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Amelia Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,7/15,1/3,2 cm

Gewicht

546 g

Auflage

1. Auflage 2022

Originaltitel

No Bones

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710002084332

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Gemeinsam mit Amelia navigieren die Lesenden durch die menschlichen Tragödien und Niederungen, durch die Absurditäten und widersprüchlichen Gefühle eines Lebens, das vom Nordirlandkonflikt geformt, fast zerstört und für immer gezeichnet ist. Ein Roman, der streckenweise nur aufgrund seines dunkelschwarzen Humors und distanzierender Ironie auszuhalten ist. Und gerade deshalb lange nachhallt. Große Empfehlung!« Ellen Dune, Irland News, 13. November 2022 ("Irland News")
»[W]underbarer Stil, der zwischen Lakonie und Detailverliebtheit pendelt.« Dr. Helmut Schneider, Wienlive, August 2022 ("Wienlive Look!")
»Burns’ direkte, die allgegenwärtige Gewalt in ungeschönter Nüchternheit wiedergebende Art zu erzählen macht ihre Figuren mit wenig Aufwand sehr plastisch. Burns beschreibt nie sensationslüstern, aber mit markanten Details. […] [U]nprätentiös, eindringlich und elegant.« Michael Wurmitzer, der Standard, 26. Juli 2022 ("Der Standard")
»Mit ihrem nun nach zwanzig Jahren auch auf Deutsch erschienenen Debüt „Amelia“ gelingt es der Autorin Anna Burns, dem fassungslosen Schrecken bewaffneter Konflikte zwischen Nachbar*innen, Religionen, Nationalitäten eine Stimme zu geben. […] Eine beeindruckende Erzählung, die den Spagat zwischen bitteren Umständen und unterhaltsamem Tonfall hält.« Julia Köhler, Missy Magazine, 11. Juli 2022 ("Missy Magazine")
»[E]s gibt [...] in diesem Roman einen Witz des Entsetzens, einen an Hoffnungslosigkeit gehärteten, grimmigen Humor. Es gibt brillante Exkurse und surreale Grotesken, die einen gebannt Amelias Wegen folgen lassen, zur rettenden Fähre nach England oder an den Sarg der Schwester oder aber in Nervenheilanstalten.« Bernadette Conrad, Die Zeit, 23.06.2022 ("Die Zeit")
»Ihr Roman, der das Grauen der nordirischen Kämpfe von 1969 an in bisweilen klaustrophobisch dichten Snapshots bannt, macht es uns durch die Person ihrer juvenilen Protagonistin hindurch bis in die feinsten Verästelungen unserer Vorstellungskraft und unserer Schmerzempfindlichkeit nachfühlbar.« Peter Hennig, SR 2 Kulturradio, 22. Juni 2022 ("SR 2 KulturRadio")
»Was hier […] besonders in den Bann schlägt, ist die alltagsnah wirkende Sprache, die sehr bewusst die Register sowohl des Zarten als auch des Brutalen und des Jargons zieht.« Julia Schröder, Stuttgarter Zeitung, 08. Juni 2022 ("Stuttgarter Zeitung")
»Aus der Sicht der achtjährigen Amelia schildert Burns im ruhigen, aber oft schmerzhaft treffsicheren Ton die schleichenden Traumatisierungen durch Krieg, Gewalt und Grenzziehung« Bernd Melchiar, Kleine Zeitung, 04. Juni 2022 ("Kleine Zeitung")
»Mit irrwitzigen, teils surrealen Stilelementen nimmt Anna Burns ihre Leser mit in ein Land und eine Zeit ohne Hoffnung; durch diese Abweichungen von der ›normalen‹ Literatur schafft sie es, eindringlich die einstige ›Normalität‹ der nordirischen Bevölkerung herauszuarbeiten.« Antonia Barboric, Die Presse am Sonntag, 29. Mai 2022 ("Die Presse am Sonntag")
»Es ist die Mischung aus britischem Galgenhumor und irischem Herz, die es unmöglich macht, ›Amelia‹ aus der Hand zu legen.« Edda Bauer, Galore, 27. Mai 2022 ("Galore")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,7/15,1/3,2 cm

