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Sprechen

Aus der Reihe Hanser Berlin LEBEN
6

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33606

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

20,6/12,5/1,9 cm

Gewicht

217 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28585-9

Beschreibung

Rezension

»Dröscher zeigt eindrücklich, wie Unsicherheit und Hochstapler-Syndrom Menschen verstummen lassen.« Lukas Meschik, Buchkultur 3/2026
»Die Herausforderung, das Gefühl der Liebe in Worte zu fassen ... wird originell und charmant behandelt, weil die Autorin sogleich offen und klug analysierend schreibt... Die Stärke dieses Essays liegt darin, unangestrengt Vieles zu vereinen, das Politische ebenso wie eigene Erfahrungen der Autorin... Daniela Dröschers Essay ist selbst ein offenes Gesprächsangebot.« Dina Netz, Deutschlandfunk, 28.5.26
»Ein tastender Essay... Man hält immer wieder inne und fragt sich: Wie spreche ich eigentlich? ... Gleichzeitig ist ›Sprechen‹ auch ein Buch der Emanzipation.« Christian Batzlen, Südwest-Rundfunk, 30.4.26
»Ein Plädoyer dafür, Sprache verbindend und nicht trennend einzusetzen und einander in einer Haltung der Großzügigkeit zuzuhören. Eine so wichtige wie dringliche Botschaft.« Eliport, 26.4.26
»Vom persönlichen Erleben ausgehend zieht sie weite Kreise in die Soziologie, die Literatur und in die Geschichte, um in unsere gestörte Sprech-Gegenwart zurückzukehren.« Birgit Schmitz, Rolling Stone, Mai 2026
»Daniela Dröscher mit ihrer Sprachfertigkeit und Bedachtheit beim Erkunden dieser Facetten zu begleiten, macht Lust, sich selbst mit der eigenen Sprechbiografie zu beschäftigen.« Julia Rumplmayr, Welt der Frauen 4/5, 2026
»Ein Plädoyer dafür, Sprache verbindend und nicht trennend einzusetzen und einander in einer Haltung der Großzügigkeit zuzuhören. Eine so wichtige wie dringliche Botschaft.« Marie Varela, eliport.de, 22.4.26

Produktdetails

Verkaufsrang

33606

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

20,6/12,5/1,9 cm

Gewicht

217 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28585-9

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    25.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprechen und Sprache ist wichtig

    Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ergänzt andere Bücher von Daniela Dröscher, man kann es aber auch lesen, ohne die anderen zu kennen. Neben den autobiographischen Teilen reflektiert Dröscher auch allgemein über Sprache und das Sprechen. Das hat mir so manche neue Perspektive eröffnet. Ich empfehle dieses Buch allen, denen Sprache etwas bedeutet.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    20.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Bedeutung der Sprache

