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Moosland Die Stille, das Licht und der Wind — Roman | Über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft

145

24,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3495

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2026

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/12,6/2,8 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0071-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3495

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2026

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/12,6/2,8 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0071-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

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  • anushka

    aus Berlin

    5/5

    09.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärischer Islandroman über eine deutsche Landarbeiterin

    Elsa war vier Jahre unterwegs, als sie 1949 endlich als Landarbeiterin in Island ankommt. Wie Hunderte andere deutsche Frauen nach dem Krieg folgt sie dem Aufruf der Bauernpartei, um in Island gutes Geld zu verdienen. Doch nicht nur ihre mangelnden Sprachkenntnisse lassen Elsa schweigen. Vom Krieg traumatisiert, trauert sie um ihre Familie und ihre Freundin Sola. Bei den isländischen Bauern ist alles fremd und Elsa muss die Familie, deren Dynamik, ihre Aufgaben und das Land kennen und verstehen lernen. Doch auch die Bauernfamilie hat ihre dunklen Flecken: da sind die anhaltenden Konflikte mit dem jüngsten Sohn, aber auch ein Bild, das eine junge Frau zeigt, über die niemand spricht. Dieser Roman greift ein Stück Geschichte auf, das wenig bekannt ist. Nachdem zehntausende amerikanische Soldaten in Island stationiert waren und bei ihrem Abzug zahlreiche isländische Frauen mitnahmen, wurden Frauen aus Deutschland angeworben, um die Einheimischen als Arbeitskräfte und vielleicht sogar als Ehefrauen zu unterstützen. Die Geschichte ist ruhig, aber atmosphärisch erzählt, die Kargheit der Landschaft erwacht vor dem inneren Auge, fast spürt man den Wind der Küste. In diesem Buch spricht kaum einer mehr als das Nötigste, was manches Mal eher deprimierend wirkt, andererseits aber gut zur Lebenssituation der Familie passt. Das Tempo ist langsam, aber es zieht stetig an, wenn auch nicht im klassischen Sinn. Mich konnte das Buch schnell fesseln, auch wenn Elsa aufgrund ihrer Verschlossenheit nicht leicht zu mögen ist. Die Naturbeschreibungen ließen eine Verbindung zum Land aufkommen. Sympathisch fand ich auch, dass die isländischen Aussprüche zunächst lautmalerisch geschrieben sind, bis Elsa die Begriffe auf Isländisch sieht. Das erleichtert die Vorstellung, wie Dinge auszusprechen sind. Ich bin sehr froh, diese eher kleine (etwas mehr als 200 Seiten), aber kraftvolle Geschichte voller leiser Töne gelesen zu haben. Mir wäre sonst ein wunderschöner Island-Roman entgangen.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    08.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergessene Zeiten

    Vergessene Zeiten Wir denken, wir wissen viel über unsere Vergangenheit. Doch dieses Hörbuch zeigt mal wieder, dass dem nicht so ist. Denn ich wusste nichts von den Mädchen und Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Island waren, um dort zu arbeiten. Doch genau in diese Welt nimmt uns die Autorin mit. Im Sommer 1949 reist die junge Deutsche Elsa nach Island, um wie viele andere Frauen für ein Jahr auf einem Bauernhof zu arbeiten. Während sie um ihre verstorbene Freundin Sola trauert und sich in der fremden Umgebung zunächst verloren fühlt, wächst sie langsam in das Leben auf dem Hof hinein. Dann wird Elsa zunehmend von dem Geheimnis um die verschwundene Tochter der Familie fasziniert, über die niemand sprechen möchte. Ein Buch, das nicht laut ist, nicht auf Effekthascherei aus ist und auch nicht gefallen will. Es will uns die Geschichte rund um die etwa 300 bis 500 deutsche Frauen erzählen, die zwischen 1949 und 1951 nach Island gezogen sind. In Island fanden sie auf Bauernhöfen Arbeit und eine neue Perspektive, da dort viele Frauen fehlten. Doch das war natürlich nicht leicht. Auch wenn es eine Perspektive gab, mussten Familie, Heimat und Freunde zurückgelassen werden. Und auch wenn man das durch den Krieg bereits verloren hatte, war da dieses komplett neue Land mit einer anderen Sprache. All diese Emotionen und Erlebnisse erzählt uns also die Autorin aus der Perspektive von Elsa. Die am Ende für so viele Frauen steht, die das erlebt haben. Der Schreibstil ist angenehm und man kann die raue Landschaft und die Menschen dort fast schon greifen. Auch die Protagonisten fand ich stimmig und ich habe sie beim Lesen eigentlich immer vor mir gesehen. Ein Hörbuch, nicht für jede Stimmung. Aber dennoch eins, das man gelesen haben sollte.

