Der Mensch verbringt durchschnittlich drei Jahre seines Lebens auf dem Klo, dennoch ist es einer der tabuisiertesten Orte. Toiletten kommen in Filmen, Theaterstücken oder Romanen fast nie vor. Die französischen Könige empfingen während ihrer Klogänge Minister, im 19. Jahrhundert gab es Buttenträger, die mit mobilen Aborten auf dem Rücken herumliefen. Schräg und provokant, komisch und überraschend erzählt Franzobel die Geschichte der Menschheit aus der Perspektive der Verdauung und verrät dabei nicht zuletzt seinen ganz persönlichen Zugang zum Thema: Sein erstes stilles Örtchen war ein Nachttopf, er schrieb frühe Gedichte auf Toilettenpapier und lernte auf zahlreichen Reisen die Klos dieser Welt kennen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Jennifer
Thalia Book Circle Community
5/5
02.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herrlich amüsant
Der österreichische Autor Franzobel hat ein rundum vergnügliches Büchlein über das stille Örtchen geschrieben. Ich musste bereits bei der Lektüre der ersten Geschichte laut auflachen. Mit seinem trockenen Humor hat Franzobel genau ins Schwarze getroffen. Er hat ein breites Portfolio an Wissen übers Klo zusammengetragen. So betrachtet er die geschichtliche Entwicklung der Bedürfnisanstalt und dessen Etymologie. Auch an skurrilen Fakten, wie dem Tod berühmter Personen auf dem WC, mangelte es nicht. Des Autors eigene Erfahrungen mit dem “Heisl” wurden ebenso ab und an eingestreut. Beim Lesen konnte und wollte ich Franzobels Werk einfach nicht beiseitelegen, weil es mich formidabel unterhalten hat. Einfach ein herrlich unverkrampftes Buch zu einem oft belächelten bzw. schambehafteten Thema.
Bewertung
aus Moosburg
3/5
02.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeder sollte sich seine eigene Meinung dazu bilden
Der Mensch verbringt durchschnittlich drei Jahre seines Lebens auf dem Klo, dennoch ist es einer der tabuisiertesten Orte. Toiletten kommen in Filmen, Theaterstücken oder Romanen fast nie vor. Die französischen Könige empfingen während ihrer Klogänge Minister, im 19. Jahrhundert gab es Buttenträger, die mit mobilen Aborten auf dem Rücken herumliefen. Schräg und provokant, komisch und überraschend erzählt Franzobel die Geschichte der Menschheit aus der Perspektive der Verdauung und verrät dabei nicht zuletzt seinen ganz persönlichen Zugang zum Thema: Sein erstes stilles Örtchen war ein Nachttopf, er schrieb frühe Gedichte auf Toilettenpapier und lernte auf zahlreichen Reisen die Klos dieser Welt kennen. (Klappentext)
Völlig wertfrei habe ich angefangen das Buch zu lesen. Ich muß sagen, was ich da so alles zu lesen bekam, habe ich trotz allem nicht erwartet. Zart beseitet sollte man nicht sein. Vieles erschien mir ein wenig „hochgestochen“, anderes arg komisch und fast nicht möglich. Aber mit den Seiten merkte ich doch, dass vieles seine Berechtigung hat, was hier beschrieben wurde. Das Buch hat stellenweise nachdenklich gemacht über ein Thema, was auch noch in der heutigen Zeit tabuisiert ist. Ich denke, jeder sollte sich selbst seine Meinung zu diesem Thema und vor allem zu diesem Buch bilden.
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