Gewicht

546 g

Auflage

1. Auflage 2022

Originaltitel

No Bones

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710002084332

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos authentisch

    Das Cover lässt eine etwas andere Geschichte vermuten. Durch die Beine des Kindes bleibt etwas verborgen, dass es nach der Kindheit der kleinen Amelia mit ihrer Geschichte noch weitergeht. Vielmehr sind es kleine Geschichten rund um Amelia herum. Dabei hat jedes Kapitel als Grundlage ein bestimmtes Ereignis, wobei Amelia nicht immer direkt beteiligt gewesen ist, sondern vielmehr Erzähler der Geschehnisse und deren Verknüpfungen. Schonungslos hangelt sich die Autorin entlang des Lebens von Amelia vom Beginn der Unruhen in Nordirland bis zum Ende. Schon die 7-jährige Amelia erlebt dabei grausame Dinge, die auch in ihrer Familie nicht halt machen. Es ist eine Kindheit, geprägt von Gewalt, Verlust und sehr viel Ungewissheit. Auch, als Amelia heranwächst und schließlich die verhasste Schule verlässt, sind die Folgen der Unruhen täglich spürbar. Die Charaktere sind dabei augrund des Schreibstils und der Einblicke in verschiedene Bereiche sehr authentisch. Bei einigen Geschichten waren die Zusammenhänge nicht gleich zum Beginn des Kapitels klar, sondern haben sich erst nach und nach erschlossen. Daher war dieses Buch auch unglaublich interessant, da es einen spannenden Teil der Geschichte nicht von oben preisgibt, sondern unten.

  • Melba

    5/5

    06.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos authentisch Das…

    Schonungslos authentisch Das Cover lässt eine etwas andere Geschichte vermuten. Durch die Beine des Kindes bleibt etwas verborgen, dass es nach der Kindheit der kleinen Amelia mit ihrer Geschichte noch weitergeht. Vielmehr sind es kleine Geschichten rund um Amelia herum. Dabei hat jedes Kapitel als Grundlage ein bestimmtes Ereignis, wobei Amelia nicht immer direkt beteiligt gewesen ist, sondern vielmehr Erzähler der Geschehnisse und deren Verknüpfungen. Schonungslos hangelt sich die Autorin entlang des Lebens von Amelia vom Beginn der Unruhen in Nordirland bis zum Ende. Schon die 7-jährige Amelia erlebt dabei grausame Dinge, die auch in ihrer Familie nicht halt machen. Es ist eine Kindheit, geprägt von Gewalt, Verlust und sehr viel Ungewissheit. Auch, als Amelia heranwächst und schließlich die verhasste Schule verlässt, sind die Folgen der Unruhen täglich spürbar. Die Charaktere sind dabei augrund des Schreibstils und der Einblicke in verschiedene Bereiche sehr authentisch. Bei einigen Geschichten waren die Zusammenhänge nicht gleich zum Beginn des Kapitels klar, sondern haben sich erst nach und nach erschlossen. Daher war dieses Buch auch unglaublich interessant, da es einen spannenden Teil der Geschichte nicht von oben preisgibt, sondern unten.

