Wirtschaftsmacht, Einwanderungsland, politische Baustelle? Krieg, gesellschaftlicher Wandel und neue politische Spannungen stellen gewohnte Selbstbilder Deutschlands infrage - und werfen drängende Fragen nach der Zukunft des Landes auf. Allzu oft werden Debatten hierüber als Selbstschau geführt. Die Berichte zur Lage der Nation 2025 blicken deshalb aus einer frischen Perspektive auf Deutschland: Wie sehen Menschen mit dem Blick von außen - als Beobachter oder Zugewanderte - unser Land heute? Wie blicken sie auf Gegenwart und Zukunft?
Führende Intellektuelle, Journalistinnen, Wissenschaftler und Kenner Deutschlands zeichnen ein vielschichtiges Bild unseres Landes. Kritisch, klug und persönlich beschreiben sie die Stärken und Brüche einer Nation, die sicher nicht mehr im Mittelpunkt der Welt steht, aber - auch mit ihrem ökonomischen Gewicht - doch im Zentrum Europas.
Mit Beiträgen von Jörn Leonhard, Florence Brokowski-Shekete, Daniel Ziblatt, Olga Grjasnowa, Paolo Valentino, Giuseppe Vita, Pascale Hugues und Karolina Wigura.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Schönebeck
5/5
09.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Perspektivwechsel: Wie wir gesehen werden und was von uns erwartet wird
Die „Berichte zur Lage der Nation 2025“ bieten einen beeindruckend vielschichtigen Blick auf Deutschland in einer Zeit des Umbruchs. Zwischen geopolitischen Spannungen, gesellschaftlicher Transformation und wirtschaftlicher Unsicherheit stellt das Buch die vielleicht wichtigste Frage unserer Gegenwart: Wer sind wir – und wohin steuert dieses Land?
Was dieses Werk besonders macht, ist die Vielfalt seiner Stimmen. Internationale Beobachter und deutsche Autoren mit Zuwanderungsgeschichte eröffnen Perspektiven, die in der deutschen Selbstbetrachtung allzu oft fehlen. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das die deutsche Gesellschaft nicht nur beschreibt, sondern kritisch befragt – mit Blick von außen wie von innen.
Die Essays von Denkern wie Jörn Leonhard, Florence Brokowski-Shekete, Olga Grjasnowa, Daniel Ziblatt und anderen verbinden analytische Tiefe mit persönlicher Erfahrung. Sie beleuchten Themen wie Identität, Migration, politische Verantwortung und den Platz Deutschlands in einer Welt im Wandel. Dabei entsteht kein einheitliches Bild, sondern ein lebendiger Diskurs, der gerade in seiner Widersprüchlichkeit aufrüttelt und inspiriert.
Stilistisch überzeugt der Band durch intellektuelle Klarheit und Vielfalt im Ton – von journalistisch pointiert bis essayistisch-poetisch. Den Herausgebern gelingt es, den Blick zu weiten und die Selbstgewissheiten einer Nation kritisch zu hinterfragen, ohne in kulturpessimistische oder moralisierende Töne zu verfallen.
Fazit:
Ein kluges, reflektiertes und hochaktuelles Buch über die politische und kulturelle Verfasstheit Deutschlands im Jahr 2025. „Berichte zur Lage der Nation“ ist Pflichtlektüre für alle, die verstehen wollen, wie sich dieses Land im Spiegel einer sich wandelnden Welt selbst neu erfindet – und welche Fragen dabei offenbleiben müssen.
