Kaum hat vor Helgoland eine Übung des niederländischen, deutschen und dänischen Grenzschutzes begonnen, geht bei der Küstenwache ein Notruf ein. Eine Klimaforscherin, die mit einem US-Forschungsschiff auf dem Weg von Grönland nach Kiel war, wird vermisst. Nach vergeblicher Suche der Küstenwache und der Helgoländer Seenotretter führt Xander Rimbach, Ermittler der Bundespolizei See, Verhöre an Bord der RV Anthropocene. Alles deutet darauf hin, dass die Wissenschaftlerin, die seit Jahren an Depressionen litt, willentlich über Bord gegangen ist. Doch als Kommissar Liewe Cupido eine Nachricht der Lotsin erhält, die die Anthropocene auf die Elbe gesteuert hat, kommen Zweifel auf. Und als der Fund eines niederländischen Nordseekutters offenbart, dass die vermisste Frau ein grausames Ende gefunden hat, ist die Dringlichkeit der Ermittlungen nicht mehr zu bestreiten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
13.06.2026
eBook (ePUB 3)
Stimminger vierter Band
Im vierten Band der Serie um Liewe Cupido und Xander Rimbach verschwindet eine Frau von einem Forschungsschiff in der Deutschen Bucht und es stellt sich die Frage, ob dies ein Unfall war, Selbstmord oder Mord.
Mathijs Deen erzählt eine sehr spannende Geschichte mit Personen, die vielschichtig sind, teilweise widersprüchlich wie im echten Leben handeln und von Band zu Band sorgfältig weiterentwickelt werden. Das Arbeitsverhältnis von Liewe und Xander nimmt diesmal etwas mehr Raum ein, was sehr stimmig ist. Große Leseempfehlung und Hoffnung auf eine nächste Folge!
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
19.09.2025
eBook (ePUB 3)
Mord auf der Nordsee
Ein spannender Krimi über eine ermordete Klimaforscherin und die Grenzwache auf der Nordsee. Das Leben und die verschiedenen Funktionen auf und an der Nordsee werden sehr gut beschrieben. Das Buch ist Teil einer Serie und sehr gut geschrieben. Spannendes Setting und fesselnder Plot. Sehr empfehlenswert.
Buchstabenfestival
5/5
12.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend bis zum Schluss
Es war mir wieder ein Fest Liewe Cupido und Xander Rimbach bei den Ermittlungen zu begleiten.
Sie hatten es auch diesmal nicht leicht. Sowohl private als auch dienstliche Probleme erschwerten die Suche nach dem Mörder. Oder war es doch Selbstmord, wie bisher die meisten annahmen? Doch warum springt eine junge Frau über Bord? Vieles spricht dafür, denn sie war müde, traurig und hatte mit traumatischer Erfahrung zu kämpfen. Doch reicht dies aus?
Rimbach geht zunächst allein auf das Schiff, um die Besatzung zu befragen, die jedoch recht wortkarg ihm gegenüber auftreten. Er kann nichts finden, aber er bekommt das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, nicht los. Da das Schiff das Hoheitsgebiet zweier Staaten gekreuzt hat, bricht wieder die Diskussion der Zuständigkeit aus. Rimbach gerät dazwischen und mit seinem Chef aneinander. Liewe Cupido wird hinzugezogen und so ermitteln beide weiter.
In diesem Fall führt eher Xander Rimbach die Ermittlungen. Er holt sich jedoch immer wieder den Rat von Cupido. Die Kombination aus dem eher wortkargen, verschlossenen und ruhig ermittelnden Cupido und des aufgewühlten, zu viel redenden Rimbach macht Spaß. Beide ergänzen sich gut und Rimbach kommt immer mehr auf die Augenhöhe von Cupido. Die Bindung zwischen den beiden Ermittlern wird langsam stärker.
Neben den Ermittlungen erfährt man diesmal auch etwas mehr aus dem Privatleben von Cupido. Seine Mutter und das schwierige Verhältnis zu seiner Schwester stehen im Mittelpunkt und zeigen eine andere Seite von dem Ermittler.
Die Verwicklungen von Forschung, Macht und Profit, die Einblicke in die Klimaforschung und die Schiffsfahrt und die Querelen zwischen den Behörden sorgten wieder für einen spannenden und interessanten Fall. Mathijs Deen beschreibt seine Charaktere und die Umgebung so gut, dass sie greifbar werden. Man spürt beim Lesen den Wind, die Kälte auf dem Geisterschiff und die Trauer der Charaktere.
Für mich war es wieder ein gelungener Fall und ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Liewe Cupido & Xander Rimbach.
Gertie G.
aus Wien
5/5
04.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beste Krimiunterhaltung
„Die Lotsin“ von Mathijs Deen ist bereits der vierte Fall für Kommissar Liewe Cupido. Er ist gebürtiger Deutscher, aber auf Texel aufgewachsen und wird darum »der Holländer« genannt. Diesmal greift er später als üblich ins Geschehen ein. Worum geht‘s?
Die Glaziologin und Klimaforscherin Iona Grimstedt arbeitet auf eine Forschungsstation im Nordosten Grönlands. Auf Grund eines gefährlichen Zwischenfalls funkt man das nächste Schiff an, um sie an Land, nach Kiel, zu bringen, da sie an zahlreichen Erfrierungen leidet. Es ist ausgerechnet das Forschungsschiff Anthropocene auf dem ihr Mann Torsten als Erster Offizier Dienst tut. Niemand ist von Ionas Anwesenheit recht begeistert und auch der Ehemann verhält sich eigenartig. Wenig später erhält die deutsche Küstenwache einen Notruf, denn Iona scheint kurz vor Helgoland über Bord gegangen. Ist sie gesprungen oder hat hier jemand nachgeholfen?
