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Treue Liebe, Begehren und Verrat – die Frauen in der Mafia

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,7 cm

Gewicht

364 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Noi due ci apparteniamo. Sesso, amore, violenza, tradimento nella vita dei boss

Übersetzt von

Anna Leube + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710002188856

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,7 cm

Gewicht

364 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Noi due ci apparteniamo. Sesso, amore, violenza, tradimento nella vita dei boss

Übersetzt von

  • Anna Leube
  • Wolf Heinrich Leube

Sprache

Deutsch

EAN

2710002188856

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Einblicke in eine andere Welt

Bewertung aus Eichwalde am 19.04.2025

Bewertungsnummer: 2470332

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Mafia: geheimnisvoll und grausam, die Frauen darin Objekte und Besitz der tonangebenden Männer. Roberto Saviano gewährt Einblicke in eine Parallelwelt, deren Strukturen und Gesetzmäßigkeiten aus einer anderen Zeit stammen. Eins wird in den vielen Kurzbiografien klar, es gibt kein Entkommen. Mir stockte der Atem anhand der Finsternis und Grausamkeit, die Saviano hier beschreibt. Er erzählt sehr emotional und öffnet sein umfangreiches Wissen dem Leser. Wer sich für die Mafia interessiert, hat hier eine sehr spannende Lektüre vor sich. Und es wird klar, dass der Autor einen sehr hohen Preis dafür bezahlt, dieses Wissen zu teilen. Unbedingte Leseempfehlung

Einblicke in eine andere Welt

Bewertung aus Eichwalde am 19.04.2025
Bewertungsnummer: 2470332
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Mafia: geheimnisvoll und grausam, die Frauen darin Objekte und Besitz der tonangebenden Männer. Roberto Saviano gewährt Einblicke in eine Parallelwelt, deren Strukturen und Gesetzmäßigkeiten aus einer anderen Zeit stammen. Eins wird in den vielen Kurzbiografien klar, es gibt kein Entkommen. Mir stockte der Atem anhand der Finsternis und Grausamkeit, die Saviano hier beschreibt. Er erzählt sehr emotional und öffnet sein umfangreiches Wissen dem Leser. Wer sich für die Mafia interessiert, hat hier eine sehr spannende Lektüre vor sich. Und es wird klar, dass der Autor einen sehr hohen Preis dafür bezahlt, dieses Wissen zu teilen. Unbedingte Leseempfehlung

Fesselnd bis zur letzten Seite

Gertie G. aus Wien am 31.03.2025

Bewertungsnummer: 2453476

Bewertet: eBook (ePUB)

In seinem neuesten Buch über die Mafia „Treue“ gewährt uns Roberto Saviano, einer der besten Kenner der Mafia einen Blick auf ein wenig beachtetes Thema: auf deren Frauen. Dabei meint er nicht nur die Ehefrauen, sondern auch Mütter, Töchter und Geliebte. Allerdings enthält dieses Buch zwar zwölf Geschichten über zwölf Frauen und deren Schicksale, ist aber kein Buch über Frauen als Patinnen, auch wenn das eine oder andere Mal eine Frau für eine kurze Zeitspanne, wenn der eigentliche Clanchef verhindert ist, die Zügel in der Hand hält. Saviano schreibt über extremes Patriarchat, in dem Frauen keine Rechte sondern nur Pflichten haben, wie zum Beispiel möglichst viele Söhne zu gebären. Und es geht immer um Ehre und Treue. Daher, so der logische Schluss, verdient ein Homosexueller keinen Respekt und kann kein Anführer sein. Saviano führt stellvertretend für die vielen Frauen, die dem extremen Ehrencodex der Mafia unterworfen einige plakative Beispiel an. Schon der Einstieg ist fesselnd: Lou, ein notorischer Spieler, setzt seine Ehefrau als Spieleinsatz, verzockt sich (natürlich) und muss die Wettschuld einlösen, also seine Frau, nicht er. Die kontaktiert nach dieser gewalttätigen Nacht ihren Bruder. Das Urteil ist schnell gefällt: Lou ist unzuverlässig, wenn einer seiner eigene Ehefrau verkauft, verkauft er das nächste Mal geschäftliche Interna, also muss der gleich mehrfach treulose Lou weg. Hier geht es nicht um die Ehre der Frau, sondern um die pure Ehre, um die Eier, um Respekt und um die Macht. Da ist z. B. Vincenzina Marchese, deren erzwungene Heirat mit einem Vertreter aus einer rivalisierenden Mafiafamilie, den Frieden besiegeln soll. Nun ähnlich dynastisches Denken kennt man aus dem Adel. Berühmtes Beispiel ist die Hochzeit von Napoleon mit Marie Louise, der Tochter des unterlegenen Kaisers von Österreich, die den Freiden sichern soll. Vincenzina wird sich nach mehreren Fehlgeburten erhängen, weil sie ihrem ureigensten Zweck, gesunde Söhne zu gebären, nicht entsprechen kann. Man kann das Leben der Frauen ganz einfach zusammenfassen: „Ob Ehefrau, Tochter, Schwester, Geliebte, Freundin, Verwandt: Es gibt keine weibliche Existenz, die nicht von einem Mann abhängt und nicht in einer Beziehung zu einem Mann steht. Solange diese Beziehung besteht - in der Zeit, in der die Frau die Kingheit hinter sich lässt und als erwachsenes Wesen angesehen wird -, besteht die konkrete Gefahr, dass sie zur Beute eines unerwünschten Mannes wird.“ (S. 108) Manchmal begibt sich eine Ehefrau und Mutter in die Höhle des Löwen, wie Teresa Managò, die nachdem ihr Ehemann ermordet worden ist, sich unter den den Schutz des Mörders stellt, um ihre Kinder zu schützen. Hilft das? Andere wie Anna Carino, übernehmen interimistisch die Familiengeschäfte, während ihre Männer in Haft sind. Allerdings gibt es dann auch jene, die dann auspacken, wenn sie von der heimlichen Geliebten erfahren. Roberto Saviano ist einer, der wohl am besten über die Mafia Bescheid weiß. Mit seinem Buch über den ermordeten Richter und Mafiajäger Giovanni Falcone (1939-1992) hat er weltweites Aufsehen erregt. Der Preis, den er dafür bezahlen muss, ist gewaltig. Seit Jahren lebt er unter Polizeischutz. Fazit: Gerne gebe ich diesem mutigen Buch, das uns Einblicke in weibliche Schicksale der männlich dominierten Welt der Mafia gibt, 5 Sterne-

