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M. Das Ende und der Anfang Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

32843

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,9 cm

Gewicht

524 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

M. La fine e il principio

Übersetzt von

Verena Koskull

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96719-7

Beschreibung

Rezension

»Seine knappen kunstvollen und eindringlichen Sätze gleichen eher einer Gesprächstherapiesitzung: Alles wird herausgeholt und liegt dann schonungslos vor einem. Nur es kann dauern, bis daraus etwas, auch im eigenen Kopf, folgt. Denn vor allem wird kein schnelles "Gut" und "Böse" verteilt.« Christoph Villinger, taz, 02. Juni 2026 ("taz")
»Selten hat eine solche romanhafte Biografie so großes positives Echo erzeugt wie Scuratis Roman. Er verbindet in vorbildlicher Weise Historie und erläuternde Geschichte und lässt den großen Duce in allen seinen Facetten lebendig werden. Exzellent.« Ernst Koelnsperger, Studiosus Bücherschau, Juni 2026 ("Studiosus Bücherschau")
»Das ›M‹ steht für Mussolini, dessen Leben Scurati detailreich und elegant nacherzählt. […] Das Oszillieren zwischen der Nüchternheit sorgfältig recherchierter Originaldokumente und erzählerischer Verdichtung verleiht seinen Büchern ihre Wucht. Sprachlich hebt sich Scurati vom herkömmlichen historischen Romanen ab: Sein Stil ist eindringlich, rhythmisiert durch kurze, prägnante Sätze, die die Dramatik der Geschehnisse verstärken. Die Konzentration auf das Erleben der Protagonisten und die Dynamik der Ereignisse verleiht Scuratis Erzählung eine besondere Unmittelbarkeit, die neben der Ideologie eben auch die Psychologie der Faschisten – und allen voran Mussolinis – in den Mittelpunkt stellt.« Moritz, Pitscheider, Jungle World, 24. April 2025 ("Jungle World")

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Erscheinungsdatum

16.05.2026

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Klett Cotta

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,9 cm

Gewicht

524 g

Farbe

Schwarz

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

M. La fine e il principio

Übersetzt von

Verena Koskull

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96719-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    07.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Spannend und informativ

    Mein Lese-Eindruck: Ein dramatischer erster Satz: „Der Affe brüllt. ... Mit aufgerissenem Maul, die Augen zu Schlitzen verengt, gebleckten Säbelzähnen brüllt der hundeschnäuzige Affe wie Sinnen.“ Mailand ist zerstört, die Zootiere streifen durch die Stadt, und die Menschen graben in den Trümmern nach Verschütteten. Das Brüllen des Affen passt zu den dramatischen Ereignissen, die Scurati in seinem fünften Band der großen Romanbiografie Mussolinis in den Blick nimmt: den Sturz des Diktators durch seine eigenen Leute, seine Errettung durch Hitlers Truppen, die Errichtung der Republik von Salo und schließlich Mussolinis Ermordung im April 1945. Akribisch verfolgt der Autor die Ereignisse und leuchtet die politischen Hintergründe aus. Mussolini wird zu einer Marionette seines Waffenbruders und Gesinnungsgenossen Hitler während der Besetzung des Landes. Tatenlos und in Schwermut versunken sitzt er in einer Villa am Gardasee und sieht ebenso tatenlos den „Säuberungen“ der SS zu, deren Grausamkeiten noch die seiner eigenen Schlägerbanden übertreffen. Je näher die alliierten Truppen kommen, umso rasender wird die Mordlust und Zerstörungswut der SS, aber auch der italienischen Faschisten, die sogar ihre eigenen Leute in blindem Fanatismus niedermetzeln. Ein bislang nicht aufgearbeitetes Kapitel der italienischen Geschichte. Scuratis Sachkenntnis ist beeindruckend. Er wertet eine unendliche Fülle an Dokumenten aus und fügt sie zusammen zu einem lebendigen, spannenden Roman, wobei er wesentliche Dokumente den einzelnen Kapiteln anfügt und so seine historische Redlichkeit unter Beweis stellt. In kurzen Kapiteln führt er einen riesigen Personenreigen vor und leuchtet damit diese bewegte und chaotische Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven aus. Interessant fand ich, dass Scurati bei seinem Erzählen öfter die Täterperspektive und z. B. Mussolinis psychische Verfassung in den Blick nimmt; damit begibt er sich auf Glatteis, aber es gelingt ihm, jede positive Identifikation mit Mussolini zu vermeiden. Dass er mit seinem Pathos gelegentlich übertreibt, sei ihm verziehen. Die Lektüre wird noch beklemmender, wenn man sich als Leser den unübersehbaren Gegenwartsbezug vor Augen führt... Am Schluss listet der Autor einige Kurzbiografien auf, und auf eine sei hingewiesen: die des Mailänder-Gestapo Chefs Theodor Saevecke, der aufgrund seiner grausamen Massenerschießungen den Beinamen „Henker von Mailand“ bekam. Und der nach dem Krieg als „befähigter Beamter“ in leitender Position im Bundeskriminalamt tätig war und seine Karriere im Innenministerium beendete. Wie Scurati es am Schluss seines Buches formuliert: „Ja, mein Publikum wird wieder da sein. Wieder und wieder. Der Kadaver wird zurückkehren, ich werde zurückkehren.“ Wie wahr.

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