Wieso müssen wir eigentlich jeden Tag arbeiten und in die Schule gehen? Was hat Geld damit zu tun und warum haben die einen viel davon und ie anderen wenig? Wieso ist ein Klumpen Gold so viel wert und ein Stein nichts? Dieses Buch bietet kluge Antworten auf Kinderfragen zu Geld, Arbeit und Gerechtigkeit – die auch Erwachsene ins Grübeln bringen.
Ezra will wissen, wer sich das alles ausgedacht hat. Eines Morgens fragt er seiner Mama Löcher in den Bauch: Warum müssen wir arbeiten? Warum brauchen wir überhaupt Geld? Sie erklärt ihm geduldig alles, was sie weiß: Welche Rechnungen sie jeden Monat bezahlen muss, was ein Erbe ist, was Kapitalismus bedeutet, und wieso man Geld nicht einfach endlos drucken kann.
Ein Kindersachbuch, das scheinbar einfache Fragen klug erklärt und uns alle ermutigt, über eine gerechtere Welt nachzudenken.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
LeLiPä
5/5
16.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kindgerechte Vermittlung rund um die Wirtschaft und das Finanzsystem
„Das Leben ist teuer“, erklärt die Mama ihren Kindern. Es gibt so viele Rechnungen, die bezahlt werden müssen. Und deshalb müsse sie so viel arbeiten, sagt sie.
Die Familie sitzt am Küchentisch, und der Sohn möchte verstehen, warum seine Mutter nicht so viel Zeit für ihn hat.
Das ist der Beginn eines einfühlsamen Gespräches zwischen den beiden. Ein wissenswerter Austausch mit Vorbildcharakter.
Anhand der persönlichen Finanzlage der Familie bemisst sich der Alltag und die Möglichkeiten, sich Dinge leisten zu können. Wofür brauchen wir überhaupt Geld? Die Mutter beantwortet ruhig und sachlich sämtliche Fragen ihres Sohnes, um ihm die Bedeutung des Zahlungsmittels zu verdeutlichen. Sie nutzt die bildliche Darstellung von Arm und Reich im Kontext der Erklärung von Gerechtigkeit.
Und wie ist es, wenn man gar kein Geld hat? Wird den Menschen geholfen? In diesen intensiven Mutter-Sohn-Gesprächen wird viel Wissen rund ums Geld und dessen wirtschaftliche Auswirkungen transferiert. Über Steuern, Zoll, Kapitalismus und Co..
Dieses persönlich gefärbte Sachbuch ist für fortgeschrittene Lesende gedacht, die bereits Interesse an Finanzen und Wirtschaft haben oder sich informieren möchten. Zu jeder Zeit sehr gut aufgemacht, aber die Infowelle schlägt hoch und will verstanden werden.
Am Ende bleibt es dabei: es gilt immer die Balance zwischen Arbeitsalltag und Zeit für die Lieben beizubehalten. Nicht immer einfach.... Diese Mutter nimmt sich die Zeit, um ihrem Sohn möglichst viel über die Bedeutung von Geld sowie dessen Auswirkung auf den Familienalltag zu erläutern. Akribisch genau, gut nachvollziehbar und weitestgehend kindgerecht.
Bewertung
5/5
18.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Pflichtlektüre!
Gut gemachte Sachkinderbücher sind aus unseren Bücherregalen nicht mehr wegzudenken. Besonders wichtig werden sie in Bereichen, die kaum oder gar nicht durch die Schule abgedeckt werden. Hier sticht vor allem der Bereich der finanziellen Bildung hervor, der absolut lebensnotwendig ist und oft nur am Rande im Unterricht behandelt wird.
Diese Lücke können Kinderbücher schließen. Das im Leykam Verlag erschienene Sachkinderbuch „Wieso drucken wir nicht einfach mehr Geld?“ von Spiegel-Bestseller-Autorin Saskia Hödl behandelt das Thema finanzielle Bildung umfassend, pädagogisch hochwertig und unterhaltsam. Es setzt bei vielen Momenten im Kinderalltag an und leitet daraus kluge Überlegungen über Geld, Arbeit, Gerechtigkeit und Verantwortung ab.
Dank der wunderschönen und lebhaften Illustrationen von Sonja Stangl wirkt die Materie locker und spannend. Seite für Seite begeistern Bild und Text für ein Thema, das auch im Erwachsenenalter noch hochrelevant bleibt.
Besonders schön ist der Fokus auf Fragen der Gerechtigkeit, der kontinuierlich kritische Blick auf den Kapitalismus und unsere konsumgeprägte Gegenwart sowie die Tatsache, dass neben den klassischen Vertretern (Smith, Keynes, Marx) auch Denker:innen wie Friedman, Gramsci und Ostrom erwähnt werden. Ein ausführlicher Teil zur unbezahlten Care-Arbeit wird so mancher Mama das gemeinsame Lesen versüßen.
Das Besondere: Trotz aller Fülle an Informationen hat man nicht das Gefühl, davon überfordert zu werden. Möglich wird das durch einen sparsamen Umgang mit Text und gelungene Infografiken.
Ich kann dieses Buch wirklich ALLEN empfehlen. Denn finanzielle Bildung kann nicht früh genug beginnen!
Liesa_Kinderbuchbloggerin
aus Niederkrüchten
5/5
20.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolles, kindgerechtes, spannendes Sachbuch
Ja, warum drucken wir nicht einfach mehr Geld? Gerade im Moment, wo viele Deutsche jeden Cent umdrehen müssen und die Prognosen wenig vielversprechend aussehen?