  • beavielleser

    aus Bayreuth

    5/5

    30.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein tolles Buch

    Elsa kommt 1949 nach Island um dort bei einer Bauernfamilie zu helfen und vielleicht auch einen Mann zu finden. Sie hat Glück und wird freundlich aufgenommen. Das Leben dort ist hart und die rauhe Natur ungewohnt, aber sie kommt zurecht und gewöhnt sich langsam ein. Elsa hat Dinge erlebt, die sie traumatisiert haben, deshalb spricht sie kaum ein Wort: "Erst wenn alle Wörter vergessen sind, enden auch die Bilder. Dann gibt es kein Gestern und kein Morgen mehr, nur den Boden unter ihren Füßen." (Seite 58) Ich hatte noch nie etwas von der Anwerbeaktion des isländischen Bauernverbands gehört und mich deshalb sehr für dieses Buch interessiert. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe dieses Buch geliebt und innerhalb eines Tages verschlungen. Die poetische Sprache und der atmosphärische Schreibstil haben mich von Anfang an fasziniert. Gut gefallen hat mir auch das erklärende Nachwort.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    26.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärisch und entschleunigend

    In Moosland von Katrin Zipse begleiten wir eine junge Frau ein Jahr lang auf einem isländischen Bauernhof. Ich habe das Buch langsam gelesen, oft innegehalten und mir die Landschaft und Elsas Leben vor Augen geführt. Im Juni 1949 folgt Elsa gemeinsam mit etwa dreihundert weiteren deutschen Frauen dem Ruf der isländischen Bauernpartei nach Island. Die Frauen sind zwischen zwanzig und dreißig, ledig, im Besitz einer Entnazifizierungsurkunde und sollen ein Jahr lang als Haushaltshilfen und/oder Landarbeiterinnen arbeiten. Elsa kommt zu einem älteren Paar mit den erwachsenen Söhnen Skúli und Ólafur und dem Knecht Halldór. Sie lernt das Leben auf einem Bauernhof kennen, die Kuh zu melken, zu reiten, die Schafe in den Stall zu treiben und isländisch zu kochen. Zu den Hauptnahrungsmitteln zählen Skyr und Fisch. Die Abende verbringt sie mit Stricken, während die Familie Radio hört und Schach spielt. Skúli versucht, mit Elsa Englisch zu sprechen, doch sie weigert sich, mit Worten zu kommunizieren, bis Halldór ihr Isländischunterricht gibt. Zu ihren ersten Worten zählen: ótakmarkaður einmanaleiki = grenzenlose Einsamkeit. Elsa findet ein Familienfoto, auf dem neben Skúli und Ólafur ein Mädchen steht. Auf dem Dachboden entdeckt sie ein Märchenbuch, das einer Steinunn gehört hatte. Diese hat das Buch fast vollständig ins Englische übersetzt. Ab und zu bekommt Elsa einen Brief von Gerda, einer Deutschen, die mit ihr nach Island gekommen ist. Sie bittet Gerda, Erkundigungen über den Verbleib von Steinunn einzuziehen. In Elsas Gedanken taucht oft Sola auf, doch über Sola erfahren wir genauso wenig wie über Elsas Erlebnisse im Krieg. Ich habe Moosland sehr gern gelesen und Elsa im kargen und rauen Island begleitet. Das Ende fügt sich perfekt in die Geschichte ein. Ich kenne Island nur aus isländischen Krimis, in Moosland liegt der Fokus jedoch nicht auf der Handlung, sondern auf der Landschaft, der Flora und Fauna, der Sprache und dem Alltagsleben. Ein Buch, das mir im Gedächtnis bleiben und nachhallen wird. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    17.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dichte Erzählung

    Elsa und Gerda sind nach dem Zweiten Weltkrieg zwei von rund dreihundert Frauen, die nach Island übergesetzt haben um dort auf Bauernhöfen als Hausmädchen und Mägde zu arbeiten. Dabei ist ihnen nicht nur das Klima ganz und gar fremd, sondern auch Mentalität und Sprache der Menschen. Atmosphärisch und dicht erzählt "Moosland" die einnehmende und ergreifende Geschichte der jungen Elsa, die auf wahren historischen Begebenheiten gründet. Autorin Katrin Zipse ist ein ruhiges und trotzdem fesselndes Buch gelungen, das sowohl die isländische Landschaft als auch das Seelenleben der jungen Frau perfekt verkörpert und widerspiegelt. Obwohl die Dialoge eher spärlich sind und insgesamt wenig Aktion besteht, ist mir beim Lesen nie langweilig geworden und die Spannung nicht abgerissen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin sowohl vom Inhalt als auch von der Umsetzung positiv überrascht worden.

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