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Die Elefanten

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26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/2,4 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Elfenbein / Mandarine

Auflage

1

Originaltitel

Slon

Übersetzt von

Ruth Altenhofer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07373-7

Beschreibung

Rezension

»Der Roman von Sasha Filipenko entzieht sich mit großem Raffinement jeder einfachen Deutung, er ist vielstimmig und magisch.«

Annemarie Stoltenberg / NDR Kultur NDR Kultur

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/12,2/2,4 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Elfenbein / Mandarine

Auflage

1

Originaltitel

Slon

Übersetzt von

Ruth Altenhofer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07373-7

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • gst

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisches Experiment

    Ich liebe die kritischen Bücher des weißrussischen, in die Schweiz emigrierten Autors und seinen Schreibstil. Doch dieses Werk ist überraschend anders! Ich habe noch nie ein ähnliches Buch gelesen. Ebenso wie ein abstraktes Gemälde keine präzise Darstellung der optischen Realität repräsentiert, so ist auch diese Literatur nicht für bare Münze zu nehmen. Doch wer sich darauf einlässt, wird staunen, wie viel mehr Aussagekraft in dem Konglomerat aus Literaturstilen vorhanden ist. Da wird anhand eines Autors und seiner Familie eine Geschichte über plötzlich aufgetauchte Elefanten erzählt. Der Comedian Pavel, der in die Tochter des Schriftstellers verliebt ist, versucht sich dagegen zu wehren. Kommentare von Internetusern ergänzen die Szene ebenso, wie vom Amt ausgegebene, streng geheime Handlungspläne. Und zu allem Überfluss hilft einem ein Kreuzworträtsel beim Lesen dieses Buches. Noch nie habe in einem Roman während des Lesens so viel hin und her geblättert. Das wurde leider durch die E-Book-Variante ziemlich erschwert. Deswegen würde ich raten, hier der gedruckten Version den Vorzug zu geben. Während ich zu Beginn etwas verwirrt und verunsichert war, ob mich dieses Durcheinander überhaupt erreichen kann, baute sich schon bald eine zunehmende Begeisterung auf. Die Gesellschaftskritik, die immer deutlicher wird, geht tief unter die Haut. Da liest man beispielsweise in einer geheimen Handlungsanweisung: „Der Mensch muss dressiert werden. Dafür ist der Staat ja da.“ Gibt es eine größere Manipulation? Erschreckend auch, wie sich die Obrigkeit in persönliche Beziehungen einmischt. Und zum Schluss braucht man ein gute Nervenkostüm! Fazit: Um das Buch voll und ganz genießen zu können, sollte man sich auf das Ungewöhnliche voll und ganz einlassen. Dann wird der Roman zu einer überaus spaßigen Angelegenheit mit ernstem Hintergrund.

  • SimoneF

    5/5

    24.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Messerscharfe Parabel in einzigartiger Form

    Alexander ist Schriftsteller und lebt in einer großen Villa. Seine Frau Sofija himmelt ihn an, lobt jede seiner Ideen. Die erwachsene Tochter, eine erfolglose Schauspielerin, wohnt in einer eigenen Villa nebenan, kommt aber jeden Morgen zum gemeinsamen Frühstück und löst Kreuzworträtsel. Eines Morgens steht plötzlich ein Elefant im Zimmer. Und bei den Nachbarn auch. In der ganzen Stadt tauchen sie plötzlich wie aus dem Nichts auf. Doch die Menschen leben einfach weiter und ignorieren die Tiere. Manchen ist etwas unwohl dabei, aber sie arrangieren sich damit, füttern die Elefanten und räumen ihre Hinterlassenschaften weg. Der Staat gibt Anweisung, wie sich die Menschen zu verhalten haben, manipuliert sie. Niemand widersetzt sich, bis auf den Stand-Up-Comedian Pawel, dessen große Liebe Anna ist. Pawel ruft bei seinen Vorstellungen dazu auf, die Elefanten aus der Stadt zu vertreiben, und zieht damit den Unmut des Staates auf sich. Der Elefant im Raum, den niemand sehen will – offensichtlicher könnte Sasha Filipenkos Metapher kaum sein. Der belarussische Schriftsteller, der im Schweizer Exil lebt, hat mit „Die Elefanten“ eine großartige Parabel auf autokratische Systeme geschrieben, die zu zivilem Ungehorsam aufruft und die große Masse kritisiert, die ihre Augen vor dem Offensichtlichen verschließt und ihr Leben möglichst unbehelligt weiterlebt. Natürlich hat man beim Lesen sofort Russland und den Krieg gegen die Ukraine im Sinn, die Geschichte passt als Warnung jedoch ebenso gut auf die USA unter Donald Trump oder die deutsche Gesellschaft, die zusieht, wie rechte Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Pawel, der Stand-Up-Comedian, leistet auf der Bühne Widerstand, nennt die Dinge als einiziger beim Namen – hier musste ich sofort an die amerikanische Late-Night-Szene mit Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon und Stephen Colbert denken. Hier hat Trump ja bereits Versuche unternommen, diese absetzen zu lassen, bei Colbert vermutlich mit Erfolg. Pawel ist der tragische Held des Romans, dessen Schicksal mich stellenweise an Orwells „1984“ erinnert hat. Was Filipenkos Roman so einzigartig macht, ist die ungewöhnliche Form: Alexander ist gleichzeitig Autor sowie Figur der Geschichte, die stark mit Metafiktion und Selbstreferenzialität spielt. Der Text wird immer wieder unterbrochen durch Social-Media-Beiträge von Usern aus Literaturforen zu eben diesem Buch, sowie durch interne Dienstanweisungen aus dem Innenministerium. Darüber hinaus sind einzelne Schlüsselworte im Text durch Umschreibungen ersetzt, die am Schluss ein vollständiges Kreuzworträtsel bilden. Je weiter man liest, desto stärker wird klar, wie all diese Formelemente miteinander in Zusammenhang stehen, und es ergibt sich ein geradezu absurdes, groteskes Gesamtbild, das gespickt ist mit scharfzüngigem, hintergründigem Humor und beißender Gesellschaftskritik. Trotz der komplexen Konstruktion ist der Roman erstaunlich gut zu lesen. Wie schon „Der Schatten einer offenen Tür“ hat mich auch „Die Elefanten“ vollends begeistert, und ich werde das Buch in einigen Tagen sicher noch einmal lesen, da ich den Eindruck habe, dass es noch einige Details und Anspielungen zu entdecken gibt, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren. Ich empfehle „Die Elefanten“ allen, die bereit sind, sich auf einen anspruchsvollen Roman mit komplexer Form einzulassen.

