Ein tragischer Cold Case, eine alte Schuld und ein düsteres Geheimnis! Sussex 1985: Holly Moore führt ein trostloses Leben im düsteren Waisenhaus Morgate. Für ein wenig Zuneigung würde die einsame Teenagerin alles tun. Als sie einem jungen Mann begegnet, der sich aufrichtig um sie zu sorgen scheint, keimt Hoffnung in ihr auf. 2015: Jo Hamilton blickt auf eine lange Karriere bei der Polizei zurück. Als die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt wird, holt sie ein 30 Jahre alter Cold Case wieder ein. Im Zuge der Ermittlungen wird Jo klar, dass sie sich der furchtbaren Schuld stellen muss, die sie damals auf sich geladen hat.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
schmoekerstunde
aus Stuttgart
5/5
23.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessantes Familiendrama
Ein Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht und tief unter die Haut geht. Die Autorin verbindet historische Fakten mit einer bewegenden, fesselnden Erzählung voller Emotion und Spannung.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in einem Heim für ledige Mütter untergebracht wird – ein Ort, dessen kalte Grausamkeit und erschütternde Zustände ein dunkles Kapitel britischer Geschichte aufzeigen. Die Protagonistin wächst einem mit jeder Seite mehr ans Herz; ihr Schicksal berührt, erschüttert und lässt einen nicht los.
Themen wie Schuld, Verdrängung und die unaufhaltsame Macht der Erinnerung durchziehen diesen Roman und verleihen ihm eine Tiefe, die weit über bloße Unterhaltung hinausgeht.
Die vergessenen Kinder ist nicht nur eine packende Geschichte – es ist ein literarisches Zeitdokument, das bewegt, aufrüttelt und lange nachwirkt.
Julche84
aus Saarbrücken
5/5
31.12.2024
eBook (ePUB)
Ein super Buch
Ich fand dieses Buch wirklich großartig! Es hat mich sehr gefesselt, so daß ich das Buch in kurzer Zeit gelesen habe. Manche Sachen war zwar etwas langatmig erzählt, was mich aber nicht sonderlich gestört hat.
Joolte_hoert
5/5
11.11.2024
Hörbuch (CD)
Total tiefgründing und bewegend
Bei dem Cover dachte ich direkt: Das ist was für mich! Dieses abgeschiedene Haus,was das Kinderheim "Morgate House" darstellen soll und die verschwundenen Kinder haben ihr übriges dazu beigetragen. Ich habe hier sowohl das Hörbuch gehört als auch das eBook gelesen.
Direkt zu erwähnen ist,das jedes Kapitel auf einer anderen Zeitebene und aus einer anderen Perspektive geschrieben ist. Zu Beginn empfand ich das als sehr erfrischend,denn sowohl 1944,1975, 1985 und 2015 waren super interessant und ich wusste noch nicht in welche Richtung sich das ganze entwickeln würde. Unsere Ermittlerin Johanna "Jo" spielt sowohl im Jahr 1975 als auch 2015 eine tragende Rolle. Sie wollte eigentlich nur helfen,ist jedoch dafür verantwortlich,das zwei junge Mädchen in ein Waisenhaus kommen. Die Verknüpfungen der vielen Zeitebenen hat toll funktioniert,und ich als Leserin wollte immer herausfinden was es mit dem jeweiligen Erzählstrang auf sich hatte. Es war zu keinem Zeitpunkt irgendwie langatmig oder langweilig,denn der Schreibstil war sehr lebendig und bildlich gestaltet. Ich bin zudem echt froh,dass ich zusätzlich zum Buch das Hörbuch hatte,denn Michaela Gärtner hat das hervorragend eingelesen. Sie hat unheimlich viele Emotionen mit eingebracht,und die verschiedenen Charaktere sehr gut vertont. Ob es Wut,Trauer oder Freude war, sie hat sie perfekt imitiert. Ich konnte mir die einzelnen Protagonisten somit noch sehr viel besser vorstellen,und habe die Situationen mehr greifen können.
Wer einen vielschichtigen Roman sucht ist hier an der richtigen Adresse. Der Inhalt wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
⭐⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen
Igela
5/5
29.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fesselnd und spannend!
Nachdem die Schwestern Holly und Daisy Morgan nach einem schrecklichen Unglück Vollwaisen geworden sind, werden sie in das Waisenhaus Morgate überführt. Sie leiden schrecklich unter der Lieblosigkeit und dem Mangel an Wärme und Nahrung. Nachdem Holly einen jungen Mann kennenlernt, verschwindet sie eines Nachts spurlos aus dem Heim. Ihre jüngere Schwester Daisy ist überzeugt, dass Holly nicht freiwillig verschwunden ist.
30 Jahre später werden menschliche Ueberreste auf den Telscomp Cliffs gefunden. Superintendent Johanna Hamilton, die damals die beiden Schwestern nach Morgate brachte, holt jetzt die Vergangenheit ein. Wurde nun endlich, nach so vielen Jahren, Holly gefunden?
In diesem Roman stehen fünf Frauen im Mittelpunkt. Fünf Frauen, deren Lebensgeschichten mich berührt, erschrocken oder gefesselt haben.
Da ist erst einmal Jo, die sich als Polizistin langsam die Karrierestufen hinaufgearbeitet hat und als alleinerziehende Mutter in den frühen Achtzigerjahren dadurch viel Biss zeigen musste. Jo ist untrennbar mit den Schicksalen der anderen Frauen verbunden, da sie einige ältere Geschichten, die sie als junge Polizistin erlebt hat, bis in die Gegenwart mitschleppt.
