Genie und Gewissen Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus
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Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
49368
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
16.02.2026
Abbildungen
mit zahlreichen Abbildungen
Verlag
HerderSeitenzahl
368
Maße (L/B/H)
21,9/14,4/3,6 cm
Gewicht
581 g
Farbe
Schwarz / Grau
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-451-07317-5
Musik, Macht und Moral – wer war Herbert von Karajan im Nationalsozialismus? Bestseller-Autor Michael Wolffsohn legt durch diese historische Einordnung eine umfassende Neubewertung zu Karajan vor und korrigiert zentrale Fehleinschätzungen über dessen Verhältnis zum Nazi-Regime.
Herbert von Karajan gilt als bedeutendster Dirigent des 20 Jahrhunderts. Sein Einfluss auf die Musik – nicht nur die Klassik – ist enorm. Er prägte einen eigenen Klangstil und hat bis heute ca. 300 Mio. Tonträger verkauft. Doch seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus wird kontrovers diskutiert. In Aachen, seiner ehemaligen Wirkungsstätte, wurde 2023 gar eine Büste Karajans aufgrund seiner Vergangenheit entfernt. Allerdings fehlte bislang eine vollständige historische Einordnung.
Karajan – unpolitischer Künstler? Opportunistischer Mitläufer? Oder gar überzeugter Regimefreund?
Michael Wolffsohn legt auf der Grundlage umfangreicher internationaler Archivarbeit mit teils erstmals ausgewerteten Quellen ein umfassendes Gesamtbild des Stardirigenten vor. Er widerspricht verbreiteten Annahmen einer besonderen Nähe Karajans zum NS-Regime. Wolffsohn betrachtet:
- Handlungsspielräume, Opportunismus und Strukturzwänge im nationalsozialistischen Kulturapparat,
- Karajans Mitgliedschaft in der NSDAP,
- die Bewertung Karajans durch die Entnazifizierung,
- politische Zuschreibungen von 1945 bis heute und wie sie den Blick auf Karajan prägten
- sowie Karajans Ehe- und Familienleben anhand zahlreicher Quellenstücke.
Mit „Genie und Gewissen“ legt Wolffsohn eine differenzierte Gesamtschau vor, die zentrale Irrtümer korrigiert und eine fundierte Einordnung ermöglicht. Es ist
- ein Beitrag zu einer historisch präzisen, nicht ideologisch verzerrten Auseinandersetzung mit Herbert von Karajan,
- eine exemplarische Untersuchung über die Handlungsspielräume von Künstlern in autokratischen Systemen
- sowie eine Einordnung, ob Kunst nur der Ästhetik oder auch der Politik, Ideologie und Weltanschauung verpflichtet ist.
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