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Das Ende vom Lied Roman | »Das Ende vom Lied“ ist für mich wirklich eine literarische Offenbarung.« Denis Scheck

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,6/4,1 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Mint / Schwarz

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98921-2

Beschreibung

Rezension

»Es wird gelitten und gestorben, zugeschlagen und gebrüllt in ›Das Ende vom Lied‹, und doch huldigt der Autor, mitunter nostalgisch gerührt, einem untergegangenen Paradies.« Der Spiegel Kultur, 02. März 2026 ("Spiegel Kultur")
»Eine packende Lektüre […], nicht nur, weil der […] Autor virtuos mit Perspektivwechseln, Zeitkolorit und packenden, anspielungsreichen Dialogen arbeitet, sondern weil er zeigt, wie brutal das Erwachsenwerden sein kann, wenn Macht und Moral auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch in Trümmern liegen.« Oliver Pfohlmann, WDR, 19. Februar 2026 ("WDR")
»Ein lässiger oft derber Ton bestimmt die Sprache des Romans, es ist der Jargon der Straße, den Michael Wildenhain sicher beherrscht.« Holger Heimann, SWR Kultur, 06. April 2026 ("SWR Kultur")
»Entwicklungsroman und stimmungsvolles zeitgeschichtliches Panorama in einem.« Aachener Zeitung, 30. März 2026 ("Aachener Zeitung")
»Wie der berühmte Film ›Gangs of New York‹ das New York des 19. Jahrhunderts auf die Leinwand gebannt hat, so kann man aus diesem Buch nochmal den Geist der Sechzigerjahre im geteilten Berlin erfahren.« Denis Scheck, 3sat, 20. März 2026 ("3sat")
»Michael Wildenhains Romane haben noch nie in die Schublade jener Generationenbücher gepasst, in denen sich seit den 80er-Jahren immer neu nachwachsende Alterskohorten porträtiert haben – und das gilt auch für ›Das Ende vom Lied‹. Der Anspruch, den seine Bücher erheben, ist umfassender, zielt genauso auf ein vielschichtiges Gesellschaftsbild wie darauf, Stimmen gerecht zu werden, die nur wenig eloquent oder auch gar nicht für sich selbst sprechen konnten.« Michael Schmitt, Deutschlandfunk, 01. März 2026 ("Deutschlandfunk")
»[Michael Wildenhain] hat einen furiosen, sprachmächtigen Roman über das Erwachsenwerden im West-Berlin des Jahres 1969 vorgelegt.« Oliver Pfohlmann, WDR, 19. Februar 2026 ("WDR")
»Man merkt einfach auch, dass es ihm um was geht. Dass es ihm richtig um was geht. […] Das ist seine Geschichte und ja letztlich auch die Geschichte unserer Jugend in Westberlin, unserer Nachkriegsjugend, und das lohnt sich schon sehr zu lesen.« Iris Radisch, Die Zeit Podcast „Was liest du gerade?“, 07. Februar 2026 ("Die Zeit Podcast")
»Eine ganz tolle Geschichte Westberlins und diesem superseltsamen Planten, der ja auch ein bisschen verschollen ist, an den man ja auch gar nicht mehr so richtig erinnert.« Adam Soboczynski, Die Zeit Podcast „Was liest du gerade?“, 07. Februar 2026 ("Die Zeit Podcast")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,6/4,1 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Mint / Schwarz

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98921-2

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Martha

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos ehrlich und bewegend

    West-Berlin 1969. Man könnte nun meinen, hier wäre alles im Umbruch der 68er Bewegung. Aber für den 13jährigen Ich-Erzähler ist die Situation beklemmend. Er ist wie jeder normale Junge auf der Suche nach sich selbst. Fragen über die Familie beschäftigen ihn, die aber fast schon kafkaesk dysfunktional ist. So ist er ein Getriebener, Suchender ohne Antworten, die es zwar gibt, aber eben häufig nicht ausgesprochen werden. Wie soll er sich finden? Welche Räume bleiben ihm in all dem Ungesagten, Verborgenen?  Der Erzählstil ist ehrlich, häufig schonungslos und konsequent die Sicht des 13 jährigen Jungen, der die Welt nicht mehr versteht. Hinzu kommen die Wirren des Kalten Krieges. Klassische Unterhaltungsliteratur ist das nicht. Aber der Roman ist sprachgewaltig und rückt einen Jungen in den Mittelpunkt, der dem Leser zu Beginn fremd erscheint, aber gegen Ende doch vertraut ist.