    Sprechen von Daniela Dröscher ist der neueste Band aus der Reihe LEBEN, der bei Hanser Berlin erscheint. Daniela Dröscher beleuchtet auf etwas über hundert Seiten verschiedene Bereiche des Sprechens und ergänzt sie mit Beispielen aus ihrem privaten Leben. „Häufig war ich dem ausgesetzt, was man in der Pädagogik „silent treatment“ nennt. Bestrafung durch Nicht-mehr-Sprechen, Bestrafung durch Schweigen. Meine Mutter hat oft geschwiegen.“ Wir erlernen das Sprechen in der Familie, in Familien wird gesprochen, gestritten und geschwiegen. In Daniela Dröschers Familie wurde viel gestritten, der Vater warf der Mutter vor, dass sie zu dick sei, die Mutter schwieg dazu. Ihre Mutter kam aus Schlesien und sprach Hochdeutsch, der Vater stammt aus dem Hunsrück und sprach einen Pfälzer Dialekt. In der Schule und Nachbarschaft wollte Daniela dazugehören und sprach Dialekt, später an der Universität waren Dialekte verpönt, woraufhin sie verstummte und die ersten Semester stumm blieb. Die Sprachhemmungen überwand sie erst nach ihrem Auslandssemester, als Englisch für ihre Mitstudierenden genau wie für sie eine Fremdsprache war. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht, als ich mit zwölf Jahren mit nur geringen Deutschkenntnissen aus Polen nach Deutschland gekommen bin. In der Schule blieb ich stumm, außer im Fremdsprachenunterricht, wo meine Mitschüler die gleichen Voraussetzungen wie ich für das Erlernen der Fremdsprache mitbrachten. In Russisch konnte ich glänzen, da ich bereits eine andere slawische Sprache beherrschte. Ein berühmtes literarisches Beispiel für eine bewusste Sprech-Erziehung ist Eliza Doolittle aus My Fair Lady. Eliza will das Englisch der Upperclass erlernen, um in eine höhere Gesellschaftsschicht aufzusteigen. „Kinder ver-hören sich ständig.“ Ganz besonders, wenn sie eine neue Sprache erlernen, wie das bei meinem Bruder der Fall war, nachdem wir aus Polen nach Deutschland gekommen sind. Er kam aus dem Kindergarten nach Hause und erzählte uns, dass Jesus Grippe hatte, zuerst waren wir darüber verwundert, was den Kindern im deutschen Kindergarten beigebracht wird, bis wir herausgefunden haben, dass er Grippe mit Krippe verwechselt hatte. Wenn wir uns verlieben, fällt es uns oft besonders schwer, unsere Gefühle in Worte zu fassen. Noch schwerer ist es, Trauernde zu trösten und mehr als „O mein Gott“ oder „Es tut mir so leid“ zu sagen. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Sprechens ist das Missverständnis – „es gehört zur menschlichen Sprache ebenso grundlegend, wie die Fehlbarkeit zum Menschen gehört.“ Gerade in Beziehungen kann jeder ein Lied davon singen. Der Klatsch und Tratsch in ihrem Heimatdorf hat der Autorin zunächst den Small Talk vermiest, doch Jahrzehnte später weiß sie ihn sehr zu schätzen. Ich fand das schmale Büchlein interessant und informativ und finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, anhand von Beispielen aus ihrem Leben die verschiedenen Aspekte des Sprechens darzustellen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    4/5

    17.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprache als Emanzipation und Verbindung

    Daniela Dröscher ist für ihre Romane mit autobiografischem Bezug bekannt, so z.B. "Lügen über meine Mutter" oder "Junge Frau mit Katze". Nun ist mit diesem schmalen Bändchen ein Essay von ihr erschienen, der nicht für sich in Anspruch nimmt, ein Roman mit durchgängiger Handlung zu sein. Es sind einfach gesammelte Gedanken der Autorin zum Thema Sprache und Sprechen. Es geht um Themen wie die Selbstverständlichkeit, mit der Kleinkind diverse Laute unterschiedlichster Sprache ausprobieren, und wie sie uns verloren geht. Um die individuellen Arten zu sprechen, die stark durch Herkunft, Klasse und Region geprägt sind. Um die Möglichkeit oder Unmöglichkeit zwischen Hochsprache und Dialekt flexibel hin- und herzuwechseln und über die Zuschreibungen, die mit beidem verbunden sein können. Um Situationen der gefühlten Unzulänglichkeit und Nicht-Zugehörigkeit, die sprachlos machen können, etwa an der Hochschule, wenn man das dort verbreitete Vokabular noch nicht beherrscht und immer noch mit dem Habitus eines jungen Menschen mit einem Elternhaus aus einer nicht-akademischen Klasse auftritt. Und um vieles mehr. "Meine Geschichte mit der gesprochenen Sprache ist eine Geschichte der Emanzipation", so schreibt die Autorin über ihren Weg zur Selbstermächtigung durch Sprache, bis hin dazu, den Mut zu finden, literarisch und autobiografisch zu publizieren. Es sind viele kluge Gedanken, die für das Thema Sprechen und Sprache sensibilisieren. Und da es sich bei der Autorin um Daniela Dröscher handelt, dürfen auch ihre Lieblingsthemen, die sich durch jedes ihrer Werke ziehen, nicht fehlen: etwa die Mutter und deren Beschämung durch den Vater aufgrund ihres Gewichts. Hier ist das aber im Gegensatz zu manch anderen ihrer Bücher nur ein Thema von vielen und zieht sich nicht durch das ganze Buch (vielleicht für jene gut zu wissen, die das Thema in ihren bisherigen Werken schon umfassend genug behandelt finden). Besonders gut gefallen und nachdenklich gemacht haben mich die Gedanken der Autorin zum Thema Verbindung schaffen durch Sprechen: "Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass es beim Sprechen außerhalb des privaten Raums nicht darum geht, rhetorische Perfektion und intellektuelle Brillanz unter Beweis zu stellen. Es geht vielmehr um den aufrichtigen Versuch, eine wie auch immer geartete Verbindung herzustellen. Ein möglichst freies Sprechen zu beherzigen. Einen gemeinsamen Denkraum zu schaffen." (S. 17) Mir hat diese essayartige Gedankensammlung gut gefallen und ich kann sie allen Fans von Daniela Dröscher sowie jenen, die sich die Verbindung zwischen Sprache, Sprechen und Klasse interessieren, jedenfalls empfehlen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kluger, persönlicher Essay über die Macht der Sprache

