Produktbild: Die Dinner Party

Die Dinner Party Roman | Wenn ein kurzer Moment alles verändert. Ein Roman mit Sogkraft über Grenzen, Wut und Selbstbefreiung

35

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8310

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

554 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

The Dinner Party

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0058-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8310

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

554 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

The Dinner Party

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0058-5

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: [email protected]

Kundinnen und Kunden meinen

35 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Ein Lesehighlight

Bewertung am 09.05.2026

Bewertungsnummer: 3133310

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Eine Geschichte zu lesen ist etwas anders, als sie richtig zu begreifen, und darin besteht der entscheidende Unterschied [...]” Wie weit bist du bereit zu gehen? Wie sehr willst du dich verbiegen? Was bist du bereit auszuhalten? Diese Fragen stellt Viola van de Sandt in ihrem Debüt "Die Dinner Party". Fran hat alle das, was man als erfolgreiche Verlobte der Oberschicht haben kann: Die Küche voller Markenmaschinen, den Weinkeller mit guten Tropfen, den gut aussehenden und erfolgreichen Partner. Nur zufrieden ist sie nicht: Ihr Studium - abgebrochen. Ein Job - Fehlanzeige. Finanzielle abhängig von ihrem Mann und gelangweilt verbringt sie die Tage mit Alkohol und Netflix. Bis zur verheerenden, titelgebenden Dinner Party. Es fällt schwer, die Geschichte angemessen wiederzugeben, ohne zu viel Überraschungen vorweg zu nehmen. Überall liest man, dass "Die Dinner Party" ganz anders gewesen ist, als man es erwartet hat - das trifft definitiv zu! Van de Sandt spielt auf meisterhafte Weise mit den Skripts, die wir aus romantischen Romanen im Kopf haben. Vieles ist ganz anders, als es auf den ersten Blick scheint. Die große Kunst liegt darin, dass den Lesern selbst der Spiegel vorgehalten wird. Ich würde mich durchaus als feministisch bezeichnen, van de Sandt hat aber auch mir an mehreren Stellen gezeigt, wie fest verankert Stereotype in meinem Kopf sind. Grandios! Doch nicht nur die Wendungen machen "Die Dinner Party" zu einem großartigen Leseerlebnis. Van de Sandt kann einfach auch gut erzählen, Drei Zeitebenen werden wunderbar miteinander verwoben. Die subtilen Bezüge zwischen ihnen lassen Zusammenhänge herstellen. Gefordert wird die Leserschaft dabei durchaus auch: So ist Fran, aus deren Sicht der Roman verfasst ist, eine durchaus unzuverlässige Erzählerin. An einer Stelle beschreibt sie, wie sie die Katze mit der Zigarette verbrennt, nur um ein paar Seiten weiter einen unversehrten Kater durch die Küche laufen zu lassen. Anhand von Frans Erzählungen kann man wunderbar mitverfolgen, wie die Frau zunehmenden unter psychischen Druck gerät, ohne dass die Autorin das einmal explizit benennen muss. Gefallen haben mir darüber hinaus die Meta-Diskurse. Frans Verlobter Andrew fördert ein Weltraumprojekt, bei dem auch Kulturgüter ins All geschossen werden sollen - unter anderem eine Liste ausgewählter Bücher. So findet sich in den Kapiteln immer wieder Kritik am Kanon und an einer weißen Leserschaft, die von subjektiven Leseeindrücken auf bedeutsame Literatur schließt. Auch die Konkurrenz zwischen Geistes- und Wirtschaftswissenschaften kommt immer wieder zum Ausdruck. Kritisieren mag man vielleicht, dass in diesem Kontext die Figuren manchmal stereotyp erscheinen mögen. Doch auch das bricht die Autorin mit einer Überraschung am Ende des Romans. Für mich ist "Die Dinner Party" aus mehreren Gründen ein absolutes Lesehighlight, das ich sehr gerne weiterempfehle!