Fesselnd bis zur letzten Seite

Gertie G. aus Wien am 31.03.2025
Bewertungsnummer: 2453476
Bewertet: eBook (ePUB)

In seinem neuesten Buch über die Mafia „Treue“ gewährt uns Roberto Saviano, einer der besten Kenner der Mafia einen Blick auf ein wenig beachtetes Thema: auf deren Frauen. Dabei meint er nicht nur die Ehefrauen, sondern auch Mütter, Töchter und Geliebte. Allerdings enthält dieses Buch zwar zwölf Geschichten über zwölf Frauen und deren Schicksale, ist aber kein Buch über Frauen als Patinnen, auch wenn das eine oder andere Mal eine Frau für eine kurze Zeitspanne, wenn der eigentliche Clanchef verhindert ist, die Zügel in der Hand hält. Saviano schreibt über extremes Patriarchat, in dem Frauen keine Rechte sondern nur Pflichten haben, wie zum Beispiel möglichst viele Söhne zu gebären. Und es geht immer um Ehre und Treue. Daher, so der logische Schluss, verdient ein Homosexueller keinen Respekt und kann kein Anführer sein. Saviano führt stellvertretend für die vielen Frauen, die dem extremen Ehrencodex der Mafia unterworfen einige plakative Beispiel an. Schon der Einstieg ist fesselnd: Lou, ein notorischer Spieler, setzt seine Ehefrau als Spieleinsatz, verzockt sich (natürlich) und muss die Wettschuld einlösen, also seine Frau, nicht er. Die kontaktiert nach dieser gewalttätigen Nacht ihren Bruder. Das Urteil ist schnell gefällt: Lou ist unzuverlässig, wenn einer seiner eigene Ehefrau verkauft, verkauft er das nächste Mal geschäftliche Interna, also muss der gleich mehrfach treulose Lou weg. Hier geht es nicht um die Ehre der Frau, sondern um die pure Ehre, um die Eier, um Respekt und um die Macht. Da ist z. B. Vincenzina Marchese, deren erzwungene Heirat mit einem Vertreter aus einer rivalisierenden Mafiafamilie, den Frieden besiegeln soll. Nun ähnlich dynastisches Denken kennt man aus dem Adel. Berühmtes Beispiel ist die Hochzeit von Napoleon mit Marie Louise, der Tochter des unterlegenen Kaisers von Österreich, die den Freiden sichern soll. Vincenzina wird sich nach mehreren Fehlgeburten erhängen, weil sie ihrem ureigensten Zweck, gesunde Söhne zu gebären, nicht entsprechen kann. Man kann das Leben der Frauen ganz einfach zusammenfassen: „Ob Ehefrau, Tochter, Schwester, Geliebte, Freundin, Verwandt: Es gibt keine weibliche Existenz, die nicht von einem Mann abhängt und nicht in einer Beziehung zu einem Mann steht. Solange diese Beziehung besteht - in der Zeit, in der die Frau die Kingheit hinter sich lässt und als erwachsenes Wesen angesehen wird -, besteht die konkrete Gefahr, dass sie zur Beute eines unerwünschten Mannes wird.“ (S. 108) Manchmal begibt sich eine Ehefrau und Mutter in die Höhle des Löwen, wie Teresa Managò, die nachdem ihr Ehemann ermordet worden ist, sich unter den den Schutz des Mörders stellt, um ihre Kinder zu schützen. Hilft das? Andere wie Anna Carino, übernehmen interimistisch die Familiengeschäfte, während ihre Männer in Haft sind. Allerdings gibt es dann auch jene, die dann auspacken, wenn sie von der heimlichen Geliebten erfahren. Roberto Saviano ist einer, der wohl am besten über die Mafia Bescheid weiß. Mit seinem Buch über den ermordeten Richter und Mafiajäger Giovanni Falcone (1939-1992) hat er weltweites Aufsehen erregt. Der Preis, den er dafür bezahlen muss, ist gewaltig. Seit Jahren lebt er unter Polizeischutz. Fazit: Gerne gebe ich diesem mutigen Buch, das uns Einblicke in weibliche Schicksale der männlich dominierten Welt der Mafia gibt, 5 Sterne-

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