Eine berechtigte Frage, die Ezra hier seiner Mutter stellt. Doch die weiß leider auch, dass wir mit diesem Schritt nichts verbessern, sondern der Wert unseres Geldes sinken würde. Generell kennt sich die Alleinerziehende ziemlich gut mit dem spannenden, weitreichenden und doch oftmals recht frustrierenden Thema Geld aus. In diesem wahnsinnig informativen und äußerst interessant aufgebauten Bilderbuch nehmen uns Ezra und seine Mutter mit in die Welt der Finanzen.
Beginnend mit der Frage: "Wieso musst du eigentlich arbeiten?"
Nunja, ganz klar: weil wir Geld zum Überleben brauchen. Und so schlüsselt die Zweifach-Mama genau auf, welche Einnahmen im Monat erzielt werden und welche Ausgaben auf die drei Familienmitglieder und ihren Hund warten. Von den 3.500 € im Monat bleiben unterm Strich nur 460€, die fast immer für Ausflüge, Geschenke und ähnliches ausgegeben werden.
Wie lässt sich also sparen?
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können Lebensmittel retten, Rabattmarken nutzen, Preise vergleichen und bevorzugt Angebote kaufen. Auch Einkaufslisten helfen oftmals, nicht mehr zu kaufen, als wirklich benötigt wird. Doch reich werden sie auf diese Art nicht. Wir lernen, dass es tatsächlich äußerst selten ist, dass Einzelne durch ihren eigenen Verdienst zu Superreichen werden. Oftmals liegt ihr Wohlstand im Erbe begründet. Und dennoch gibt es immer noch eine bemerkenswerte Anzahl an wahnsinnig wohlhabenden Menschen, die kaum wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen und das oft auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung. So kommt auch die aktuell heiß diskutierte Frage nach Vermögenssteuer in diesem Buch auf.
'"Aber wo haben dann die Reichen ihr ganzes Vermögen her?', fragt Ezra.
"Die meisten von ihnen haben geerbt. Das bedeutet, dass ihre Eltern oder Großeltern oder Urgroßeltern Vermögen geschaffen und es ihnen hinterlassen haben", sagt Mama.' (Buchzitat)
Anhand einer Bildergeschichte erklärt die Mutter auch, dass Unternehmer oft durch die Arbeitskraft anderer reich werden. (hier das Beispiel einer Geschirrfabrik)
Zur Besteuerung der Reichen: '"Da freut sich der Staat doch sicher, wenn er dann wieder einkaufen gehen kann. Also macht er das doch sicher, ja?", fragt Ezra. (...)"Leider nicht. (...) Weil es einige reiche Leute gibt, von denen die Parteien großen Spenden kriegen, solange sie tun, was die Leute wollen", sagt Mama.' (Buchzitat)
Generell findet das Thema Steuern natürlich auch Einzug in dieses spannende Sachbuch. Wir erfahren nicht nur, welche Steuern zu zahlen sind, sondern auch, wofür die Gelder benötigt werden.
Interessant, kindgerecht und gut verständlich führen Mutter, Ezra und der schwarze Cocker Spaniel durch die äußerst ansprechend gestalteten Seiten. Anhand von Grafiken und tollen Illustrationen werden unbezahlte Care-Arbeit, Kapitalismus, die Geschichte des Geldes, faire Arbeit und viele weitere Themen für Kinder greifbar und nachvollziehbar. Dabei stellt Ezra immer wieder interessante Fragen, die viele von uns beschäftigen.
Ein sehr gelungenes Sachbuch, das ich absolut empfehlen kann!
LaLi
5/5
08.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Sachbuch, das große Fragen kindgerecht und kritisch erklärt
Am Frühstückstisch ergibt sich ein Gespräch zwischen Ezra und seiner Mama. Ezra stellt viele neugierige Fragen rund um das Thema Geld, die seine Mutter ruhig, verständlich und ehrlich beantwortet. Die Sachthemen sind dabei in eine kleine Geschichte eingebettet, was den Zugang sehr angenehm macht. Immer wieder finden sich zusätzliche Infokästchen, und ein Hund sorgt mit seinen Sprechblasen für humorvolle Auflockerung.
Auf fast 130 Seiten und in zehn Kapiteln werden zahlreiche Themen behandelt: geschichtliche Hintergründe, wichtige Persönlichkeiten, zentrale Begriffe, Arm und Reich, Kapitalismus, unbezahlte Care-Arbeit und vieles mehr.
Meine Meinung:
Kann dieses Buch bitte in allen Schulen aufliegen? Danke.
Die Autorin schafft es, ein riesiges und komplexes Thema nicht nur kindgerecht, sondern auch kritisch und differenziert aufzubereiten. Hier geht es nicht um reines Finanzwissen oder Spartipps, sondern um Zusammenhänge, Machtverhältnisse und soziale Ungleichheiten. Besonders wichtig finde ich, dass auch unbezahlte Care-Arbeit, Armut, Reichtum und Kolonialismus ihren Platz bekommen.
Zum Schluss wird das Thema Wahlen angerissen, mit dem Hinweis der Mutter, dass sie das ein anderes Mal erklärt. Ich hoffe sehr, dass das ein Teaser auf ein weiteres ebenso kluges Buch der Autorin war.
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