Ein Lesehighlight

Bewertung am 09.05.2026
Bewertungsnummer: 3133310
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Eine Geschichte zu lesen ist etwas anders, als sie richtig zu begreifen, und darin besteht der entscheidende Unterschied [...]” Wie weit bist du bereit zu gehen? Wie sehr willst du dich verbiegen? Was bist du bereit auszuhalten? Diese Fragen stellt Viola van de Sandt in ihrem Debüt "Die Dinner Party". Fran hat alle das, was man als erfolgreiche Verlobte der Oberschicht haben kann: Die Küche voller Markenmaschinen, den Weinkeller mit guten Tropfen, den gut aussehenden und erfolgreichen Partner. Nur zufrieden ist sie nicht: Ihr Studium - abgebrochen. Ein Job - Fehlanzeige. Finanzielle abhängig von ihrem Mann und gelangweilt verbringt sie die Tage mit Alkohol und Netflix. Bis zur verheerenden, titelgebenden Dinner Party. Es fällt schwer, die Geschichte angemessen wiederzugeben, ohne zu viel Überraschungen vorweg zu nehmen. Überall liest man, dass "Die Dinner Party" ganz anders gewesen ist, als man es erwartet hat - das trifft definitiv zu! Van de Sandt spielt auf meisterhafte Weise mit den Skripts, die wir aus romantischen Romanen im Kopf haben. Vieles ist ganz anders, als es auf den ersten Blick scheint. Die große Kunst liegt darin, dass den Lesern selbst der Spiegel vorgehalten wird. Ich würde mich durchaus als feministisch bezeichnen, van de Sandt hat aber auch mir an mehreren Stellen gezeigt, wie fest verankert Stereotype in meinem Kopf sind. Grandios! Doch nicht nur die Wendungen machen "Die Dinner Party" zu einem großartigen Leseerlebnis. Van de Sandt kann einfach auch gut erzählen, Drei Zeitebenen werden wunderbar miteinander verwoben. Die subtilen Bezüge zwischen ihnen lassen Zusammenhänge herstellen. Gefordert wird die Leserschaft dabei durchaus auch: So ist Fran, aus deren Sicht der Roman verfasst ist, eine durchaus unzuverlässige Erzählerin. An einer Stelle beschreibt sie, wie sie die Katze mit der Zigarette verbrennt, nur um ein paar Seiten weiter einen unversehrten Kater durch die Küche laufen zu lassen. Anhand von Frans Erzählungen kann man wunderbar mitverfolgen, wie die Frau zunehmenden unter psychischen Druck gerät, ohne dass die Autorin das einmal explizit benennen muss. Gefallen haben mir darüber hinaus die Meta-Diskurse. Frans Verlobter Andrew fördert ein Weltraumprojekt, bei dem auch Kulturgüter ins All geschossen werden sollen - unter anderem eine Liste ausgewählter Bücher. So findet sich in den Kapiteln immer wieder Kritik am Kanon und an einer weißen Leserschaft, die von subjektiven Leseeindrücken auf bedeutsame Literatur schließt. Auch die Konkurrenz zwischen Geistes- und Wirtschaftswissenschaften kommt immer wieder zum Ausdruck. Kritisieren mag man vielleicht, dass in diesem Kontext die Figuren manchmal stereotyp erscheinen mögen. Doch auch das bricht die Autorin mit einer Überraschung am Ende des Romans. Für mich ist "Die Dinner Party" aus mehreren Gründen ein absolutes Lesehighlight, das ich sehr gerne weiterempfehle!

Und am Ende des Buches wollte ich es am liebsten direkt noch einmal von vorne beginnen - so viel, was ich nicht wahrgenommen habe…

