Produktbild: Bis die Bären tanzen

Bis die Bären tanzen Roman | »Ein wilder Familienroman, der nicht zu Unrecht mit John Irving verglichen wird.« (Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung)

5

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

900

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1465 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423448697

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ePUB 3

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Verkaufsrang

900

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

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1465 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423448697

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    19.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein absolut kurioses Familienleben

    Der Schweizer Schriftsteller und Journalist Michael Hugentobler legt einen Roman vor, der seinesgleichen sucht. Ich bin absolut fasziniert von dieser Familiengeschichte, die man auch Familientragödie oder Familienkomödie nennen könnte. Alles Arten von Unterhaltung, die gesammelt in einem einzigen Buch köstlich zu lesen sind, manchmal erschüttern und oft sprachlos machen. Hugentobler hat schon die ganze Welt bereist, er lässt seine Leser teilhaben an einer Fülle von Eindrücken, jeden beschreibt er, als hätte er ihn persönlich und genauso erlebt. Der Verlag vergleicht Hugentobler in seiner Ankündigung mit Mariana Leky und Nelio Biedermann, Vea Kaiser und John Irving. Dem stimme ich nach der Lektüre vorbehaltlos zu. Wobei ich insbesondere den Vergleich mit John Irving sehr treffend finde, vielleicht liegt es an den Bären oder an den Charakterstudien? Auf dem Cover sieht man eine Familie, die offenbar in recht wilder Umgebung lebt und nicht besonders reich aussieht. Der Roman stellt sie uns vor, lässt sie zu lebendigen Menschen werden und mir sind sie irgendwie ans Herz gewachsen, so seltsam sie sich auch verhalten. Worum geht es? Die deutsche Familie Lieber – dem Namen nach jüdischen Ursprungs – wandert Anfang des 20. Jahrhunderts aus, lässt sich in der Schweiz nieder und wartet (vergeblich) auf die Einbürgerung. Die vier Geschwister Belle (Isabelle), Cob (Jacob), Anne (sie heißt wohl so) und Elfie (Elfriede) empfinden die Schweiz als zu eng, zu wenig anheimelnd. Drei wandern aus und versuchen ihr Glück in der Ferne, Mamme Lieber (die Mutter) bleibt mit dem todkranken Vater zurück. Belle findet nach ihrer verlorenen Jugendliebe aus Deutschland, Baron Hirsch (Baron ist sein Vorname, kein Adelstitel) einen seltsamen Mann namens Robert, und geht mit ihm nach Brasilien, dort, wo alles grünt und blüht, wollen sie ihr Glück machen, was nicht gelingt, aber es gelingt ein kleiner Sohn, Max. Cob ist ein Turntalent, er wandert nach Deutschland aus, wird Zirkusartist, und hat später arge Schwierigkeiten, das Land wieder unbeschadet mit seiner großen Liebe Mira zu verlassen. Anne hat sich für Australien entschieden und ihre rebellische Art bringt sie sehr nahe an diverse Abgründe, sie wird einen Jungen adoptieren, Pedro, das Kind von Anarchisten. Elfie, die Einzige, die in der Schweiz bleibt, arbeitet rund um die Uhr, sie ist es auch, die die Familienbande oder besser die Fäden in der Hand behält und die Verbindungen untereinander und alle Geschichten bewahrt. Elfies Sohn Constantin Kyd wird nach ihrem Tod all die unbekannten Puzzleteile zusammenfügen wollen. Ob ihm das gelingt und was er dabei noch erfährt, das lasse ich jeden selbst lesen. Es sind viele wunderbare kleine Begebenheiten und Erinnerungen, die in diesem Buch ans Licht kommen und von Hugentobler so lesenswert beschrieben werden. Der Autor zeichnet jeden Protagonisten mit einer leichten Feder, ich konnte mir die vier Geschwister, ihre Liebschaften, ihre Kinder, ihr Glück und besonders ihr Unglück bildhaft vorstellen. Ein Buch, das ein wahres Kopfkino in Gang setzt, nicht nur mit zahlreichen Personen, ihren Gefühlen und Gedanken, sondern auch mit den Farben und Gerüchen der weiten Welt. Sei es der Urwald von Brasilien oder Sydney oder Rorschach, ich fühlte mich mittendrin. Fazit: absolut lesenswert, wenn einem die Bücher der im ersten Absatz genannten Schriftsteller gut gefallen. Allen anderen gebe ich auch eine Leseempfehlung, vielleicht ist es Neuland, aber das betreten Hugentoblers Protagonisten ja auch. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

  • Buchbesprechung

    aus Bad Kissingen

    4/5

    01.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ungewöhnlicher Familienroman