    Mit ihrem Essay „Sprechen“ erzählt die Autorin Daniela Dröscher eine sehr persönliche Geschichte über ihr „Drama mit dem Sprechen“. Dabei geht sie zum einen auf ihre soziale Herkunft ein, auf die Erfahrungen ihrer Mutter als Zugezogene und Kind schlesiendeutscher Eltern sowie auf die Bedeutung von Missverständnissen.   „Oft ist es gar kein radikal unverständliches, sondern schlicht ein falsch verstandenes Wort oder ein nicht eingehaltener Code wie eine ausbleibende Entschuldigung, die ganze Kriege entfachen können: zwischen Freunden, im Beruf. Innerhalb von Familien. Dazu müssen Menschen nicht einmal unterschiedliche Sprachen sprechen.“   Dieser Essay ist ein Bericht über eine Frau, die es geschafft hat, ihr Schweigen hinter sich zu lassen und offen sprechen zu können. Der Text war sehr lesenswert und bietet viel Stoff zum Nachdenken über Sprache, Zuhören, nonverbale Konversation, Schweigen, Sprechen und Missverständnisse.   „Sprache - darüber darf und soll das Missverständnis nicht hinwegtäuschen - ist Macht. Wer Sprache hat, hat die Macht. Umgekehrt gilt aber auch: Wer zu sprechen wagt, ist weniger ohnmächtig.  Niemand kommt als mündiger Mensch auf die Welt. Mündigkeit kann, nein, muss man lernen, sie ist eine Praxis. Aber wie? Indem wir uns trauen, freier zu sprechen. Allen etwaigen Missverständnissen und aller Fehlerhaftigkeit zum Trotz.“   „Wenn die menschliche Sprache das sein soll, was den Menschen zum Menschen macht, so wünsche ich mir für das 21. Jahrhundert, dass wir lernen, sie auf eine Weise zu gebrauchen, die unserer Menschlichkeit gebührt. Das aber gelingt nur, wenn wir das Missverständnis nicht nur in Kauf nehmen, sondern geradezu umarmen, als eine der vielen Grundbedingungen allen Sprechens. Wer spricht, muss bereit sein, sich zu blamieren, zu riskieren. Das ist der Preis der Arena. Das Versprechen der geopferten Perfektion ist eine Gemeinschaft der Mündigkeit. Diese funktioniert nur, wenn wir einander wohlwollend begegnen. Wenn wir lernen, von unserem eigenen Befinden immer wieder reflexiv Abstand zu nehmen.“    Vielen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

  • begine

    aus Lemwerder

    3/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Roman

    Der Schreibstil der Schriftstellerin Daniela Dröscher gefällt mir gut. Allerdings ist für mich Das Buch, Sprechen, kein Roman. Zuerst gefiel es mir ja, da ich auch eine schlesische Mutter habe und mein Vater und seine Familie platt schnackten. Ich kam alles verstehen, aber sprechen brauchte ich nicht lernen. In diesem Buch geht es über das Sprechen und das sich verstehen. Das wurde mir aber zu pragmatisch und hochgestochen. Da hebe ich leider die Geduld verloren. Ich lese eben lieber echte Romane.

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