  • Batyr

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    31.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Politische Wirren und persönliches Leid

    Wildenhains Roman schildert eine Zeit und einen Ort, die einmalig waren und die so niemals wiederkehren werden. Einerseits war es eine Epoche des Aufbruchs und Umbruchs. Als die Forderungen einer jungen Generation ungehört verhallten, wehrte sie sich mit Aufruhr und Gewalt. Andererseits aber litten die Älteren noch an den inneren und äußeren Blessuren des überstandenen 2.Weltkriegs. Vater und Mutter des jugendlichen Protagonisten verkörpern eben diese Erstarrung im Leiden. Da dem Ich-Erzähler von ihrer Seite kaum Beistand im Durchleiden seiner pubertären Wirren zuteil wird, wendet er sich den Reizen der Straße zu, die ihn nach dem erzwungenen Umzug innerhalb Berlins locken. Es ist eine raue und brutale Welt, in der er sich zu behaupten sucht, und auch die Altlasten der Erwachsenen werden ihm weit über das seinen Jahren zuträgliche Maß aufgeladen. Dazu gerät er auch noch in die politischen Wirren der damaligen Zeit. In faszinierender vielformiger Sprachgestaltung ersteht ein komplex konstruiertes Gebilde aus persönlichem Schicksal, soziologisch genau getroffenem Milieu, aus niederdrückend rückwärts gewandter Politik und ohnmächtiger Wut. Gefangen in diesem Konglomerat lädt der Held schwere Schuld auf sich, manipuliert von seiner ersten, doch unerreichbaren und ihm letztlich innerlich fremd bleibenden Liebe.

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Westberliner Junge

    Das Ende vom Lied, ein Roman von Michael Wildenhaim erzählt von einem 13-jährigen Jungen und dessen Leben in Berlin der 1968er Jahre. Die Stadt ist geteilt, die Menschen sind noch nicht ganz über den Krieg hinweg und werden es wohl auch noch eine Weile nicht sein. Kriegsbeschädigte in Körper uns Seele sind nicht zu übersehen. Wildenhaim lässt seinen Jungen eine Geschichte erzählen, die einem eiskalt den Rücken runter kullert. Michael Wildenhaim hat einen wunderbaren und tiefgründigen Roman geschrieben, der ein besonderes Bild von einer Stadt und seinen Menschen zeichnet. Sein Ich-Erzähler ist ein schlauer Kopf, will aufs Gymnasium gehen. Er zieht mit seiner Familie aus Charlottenburg nach Schöneberg, muss sich dort erst wieder einleben, sich mit den Straßenjungen der Gegend auseinandersetzen und seinen Platz dort finden. Er hat Eltern, die mit Traumata aus dem letzten Krieg zu kämpfen haben, die aber versuchen ihren Kindern eine heile Welt vorzuleben. Dazu kommt das Erwachsenwerden und die erste Liebe zu einem Mädchen das allerdings mit dem stärksten Boxer der Gegend zusammen zu sein scheint. Wieder einmal bin ich an einen Roman geraten, der sich am Anfang schwer anging. Aber wenn man das Muster des Romans verstanden hat und die Sätze nicht verschlingen mag, dann eröffnet sich eine spannende und vielschichtige Welt der Schreiberei. Der Autor liebt Bandwurmsätze mit vielen Kommata und Bindestrichen und manchmal "verrutscht" der Leser in der Zeit und muss sich neu orientieren. Wenn man dann aber zwischen den Seiten angekommen ist, kann es passieren, dass man die 416 Seiten verschlingt. Es ist eher ein Roman, der sich an die älteren Leser wendet, oder solchen, die sich mit der Zeit der Revolution in Berlin der 60/70 Jahre auszukennen wissen. Manchmal verheddern sich die Erzählstränge und man versteht im ersten Augenblick nicht was man da gelesen haben mag. Manchmal habe ich über diese verwirrenden Sätze einfach hinweggelesen und fand einige Seiten später die Erklärungen. Das Buch ist keine leichte Kost. Schwierig zu lesen und doch unterhaltsam. Vor allem, da ich in diesem Teil von Berlin aufgewachsen bin und ziemlich viele Schnittpunkte fand. Der Erzähler steckt zwischen den Fronten, wird gerade Erwachsen und findet heraus, wer er wirklich ist. Dazwischen die Protestaktionen der Studenten und die Machtkämpfe der Jungen von der Straße, die sich auch ein ums andere Mal bemüßigt finden, sich an den Protesten zu beteiligen. Die Aufklärung der eigenen Geschichte des Erzählers, die mit Betrug und Kriegstraumata einhergehen macht den Roman nicht leichter, da der Autor seine Sätze immer wieder gerne in verwirrende Stellungen bringt. "Alle leiden darunter." - "Die Mauer tut einem nix. Die ist nur da." "Es werden Leute erschossen." "Nur welche aus dem Osten." Erschrockenes hüsteln, ungläubiger Blick ... Das meint der Junge nicht ernst. "Was redest du da?" "In Schöneberg gibt's keine Mauer. In Charlottenburg auch nicht." "Darüber macht man keine Witze!" Seite 167 Mir hat der Roman aber doch sehr gefallen. Vielleicht gerade, weil ich dort groß geworden bin und die Nähe zu dem Protagonisten sozusagen gespürt habe. Mir war die Mauer und die Fragen darum von der westdeutschen Verwandtschaft immer lästig, genau wie dem Erzähler des Romans. Rubi fand den Roman dagegen schwer Kost und fand nicht immer die Zusammenhänge. Sie ist jünger und weiß nicht, wie es sich zwischen den Mauern Berlins angefühlt haben mag.

