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Coast Road Roman | »Ein aufwühlender und spannender Roman. Mit großer Sympathie für die Frauenfiguren.« Elke Heidenreich

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14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

38790

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2026

Abbildungen

Bei Abbildungen bitte Rücksprache mit Herstellung

Verlag

dtv

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,8/11,4/3 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Coast Road

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14966-2

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Verkaufsrang

38790

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2026

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Bei Abbildungen bitte Rücksprache mit Herstellung

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dtv

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,8/11,4/3 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Coast Road

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14966-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • tausendschön

    5/5

    22.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Doppelmoral

    Gleich zu Beginn: es ist ein sehr aufwühlender und berührender Roman, den Alan Murrin als Debutroman hier vorlegt. Er hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, wenn man bedenkt, dass die Geschichte in den 90er Jahren spielt. Also gerade einmal um die 30 Jahre her. Erzählt wird von einer Kleinstadt in Schottland und deren Einwohner, die die zurückgekehrte Dichterin, Colette Crowley, - die ihre Familie verlassen hat, um in Dublin ihr Glück zu finden- nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Vorurteile, Schubladendenken, Argwohn, all das wird im klaren Stil vor der malerischen Küstenlandschaft erzählt, bis die Situation eskaliert. Die Doppelmoral der gut-gestellten Bürger lässt einen kopfschüttelnd und fassungslos zurück. Frauen, die in den 90er Jahren, die von ihren Männern gedemütigt, erniedrigt und unterdrückt werden und die Lokalpolitik sich für die Legalisierung des Scheidungsgesetzes ausspricht. Was für eine Moral! Sehr lesenswert. Das Cover hierzu finde ich außergewöhnlich und sehr passend. Das ist der Riss, der sich durch die Gesellschaft zieht.

  • debbie

    5/5

    01.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr gelungen

    gerade einmal 30 Jahre ist es her - in Irland wird die Scheidung in einem Referendum mit knapper Mehrheit legalisiert...Das Leben mancher Frauen ändert sich rapide... Herbst 1994. Also kurz vor dieser Änderung nimmt uns der Autor mit in ein irisches Dorf...Hier begleiten wir 3 Frauen...3 Frauen, die miteinander verbunden sind aber dennoch sich fremd erscheinen...3 Schicksale werden miteinander verwoben und gipfeln in einem Ende, welches mich zum Teil traurig machte...Auch wenn ich nicht bei jeder Frau verstand, warum sie dieses und jenes nun tut, liebte ich das Buch...Alan Murrin hat einen sehr poetischen Schreibstil...Er zeigt das Frauen schon immer nicht so sein konnten wie sie es wollten...Die Stigmata von Rabenmüttern und schlechten Ehefrauen finden sich bis heute in der Gesellschaft...Frei zu sein bedeutet zu kämpfen... Auf dieses Buch sollte man sich einlassen...Es ist nichts romantisches oder witziges dabei...Die Figuren sind komplex erzählt...Ein ruhiger Schreibstil zieht den Leser dennoch bis zum unaufheitlichen Ende mit... Und ich finde, dieses Buch sollte jeder gelesen haben...Manche werden Mut finden, Andere werden vielleicht zukünftig mit anderen Augen durch die Welt laufen...

