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Fast Abend, immer noch hell Roman | Die Sommer-Sensation aus Dänemark

21

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1053

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,8 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Kun til navlen

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397750-9

Beschreibung

Rezension

Der Roman hat Tempo, hat Drive. Die Sprache ist direkt, sinnlich, immer nah an den Figuren. ("Buchkultur")
Stimmungsvoller Blick auf die Rushhour des Lebens. ("finanzielle („Health & Wealth“)")
[trifft] den Nerv der Zeit ("Welt am Sonntag")
[...] Ernst erzählt mit scharfem Blick von der unberechenbaren Dynamik in Beziehungen, von unterschiedlichen Lebensentwürfen und unausgesprochenen Sehnsüchten ("WDR 3 Westart lesen")
Vermutlich ist die größte Qualität dieses unterhaltsamen Romans die Genauigkeit, mit der hier sehr unterschiedliche Seelennöte eingefangen werden. ("Der Spiegel")

Produktdetails

Verkaufsrang

1053

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,8 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Kun til navlen

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397750-9

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    01.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Köstliches Essen, köstliche Dynamiken, köstliche Körperlichkeit

    Endlich ein Buch, das sich wie ein realistischer, kunstaffiner, queerer Freund:innenkreis anfühlt. Dieses Buch strotzt von vorne bis hinten mit Intensität. Die Kulisse ist in ihrer prallen Sommerlichkeit intensiv, die Freund:innenschaften in ihren Meinungsverschiedenheiten und teils geheimen Anziehungen und die aus ebenjenen Gefühlen der Anziehung entstehenden körperlichen sowie emotionalen Szenen ebenso. Das zubereitete Essen, wie es frisch und voller Spontanität, im Eifer den anderen zu imponieren, im Wald gesammelt und im Garten zubereitet wird, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die zwischenmenschlichen Dynamiken, die verzwickten Vergangenheiten und gegenwärtlichen Machenschaften eines Freund:innenkreises, der schon lange besteht und sich in verschiedenste Richtungen entwickelt hat, werden in diesem Buch sachte aber breit aufgefächert. Wie funktioniert eine Freundschaft, wenn manche Kinder kriegen und heiraten und andere strikt dagegen sind? Und wie geht man vor, wenn man in eine Person verliebt, aber mit einer anderen zusammen ist, beide aber mit einem am Tisch sitzen? Ich tat mir anfangs schwer reinzukommen, weil es doch einige Namen sind, dänisch, was mir in meinem Alltag nur selten begegnet, noch dazu. Wie die Charaktere auftreten, beschrieben werden, sich verhalten, macht sie allerdings sehr schnell leicht auseinanderzuhalten. Nicht nur das, mit jeder Figur geht eine bestimmte Stimmung einher, man hat bald das Gefühl man wäre selbst schon lange Teil dieser Gruppe, hätte das Zusammenwachsen miterlebt. Die Handlung teilt sich auf bloß sieben Tage auf, die diese Menschen miteinander Zeit verbringen und das ganz ohne großartige Aktivitäten, da dieser Urlaub ganz ohne Tourismus oder Wanderungen auskommt. Dennoch könnte man meinen für mehrere Jahre in diesen Kreis abgetaucht zu sein, wenn man die letzte Seite umblättert. Ich vermisse die Gruppe jetzt schon. Wie kaum ein anderes, begleitet dieses Buch die Themen Homosexualität, Familie und Transsexualität mit einer hinreißenden Selbstverständlichkeit. Zum Versinken, Träumen, Ankommen.

  • Martha

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    31.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Porträt einer Generation

    Dieser Roman ist tatsächlich mal was Anderes und schon alleine deswegen lesenswert. Sieben Tage lang begleitet der Leser eine Gruppe von Personen, die miteinander befreundet sind. Sie treffen sich, weil ein Paar, Charlie und Sylvia, heiraten wollen. Der Ort ist ein locus amoenus, ein See, natürlich, abgeschieden vom Rest der Welt und vor allem vom hektischen Alltag zwischen Beruf, Kindern und Alltag. Die Momentaufnahme, die hier erzählt wird, wird personal erzählt, allerdings immer wechselnd zwischen den Figuren und, passend zur Momentaufnahme, im Präsens. Mal spitzfindig, mal ironisch, mal komisch und mal tragisch wird hier die Generation Z porträtiert. Ständig auf der Suche nach sich selbst, nach dem perfekten Moment, Foto, Post…da verkommt sogar der Sauterteig zu einer Wissenschaft (Wie man mit diesem früher ohne Digitalwaage Brot gebacken hat, muss jedem schleierhaft sein:-). Die Selbstreflexion wartet mit pseudopsychologischem Ausdruck auf, nur resultiert dafür für die meisten keine Entscheidung. Einzig und allein Adam schafft es, aus Erwartungen auszubrechen. Aber ob das gut oder eben nicht so gut ist, muss der Leser selbst entscheiden. Und auch das macht das Buch wertvoll.

  • Jürg K.