Xaver Rimbach, der junge Kollege von Liewe Cupido, der im Moment nicht abkömmlich ist, übernimmt die ersten Befragungen der Schiffsbesatzung bis er von seinem Hermann Rademacher, dem Leiter der Bundespolizei SeeEinheit, rüde zurechtgewiesen und abkommandiert wird. Rimbach, ein Winzersohn aus dem Neckargebiet ist die raue See nicht geheuer und zudem hat er das Gefühl, dass auf dem Schiff etwas im Argen liegt. Doch ein Gefühl, auch wenn es noch so mies ist, ist zu wenig. Auf die Fakten kommt es an, sagt Xanders Mentor Liewe immer. Wenig später übernimmt Liewe Cupido die Ermittlungen, die immer mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten.
Was hat der Kapitän zu verbergen, dass er die Lotsin niederstößt?
Meine Meinung:
Ich mag den wortkargen Ermittler Liewe Cupido und auch Xander bin ich in diesem Band näher gekommen. Er ist ja das genaue Gegenteil von Cupido, weil ob seiner Unsicherheit immer ein wenig zu viele Worte macht. Ich denke, Xander hat enormes Potenzial, das auch von Cupido erkannt wird.
Interessant finde ich die Beschreibung des Lebens auf See. Für mich als Wiener Landratte ist das nichts, obwohl ich immer wieder gerne den Schiffen zusehe, sei es in Hamburg oder auf der Kieler Woche. Gut beschrieben ist die eigenartige Atmosphäre, die auf der Anthropocene herrscht. Den Begriff „Geisterschiff“ finde ich gut gewählt.
Der Krimi ist komplex, zumal ja auch mehrere Dienststellen, die nicht immer besonders gut harminieren, an den Ermittlungen beteiligt sind.
Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten. Allerdings sind sowohl Torsten als auch Iona Grimstedt ist keine besonderen Sympathieträger. Besessen von ihrer Arbeit lässt sie ihre fünfjährige Tochter bei ihrer Mutter, die kaum die deutsche Sprache beherrscht, zurück und sein Verhalten ist auch sehr fragwürdig.
Mit dem Auftauchen von Liewes Schwester Paula und dem Tod der Mutter erhält der Krimi dann noch einen persönlichen Touch und wir Leser erfahren, warum sich die Geschwister aus dem Weg gehen.
Eine kleine Anmerkung muss ich zur Übersetzung machen: Der niederländische Originaltitel heißt „De loods“ was ins Deutsche übersetzt soviel wie Schuppen, Halle, Lager oder schlicht Container, wie sie auf der Anthropocene in Verwendung stehen, bedeutet. Ein (Schiffs)Lotse wird als Scheepspiloot bezeichnet. Das hat mir der Mann meiner Freundin, ein gebürtiger Holländer aus Zeeland erklärt. Das hat nichts mit der Lotsin zu tun, die kurz an Bord war, sondern mit den Containern und ihrer besonderen Fracht.
Fazit:
Dieser vierte Fall für Liewe Cupido hat mich sehr gut unterhalten, weshalb ich ihm 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.
Sebastian Ottmann (LeseOrbit - Bücher-Blog)
4/5
01.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Stiller und ruhiger Krimi rund um das Thema Klimawandel
„Die Lotsin“ von Mathijs Deen hat einen angenehmen Erzählstil und ist ein ruhiger und stiller Krimi. Das fand ich sehr wohltuend, dass es nicht immer ein rasanter Thriller sein muss. Mit dem Thema Klimawandel wird im Buch ein hochaktuelles Thema aufgegriffen und man erfährt im Laufe der Handlung sehr viel über die Gemütslage der Wissenschaftlerin und was sie beschäftigt hat. Dies führt auch dazu, dass man an der einen oder anderen Stelle im Buch auch selbst nachdenklich wird. Neben dem Thema Klimawandel wurde im Buch auch das Thema Anfeindung von Wissenschaftler:innen auf Social Media aufgegriffen, was ich auch sehr gut fand.
Das Buch war der erste Band der Reihe über Kommissar Liewe Cupido den ich gelesen habe. Etwas schade fand ich, dass man in diesem Band sehr wenig über die Vorgeschichte von Cupido erfährt. An der einen oder anderen Stelle merkt man, dass es besser ist, mit dem ersten Band der Reihe zu starten und nicht mittendrin. Allerdings ist die Handlung an sich abgeschlossen und man kann diesen Band auch alleine lesen, ohne die vorherigen kennen zu müssen.
Der Krimi an sich hat sehr wenig Spannung, man liest aber trotzdem weiter, weil man gerne die Lösung wissen möchte, warum Iona, die Wissenschaftlerin, über Bord gegangen ist. Gerade die Beschreibung der Gemütslage der Wissenschaftlerin ist interessant und sorgt auch dafür, dass man weiterliest. Am Ende gibt es auch Wendungen im Geschehen, die man so nicht erwartet hätte. An der einen oder anderen Stelle hätte der Handlung aber auch etwas mehr Spannung gut getan.
„Die Lotsin“ ist ein Krimi rund um das Thema Klimawandel der gerade mit seiner ruhigen und stillen Art überzeugt und auf jeden Fall lesenswert ist.
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