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Blick hinter die Fassade

    In seinem aufwühlenden und spannenden Debüt „Coast Road“ erzählt der Autor Alan Murrin, von den gesellschaftlichen Einschränkungen, die Frauenleben in Irland vor gerade einmal dreißig Jahren bestimmten – kurz bevor Scheidung in einem Referendum mit knapper Mehrheit legalisiert wurde – und beleuchtet dabei subtil, was Frauen überall auf der Welt auch heute noch davon abhält, ihre Partner zu verlassen. Das Cover mit der aufgerissenen Tapete, gewährt einen Blick hinter die Fassade des irischen Küstenstädtchens Ardglas, einem kleinen Ort Mitte der 90er Jahre. Im Herbst 1994 kehrt Colette Crowley, Dichterin, Bohemienne, die Frau, die ihre Familie verlassen hat, um in Dublin ihr Glück zu finden zurück nach Ardglas und wohnt in einem kleinen Cottage an der Coast Road. Es hat Colette schon einige Mühe gekostet, Dolores davon zu überzeugen, ihr das Cottage zu vermieten. Das Dolores‘ Mann Donal ein notorischer Fremdgänger ist, der trotz Frau und wachsender Kinderschar ein Auge auf Colette geworfen hat, konnte sie vorher nicht ahnen. Colette ist noch verheiratet aber ihr Mann zahlt ihr keinen Unterhalt und untersagt ihr den Kontakt zu ihren Kindern. Die meisten Menschen in Ardglas meiden sie und gehen ihr aus dem Weg. Colette gründet einen Workshop für Schreiben, denn das kann sie und ein bisschen Geld verdienen, hat sie bitter nötig. Hier lernt sie Izzy Keaveney, Hausfrau und Mutter, in einer unglaublichen Ehe mit einem Lokalpolitiker, der sich ausgerechnet für die Legalisierung der Scheidung im Land einsetzt, näher kennen. Mit Izzys Unterstützung gelingt es Colette, sich mit ihrem Sohn Carl, heimlich zu treffen. Zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Frauen entsteht eine freundschaftliche Bindung, die ihre Leben in ungeahnte Bahnen lenkt. Dann kommt es zu einem tragischen Vorfall, der die Schicksale der drei Frauen, geschickt miteinander verbindet … Fazit: Zum Teil konnte ich Colettes Verhalten nicht ganz nachvollziehen, dafür aber ihre Wut und ihre Hoffnungslosigkeit. Sprachlich und inhaltlich ist dieser Roman ein ganz besonderes Werk, dem ich sehr gern meine Zeit geschenkt habe. Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    02.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblicke in das Leben irischer Frauen in den 1990er Jahren

    Coast Road ist der Debütroman des irischen Autors Alan Murrin. Der Schreibstil hat mich an Graham Norton erinnert, dessen Bücher ich sehr gerne lese. Vorneweg möchte ich auf die wunderschöne Optik und Haptik des Buches hinweisen. Unter dem Schutzumschlag kommt ein wahres Schmuckstück zutage. Ardglas, County Donegal: Oktober 1994 bis März 1995: Die Dichterin Colette Crowley hatte einige Monate zuvor ihren Mann und ihre drei Söhne verlassen, um mit einem anderen Mann in Dublin zu leben. Ein Skandal in dem kleinen Ort im konservativen, erzkatholischen Irland. Colette mietet ein Cottage von Donal und Dolores Mullen. Das Cottage liegt an der Coast Road oberhalb des Hauses der Mullens und ist von dort aus über einen kleinen Pfad erreichbar. Ihr Mann verwehrt Colette jeglichen Kontakt zu ihren Kindern, worunter sie sehr leidet. Da kommt ihr die Idee, sich mit Hilfe von Izzy, der Mutter eines Schulfreundes ihres Sohnes Barry, mit Barry zu treffen. Izzy sträubt sich zunächst, sieht jedoch ein, dass eine Mutter Sehnsucht nach ihren Kindern hat und organisiert Ausflüge in einen Freizeitpark und ein Shoppingcenter, wo sich Colette mit Barry trifft. Der Elfjährige vermisst seine Mutter genauso wie sie ihn. Izzy ist mit einem Lokalpolitiker verheiratet, die beiden haben Eheprobleme und sprechen manchmal wochenlang nicht miteinander. Um ihrem Zuhause zu entkommen, nimmt sie an verschiedenen Abendkursen teil. Als Colette einen Schreibworkshop anbietet, ist Izzy dabei. Die beiden Frauen freunden sich an. Izzy bewundert und bemitleidet die schöne, selbstständige Colette, die von den anderen Dorfbewohnern geächtet wird. Neben Colette und Izzy ist Dolores Mullen ein wichtiger Nebencharakter. Dolores hat sehr jung geheiratet, nachdem Donal sie geschwängert hatte. Mittlerweile ist sie mit dem vierten Kind schwanger und unglücklich. Donal betrügt sie, worüber das ganze Dorf Bescheid weiß. Alle drei Frauen führen unglückliche Ehen, doch eine Scheidung kommt nicht in Frage, sie ist gesetzlich verboten. Izzy beobachtet, wie sehr Colette unter der Trennung von ihren Kindern leidet und zerbricht sich den Kopf, ob eine Trennung von ihrem Mann sie glücklicher machen würde. Erstaunlich, dass der Roman von einem Mann geschrieben wurde, da die Männer durchweg negativ dargestellt werden. Donal ist ein notorischer Fremdgeher, Shaun verbietet seiner Frau den Kontakt zu ihren Kindern, die erwachsenen Söhne lehnen ihre Mutter ab, James interessiert sich nur für seine Karriere und verbringt kaum Zeit mit der Familie. Einzig der Dorfpfarrer, der früher Polizist war, hat vernünftige Ansichten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und bin in das irische Dorfleben in den 1990er Jahren eingetaucht. Mein Lieblingscharakter ist der Pfarrer mit seiner fortschrittlichen Sicht auf seine Mitmenschen und die Kirche. Über die Auflösung des Verbrechens habe ich mich sehr gefreut, da ich Bedenken hatte, dass der Mörder davonkommt. Der Roman hat mich berührt und betroffen gemacht, wie gut, dass sich die Gesetzeslage geändert hatte, und die Frauen seit November 1995 frei entscheiden können, ob sie in einer unglücklichen Beziehung verbleiben oder sich zur Scheidung entschließen. Ich freue mich auf weitere Bücher von Alan Murrin.