  • MarcoL

    aus Füssen

    4/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kritische, ironische, treffende Gesellschaftskritik. Literarisch einzigartig.

    Auf einmal waren sie da, die Elefanten. Sie standen einfach so herum. In den Wohnungen, Büros, Straßen. Blockierten Teile des Lebens, machten alles etwas komplizierter und schwieriger. Niemand tat etwas dagegen, und bald waren sie eine Selbstverständlichkeit. Menschen, die dagegen aufbegehrten, wurden zu Außenseitern, ja Querulanten abgestempelt. Und schnell offenbart sich uns diese Allegorie, wofür die Dickhäuter stehen. Schnell passt sich der Mensch an Bedrohungen und Einschränkungen durch den Staat an, frei nach dem Motto: wenn es nicht schlimmer wird und mich kaum betrifft, was soll's. Natürlich gibt es Einzelne, wie zum Beispiel den Stand-up-Comedian Pawel, der dagegen aufbegehrt, der ausspricht, was Sache ist, das Problem beim Namen nennt. Er versucht es mit Humor – dennoch verblassen seine anfänglichen Witze darüber schnell. Auch privat leidet seine Beziehung mit Anna – denn wenn die äußeren Einflüsse Druck ausüben, gerät auch das innere Gefüge ins wanken, mit existenziellen Folgen. Das ist aber in diesem Roman noch nicht alles, denn die Figur von Alexander (Annas Vater und Schriftsteller) besticht durch eine interessante literarische Idee: Er möchte einen Roman schreiben, der nur aus Leserkommentaren aus den Social-Media-Bubbles besteht. Und just finden wir dieses Experiment schwarz auf weiß vor uns, denn Filipenko bedient sich selbst dieses Stilmittels (genial, aber anstrengend). Was mir jetzt nicht so behagte bei der Lektüre waren die angedeuteten Kreuzworträtsel. Denn ab und zu muss man sich dann ein Wort aus dem zu Beginn stehenden Kreuzworträtsel selbst raus suchen (was nicht besonders schwer ist, aber den Lesefluss unterbricht). Der Roman ist eine Parabel, ein politischer Fingerzeig, der gezielt auf die offenen Wunden in der Gesellschaft drückt. Die Gefahr schleicht sich ein, Zensur und Diktatur werden schnell als Normal erachtet. Und gerade in dieser Zeit ist dieses Buch aktueller denn je. Rund um den Globus brennt es, die Feuer geschürt von machtbesessenen Autokraten, denen das Wohl des eigenen Volkes völlig egal ist – man kann auf dem Globus hinschauen, wo man will, diese beißende Kritik trifft überall ins Schwarze. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen sehr speziellen Roman für alle, die sich auf ein literarisches Experiment einlassen möchten.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    12.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn plötzlich Elefanten im Wohnzimmer stehen

