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Produktbild: Mordsache Caesar
Band 6615

Mordsache Caesar Die letzten Tage des Diktators

Aus der Reihe Beck Paperback
6

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34904

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.01.2026

Abbildungen

mit 11 Abbildungen, 2 Karten und 2 Stammbäumen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/2,3 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. durchgesehene Auflage in C.H.Beck Paperback

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84122-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34904

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.01.2026

Abbildungen

mit 11 Abbildungen, 2 Karten und 2 Stammbäumen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/2,3 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. durchgesehene Auflage in C.H.Beck Paperback

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84122-4

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Geschichte, in spannender Form

Bewertung aus Wien am 23.02.2026

Bewertungsnummer: 3056104

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bei diesem Werk handelt es sich um eine interessant geschriebene Darstellung der geschichtlichen Ereignisse im Vorfeld des Mordes an Julius Cäsar. Der Autor versteht es die komplexen Zusammenhänge und die historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit anschaulich zu beschreiben und führt durch die teils jahrhunderte alten Stammbäume der Adelsgeschlechter des alten Roms, sowie durch dessen politischen Systemen. Wer einen Roman oder gar Krimi erwartet, der wird daher enttäuscht. Wer jedoch eine Idee von der Denkweise und den Motiven der Tyrannenmördern erhalten will, der bekommt hier eine umfangreiche Schilderung der selben. Wenngleich die oftmals gleichnamigen Personen und so mancher Zeitsprung nach vor und zurück die eigene Konzentration herausfordert, so sind die historischen Personen und ihre Taten doch sachlich und nachvollziehbar beschrieben, sodass man sich am Ende eine eigene Meinung von der Rechtschaffenheit der Tat machen kann. Fazit: Alles andere als eine trockene Geschichtsstunde, aber eben auch kein historischer Roman.

Geschichte, in spannender Form

Bewertung aus Wien am 23.02.2026
Bewertungsnummer: 3056104
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bei diesem Werk handelt es sich um eine interessant geschriebene Darstellung der geschichtlichen Ereignisse im Vorfeld des Mordes an Julius Cäsar. Der Autor versteht es die komplexen Zusammenhänge und die historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit anschaulich zu beschreiben und führt durch die teils jahrhunderte alten Stammbäume der Adelsgeschlechter des alten Roms, sowie durch dessen politischen Systemen. Wer einen Roman oder gar Krimi erwartet, der wird daher enttäuscht. Wer jedoch eine Idee von der Denkweise und den Motiven der Tyrannenmördern erhalten will, der bekommt hier eine umfangreiche Schilderung der selben. Wenngleich die oftmals gleichnamigen Personen und so mancher Zeitsprung nach vor und zurück die eigene Konzentration herausfordert, so sind die historischen Personen und ihre Taten doch sachlich und nachvollziehbar beschrieben, sodass man sich am Ende eine eigene Meinung von der Rechtschaffenheit der Tat machen kann. Fazit: Alles andere als eine trockene Geschichtsstunde, aber eben auch kein historischer Roman.

Tyrannenmord

drawe aus Landau am 08.01.2025

Bewertungsnummer: 2381565

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Oldenburger Althistoriker Michael Sommer macht sich zum Ermittler in einer Mordsache, die weder neu noch unbekannt ist: der Mord an Gaius Julius Cäsar an den Iden des März im Jahr 44 v. Chr. Ein Mordfall, mehr als 2000 Jahre alt? Sommer hat Glück: die Täter sind bekannt, ebenso der Tatort, der Tathergang auch die Tatwaffen. Er widmet sich daher den Motiven, die zu diesem spektakulären Mord führten. Dafür holt Sommer weit aus. Er denkt und beurteilt langfristig, und so legt er dar, wie seit der Vertreibung des letzten Königs Tarquinius Superbus der republikanische Konsens Schritt für Schritt ausgehöhlt wurde. Hier spannt Sommer einen originellen Bogen vom Beginn der Republik bis zu Cäsars Ermordung: War Lucius Junius Brutus derjenige, der den letzten König vertrieben hatte, so war es nun Marcus Junius Brutus, der die Verschwörung gegen Cäsar initiierte und mit seinem moralischen Gewicht sanktionierte. Dieser langfristige Ansatz ist interessant zu lesen, u. a. deshalb, weil wir momentan in unserem Land ebenfalls den Verlust des demokratischen Konsenses erleben. Von Demokratie im modernen Sinne kann in Rom keine Rede sein, aber Sommer verweist auch auf die Aushöhlung traditioneller Werte wie den tief verwurzelten Konservativismus der Patrizier, die Bedeutung der Freiheit, des mos maiorum und der dignitas. Der lang andauernde blutige Bürgerkrieg führte zu einer zusätzlichen Schwächung dieser Werte, sodass Cäsar – ein genialer Feldherr, hochgebildet risikobereit, generös, flexibel – hier eine Lücke fand, seinen Machtwillen auszuleben. Auf Kosten der republikanischen Prinzipien der Annuität und Kollegialität – was wiederum die Anhänger der Republik mobilisierte. Sommer widmet sich hier etwas ausführlicher Cato dem Jüngeren, der in der Tradition der Stoa ein herausragender und unbestechlicher Vertreter der republikanischen Traditionen war und damit zum Anführer des Widerstands gegen Cäsar wurde, bis er nach der Niederlage des senatorischen Heeres bei Thapsus den Freitod wählte. Die Mörder Cäsars hatten jedoch nicht nur politische, sondern teilweise auch sehr persönliche Gründe, sich an dem Mord zu beteiligen. Sommer folgt ihren Lebensläufen und stellt ihre Antriebskräfte wie verletzte Ehre, Benachteiligungen, persönliche Kränkungen etc. vor, die sie zur Mittäterschaft brachten. Damit bietet er seinem Leser ein rundes Bild der sich langsam bildenden Verschwörergruppe um Cassius und Brutus. Im Ausgang wendet sich Sommer der Frage zu, wieso nach dem Tyrannenmord die Republik nicht institutionalisiert werden konnte, sondern einen neuen Bürgerkrieg auslöste. Das Buch liest sich spannend und kurzweilig und richtet sich dezidiert an Laien. Mir hat es gut gefallen, dass Sommer trotzdem eine sorgfältige, aber niemals langweilige Quellenkritik betreibt und seine Sicht der Dinge aus den Quellen begründet.