    REZENSION – So unterschiedlich sie im Einzelnen auch sein mögen, haben die drei Romane des Schweizer Schriftstellers Michael Hugentobler (50) doch Eines gemeinsam: Es sind trotz aller Tragik und Dramatik des jeweiligen Geschehens in leichtem Ton verfasste Abenteuerromane vor historischer Kulisse. In einer gelungenen Mischung aus Realismus und gelegentlich ins Phantastische und Märchenhafte gehender Fiktion schreibt der Autor, der selbst jahrelang zur See fuhr, bevor er als Schriftsteller sesshaft wurde, über Menschen, die sich auf teils gefährliche Reisen begeben oder heimatlos auf der Welt ihren Platz im Leben suchen. Nach „Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte“ (2018) und „Feuerland“ (2021) erzählt Hugentobler auch in seinem dritten Roman „Bis die Bären tanzen“, im April beim dtv Verlag erschienen, über das abenteuerliche Leben von drei Geschwistern, die die Schweiz und ihre Eltern in der vagen Hoffnung verlassen, irgendwo – frei von familiären Zwängen – ihr Lebensglück zu finden. Das aus Deutschland stammende Ehepaar Lieber lebt mit seinen Töchtern Anne, Isabelle und Elfie sowie Sohn Jacob kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in einem kleinen Schweizer Dorf und hofft auf die Einbürgerung, die ihr allerdings verweigert wird. Vom Ersten Weltkrieg traumatisiert, kehrt der Vater als körperliches Wrack nach Hause zurück und wird über Jahre von der Mutter aufopfernd gepflegt. Die ältesten drei der in dieser familiären Tristesse heranwachsenden vier Kinder entfliehen dem Elternhaus. Nach dem Motto „Wo man schon immer war, sollte man nicht bleiben“ lässt sich Isabelle zur Auswanderung in den brasilianischen Dschungel überreden, Anne zieht es ins australische Sydney. Jacob wird Kunstturner und kommt als Zirkus-Luftakrobat während der Nazi-Zeit auf Tournee nach Berlin. Die drei Auswanderer, die sich alle von der Liebe, Versprechungen und Hoffnungen haben „entführen“ lassen, erleiden Niederlagen und Enttäuschungen. Aber sie schweigen darüber. Sie schweigen, wie schon ihre Eltern geschwiegen haben. Sie halten keinen Kontakt – weder zu den Eltern, noch untereinander. Erst viele Jahrzehnte später beginnt dieses Schweigen in der Familie zu brechen. „Als Mama auf den Kopf gefallen ist, hat sie zu reden begonnen.“ Die Jüngste, Elfie, war zeitlebens der heimatliche, auch heimliche „Anker“ der drei Auswanderer. Als Einzige war sie in der Schweiz geblieben und hatte in ihrer Ehe mit einem erfolgreichen Geschäftsmann ihr Glück gefunden. Doch auch sie hatte zeitlebens geschwiegen. Erst nach Elfies Tod findet ihr Sohn im Keller eine hölzerne Weinkiste „mit all den Briefen, Notizzetteln, Bildern und Postkarten“ der Ausgewanderten – obenauf ein vergilbtes Familienfoto mit den vier Geschwistern im Kindesalter, einem Spielkameraden und den Eltern – das Abbild einer scheinbar heilen Familie. Der Erzähler versucht nun, endlich die Wahrheit hinter den bruchstückhaften Andeutungen über seine Familie zu finden. Hugentoblers Roman ist eine Geschichte über Heimat und Migration, Freiheit und Identität. Ähnlich den bruchstückhaften Informationen, aus denen der Erzähler sich die einzelnen Schicksale zu einem Puzzle mühsam zusammenfügen muss, ist auch der Roman nicht chronologisch aufgebaut, sondern der Autor arbeitet mit Zeitsprüngen, wechselnden Perspektiven und auch mancher überraschender Wendung. „Das Leben ist eine wunderschöne Katastrophe“, heißt es einmal im Buch. Dieser Satz gleicht einer Metapher für den ganzen Roman. Denn trotz aller Schwernisse, Niederlagen und Enttäuschungen, die seine Protagonisten in ihrem Leben durchmachen, ist „Bis die Bären tanzen“ keine schwermütige Familiengeschichte voller erdrückender Schicksale, sondern überrascht durch eine leichte, mit „tanzenden Bären“ und „fliegenden Menschen“ märchengleiche, dann wieder melancholische Sprache voller Warmherzigkeit. Der Autor nimmt dadurch der Dramatik der verschiedenen Lebensgeschichten die Spitze, ohne sie zu verharmlosen, macht sie aber so seinen Lesern erträglicher. Diese ungewöhnliche stilistische Verbindung von Leichtigkeit und emotionaler Tiefe macht Hugentoblers Roman so besonders. „Das Leben ist kein Zuckerschlecken“, sagt man oft. Wohl jeder Mensch erleidet im Ablauf seiner Jahrzehnte neben Siegen auch Niederlagen. „All die Niederlagen, der ganze Kummer – das alles war wie begraben, wenn man nicht darüber gesprochen hat.“ Das Verdrängen dient dem Selbstschutz, um „sich selbst besser ertragen“ zu können. Doch am Ende bleibt die Erkenntnis: „Wenn es keine Vergangenheit gibt, gibt es auch keine Zukunft, es gibt dann nur das Jetzt.“