meerblick
5/5
07.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Spiegelbild der Zeit
Auch in diesem Jahr veröffentlichte Thomas Mirow in der Reihe ‘Berichte zur Lage der Nation‘, erschienen im Murmann Verlag ein weiteres Sachbuch. Unter dem Titel ‘Perspektivwechsel: Wie wir gesehen werden und was von uns erwartet wird.‘ kommen Autorinnen und Autoren zu Wort, die ihre Sichtweise, ihre Gefühle und Erwartungen kundtun und damit ein aktuelles Bild unseres Land aus der Perspektive des äußeren Betrachters entwerfen. In Zeiten des Umbruchs, des Überdenkens von festgefahrenen, nicht zeitgemäßen Strukturen, geben diese Beiträge, die im geschichtlichen Kontext verbunden mit dem Zeitgeschehen stehen, Denkanstöße, die unser Handeln sicherlich beeinflussen können aber auch Chancen entstehen lassen, Veränderungen wahrzunehmen und positiv für ein friedliches Miteinander der gesellschaftlichen und politischen Vielfalt zu stehen und im besten Falle mitzugestalten. Eine herausfordernde Aufgabe, die kluge Köpfe mit visionären Blicken erfordert, die aber auch durch kleine Schritte im täglichen Leben für jeden von uns machbar ist.
Wer sich für die Zeichen der Zeit aus dem externen Blickwinkel interessiert, bekommt hier Informationen präsentiert, die zum Nachdenken animieren.
meerblick
5/5
07.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Spiegelbild der Zeit Auch…
Im Spiegelbild der Zeit Auch in diesem Jahr veröffentlichte Thomas Mirow in der Reihe ‘Berichte zur Lage der Nation‘, erschienen im Murmann Verlag ein weiteres Sachbuch. Unter dem Titel ‘Perspektivwechsel: Wie wir gesehen werden und was von uns erwartet wird.‘ kommen Autorinnen und Autoren zu Wort, die ihre Sichtweise, ihre Gefühle und Erwartungen kundtun und damit ein aktuelles Bild unseres Land aus der Perspektive des äußeren Betrachters entwerfen. In Zeiten des Umbruchs, des Überdenkens von festgefahrenen, nicht zeitgemäßen Strukturen, geben diese Beiträge, die im geschichtlichen Kontext verbunden mit dem Zeitgeschehen stehen, Denkanstöße, die unser Handeln sicherlich beeinflussen können aber auch Chancen entstehen lassen, Veränderungen wahrzunehmen und positiv für ein friedliches Miteinander der gesellschaftlichen und politischen Vielfalt zu stehen und im besten Falle mitzugestalten. Eine herausfordernde Aufgabe, die kluge Köpfe mit visionären Blicken erfordert, die aber auch durch kleine Schritte im täglichen Leben für jeden von uns machbar ist. Wer sich für die Zeichen der Zeit aus dem externen Blickwinkel interessiert, bekommt hier Informationen präsentiert, die zum Nachdenken animieren.
Bewertung
5/5
21.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Deutschland von außen: Vielfalt der Perspektiven, Vielfalt der Fragen
Das Buch bietet eine facettenreiche und tiefgründige Analyse Deutschlands, gesehen durch die Augen anderer Nationen, aber auch im Spiegel der eigenen Gesellschaft. Mit Beiträgen mehrerer Autorinnen und Autoren gelingt es, unterschiedliche Perspektiven zu vereinen – von historischen Entwicklungen über politische Dynamiken bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen. Besonders spannend ist, wie das Buch zeigt, dass Deutschland nicht nur objektiv bewertet wird, sondern dass immer auch Wahrnehmung, Erwartungshaltung und kulturelle Interpretation eine Rolle spielen.
Die Kapitel beleuchten eine breite Palette von Themen: die historischen Einflüsse des Marshallplans, der Mauerfall, die Rolle Deutschlands im transatlantischen Verhältnis, aber auch aktuelle Herausforderungen wie die politische Landschaft mit AfD, Zivilgesellschaft und Hochschulen. Besonders eindrücklich ist der Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben und dennoch oft zwischen zwei Kulturen stehen, ohne sich vollständig akzeptiert zu fühlen. Hier zeigt sich, wie gesellschaftliche Erwartungen und historische Prägungen das individuelle Zugehörigkeitsgefühl beeinflussen.
Das Buch ist nicht nur analytisch, sondern vermittelt auch persönliche Eindrücke und Erfahrungen. So wird etwa die Stadt Kehl als Symbol für deutsch-französische Nähe genannt, während Beiträge über den Osten Deutschlands verdeutlichen, dass Identität und Akzeptanz nach wie vor komplexe Themen sind. Zugleich reflektieren Autorinnen und Autoren aktuelle geopolitische Ereignisse, etwa den Russland-Ukraine-Krieg, und analysieren, wie sie die deutsche Gesellschaft verändern – sei es in politischen Entscheidungen, im Werteverständnis oder in der Rolle Deutschlands auf internationaler Bühne.
