und selbst Reisen per Kutsche lange dauern, liegt die Vermutung nahe, dass er seine Antworten nicht in verschiedenen Teilen der Welt, sondern an einem Ort finden muss. Dieser Umstand ist jedoch kein Manko, sondern bietet eine wunderbare Erkenntnis: Vielleicht liegen die Antworten auf die komplexesten politischen Fragen gar nicht in der Ferne, sondern sind durch intensives Zuhören und Beobachten im Naheliegenden zu finden.
Auf seiner Reise begegnet Alexander einer Reihe von Charakteren, die alle – geprägt durch ihre individuellen Erfahrungen und Biografien – ihre ganz eigene Wahrheit vertreten. Die Darstellung ist dabei zugespitzt: Der „Schaumschläger mit dem gelben Haar“ scheint dabei eine bewusste Anspielung auf zeitgenössische populistische Figuren wie Donald Trump zu sein, was zum Miträtseln einlädt, welche weiteren gesellschaftlichen Symbolfiguren oder bekannten Persönlichkeiten hinter den anderen Begegnungen stecken könnten.
Man ertappt sich beim Lesen bei dem Wunsch, Alexander hätte noch weiter reisen und die Weisheiten verschiedener Kulturen in sich aufsaugen können, um ein globales Ideal zusammenzutragen. Doch die Stärke der Geschichte liegt gerade in der Konzentration. Es ist eine Erzählung über die Kernwerte – Gleichheit, Freiheit und das notwendige Gleichgewicht –, die Schirach auf das Wesentliche reduziert.
Fazit:
"Alexander" ist weit mehr als eine Kindergeschichte. Es ist eine zeitlose Lektüre über richtig und falsch, über die Zerbrechlichkeit des Friedens und das menschliche Miteinander. Dem Autor gelingt es, die großen Fragen unserer Zeit in eine Erzählung zu verpacken, die zeigt, wie eine ausgewogene und zufriedene Gesellschaft gelingen kann.
Bewertung
5/5
04.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Empfehlenswert und hochaktuell.
Ferdinand von Schirachs „Alexander“ ist eine moderne Parabel über Gerechtigkeit, Demokratie und Ethik – und zugleich das erste Kinderbuch des Bestsellerautors.
In dem Buch wird Alexander, ein friedliebender und kluger Junge, auf eine bedeutsame Reise geschickt: Er soll gerechte Gesetze in die vom Krieg zerrüttete Heimat bringen. Dabei macht er verschiedene, erkenntnisreiche Begegnungen und kehrt er gerade noch rechtzeitig zurück, um einen weiteren Krieg zu verhindern.
In einer Zeit, in der unsere Betroffenheit durch Krieg zunimmt und die demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft ins Wanken geraten, bietet dieses Buch einen umfassenden Streifzug durch demokratietheoretische Grundlagen. Allein deshalb – und auch aufgrund des hervorragenden Textes – ist es sehr zu empfehlen. Die Illustrationen sind ansprechend und ergänzen den Text gelungen.
Etwas stutzig gemacht hat mich jedoch der Umgang mit fremdem Gedankengut. Man muss sich die Frage stellen: Werden Kinder hier unter- oder überschätzt? Der Autor bedient sich reichlich – mal in der Philosophie, mal in der Kulturgeschichte – und auch der generelle Aufbau sowie teils die Illustrationen erinnern stark an Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Ob zehnjährige Kinder diese komplexen Bezüge bereits aus ihrem eigenen Wissensstand heraus erschließen können, ist anzuzweifeln. Ob das die Lektüre letztlich etwas unaufrichtig wirken lässt, ist eine Frage, die ich für mich nicht abschließend beantworten konnte.
Fakt ist jedoch, dass Alexander seinen Aufbruch John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit verdankt. Hier hätten erläuternde Hinweise den notwendigen Tribut gezollt und interessierten Kindern die Möglichkeit gegeben, bei der Geschichte anzusetzen und ihr Wissen eigenständig zu vertiefen.
Ich gebe diesem wichtigen Buch dennoch eine uneingeschränkte Empfehlung und hoffe auf eine baldige Neuauflage mit erklärendem Anhang.
Donna
5/5
27.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tiefgründigkeit trifft auf Weitsichtigkeit
Ein Dorf steht kurz vor dem nächsten Krieg, doch ein Kind soll und kann es retten!
Auf der Suche nach wahren Gesetzen zur Rettung seiner Gemeinde trifft der kluge und weitsichtige Alexander zauberhafte Persönlichkeiten, von denen er durch tiefgründige Geschichten lernt und inspiriert wird.
Ein Kinderbuch, dass jeder Erwachsene gelesen haben muss, um sich wieder neu zu besinnen und unsere Würde zu schätzen, denn leider ist diese in unserer Zeit nicht so selbstverständlich, wie es sein sollte.
Eine absolute Empfehlung und ein großes MUSS für klein und groß!!!
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