Tyrannenmord

drawe aus Landau am 08.01.2025
Bewertungsnummer: 2381565
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Oldenburger Althistoriker Michael Sommer macht sich zum Ermittler in einer Mordsache, die weder neu noch unbekannt ist: der Mord an Gaius Julius Cäsar an den Iden des März im Jahr 44 v. Chr. Ein Mordfall, mehr als 2000 Jahre alt? Sommer hat Glück: die Täter sind bekannt, ebenso der Tatort, der Tathergang auch die Tatwaffen. Er widmet sich daher den Motiven, die zu diesem spektakulären Mord führten. Dafür holt Sommer weit aus. Er denkt und beurteilt langfristig, und so legt er dar, wie seit der Vertreibung des letzten Königs Tarquinius Superbus der republikanische Konsens Schritt für Schritt ausgehöhlt wurde. Hier spannt Sommer einen originellen Bogen vom Beginn der Republik bis zu Cäsars Ermordung: War Lucius Junius Brutus derjenige, der den letzten König vertrieben hatte, so war es nun Marcus Junius Brutus, der die Verschwörung gegen Cäsar initiierte und mit seinem moralischen Gewicht sanktionierte. Dieser langfristige Ansatz ist interessant zu lesen, u. a. deshalb, weil wir momentan in unserem Land ebenfalls den Verlust des demokratischen Konsenses erleben. Von Demokratie im modernen Sinne kann in Rom keine Rede sein, aber Sommer verweist auch auf die Aushöhlung traditioneller Werte wie den tief verwurzelten Konservativismus der Patrizier, die Bedeutung der Freiheit, des mos maiorum und der dignitas. Der lang andauernde blutige Bürgerkrieg führte zu einer zusätzlichen Schwächung dieser Werte, sodass Cäsar – ein genialer Feldherr, hochgebildet risikobereit, generös, flexibel – hier eine Lücke fand, seinen Machtwillen auszuleben. Auf Kosten der republikanischen Prinzipien der Annuität und Kollegialität – was wiederum die Anhänger der Republik mobilisierte. Sommer widmet sich hier etwas ausführlicher Cato dem Jüngeren, der in der Tradition der Stoa ein herausragender und unbestechlicher Vertreter der republikanischen Traditionen war und damit zum Anführer des Widerstands gegen Cäsar wurde, bis er nach der Niederlage des senatorischen Heeres bei Thapsus den Freitod wählte. Die Mörder Cäsars hatten jedoch nicht nur politische, sondern teilweise auch sehr persönliche Gründe, sich an dem Mord zu beteiligen. Sommer folgt ihren Lebensläufen und stellt ihre Antriebskräfte wie verletzte Ehre, Benachteiligungen, persönliche Kränkungen etc. vor, die sie zur Mittäterschaft brachten. Damit bietet er seinem Leser ein rundes Bild der sich langsam bildenden Verschwörergruppe um Cassius und Brutus. Im Ausgang wendet sich Sommer der Frage zu, wieso nach dem Tyrannenmord die Republik nicht institutionalisiert werden konnte, sondern einen neuen Bürgerkrieg auslöste. Das Buch liest sich spannend und kurzweilig und richtet sich dezidiert an Laien. Mir hat es gut gefallen, dass Sommer trotzdem eine sorgfältige, aber niemals langweilige Quellenkritik betreibt und seine Sicht der Dinge aus den Quellen begründet.

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Mordsache Caesar

von Michael Sommer

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