  • Marita Robker-Rahe

    aus Belm

    5/5

    30.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein Buch das mich tief beeindruckt hat

    "Coast Road " ist ein Roman, der berührt und zum Nachdenken anregt und den ich aus tiefstem Herzen empfehlen möchte. Der Roman spielt 1994 in einem kleinen Ort in Irland. Adglas ist geprägt von althergebrachten Konventionen , auch geprägt durch den katholischen Glauben, kontroliert durch die Dorfgemeinschaft. Colette, eine Frau, die ihren Mann und ihre drei Kinder für einen anderen Mann verlassen hat, wird gier schnell verurteilt und zum Dorfgespräch, vor allem wenn sie zurückkommt und allein in einem Cottage lebt. Ihr Ansinnen zurückzukommen war die Sehnsucht nach ihren Kindern, doch ihr Mann verwehrt ihr den Kontakt zu ihnen, obwohl er selbst eine Freundin hat und Colette sich von ihrem Freund getrennt hat. Mit Hilfe einer "Bekannten" gelingt es Colette trotzdem hin und wieder ihren jüngsten Sohn zu treffen ohne Wissen ihres Mannes. Doch ihr Leben ist nach der trennung von ihrem Mann schwer, da sie auch kaum finanzielle Unterstützung erhält. Mich hat dieses Buch teif beeindruckt, wurde es doch von einem Mann geschrieben, der sehr viel Emphatie aufbringt , um die Situation der Frauen in einem streng katholisch geprägten Land zu beschrieben. Einem Land der Männer, denn sie sind diejenigen , die die Regeln vorgeben. Ihre Frauen verharren in Ehen, die schon lange keine Liebe und gegenseitigen Respekt mehr zeigen, die sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben, auch weil sie meist mehrere Kinder haben und finanziel abhängig sind. Eigenständigkeit wird verwehrt, auch um diese Abhängigkeit zu zementieren. Sie werden betrogen und misshandelt, auch mit Wissen der Dorfgemeinschaft, aber aufbegehren tut keiner. Man lenkt sich ab mit Oberflächlichkeiten und Alkohol, aber der Wille zur Veränderung wird gleich im Keim erstickt. Colette, die mutig genug war diesen Weg zu wagen wird misstrauisch beäugt, aber sicherlich auch heimlich bewundet. Solidarität wird ihr allerdings öffentlich nicht gezeigt. Mich hat dieses Buch durch ein Wechselbad der Gefühle gehen lassen. Wut darüber, was Männer sich herausnehmen, nur weil sie per Zufall als Mann geboren wurden, Dankbarkeit, dass diese Zeiten vorbei sind, denn bis in die sechziger Jahre erging es vielen Frauen in Deutschland auch so und Stolz, Teil der Frauenbewegung gewesen zu sein, denn ich habe aktiv für Frauenrechte gekämpft. Auch hat es mich geschmerzt zu sehen, wie auch die Kinder in solchen Ehen litten, Auffälligkeiten zeigten und wahrscheinlich das Beziehungsmuster für ihre eigenen Beziehungen lernten . Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, weil es ein sehr wichtiges Buch ist.

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