Lisa von Wortpause aus Schwarzwald am 05.05.2026

Bewertungsnummer: 3129976

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man könnte meinen, eine Dinnerparty mutet zunächst etwas Elegantes, Stilvolles, Exklusives und Genussvolles an. Ein Abend mit guten Freunden in schönem Ambiente. So hat sich Andrew das mit Sicherheit gedacht, als er Franca bittet, für seine Kollegen einen spontanen Abend zu organisieren. Und selbstverständlich scheut er keine Mühen und Kosten und … lässt seine Verlobte den Abend über selbst in der Küche stehen. Wäre das nicht schon erniedrigend genug, erlaubt er sich auch noch einen (gelinde ausgedrückt) Fehltritt vor der Party, bei dem man lange nicht weiß, ob es der erste dieser Art war. Und Franca fällt es zunehmend schwer, an diesem Abend ihr Gesicht vor Andrew, seinen Gästen und einer ihr zufällig selbst schon lange bekannten Person zu wahren. In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir von der Aufarbeitung genau jenes Abends – bis zu dem Moment, an dem sich die lange verdrängten Erinnerungen wieder begegnen. Und genau an dieser Stelle wollte ich das Buch direkt noch einmal von vorne lesen. Was hatte ich selbst übersehen im Rausch der Dinnerparty? Diesen Rausch erlebt der Lesende nicht nur bildlich durch die Erzählung, sondern spürt ihn auch im Lesestil. Denn im Handlungsstrang der Dinnerparty wird mehr als das ein oder andere Gläschen Alkohol zu viel getrunken, und beim Lesen frage ich mich zunehmend: Habe ich etwas verpasst oder überlesen? Wo liegt die Grenze zwischen Illusion, Vorstellung, Wahn und Wahrheit? Bin ich beim Lesen vielleicht selbst schon „lesetrunken“, habe ich gar einen Filmriss? Oder ist genau das die Wirkung, die die Autorin mit ihrem modernen Schreibstil erzielen möchte – mich am Ende des Buches verwirrt zurückzulassen? Verwirrt - wütend - geschockt. Ich mochte das Buch sehr und habe tatsächlich ganze Kapitel ein zweites Mal gelesen, nachdem ich es beendet hatte. Lange dachte ich, die Handlung sei vorhersehbar. Doch die Autorin schafft es, durch viele Hintergründe und Umstände aus Francas Leben die Geschichte auf ein ganz anderes Niveau zu heben. Die Fülle an Fehlbarkeiten aus ihrem Umfeld, die Francas gesamtes Leben beeinflussen, schmerzen und fesseln zugleich beim Lesen. Ich finde es sehr wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt - um Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen: Sie sind nicht allein auf der Welt. Nein! Und es kann ihnen geholfen werden. Und ein klitzekleines bisschen Franca steckt vielleicht sogar … leider … in jeder von uns.

Und am Ende des Buches wollte ich es am liebsten direkt noch einmal von vorne beginnen - so viel, was ich nicht wahrgenommen habe…

Lisa von Wortpause aus Schwarzwald am 05.05.2026
Bewertungsnummer: 3129976
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man könnte meinen, eine Dinnerparty mutet zunächst etwas Elegantes, Stilvolles, Exklusives und Genussvolles an. Ein Abend mit guten Freunden in schönem Ambiente. So hat sich Andrew das mit Sicherheit gedacht, als er Franca bittet, für seine Kollegen einen spontanen Abend zu organisieren. Und selbstverständlich scheut er keine Mühen und Kosten und … lässt seine Verlobte den Abend über selbst in der Küche stehen. Wäre das nicht schon erniedrigend genug, erlaubt er sich auch noch einen (gelinde ausgedrückt) Fehltritt vor der Party, bei dem man lange nicht weiß, ob es der erste dieser Art war. Und Franca fällt es zunehmend schwer, an diesem Abend ihr Gesicht vor Andrew, seinen Gästen und einer ihr zufällig selbst schon lange bekannten Person zu wahren. In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir von der Aufarbeitung genau jenes Abends – bis zu dem Moment, an dem sich die lange verdrängten Erinnerungen wieder begegnen. Und genau an dieser Stelle wollte ich das Buch direkt noch einmal von vorne lesen. Was hatte ich selbst übersehen im Rausch der Dinnerparty? Diesen Rausch erlebt der Lesende nicht nur bildlich durch die Erzählung, sondern spürt ihn auch im Lesestil. Denn im Handlungsstrang der Dinnerparty wird mehr als das ein oder andere Gläschen Alkohol zu viel getrunken, und beim Lesen frage ich mich zunehmend: Habe ich etwas verpasst oder überlesen? Wo liegt die Grenze zwischen Illusion, Vorstellung, Wahn und Wahrheit? Bin ich beim Lesen vielleicht selbst schon „lesetrunken“, habe ich gar einen Filmriss? Oder ist genau das die Wirkung, die die Autorin mit ihrem modernen Schreibstil erzielen möchte – mich am Ende des Buches verwirrt zurückzulassen? Verwirrt - wütend - geschockt. Ich mochte das Buch sehr und habe tatsächlich ganze Kapitel ein zweites Mal gelesen, nachdem ich es beendet hatte. Lange dachte ich, die Handlung sei vorhersehbar. Doch die Autorin schafft es, durch viele Hintergründe und Umstände aus Francas Leben die Geschichte auf ein ganz anderes Niveau zu heben. Die Fülle an Fehlbarkeiten aus ihrem Umfeld, die Francas gesamtes Leben beeinflussen, schmerzen und fesseln zugleich beim Lesen. Ich finde es sehr wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt - um Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen: Sie sind nicht allein auf der Welt. Nein! Und es kann ihnen geholfen werden. Und ein klitzekleines bisschen Franca steckt vielleicht sogar … leider … in jeder von uns.

Kundinnen und Kunden meinen

Die Dinner Party

von Viola Van de Sandt

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Dinner Party