  • Shilo

    aus Ulm

    4/5

    19.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ungewöhnlich, jedoch gut

    Der Roman beginnt ruhig und ohne große Worte. Nach und nach entsteht das Bild einer Familie, die zusammengehört und trotzdem auseinandergeht. Dabei bleibt von Anfang an eine gewisse Nachdenklichkeit hängen, die sich durch das ganze Buch zieht. Im Mittelpunkt steht eine Familie in einer Zeit, in der vieles ins Wanken gerät. Der Erste Weltkrieg verändert das Leben spürbar. Die Geschwister gehen danach eigene Wege. Einer geht nach Berlin, eine Schwester zieht bis nach Australien, eine andere nach Brasilien. Kontakt bleibt, aber eher aus der Ferne. Die Handlung läuft langsam. Vieles wird nicht direkt erklärt, sondern einfach erzählt, ohne viel Drumherum. Manche Abschnitte ziehen sich etwas, andere springen stärker. Das ist nicht immer gleich leicht zu greifen, passt aber zur Art des Buches. Die Erzählweise ist besonders. Es gibt viele Bilder und ungewöhnliche Gedanken. Nicht alles wirkt sofort klar. Man muss manchmal ein Stück mitgehen, ohne alles sofort einordnen zu können. Beim Lesen bleibt eine ruhige Stimmung. Es gibt keine großen Ausschläge nach oben oder unten. Einige Szenen wirken nach, auch wenn sie nicht stark betont werden. Insgesamt ein ruhiger Familienroman, der sich Zeit nimmt und nicht alles ausformuliert. Manche Passagen sind etwas zäh, andere bleiben im Kopf. Wer sich darauf einlässt, findet eine eigene Art von Geschichte, die nicht sofort greifbar ist. Dafür gebe ich dem Buch 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser, die ruhige Familiengeschichten mögen, bei denen nicht alles direkt erklärt wird und manches offen bleibt. Wer sich gern auf eine etwas andere Erzählweise einlässt und auch mit längeren, ruhigen Passagen zurechtkommt, wird hier fündig. Für alle, die eine sehr klare und schnelle Handlung erwarten, kann es stellenweise etwas schwerer zugänglich sein.

  • Bewertung

    4/5

    28.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr intensiv

    Michael Hugentobler schafft mit „Bis die Bären Tanzen“ einen Familienroman, der aus meiner Sicht an Emotion, Dramatik, Spannung und Trauer kaum zu übertrumpfen ist. Er beschreibt in seinem Roman das Schicksal der Familie Lieber - der ruhige und besonnene Vater, der durch seinen Einsatz als Soldat im ersten Weltkrieg zum Schläger und Nazi wird, die Mutter, die versucht zu kompensieren. Anne, die aufmüpfig ist und immer negativ zu sein scheint und die nach Australjen auswandert und dort die Wirtschaftskrise miterleben. Belle, die in ihren Jugendfreund Baron verliebt ist, deren Leben aber einen ungemütlichen Umweg über den brasilianischen Dschungel nimmt. Cob, der nach einem beinahe Zusammenstoß mit der Waffe seines betrunkenen Vaters das Elternhaus verlässt und sein Glück in Berlin sucht. Und die jüngste Tochter, die als Kind lange im Sanatorium lebt, und als einzige die Schweizer Heimat nicht verlässt. Sehr bewegend und interessant beschreibt Hugentobler den Lebensweg der Geschwister und der Mutter. Sie vielen schweren Zeiten und Erlebnisse, durch die sie gehen. Etwas langatmig aber dennoch schön zu lesen.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    16.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie Lieber

    Bis die Bären tanzen, ist ein Familienroman des Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler. Er beschreibt eine Familie, die 1914 die Schweizer Staatsangehörigkeit beantragt. Es gibt vier Kinder. Von jedem gibt es eine Lebensgeschichte. Isabell zieht mit ihrem Mann nach Brasilien. Nach seinem Tod zieht sie nach Tasmanien. Annabel wohnt auch in Tasmanien. Jacob ist Kunstturner. Da er sonst keine Arbeit findet, arbeitet er in einem Zirkus. Elfriede heiratet einen Schweitzer, der es versteht, mit seiner Erfindung Geld zu scheffeln. Am Schluss ist Friede mit Zweiundneunzig Jahren gestorben. Eigentlich wollte sie noch nach Tasmanien fahren, weil Bell ihre Jugendliebe Baron heiratet. Das übernimmt jetzt ihr Sohn. Das hat der Autor ganz gut gestaltet. Nach anfänglichen Problemen, kam ich dann gut in die Geschichte hinein. Ich kann dem Roman eine gute Leseempfehlung geben.

Kundinnen und Kunden meinen

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