    Stell dir vor, du gehst morgens aus dem Haus, willst nur schnell zum Bäcker und plötzlich steht ein Elefant auf dem Marktplatz. Riesig. Grau. Unübersehbar. Und alle tun so, als wäre das völlig normal. Genau mit diesem Gefühl spielt dieses Buch und ehrlich gesagt hat mich das ziemlich schnell gepackt. Die Elefanten tauchen einfach auf. Auf Straßen, in Wohnungen, mitten im Alltag. Aber keiner spricht darüber. Alle schauen weg, machen weiter wie bisher. Diese stille Absurdität hat mich beim Lesen gleichzeitig zum Schmunzeln und zum Kopfschütteln gebracht. Weil man irgendwann merkt, dass diese Elefanten eigentlich gar keine Tiere sind. Mittendrin steht Pawel, ein Stand up Comedian, der das Schweigen nicht aushält. Auf der Bühne spricht er aus, was alle sehen, aber keiner sagen will. Während ich das gelesen habe, dachte ich mehrfach: Junge, halt doch einfach den Mund. Aber genau das kann er nicht. Und genau deshalb wird es gefährlich. Sasha Filipenko schreibt klar, direkt und manchmal fast beiläufig, während einem innerlich langsam dämmert, wie bitter ernst diese Geschichte eigentlich ist. Zwischen absurden Szenen, trockenem Humor und stiller Verzweiflung steckt eine ziemlich starke Gesellschaftskritik. Besonders hängen geblieben ist dieses Gefühl von Beklemmung. Dieses Wissen, dass alle wissen, was los ist, aber trotzdem keiner den Mund aufmacht. Und dann steht da dieser eine Typ mit Mikrofon auf der Bühne und sagt einfach: Leute, da steht ein verdammter Elefant. Ein ruhiges, kluges und gleichzeitig ziemlich mutiges Buch. Kein lauter Roman, aber einer, der lange im Kopf herumtrampelt.

  • Jürg Stocker

    aus Scuol

    2/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht jedes gefeierte Meisterwerk findet seinen Leser

    Ein Roman, der vielerorts als literarisches Meisterwerk gefeiert wird, bei mir jedoch vor allem Ratlosigkeit und Distanz ausgelöst hat. Zum Inhalt: Filipenko erzählt keine realistische Geschichte über Elefanten, sondern eine Parabel. Im Zentrum steht ein Schriftsteller, der fieberhaft nach einer grossen Idee für seinen nächsten Roman sucht. Gedanklich spielt er unterschiedliche Szenarien durch – von der Machtübernahme der Neandertaler bis zu einem radikalen Rachefeldzug gegen alte Männer, nachdem seine Frau und seine Tochter auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Schliesslich verwirft er diese Ansätze und wendet sich einer neuen Idee zu: Elefanten erscheinen plötzlich überall und breiten sich unaufhaltsam aus. Die Tiere stehen symbolisch für Probleme und Entwicklungen, die von einer Gesellschaft zwar wahrgenommen, aber verdrängt werden. Meine Eindrücke: Die Grundidee des Romans finde ich durchaus interessant. Der «Elefant im Raum» als Symbol für verdrängte Ängste und gesellschaftliche Missstände besitzt zweifellos Potenzial. Dennoch blieb ich beim Lesen zunehmend ratlos zurück. Je länger ich las, desto mehr beschlich mich das Gefühl, dass hier bewusst eine ungewöhnliche, vielleicht neue Form des Erzählens angestrebt wird. Die zahlreichen eingeschobenen WhatsApp- und SMS-Nachrichten, die Perspektivwechsel und die fragmentarische Erzählweise unterbrachen meinen Lesefluss immer wieder. Ich hatte nicht das Gefühl, einer Geschichte zu folgen, sondern einem literarischen Konstrukt, das sich mir nie wirklich erschloss. Dabei bin ich neuen Ausdrucksformen durchaus aufgeschlossen gegenüber. Ich liebe abstrakte Kunst und muss nicht immer alles verstehen. Bei «Die Elefanten» weckten die literarischen Experimente in mir jedoch weder Neugier noch Emotionen, sondern vor allem Distanz. Mein Fazit: Nach knapp achtzig Seiten habe ich die Lektüre abgebrochen – etwas, das bei mir nur selten vorkommt. Ich erkenne die Idee und die gesellschaftliche Aussage hinter der Parabel. Die gewählte Erzählform hat mich jedoch nicht erreicht. Für mich blieb «Die Elefanten» eine interessante Idee, die sich nicht in ein fesselndes Leseerlebnis verwandeln konnte. Leseempfehlung: Wer Freude an literarischen Experimenten und viel Raum für eigene Interpretationen hat, könnte an diesem Roman Gefallen finden. Wer hingegen eine emotional packende und leicht zugängliche Geschichte sucht, dürfte möglicherweise ähnlich ratlos zurückbleiben wie ich.  

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