Besonders gelungen ist die Verbindung von historischem Rückblick, gesellschaftlicher Analyse und Zukunftsperspektive. Das Buch zeigt, wie Deutschland wahrgenommen wird, was von ihm erwartet wird und welche Verantwortung daraus erwächst. Die Vielfalt der Beiträge macht deutlich: Deutschland ist ein komplexes, dynamisches Land, das im internationalen Vergleich oft privilegiert dasteht, aber auch vor großen Herausforderungen steht.
Fazit: „Perspektivwechsel ist ein facettenreiches, informatives und zugleich nachdenklich stimmendes Werk. Es lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen und die Entwicklungen der Nation in einem größeren europäischen und globalen Zusammenhang zu verstehen. Für alle, die sich für Geschichte, Politik, Gesellschaft und internationale Beziehungen interessieren, ist es eine unverzichtbare Lektüre.
SeverusNyssen
aus Rhein Neckar Kreis
5/5
21.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Deutschland von außen:…
Deutschland von außen: Vielfalt der Perspektiven, Vielfalt der Fragen Das Buch bietet eine facettenreiche und tiefgründige Analyse Deutschlands, gesehen durch die Augen anderer Nationen, aber auch im Spiegel der eigenen Gesellschaft. Mit Beiträgen mehrerer Autorinnen und Autoren gelingt es, unterschiedliche Perspektiven zu vereinen – von historischen Entwicklungen über politische Dynamiken bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen. Besonders spannend ist, wie das Buch zeigt, dass Deutschland nicht nur objektiv bewertet wird, sondern dass immer auch Wahrnehmung, Erwartungshaltung und kulturelle Interpretation eine Rolle spielen. Die Kapitel beleuchten eine breite Palette von Themen: die historischen Einflüsse des Marshallplans, der Mauerfall, die Rolle Deutschlands im transatlantischen Verhältnis, aber auch aktuelle Herausforderungen wie die politische Landschaft mit AfD, Zivilgesellschaft und Hochschulen. Besonders eindrücklich ist der Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben und dennoch oft zwischen zwei Kulturen stehen, ohne sich vollständig akzeptiert zu fühlen. Hier zeigt sich, wie gesellschaftliche Erwartungen und historische Prägungen das individuelle Zugehörigkeitsgefühl beeinflussen. Das Buch ist nicht nur analytisch, sondern vermittelt auch persönliche Eindrücke und Erfahrungen. So wird etwa die Stadt Kehl als Symbol für deutsch-französische Nähe genannt, während Beiträge über den Osten Deutschlands verdeutlichen, dass Identität und Akzeptanz nach wie vor komplexe Themen sind. Zugleich reflektieren Autorinnen und Autoren aktuelle geopolitische Ereignisse, etwa den Russland-Ukraine-Krieg, und analysieren, wie sie die deutsche Gesellschaft verändern – sei es in politischen Entscheidungen, im Werteverständnis oder in der Rolle Deutschlands auf internationaler Bühne. Besonders gelungen ist die Verbindung von historischem Rückblick, gesellschaftlicher Analyse und Zukunftsperspektive. Das Buch zeigt, wie Deutschland wahrgenommen wird, was von ihm erwartet wird und welche Verantwortung daraus erwächst. Die Vielfalt der Beiträge macht deutlich: Deutschland ist ein komplexes, dynamisches Land, das im internationalen Vergleich oft privilegiert dasteht, aber auch vor großen Herausforderungen steht. Fazit: „Perspektivwechsel ist ein facettenreiches, informatives und zugleich nachdenklich stimmendes Werk. Es lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen und die Entwicklungen der Nation in einem größeren europäischen und globalen Zusammenhang zu verstehen. Für alle, die sich für Geschichte, Politik, Gesellschaft und internationale Beziehungen interessieren, ist es eine unverzichtbare Lektüre.
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