"Eine wichtige Hommage an die mutigen Frauen, die in Vietnam gedient haben." BONNIE GARMUS
Auch Frauen können Helden sein - für die junge Krankenschwesterschülerin Frances McGrath gleichen diese Worte einer Offenbarung. In der sich wandelnden Welt des Jahres 1965 wagt sie es, von dem ihr vorherbestimmten Pfad abzuweichen, und folgt ihrem Bruder nach Vietnam. Und während sie inmitten der Grausamkeit des Krieges über sich hinauswächst, erwartet sie die wahre Herausforderung bei ihrer Rückkehr.
Wie schon in "Die Nachtigall" lässt Weltbestsellerautorin Kristin Hannah einen besonderen Moment der Geschichte aus der Sicht von Frauen lebendig werden, deren Mut und Tatkraft allzu oft vergessen werden.
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Wenn Heldinnen aus der Geschichte gestrichen werden
Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 19.06.2026
Bewertungsnummer: 3172818
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Manchmal liegt da ein Buch vor einem und man denkt: Ach komm, Vietnamkrieg, Krankenschwester, große Gefühle, das wird bestimmt heftig. Und dann liest man los und merkt ziemlich schnell: Heftig war noch untertrieben. Dieses Buch nimmt einen nicht freundlich an die Hand, es packt einen eher am Kragen und sagt: Komm mit, hier wird nicht weggeschaut.
Frances McGrath, oder Frankie, startet als junge Frau, die eigentlich genau den Weg gehen soll, den andere für sie vorgesehen haben. Nett sein, heiraten, lächeln, bloß nicht zu laut werden. Tja, Pech gehabt. Frankie zieht nach Vietnam und wird dort nicht nur Krankenschwester, sondern Überlebende, Zeugin und Heldin in einer Welt, die Frauen später am liebsten aus der Geschichte radiert hätte.
Kristin Hannah schreibt das so bildgewaltig, dass man beim Lesen manchmal kurz schlucken muss. Der Krieg ist grausam, dreckig, laut und völlig ohne romantischen Filter. Gleichzeitig geht es aber nicht nur um Bomben, Blut und Chaos, sondern um Freundschaft, Mut, Schuld, Trauma und dieses bittere Gefühl, nach Hause zu kommen und trotzdem keinen Platz mehr zu haben.
Besonders stark ist für mich der Teil nach Vietnam. Da tut das Buch fast noch mehr weh, weil Frankie plötzlich gegen etwas kämpft, das man nicht verbinden oder wegoperieren kann. Schweigen, Ablehnung, kaputte Erinnerungen. Und ja, manchmal ist das Ganze sehr dramatisch. Kristin Hannah drückt emotional schon ordentlich aufs Gaspedal. Aber ganz ehrlich: Bei diesem Thema darf es auch wehtun.
Die Frauen jenseits des Flusses ist kein gemütlicher Roman für nebenbei. Es ist ein Buch, das hängen bleibt, wütend macht, berührt und Frauen sichtbar macht, die viel zu lange übersehen wurden. Großes Gefühlskino mit Dreck unter den Fingernägeln und Herzklopfen im Bauch.
Emotionsgeladen, feministisch und absolut hervorragend
Kiki am 17.04.2026
Bewertungsnummer: 3112267
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Krieg, der einen fassungslos zurück lässt und so viele Opfer gefordert hat.
Eine Heldin, die alles gibt. Eine Zeit, die nie wiederholt werden darf!
Die Frauen jenseits des Flusses von Kristin Hannah ist ein Meisterwerk.
Aber erst mal, um was geht es?
Frances, von ihren Kameraden liebevoll Frankie genannt, wächst behütet in den 60 er Jahren in Kalifornien auf, ist ein Mädchen aus gutem Hause und ihre Zukunft ist eigentlich schon vorherbestimmt- heiraten, Kinder bekommen und einen Haushalt führen. Aber Franckie möchte mehr, möchte was gutes tun, über sich hinauswachsen. Nach einem großen Schicksalsschlag meldet sie sich freiwillig als Krankenschwester in den Vietnam, wo gerade ein schrecklicher Krieg herrscht. Dort wächst sie über sich hinaus, gibt alles und verliert so viel. Als sie Jahre später in ihre Heimat zurück kehrt, erlebt sie eine Welt, die sie sich nicht vorstellen konnte, muss sich mit ihrem eigenen Schicksal auseinandersetzen und sich fragen, wo sie eigentlich hin gehört…
Diese Geschichte ist zwar fiktiv, beruht aber auf den tatsächlichen Ereignissen des Vietnam Krieges. Die Opferzahl ist nicht auszusprechen.
Das Schicksal unserer Protagonistin ist nicht in Worte zu fassen. Dieses Buch ist recht „emotionslos“ geschrieben und aus der Erzählperspektive. Die einzelnen schlimmen Ereignisse hätten meiner Meinung nach gar nicht anders erzählt werden können als mit einer gewissen Distanz, da man es sonst nicht ertragen hätte. Ein historisch unglaublich gut recherchierter Roman mit einer tollen Protagonistin, Freundschaft, Kameradschaft, Loyalität und Liebe. Absolute Leseempfehlung
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