    5/5

    25.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr eindrückliche Geschichte, sehr real

    Dieses Buch von Linea Maja hat mich sehr berührt. Diese Sommerwoche am See hat mich tief berührt: Die Autorin schafft es, aus scheinbar einfachen Zutaten, Mittsommerlicht, Krebse fangen, lange Abende, ein feines, intensives Porträt von Freundschaft und Identität zu weben. Sylvia als Tagträumerin ist für mich der emotionale Kern, ihre Unentschlossenheit gegenüber Charlie wirkt nicht als Schwäche, sondern als ehrliche, schmerzhafte Suche nach Selbstkenntnis. Besonders stark finde ich die Darstellung von Kvædes, zweiter Pubertät, als Transmann. Das ist sensibel, lebensnah und ohne voyeuristische Effekte erzählt, ein seltener, wichtiger Blick auf das Erwachsenwerden in einer anderen Form. Gry, Esben, Karen und Adam bilden kein statisches Ensemble, sondern lebendige Gegenpole. Mütterlichkeit, Zurückhaltung, Souveränität und bürgerliche Verlässlichkeit spiegeln verschiedene Wege, mit Liebe und Verantwortung umzugehen. Die Gespräche über Queerness, Sehnsucht und die Frage, ob man wirklich frei lebt, sind nie bloss theoretisch. Sie entstehen aus kleinen Gesten, Eifersüchteleien und den stillen Momenten zwischen den Figuren. Das Buch verzichtet auf grosse Dramen und gewinnt gerade dadurch an Glaubwürdigkeit. Das Ringen um Identität ist oft leise, zögerlich und voller Widersprüche. Für mich ein Roman über das Recht, sich neu zu erfinden, und über Freundschaften, die einen halten, auch wenn die Wege auseinandergehen.

  • Bewertung

    4/5

    13.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Woche im Wald, ein Blick auf das Leben

    Inhalt | Sechs Menschen, die sich seit zwölf Jahren kennen, verbringen gemeinsam eine Woche in einem Ferienhaus mitten im Wald. Zwischen langen Gesprächen, Erinnerungen, gemeinsamen Mahlzeiten und Spaziergängen stellt sich immer wieder die Frage: Wer sind wir heute eigentlich geworden? Was mich an diesem Roman besonders begeistert hat, war die Atmosphäre. Amselgesang, Walderdbeeren, Birken im Wind, morgendliche Schwimmrunden im See und lange Abende am Tisch, Linea Maja Ernst erschafft mit ihrem scharfsinnigen und bildhaften Schreibstil eine Kulisse, in die ich mich sofort hineinversetzen konnte. Das Buch lebt weniger von seiner Handlung als von seinen Figuren, ihren Gedanken und den Gesprächen, die sie führen. Es geht um Freundschaft, Liebe, Sehnsüchte, unterschiedliche Lebensentwürfe und die Frage, welches Leben sich für einen selbst richtig anfühlt. Besonders spannend fand ich, wie selbstverständlich hier verschiedene Beziehungs- und Identitätsformen ihren Platz finden. Nicht alle Figuren waren mir nah oder sympathisch, manche blieben für mich eher auf Distanz. Trotzdem mochte ich die Dynamik innerhalb der Gruppe und die Beobachtungen über das Erwachsenwerden und die Veränderungen, die Freundschaften über die Jahre durchlaufen. Für mich war das keine leichte Sommerlektüre, sondern ein Roman, der zum Nachdenken anregt und ambivalente Gefühle auslöst. Zwischenzeitlich verlor sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Befindlichkeiten der Figuren, wodurch sie stellenweise fast etwas Ratgeberhaftes bekam. Trotzdem ist Fast Abend, immer noch hell ein Buch, über das man wunderbar diskutieren kann. Ein unkonventioneller, atmosphärischer Roman für alle, die charakterorientierte Geschichten und kluge Beobachtungen über Menschen und ihre Lebenswege mögen

  • Danshi

    4/5

    02.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Viel Atmosphäre, wenig greifbare Handlung

    Schon das Cover vermittelt eine warme und gleichzeitig leicht melancholische Sommerstimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Geschichte begleitet eine Gruppe ehemaliger Studienfreunde während einiger gemeinsamer Tage in einem Haus am See. Schnell wird deutlich, dass sich vieles verändert hat und alte Verbindungen längst nicht mehr so selbstverständlich sind wie früher. Besonders stark fand ich die Atmosphäre des Romans. Zwischen gemeinsamen Essen, Gesprächen und stillen Momenten entsteht ständig das Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas brodelt. Viele Figuren wirken unzufrieden oder unsicher, obwohl nach außen alles harmonisch erscheint. Der Fokus liegt weniger auf einer klassischen Handlung als auf Beziehungen, Gedanken und Stimmungen. Genau das machte das Buch stellenweise interessant, manchmal aber auch etwas anstrengend. Einige Themen und Konflikte wurden angeschnitten, ohne wirklich weitergeführt zu werden. Dadurch blieb bei mir öfter das Gefühl zurück, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Die Figuren waren für mich teilweise schwer greifbar und blieben emotional eher auf Distanz. Trotzdem mochte ich die Beobachtungen über Freundschaft, Erwachsenwerden und unterschiedliche Lebensentwürfe. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin dieses Gefühl eingefangen hat, sich trotz gemeinsamer Vergangenheit langsam voneinander entfernt zu haben. Der Schreibstil liest sich flüssig und ruhig. Vor allem die Naturbeschreibungen und die sommerliche Stimmung konnten mich immer wieder abholen. Das Ende wirkte auf mich allerdings etwas abrupt und ließ einige Fragen offen. Komplett überzeugt hat mich der Roman zwar nicht, aber atmosphärisch war er trotzdem etwas Besonderes. Vor allem Leserinnen und Leser, die ruhige, charakterorientierte Geschichten mögen, könnten hier viel für sich mitnehmen.

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