  • Bewertung

    aus Ilsenburg

    5/5

    05.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine Zeit für Liebe

    Zuletzt hatte ich „Milchmann“ von Anna Burns gelesen und war begeistert von der ungewöhnlichen Annäherung an ihre Figuren sowie der realistisch erscheinenden Härte der Ereignisse. Deshalb wollte ich auch unbedingt ihren neuen Roman lesen. Mit „Amelia“ tauchen wir noch deutlicher, in meinen Augen maximal in den Nordirlandkonflikt ein. Die Brutalität, die „Milchmann“ vergleichsweise nur andeutet, wird hier filmreif herausgearbeitet. Die Leser*innen werden wirklich nicht geschont. Die Familien im Kontext des Romans sind arm und kinderreich. Allgegenwärtig ist zudem der Hass zwischen den Konfliktparteien. Die Troubles sind gekennzeichnet durch Straßenschlachten, Diebstahl und Hauszerstörung. Die Leute bringen sich gegenseitig um, Menschen verschwinden einfach, tauchen nie wieder auf. Männer wie Frauen verschanzen sich, kämpfen bis aufs Blut mit einfachsten Mitteln wie Knüppeln und Feuerhaken. Die britische Armee scheint nur zu kommen, um nach den Geschehnissen wieder aufzuräumen. Den Konflikt auseinanderhalten bzw. -treiben tut sie nicht. Über Allem schwebt die stete Sorge wie die Familie am Abend satt werden soll. Die permanente Angst wird mit Alkohol betäubt, der seinerseits die Probleme weiter anschürt. Die geschaffene Atmosphäre ist düster, das Leben zur Zeit der Troubles erscheint lieblos. Dabei sehnt sich Amelia ihr ganzes Leben lang nach Liebe, Aufmerksamkeit seitens der Eltern, Unterstützung von Geschwistern, gegenseitiges Verständnis unter Freunden, echte Zuneigung vom anderen Geschlecht. Doch all diese Selbstverständlichkeiten sind unter die Räder gekommen. Jeder kämpft nur noch ums nackte Überleben. Wie schon „Milchmann“ ist auch „Amelia“ ein fordernder Roman. Die Herausforderung liegt hier weniger in der Extravaganz des Schreibstils, mehr im Ertragen des Gelesenen sowie im Überwinden der Zeitsprünge. Die ausufernde Gewalt, der Alkoholkonsum rücken die Charaktere ins Befremdliche. Während „Milchmann“ für mich teilweise dystopische Züge hatte, weil ich mir gut vorstellen konnte, dass Selbiges in naher Zukunft auch möglich ist, ist meine Wahrnehmung hier rein historisch. Den behandelten Kriegszustand möchte ich mir für unsere Zeit nicht vorstellen, wohlwissend, dass viele Menschen dieser Erde unter ebendiesem Umständen leben müssen. Besonders sensibel erarbeitet wurde der Einfluss von Konflikt und Krieg auf die Lebensläufe der Betroffenen. Dadurch wird deutlich, dass ein Waffenstillstand oder ein ausgehandelter Frieden längst nicht gleichbedeutend mit einem normalen Leben ist. Dieser Aspekt des Romans hat mir am besten gefallen. Insgesamt wieder ein hervorragender Roman von Anna Burns und bestimmt nicht mein letzter.

  • Bewertung

    5/5

    26.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Troubles

    Die Unruhen begannen an einem Donnerstag. Um sechs Uhr abends. So erinnert sich jedenfalls Amelia daran. An die neunmalkluge Freundin die ihr und den anderen Kindern erklärt, das sie ab jetzt nicht mehr auf der Straße spielen könnten, da es Krawalle geben würde. Diese Krawalle bestimmen ab jetzt das Leben der kleinen Amelia, ihrer Freunde und ihrer Familie. Als ob das Leben in Belfast nicht so schon hart und verrückt genug wäre. Und da ist da ja auch noch die Familie in der nicht nur Armut und Gewalt zuhause sind. Amelia ist kein Historischer Roman und auch kein Schicksalsroman. Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens dessen Leben und dessen Regeln sich täglich ändern. Gewalt und Hilflosigkeit, Perspektivlosigkeit und Tod und dann noch ein ganz klein wenig Hoffnung auf die Zukunft. Der Schreibstil ist überraschend gefühllos. Die Geschichte springt einfach ein paar Jahre weiter ohne Erklärung. Historische Hintergründe werden nicht erklärt. Und doch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Denn es passt - man hat einfach das Gefühl es ist Amelias Geschichte und die ist nun mal angsteinflössend, verwirrend und... ja einfach am besten selber lesen.

  • Bewertung

    5/5

    22.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend

    Das Buch zieht einen sofort in seinen Bann. Erst erfährt man von der Zeit in 1969, als die Unruhen los ging und kann sich die Not und Angst von Amelia und Familie bildlich vorstellen. Und auch, dass die Kinder mit erschreckender Nüchternheit an die Sache herangehen, z.B. indem sie die niedergebrannten Häuser zählen und ausrechnen, wann das eigene Haus wohl dran sein würde. Und dann erfährt man etwas über einen britischen Soldaten, der Verwandte in Belfast hat und sich über ein Wiedersehen sehr freut. Als sich einige Zeit später die Umstände geändert haben, wird er jedoch vor Ort absichtlich nicht mehr erkannt und zum Feind erklärt, was auch die Wandbeschriftungen "Keine Verbrüderung" noch unterstreichen. Es ist schrecklich, wie sich die Geschichte immer wieder wiederholt...warum können Menschen nicht einfach zivilisiert zusammenleben? Unabhängig von Nationalität, Religion, Einstellung.......... Jeder Mensch ist ein Individuum und hat das Recht so zu leben wie er mag.

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