  • Cassandra

    aus Berlin

    5/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitreißendes Zeitportrait der Sechziger in Berlin

    Der namenlose Protagonist ist zwölf Jahre alt, seine Mutter stark durch Krieg und Flucht traumatisiert, der Vater einbeinig aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt. Als Leser erfahren nie den Namen, aber der Vergleich mit „Daniel in der Löwengrube“ beschert ihm zumindest zeitweise den Nickname Dänni. Für mich ergab sich im immer fiebriger werdenden Lesefluss der Eindruck, ich hätte es in Körschi, einer dominanten, kraftvollen Bandenführer-Gestalt im Roman, mit einem Franz Bieberkopf der Sechziger Jahre zu tun. Natürlich ist Dieter Korschakowski viel gewitzter als Franz. Dennoch lassen sich gewisse Parallelen ziehen. Seine Freundin Alina, von Dänni heiß begehrt, aber schwer erreichbar, gibt die „Mieze“ im Ensemble, auch sie deutlich klüger und manipulativer, eben modern. Die eindringliche Sprache, wechselnde Perspektiven, Zeitsprünge und eine immer dramatischere Handlung, nehmen mich als Leserin gefangen. Ein wirklich eindrucksvolles Zeitportrait der wilden Sechziger aus Sicht eines Westberliners auf der Schwelle zum Erwachsenwerden.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besonderheiten und Gefühle

    Es gibt Besonderheiten, die ich an Büchern meistens nicht mag. Dazu gehören Schachtelsätze und namenlose Protagonisten. In diesem Buch lese ich Sätze, die nur aus wenigen Worten, aber auch welche, die aus mehreren Zeilen bestehen, ohne dass es mich stört. Dass der Junge als Hauptprotagonist namenlos bleibt, ist nur kurz etwas befremdlich. Schon bald habe ich das Gefühl, ihn dadurch so deutlich zu sehen, als würde ich ihn kennen. Alles klingt so realistisch, dass ich das Gefühl habe, der Autor Michael Wildenhain würde vieles seiner eigenen Geschichte in die des Jungen einfließen lassen. Die Zeit wird sehr gut eingefangen. Ich kann mich problemlos in die Vergangenheit zurückversetzen, dabei zwar nicht alles verstehen, aber doch an vieles erinnern. Begriffe, die inzwischen aus dem Sprachgebrauch fast gänzlich verschwunden sind, die aber in die damalige Zeit passen, begegnen mir. Am besten gefällt mir, wie das Leben aus der Sicht des Jungen erzählt wird. Im Gegensatz zu dem Jungen werden die Aufenthaltsorte mit Namen und Details von Straßen und Plätzen genau beschrieben. Eine besondere Bedeutung haben Gerüche, auch solche, die keinesfalls als Düfte bezeichnet werden können, die aber eine Rolle spielen und mir das Gefühl geben, dass sie beim Lesen teilweise in der Luft hängen. Noch mehr Unangenehmes finde ich in den Grausamkeiten, mit denen ich konfrontiert werde. Einiges ist nicht leicht zu ertragen. Beim Schreiben meiner Eindrücke merke ich, dass ich inhaltlich wenig verrate, aber viele Gedanken über Sinne und Gefühle sich bei mir starkmachen. Ich habe zu dem Buch eine besondere Bindung entwickelt und gebe gern eine Leseempfehlung.

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