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Berchtesgaden Roman. Deutschland zur Stunde Null - das eindringliche Panorama einer Gesellschaft im Umbruch

48

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31709

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.02.2026

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4,1 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

2. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-19636-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31709

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.02.2026

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4,1 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

2. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-19636-4

Herstelleradresse

Lübbe
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichtsunterricht in Romanform

    Berchtesgaden von Carolin Otto ist ein großartiger Roman über das Leben der Deutschen und der Alliierten nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945. Im Mittelpunkt steht Sophie Gruber, 19, und ihre Familie. Ihr Bruder Max war bei der SS und versteckt sich in den Bergen vor den Amerikanern. Frank Rosenzweig gehört dem Military Government an. Er ist in den 1930er Jahren nach Amerika ausgewandert. Er leitet die Verhöre von hochrangigen Nazis und Mittätern. Sophie ergattert einen Job als Dolmetscherin und Sekretärin beim Military Government und freundet sich mit ihrem Vorgesetzten Rosenzweig an. Er empfiehlt ihr das Buch „Erfolg“ von Lion Feuchtwanger, in dem dieser bereits 1930 Hitlers Aufstieg vorhergesehen hatte. Während der Verhöre und nach Sichtung der Fotos von der Befreiung der Konzentrationslager wird Sophie das Ausmaß der Verbrechen der Deutschen bewusst. Als sie Max in seinem Versteckt besucht, stellt sie ihn zur Rede. Er weist alle Verantwortung von sich: „Wir mussten es tun. Es war ein Befehl. Nach den ersten zehn ist es nicht mehr so schlimm. Man gewöhnt sich daran. Es ist eine Arbeit, die zu erledigen ist.“ (S. 493) Sophie verliebt sich in den schwarzen GI Sam. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, Fraternisierung ist verboten ist. Sam gefällt es in Deutschland, als Angehöriger der Siegermacht wird er mit Respekt behandelt im Gegensatz zu seinem Leben als Schwarzer in Amerika. Meg ist Kriegsreporterin und Franks Geliebte. Sie besucht ein Waisenhaus und sieht sich selbst überlassene ungewollte Babys, die nach Vergewaltigungen gezeugt wurden oder deren Mütter sie nicht ernähren können. Sie werden im Vier-Stunden-Takt gefüttert und mit Bier ruhiggestellt. Diese Szene hat mich sehr berührt. Dr. Rudolf Kriss wurde von einem Bekannten denunziert und verbrachte die letzten Kriegsmonate im Zuchthaus Er wird von den Amerikanern zum neuen Bürgermeister von Berchtesgaden ernannt. In seinem Haus werden Vertriebene untergebracht, auch die KZ-Überlebende Pina Thanner, die ebenfalls für das Military Government arbeitet. Ich habe den Roman sehr gern gelesen. Obwohl er viele Themen behandelt und es viele Charaktere gibt, fiel es mir nicht schwer, den Überblick zu behalten. Handlung und Personen sind fiktiv, jedoch an historische Persönlichkeiten und Ereignisse angelehnt. Die Autorin hat mein Interesse an der Stadt Berchtesgaden, dem Obersalzberg und der Umgebung geweckt. Das Ende ist offen, wir erfahren nicht, wie es mit Sophie und Sam weitergeht, ich würde mich sehr über einen Fortsetzungsband freuen. Allen, die sich für die Nachkriegszeit interessieren, empfehle ich auch das Buch Die Dolmetscherin von Titus Müller, in dem es um die Nürnberger Prozesse geht. Nach Nürnberg wird Frank Rosenzweig abgeordnet, nachdem seine Arbeit in Berchtesgaden beendet ist. Von mir eine große Leseempfehlung und fünf Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    31.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Mir hat dieses Buch sehr gefallen

    Mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen. Es macht die schwere Nachkriegszeit sehr deutlich. Hier geht es weniger um die Wohnungsnot und um Hunger, oder wie man den Alltag wieder einigermaßen menschlich bestreiten kann. Denn vom eigentlichen Kriegsgeschehen ist Berchtesgaden verschont geblieben - so habe ich es zumindest aus diesem Roman mitgenommen. Hier geht es vielmehr um das Verhalten und Denken der Menschen. Schön fand ich, dass sich Sophie als junge Frau in eine Rolle im Vordergrund zeigt. Im Krieg selber noch zu jung um Dinge mitzubekommen, geschützt von den Eltern, hat eine relativ unbeschwerte Kindheit erleben dürfen. Schlimm für sie allerdings, als beide Brüder in den Krieg gehen mussten. Sophie erlebt hautnah, wie das Geschehene verdreht wiedergegeben wird. Es ist keiner Schuld an etwas, keiner war verantwortlich und keiner hat etwas gewusst.. Das gesamte Ausmaß wird mit weiteren seht gut beschriebenen Figuren erzählt. Ich spreche meine klare Leseempfehlung aus.

  • Bewertung

    4/5

    02.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr facettenreicher Roman über Berchtesgaden und die Menschen im Mai 1945

    Der Schauplatz des Roman ist der Obersalzberg, in Berchtesgaden, der Lieblingsort des Führers und der Roman beginnt mit der Kapitulation im Mai 1945.und endet im August 1945. Als Leserin werde ich unmittelbar in die damalige Zeit katapultiert und bin mittendrin im Zeitgeschehen. Laut Klappentext steht die 19jährige Sophie im Nittelpunkt der Handlungnebst Frank Rosenzweig, der jüdischen Glaubens ist und rechtzeitig aus Deutschland in die USA geflohen ist und der nun die Führungsposition im Military Government inne hat. Der einst zum Tode verurteilte Berchtesgadener Rudolf Kriss ist zurückgekehrt und nun Bürgermeister. Außerdem gibt es noch den schwarzen GI Sam, der sich in Sophie verliebt. Das sind aber längst nicht alle Personen, die im Roman zu Wort kommen bzw. deren Handeln geschildert wird und das sind eine große Menge an Figuren. Dadurch wird mir die Vielschichtigkeit klar, denn es gibt nicht nur die Opfer, die Täter, die Guten und die Schlechten, sondern eine ganze Menge dazwischen und jeder von ihnen geht ganz unterschiedlich mit dem Geschehenen um. Durch die Menge an Personen lerne ich diese nur aufgrund einzelner Situationen/Szenen kennen oder über das, was von ihnen erzählt wird. Obwohl ich mittendrin in der damaligen Zeit bin, die in meinen Augen sehr anschaulich geschildert wird, bleibe ich auf Distanz als Leserin. Ich hätte mir gewünscht, dass statt der Fülle an Ereignissen und Personen, sich mehr auf einige fokussiert worden wäre, so wären, glaube ich , mehr Nähe und Emotionen entstanden. Vermisst habe ich ein Personenverzeichnis zu Beginn des Buches. Das Ende des Romans ist in vielen Bereichen offen gehalten, wobei ich mir gewünscht hätte, das ich hier in einem Epilog noch mehr Infos erhalten hätte. Aber vielleicht gibt es noch einen zweiten Teil und den würde ich gerne lesen. Vier Sterne

  • Bewertung

    3/5

    03.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichtlich gut, aber ohne roten Faden

