Es könnte ein schönes, ruhiges Leben sein. Hier am verträumten Badesee im kleinen Paradies, wie es von den Menschen im Dorf liebevoll genannt wird. Wäre da nicht dieser sonderbare Badeunfall, mit dessen Aufklärung Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats betraut wird. Und der nicht nur die Idylle, sondern auch die vermeintliche Harmonie der nur auf den ersten Blick eingeschworenen Dorfgemeinschaft gehörig aus dem Gleichgewicht bringt.
Schon bald bleibt kein Stein auf dem anderen im kleinen Paradies am See. Sogar Erdbeben sowie ein profitgeiler Grundbesitzer werden da zur absoluten Nebensache.
Zu allem Überfluss treibt auch noch Mama Sinovats mit ihrem Italienfaible alle in den Wahnsinn. Allen voran Giovanni selbst…
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Helgas Bücherparadies
4/5
10.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein lockerer und leichter Antikrimi
Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.
Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.
Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne
Es könnte ein schönes, ruhiges Leben sein. Hier am verträumten Badesee im kleinen Paradies, wie es von den Menschen im Dorf liebevoll genannt wird. Wäre da nicht dieser sonderbare Badeunfall, mit dessen Aufklärung Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats betraut wird. Schon bald bleibt kein Stein auf dem anderen im kleinen Paradies am See. Der Roman wird getragen von der Mischung aus Humor, Verletzlichkeit und leiser Melancholie, dies macht das Buch so besonders. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch sofort überrascht hat. Nicht wegen des provokanten Titels, sondern wegen der Wärme, die sich hinter all dem Witz verbirgt. Der Roman beginnt leichtfüssig, fast verspielt, doch schnell merkt man, dass hier viel mehr erzählt wird als eine schräge Alltagsanekdote. Es geht um Nähe, um Grenzen, um die kleinen Zumutungen des Lebens, die uns manchmal mehr prägen als die grossen Katastrophen. Die Erzählerin beobachtet Giovanni mit einer Mischung aus Faszination, Ärger und Zuneigung. Gerade diese Ambivalenz hat mich berührt. Besonders stark fand ich die leisen Momente, in denen die Fassade bröckelt. Wenn klar wird, dass Giovanni mehr ist als eine skurrile Figur ein Mensch mit Geschichte, Verletzungen, Sehnsüchten. Es ist ein warmherziges, kluges Buch über Toleranz, Selbstironie und die Kunst, Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Bellis-Perennis
aus Wien
5/5
04.03.2026
eBook (ePUB 3)
Hat mich gut unterhalten
Dieser Krimi spielt an einem künstlichen See im Burgenland. Der See ist gilt jenen Menschen, die in den 1970er-Jahren mit ihrer eigenen Hände Arbeit kleine Häuser auf dem Pachtgrund errichtet haben, als Paradies. Doch nun ist das Paradies aus mehreren Gründen in Gefahr. Erstens hebt der Grundeigentümer zum wiederholten Male den Pachtzins an, zweitens gibt es unter den Paradiesvögeln, wie die Einheimischen die Siedlungsbewohner nennen, die eine oder andere Liaison dangereux, also ein Gspusi und drittens liegt Herbert Wolk tot am Strand.
Für die Gründe eins und zwei ist Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats nicht zuständig, für den toten Wolk schon. Auf Grund der sommerlichen Hitze wirkt alles ein wenig retardiert, ausgenommen Traudl Sinovats, die mit ihrem Italien-Fimmel sowohl ihrem Sohn als auch ihrer Umgebung schwer auf die Nerven geht. Doch aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, ist auch keine Option. Also beißt er die Zähne zusammen und lässt sich, von ihren Worten „Giovanni, du stinkst. Geh duschen“ mehrmals täglich ins Badezimmer scheuchen.
Wenig später muss Sinovats abermals zum See ausrücken, weil man dort ein Brodeln im See und Gasgeruch wahrgenommen hat. Die Feuerwehr, Rettung und das Bundesheer mit einer Kompanie von der ABC-Abwehr-Truppe sind schon vor Ort.
Das Gerücht, auf ein Erdgasvorkommen gestoßen zu sein, ruft nicht nur einen Mitarbeiter der Landesregierung auf den Plan sondern auch den Eigentümer des Sees sowie dir Pächter der Seegrundstücke...
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist das neueste Buch des österreichischen Autors Christian Klinger, der sowohl für seine Krimis rund um den Privatdetektiv Marco Martin als auf für seine historischen Triest-Krimis rund um Ispettore Gaetano Lamprecht bekannt ist.
Gleich vorweg, in diesem Krimi werden Insider in dem einen oder anderen Charakter reale Personen erkennen. Daher finden vielleicht nicht-österreichische bzw. nicht-burgenländische Leserinnen und Leser nicht ganz so interessant, spielen doch Landespolitik und herrschaftliche Attitüden eine große Rolle.
Jedenfalls, zeigt Autor Christian Klinger seine Protagonisten nicht immer von ihrer besten Seite. Da dürfen sich schon mal lang gehegte Rachegefühle ihren Weg bahnen. Dass davor auch der Abteilungsinspektor nicht gefeit ist, gibt dem Ganzen ein ziemlich humorvolle, wenn auch tragische Note, denn letzten Endes gehört auch Giovanni Sinovats nicht mehr zu den Guten.
Der Autor lässt seine Leserinnen und Leser hinter die Kulissen eines vermeintlichen Paradieses blicken, in dem sich Ehepaare auseinandergelebt haben, sich langweilen und der eine oder andere wenig Sinn im Leben findet.
Der Schreibstil ist fein, immer wieder mit Hinweisen auf burgenländische Eigenheiten gespickt. Es herrscht keine Hochspannung, sondern ein besonderes Flair, auf das man sich einlassen muss.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der ich gut unterhalten 5 Sterne.
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