Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und das ihrer Tochter Rebecca ist eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen genießt und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
13.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr Gut
Fesselnde Erzählung, ein bisschen Crime, eim bisschen Liebe - mit spannenden Wendungen - mag diesen historischen Erzählstil - Ich hab es in einem Rutsch gelesen und geliebt - sehr zu empfehlen
askyfullofpages
aus Hall
5/5
06.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gefährliche Dynamiken
Das Buch „Hiobs Tochter“ von Peter Orontes hat mich absolut überzeugt. Von Beginn an hat es mich mitten in das Geschehen gezogen, der Schreibstil war unglaublich angenehm und dem Mittelalterroman gebührend.
Die Geschichte hat mich auch sofort fasziniert, wenn es auch an manchen Stellen verstörend ist. Für mich ist das Buch sehr realistisch geschrieben. Der Inhalt war so interessant, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste- durch den flüssigen Schreibstil überhaupt kein Problem.
Zurück geblieben sind bei mir definitiv sie menschlichen Untiefen und die zum Himmel schreienden Ungerechtigkeiten. Dieses Buch wird mich gedanklich sicherlich noch einige Zeit begleiten.
Die Figuren waren für mich gut ausgearbeitet, auch die Beziehungen fühlten sich für mich stimmig an.
Das Buch ist für mich besonders stark- ich liebe auch starke Frauenfiguren in Romanen, da bin ich hier richtig auf meine Kosten gekommen. Einen Folgeband werde ich auf jeden Fall lesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Mittelalterromane lieben- dann ist das Buch auf jeden Fall das Richtige!
Bewertung
5/5
04.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein bewegender Mittelalterroman mit einer begnadeten Heilerin
Ich lese sehr gerne historische Roman und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover hat mich bereits neugierig gemacht, der Aufbau wirkt auf mich sehr harmonisch und auch der Titel ist gut gewählt. Die Haptik des Hardcover Buches sowie die gesamte Gestaltung des Buches erscheint mir sehr hochwertig.
Es ist das Jahr 1338 in Deggenfeld, Die junge Medica Miriam ist Jüdin, früh ist sie nur knapp dem Tod entkommen. Nach Jahren kehrt sie voller Freude in ihre Heimat zu ihren Großeltern zurück. Doch erneut muss sie sich Hass und Intrigen aussetzen. Die Juden sollen an allem Schuld sein und Miriam ist mittendrin in dieser gefährliche Spirale. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Auch das Verschwinden ihrer Tochter Rebecca belastet Miriam, wird es ein gutes Ende geben?
Miriam war ein unglaublicher Charakter und ich habe sehr mit ihr mitgefiebert. Die damalige Zeit wurde sehr detailliert beschrieben und ich konnte mir die Szenen gut vorstellen. Die Handlug war durchgehend spannend, es gab einige überraschende Wendungen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Malina
aus Hamburg
5/5
01.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Starke Frau in dunklen Zeiten
Hiobs Tochter – Schatten des Verrats ist eine Geschichte die uns nach Deggenfeld ins Jahr 1338 führt. Der Roman spiegelt ein realistisches Bild einer Zeit, in der Angst und Hass das Leben der jüdischen Bevölkerung bestimmten.
Miriam als Hauptfigur fand ich sehr spannend. Sie ist klug, mutig und als Medica außergewöhnlich für ihre Zeit. Anfangs fiel es mir schwer sie emotional zu verstehen, vor allem im Umgang mit ihrer Tochter. Je weiter man dann aber in den Roman eintaucht, desto mehr versteht man Miriams Verhalten und es wird zunehmend nachvollziehbar. Gerade diese Entwicklung macht sie für mich zu einer interessanten Figur.
Besonders beeindruckt haben mich die vielen historischen Details – vor allem zur mittelalterlichen Medizin und zur Stellung jüdischer Ärzte. Diese Passagen fand ich sehr lehrreich und gut in die Handlung eingebettet. Die zunehmende Judenfeindlichkeit, die Hetze und die brutale Eskalation haben mich teilweise wütend gemacht, weil vieles erschreckend zeitlos wirkt.
Für mich ist Hiobs Tochter – Schatten des Verrats ein intensiver, gut recherchierter historischer Roman, der nicht nur spannend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wer historische Romane mit ernsten Themen, starken Frauenfiguren und politischer Tiefe mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
24.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verrat, Hetze und eine Heilerin, die sich gegen das Schicksal stellt
Bereits der Einstieg in die Handlung bringt mein Blut in Wallung. Ich lerne die junge Jüdin Miriam kennen, als sie knapp dem Tod bei einer Judenhatz entgeht. Jahre später kehrt sie zu ihren Großeltern in Deggenfeld zurück - voller Pläne für die Zukunft und ausgebildete magistra medicinae an der Universität zu Salerno. Zurück in der Heimat wird sie wieder mit dem Hass gegen Juden konfrontiert. Es brodelt in der Stadt. Als der Freund der christlichen Magd ihrer Großeltern zu Tode kommt, findet sich Miriam in eine Verschwörung verstrickt, ohne genau zu wissen, worum es geht. Auch von dieser Seite droht ihr tödliche Gefahr . Und wäre das nicht genug , ist ihre Tochter Rebecca seit Wochen verschwunden, die sie nun unbedingt suchen will. Der Hass des Mobs entlädt sich, als eine Heuschreckenplage über das Land zieht. Nun überschlagen sich die Ereignisse und Miriam weiß nicht, welcher Seite sie vertrauen kann.
Bereits auf den ersten Seiten hat mich der Autor mit seinen anschaulichen, wenn auch oft schwer zu ertragenden Beschreibungen gefangen genommen. Besonders der sinnlose und meist von wirtschaftlichen Interessen befeuerte Hass gegen die Juden hat mich tief berührt. Bisher war Pogrom eher ein objektiver Begriff für mich und erst die Schilderungen aus Sicht der Betroffenen haben mir nachdrücklich offenbart, welches Entsetzen und Leid sich tatsächlich dahinter verbirgt.
Begeistert war ich von den faszinierende Ausführungen zu einigen ärztlichen Eingriffen. Zum Teil war ich überrascht, wie fortschrittlich die Medizin bereits war .
Die Handlung rund um Miriam ist packend. Sie ist selbstbewusst, manchmal fast schon wagemutig und sich ihres ärztlichen Könnens gewiss. Das zeigt sich für mich darin, dass bei der Aufdeckung der Verschwörung nicht locker lässt. Dabei ist sie geistesgegenwärtig und kann sich mehrfach einer tödlichen Bedrohung entziehen. Das Ende lässt viele Fragen offen, die auf Antworten warten, so dass ich mich auf die Fortsetzung bereits jetzt freue.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und mir nebenbei geschichtliche Ereignisse näher gebracht, die für mich bisher nur Worte auf Papier waren.
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