Wie können wir friedlich miteinander leben? Anhand der Geschichte eines Jungen aus der antiken Stadt Kaliste, erklärt Ferdinand von Schirach die Grundzüge der Demokratie. Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste der Auftrag erteilt, "gute Gesetze" zu finden. Nie wieder soll eine Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem echten Philosophen. Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen - und nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig gute Gesetze nach Hause bringt.
Klug, einfühlsam und humorvoll: Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach! Mit liebevollen vierfarbigen Zeichnungen des Autors.
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Gehört in jede:n Schulklasse/-unterricht
Bewertung am 12.05.2026
Bewertungsnummer: 3136484
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meine 9 jährige Tochter ist sehr wählerisch, was Bücher angeht. Dieses Buch verfolgt sie jedoch sehr genau und stellt viele wichtige Fragen. Ideal um ihr die Grundzugänge zu "gerechten Gesetzen" beizubringen. Tolles Buch, sollte unbedingt im Schulunterricht durchgenommen werden.
Ein philosophisches Märchen für unsere Zeit
Bücherhausen aus Falkensee am 06.05.2026
Bewertungsnummer: 3130903
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In seinem Buch "Alexander" entwirft Ferdinand von Schirach eine ebenso schlichte wie tiefgründige Parabel über Gerechtigkeit und Demokratie. Die Ausgangslage ist klassisch erzählerisch: Ein Kind wird ausgesandt, um gute Gesetze zu finden und die Heimatstadt Kaliste vor der Tyrannei zu bewahren. Dabei ist das Buch durchsetzt von vielen klugen Sätzen – kleine philosophische Brocken, die zum Nachdenken über das große Ganze einladen.
Der Autor und Illustrator:
Ferdinand von Schirach ist ein international gefeierter Schriftsteller und Dramatiker, dessen vielfach übersetzte Werke und erfolgreiche Theaterstücke wie "Terror und Gott" ihn zu einer der markantesten Stimmen der modernen europäischen Literatur gemacht haben. Neben seinem literarischen Erfolg, der durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt wurde, zeichnet sich sein Werk durch einen präzisen, oft mit Kafka oder Kleist verglichenen Stil aus. Der in Berlin lebende Autor erreichte mit seinen Büchern, die regelmäßig die Bestsellerlisten anführen, ein Millionenpublikum weltweit.
Inhalt:
In Ferdinand von Schirachs Erzählung begibt sich der junge Alexander auf eine abenteuerliche Suche nach gerechten Gesetzen, um seine Heimatstadt Kaliste vor Tyrannei zu bewahren und den drohenden Angriff eines Nachbarkönigs abzuwenden. Auf seiner Reise begegnet er verschiedenen Menschen, darunter einem Philosophen und einem Orakel, durch deren Perspektiven er die fundamentalen Prinzipien der Demokratie kennenlernt. Die Geschichte verbindet dabei eine philosophische Entdeckungsreise mit einem spannenden Wettlauf gegen die Zeit, um den sozialen Frieden in seiner Heimat zu sichern.
Gedanken zum Kinder- bzw. Jugendbuch:
Das Cover zeigt eine reduzierte Szenerie. Der Untergrund ist in einem leuchtenden Gelb gehalten, darauf befindet sich eine Mauer, auf der Alexander von hinten sitzend abgebildet ist. Dahinter ist das Meer dargestellt, dessen Wellen durch eine Vielzahl kleiner Schlangenlinien visualisiert werden. Dieser Stil setzt sich im Buchinneren fort, wo Symbole und Figuren durch ähnliche grafische und vor allem minimalistische Akzente – manchmal bunt, manchmal in schwarz-weiß – hervorgehoben werden. Die Perspektive auf den sitzenden Alexander unterstreicht seine Rolle als beobachtender Reisender, der in Ruhe seine Umgebung und die Welt betrachtet, mitfühlt und seine eigenen Schlüsse zieht.
Mit leichter Sprache und klaren, kurzen Sätzen sowie Kapiteln nimmt der Autor seine Leser:innen auf die Reise des Alexander, der ausgesandt wurde, um seine Heimat zu retten. Die zeitliche Beschränkung auf nur sieben Tage wirkt beim Lesen zunächst extrem knapp, fast unmöglich. Da Alexander zu Fuß unterwegs ist und selbst Reisen per Kutsche lange dauern, liegt die Vermutung nahe, dass er seine Antworten nicht in verschiedenen Teilen der Welt, sondern an einem Ort finden muss. Dieser Umstand ist jedoch kein Manko, sondern bietet eine wunderbare Erkenntnis: Vielleicht liegen die Antworten auf die komplexesten politischen Fragen gar nicht in der Ferne, sondern sind durch intensives Zuhören und Beobachten im Naheliegenden zu finden.
Auf seiner Reise begegnet Alexander einer Reihe von Charakteren, die alle – geprägt durch ihre individuellen Erfahrungen und Biografien – ihre ganz eigene Wahrheit vertreten. Die Darstellung ist dabei zugespitzt: Der „Schaumschläger mit dem gelben Haar“ scheint dabei eine bewusste Anspielung auf zeitgenössische populistische Figuren wie Donald Trump zu sein, was zum Miträtseln einlädt, welche weiteren gesellschaftlichen Symbolfiguren oder bekannten Persönlichkeiten hinter den anderen Begegnungen stecken könnten.
Man ertappt sich beim Lesen bei dem Wunsch, Alexander hätte noch weiter reisen und die Weisheiten verschiedener Kulturen in sich aufsaugen können, um ein globales Ideal zusammenzutragen. Doch die Stärke der Geschichte liegt gerade in der Konzentration. Es ist eine Erzählung über die Kernwerte – Gleichheit, Freiheit und das notwendige Gleichgewicht –, die Schirach auf das Wesentliche reduziert.
Fazit:
"Alexander" ist weit mehr als eine Kindergeschichte. Es ist eine zeitlose Lektüre über richtig und falsch, über die Zerbrechlichkeit des Friedens und das menschliche Miteinander. Dem Autor gelingt es, die großen Fragen unserer Zeit in eine Erzählung zu verpacken, die zeigt, wie eine ausgewogene und zufriedene Gesellschaft gelingen kann.
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