Sehr berührt haben mich das Schicksal der Schwestern Daisy und Holly Moore. Sie werden als kleine Kinder Waisen und landen im Kinderheim Morgate. Ein Waisenhaus, das Zustände zeigt, in denen es Ende der Siebzigerjahre noch keine regelmässigen Kontrollen und Beistandschaften für die Waisenkinder gab. Im selben Waisenhaus leidet und darbt auch Gemma Smith einige Jahre zuvor ihr Dasein. Sie ist das typische Beispiel dafür, wie ein Kind, das weder Liebe noch Fürsorge erfährt, reagieren kann. Der Hunger nach Anerkennung und Liebe, lässt sie in Gefahr begeben.
Die Letzte im Bunde der abwechselnden Kapitel stellt Olive, Jo's Mutter, deren Leben zu Beginn nicht so recht in die Geschichte zu passen schien. Ihre Kapitel sind nämlich ganz anders aufgebaut und in einer lang vergangenen Zeit angesiedelt. Erst nach und nach ergeben die "Olive-Kapitel" Sinn und die Verbindung wird klar.
Als kleiner Kritikpunkt hätte ich mir gewünscht, dass die Identität des Täters nicht so schnell offensichtlich war. Da hätte die Autorin ruhig noch ein oder zwei ernst zu nehmende falsche Fährten einbauen dürfen. Doch das ist Klagen auf hohem Niveau. Denn die Spannung, wie das nahe Umfeld des Täters seine Schuld aufnimmt, hat mich durch das Buch getrieben.
Emily Gunnis versteht es ausgezeichnet die Figuren lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Ich habe sehr oft mitgefühlt und mitgelitten. Dadurch wird der Roman, den ich persönlich als Krimi bezeichnen würde, fesselnd und spannend. Die regelmässigen Perspektivwechsel, die Jo, Holly, Daisy, Gemma und Olive, sowie die damit verbundenen Zeitwechsel haben mich nie verwirrt. Da einerseits die Wechsel gut deklariert sind und anderseits durch die überzeugende Charakterisierung man immer weiss, wo in der Geschichte gerade steckt. Ganz grosses Kino ist die Verknüpfung der einzelnen Stränge, die Schicksale der einzelnen Figuren, die sich am Schluss zu einem grossen Ganzen verbinden.
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
21.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Waisenhaus, ein 40 Jahre…
Ein Waisenhaus, ein 40 Jahre alter Cold Case und Familiendramen: wenn die Vergangenheit dich einholt Meine Inhaltsangabe: Bletchley Park, Buckinghamshire, 1944: Olive hat sich verpflichtet, als Kurierfahrerin für ihr Land zu dienen. Sie liebt ihre anstrengende Arbeit und geht voll darin auf und lernt dort Gleichaltrige kennen, die dieselben Ziele zu haben scheinen, wie sie. Saltdean, East Sussex, 1975: die junge Waise Gemma, die im berüchtigten Waisenhaus Morgate lebt, wird tot unter den Klippen gefunden. Der angebliche Selbstmord wird nie weiter untersucht, sondern unter den Tisch gekehrt. 1985: Polizistin Jo Hamilton wird zu einer häuslichen Auseinandersetzung gerufen. Durch ein Versehen bricht in dem Haus ein Feuer aus, die Eltern kommen darin um, die beiden Töchter Daisy und Holly kommen nach Morgate. Wer in Morgate landet, ist schnell vergessen. Die Kinder dort leiden unter Hunger und werden nur verwahrt. Eines Tages verschwindet Holly spurlos. 2015: Jo, kurz vor ihrer Pensionierung, hat eine böse Vorahnung, als die Überreste einer weiblichen Person gefunden werden, die dort schon länger liegen. Ist es Holly? Jo, umgetrieben von ihren Schuldgefühlen wegen des Feuers damals zeitlebens geplagt, will den Fall unbedingt übernehmen. Doch ihr Chef und einige Kollegen scheinen sie da raushalten zu wollen. Doch Jo gibt nicht auf und entdeckt Geheimnisse, die ihr Leben aus den Angeln heben. Mein Eindruck: Ich habe davor schon drei Bücher von Gunnis gelesen und jedes hat mich zutiefst beeindruckt und absolut gefesselt. Ihre Storys drehen sich immer um alte Gebäude, die Erinnerungen und auch Traumata wachrufen und immer haben sie einen historischen Bezug. So auch hier. Es gibt mehrere Erzählstränge: 1944, 1975, 1985 und 2015 und die Geschichte hüpft zwischen diesen hin und her. Was anfangs noch konfus erscheint und zusammenhanglos, verwebt sich von Kapitel zu Kapitel immer dichter und schnell war klar: das hängt alles miteinander zusammen. Nur wie, das war mir bis fast zum Schluss nicht klar. Gunnis schafft es immer, mir sämtliche Charaktere nahe zu bringen, sie fast zu fühlen, mit ihnen mitzuleiden und ich hatte mehr als einmal den Drang, ins Geschehen eingreifen zu wollen. Ihre anschaulichen Beschreibungen lösen direkt Kopfkino aus und so konnte ich mir das Haus an der Klippe, die sturmgepeitschten Wellen wie auch die eisige Kälte im Winter 1944 lebhaft vorstellen. Rundum ein absolut packendes Buch, mit einem genialen Aufbau, der einen zunächst eher ratlos sein lässt, dann aber mit Macht zupackt und nicht mehr loslässt. Ich bin mal wieder begeistert! 5/5 Sterne.
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