    Berchtesgaden im Mai 1945. Die Lieblingsstadt des Führers kapituliert, die US-Amerikaner übernehmen die Regierung, unter ihnen ist der jüdische Emigrant Frank Rosenzweig, der auf Nachricht überlebender Verwandter hofft, und seine Freundin, die glamouröse Kriegsreporterin Meg. Die 19-jährige Sophie deren Heimat Berchtesgaden ist, tritt eine Stelle beim Military Government an und wird hier mit der Wahrheit über die deutschen Verbrechen konfrontiert und verliebt sich in den schwarze GI Sam . Sophies Bruder ist derweil ein ehemaliger Soldat der Waffen-SS und versteckt sich vor den Amerikanern. Der einst zum Tode verurteilte Bürgermeister Rudolf Kriss versucht die Stadt wieder aufzubauen. Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Es lässt sich meist gut und flott lesen und der Schreibstil ist angenehm, es sind aber auch immer wieder Passagen dabei die sich ziehen. Geschichtlich hat mir das Buch gut gefallen, weil die Autorin hier sehr viele wahre historische Begebenheiten vereint, diese aber auch in großen Teilen nur anreißt und nicht in die Tiefe geht. Mir gefällt es besser wenn man nicht so viele Themen behandelt und diese dafür dann mehr in die Tiefe gehen. Dennoch habe ich wieder einiges über die Nachkriegszeit lernen können. An die Personen bin ich leider nicht so richtig rangekommen, da sie zu viel gewechselt haben und immer nur Situatonen beschrieben wurden, die Gefühle und Gedanken der Figuren wurden meistens eher hinten angestellt. Ein interessantes Buch durchaus, aber für mich eher ein spannendes Geschichtsbuch als ein Roman, denn dafür fehlte etwas der rote Faden in der Geschichte. Dennoch lesenswert, wenn man mehr über die Hintergründe der Nachkriegszeit lesen möchte, dann kann ich es weiterempfehlen.

  • Isabel (engi)

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    09.06.2026

    Hörbuch-Download

    Tag der Befreiung ...

    Beim ersten Blick auf das Buch dachte ich: „Kennst du doch schon“, da es dem Cover des Buchs „Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser stark ähnelt, jedoch ein ganz anderes Thema behandelt, so dass schnell froh war, den Roman „Berchtesgaden“ doch auch in die Hand genommen zu haben. Carolin Otto entführt mich in die Tage kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Berchtesgaden, wo Hitler den zweiten Regierungssitz des deutschen Naziregimes angesiedelt hatte. Schon bald ist der Krieg mit seinen Kampfhandlungen zwar beendet aber in den Köpfen der Deutschen stellt sich nun die große Frage, wie es wohl weitergehen wird. Genau diese Frage stellt sich nicht nur unsere junge Protagonistin Sophie Gruber, die eine Stelle bei „den Amis“ ergattern konnte, sondern auch die amerikanischen Besatzungstruppen, die die Stadt mit seiner Umgebung eingenommen haben und versuchen zu verstehen, wie das alles geschehen konnte. Allen voran auf amerikanischer Seite ist der deutschstämmige Jude Frank Rosenzweig, inzwischen Offizier bei der US Army, dem es – leider ohne seine Familie – geglückt war zu emigrieren, bevor er den Tod in einem der vielen Konzentrationslager finden musste. Aber auch seine Freundin, die Kriegsreporterin Meg und der sympathische schwarze GI Sam, der sich in Sophie verliebt, spielen jeweils tragende Rollen. Ich finde es schwer, das Buch zu beschreiben, denn in Teilen liest bzw. hört es sich fast wie ein Sachbuch, um dann wieder mit Emotionen aufzuwarten, die mich sehr berührt haben. Mir gefiel der fast nüchterne Schreibstil, der die damalige Situation, so nehme ich an, sehr authentisch beschreibt. Es ist ein Buch, das im Gedächtnis bleiben wird und genau dafür vergebe ich sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Mancher mag von dem Thema nichts mehr hören wollen, ist der Zweite Weltkrieg doch über achtzig Jahre her. Ich persönlich halte die Erinnerung daran wach, damit wir es vielleicht in der Zukunft besser machen können. Übrigens könnte ich mir hier durchaus einen Folgeband vorstellen, da es doch noch viel zu Erzählen gibt. Bin gespannt, ob das angedacht ist.

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