Produktbild: Die Tänzerin von Paris
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Die Tänzerin von Paris Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2017

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

20,3/13,1/4,3 cm

Gewicht

507 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

The Joyce Girl

Übersetzt von

Ulrike Seeberger

Sprache

Deutsch

EAN

2710001978304

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2017

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

20,3/13,1/4,3 cm

Gewicht

507 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

The Joyce Girl

Übersetzt von

Ulrike Seeberger

Sprache

Deutsch

EAN

2710001978304

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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Grandios!

Bewertung aus Königswusterhausen am 02.02.2021

Bewertungsnummer: 1036133

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Tänzerin Ist eines meiner persönlichen Lese-Highlights des Sommers. Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben und merke dabei, wie inflationär man oft damit umgeht. Was macht dieses Buch so herausragend? Antwort: Alles Da ist zum einen das Figurenensemble, das viele große Persönlichkeiten der 1920er vereint, darunter natürlich der Vater James Joyce, sein Zögling Samuel Beckett und Dr. Jung. Während der gesamten erzählten Zeit schreibt Joyce-Vater (Bappo) in seinem Pariser Exil an seinem großartigsten, wenngleich weitgehend unlesbaren Finnegans Wake. Ein Prozess, der sich über ein Jahrzehnt hinzog und während der Lucia in den Wahnsinn abdriftete, ganz wie es ihre Namenspatronin Lucia Lammermoor tat. Viele Autoren scheitern an der Handhabung mehrere Zeitebenen, Abbs jedoch lässt die beiden pfeilförmig aufeinander zu laufen, sodass man am Ende der früheren Zeitebene (1927-1931) die äußeren Anzeichen für ihre Einweisung kennt. Genau an der Stelle erfährt man etwas, das weit früher geschah und was der, psychoanalytisch erklärbare, Auslöser für Lucias gesamte Störung war. Als Leser spielt diese ekelerregende Szene jedoch nur mehr eine untergeordnete Rolle. Denn was so scheinbar heiter und unbeschwert begann, verdichtet sich rasch zu einem klaustrophobischen Lebensform, bei der völlige Abhängigkeit der Tochter von den Wünschen der Familie gefordert wird. Diese will sie auf ihren ständigen Reisen und Umzügen bei sich haben obwohl sie Mitte zwanzig ist und eigene Interessen hegt. So ist es ihr unmöglich, ein eigenes Leben aufzubauen oder auch nur einen einzigen ihrer Wünsche umzusetzen. Da ihre Mutter ihre eigenen Ängste, Ekel etc. auf ihre Tochter projieziert, ist die Beziehung zwischen den beiden Frauen von Unverständnis, Abneigung und Neid geprägt. Vielleicht idealisiert Lucia ihren Vater deswegen blind. Sie lobt Ulysses in den Himmel, ohne eine Zeile des wegen Perversion fast überall auf der Welt verbotenen Buches gelesen zu haben. Und es ist genau dieses Wegschauen, dieses Nicht-Wahrheben wollen, dass ihr Vater fehlbar sei, dass sie ihre psychische Gesundheit kostet und das sie, wahrscheinlich, dazu veranlasst, sich immer in die Falschen und Beziehungsunfähigen zu verlieben. Wie in den Büchern Joyces wird die Beklemmung beim Lesen körperlich spürbar. Man fühlt sich wie die Fliege im Netz, die hilflos zappelt und dem Untergang unentrinnbar geweiht es. Auch noch sei angemerkt, dass der Erzählton und die Wortwahl wunderbar ins Deutsche übertragen wurden. Wahrlich ein Lesegenuss, wenn auch mit harten Brocken.

Grandios!

Bewertung aus Königswusterhausen am 02.02.2021
Bewertungsnummer: 1036133
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Tänzerin Ist eines meiner persönlichen Lese-Highlights des Sommers. Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben und merke dabei, wie inflationär man oft damit umgeht. Was macht dieses Buch so herausragend? Antwort: Alles Da ist zum einen das Figurenensemble, das viele große Persönlichkeiten der 1920er vereint, darunter natürlich der Vater James Joyce, sein Zögling Samuel Beckett und Dr. Jung. Während der gesamten erzählten Zeit schreibt Joyce-Vater (Bappo) in seinem Pariser Exil an seinem großartigsten, wenngleich weitgehend unlesbaren Finnegans Wake. Ein Prozess, der sich über ein Jahrzehnt hinzog und während der Lucia in den Wahnsinn abdriftete, ganz wie es ihre Namenspatronin Lucia Lammermoor tat. Viele Autoren scheitern an der Handhabung mehrere Zeitebenen, Abbs jedoch lässt die beiden pfeilförmig aufeinander zu laufen, sodass man am Ende der früheren Zeitebene (1927-1931) die äußeren Anzeichen für ihre Einweisung kennt. Genau an der Stelle erfährt man etwas, das weit früher geschah und was der, psychoanalytisch erklärbare, Auslöser für Lucias gesamte Störung war. Als Leser spielt diese ekelerregende Szene jedoch nur mehr eine untergeordnete Rolle. Denn was so scheinbar heiter und unbeschwert begann, verdichtet sich rasch zu einem klaustrophobischen Lebensform, bei der völlige Abhängigkeit der Tochter von den Wünschen der Familie gefordert wird. Diese will sie auf ihren ständigen Reisen und Umzügen bei sich haben obwohl sie Mitte zwanzig ist und eigene Interessen hegt. So ist es ihr unmöglich, ein eigenes Leben aufzubauen oder auch nur einen einzigen ihrer Wünsche umzusetzen. Da ihre Mutter ihre eigenen Ängste, Ekel etc. auf ihre Tochter projieziert, ist die Beziehung zwischen den beiden Frauen von Unverständnis, Abneigung und Neid geprägt. Vielleicht idealisiert Lucia ihren Vater deswegen blind. Sie lobt Ulysses in den Himmel, ohne eine Zeile des wegen Perversion fast überall auf der Welt verbotenen Buches gelesen zu haben. Und es ist genau dieses Wegschauen, dieses Nicht-Wahrheben wollen, dass ihr Vater fehlbar sei, dass sie ihre psychische Gesundheit kostet und das sie, wahrscheinlich, dazu veranlasst, sich immer in die Falschen und Beziehungsunfähigen zu verlieben. Wie in den Büchern Joyces wird die Beklemmung beim Lesen körperlich spürbar. Man fühlt sich wie die Fliege im Netz, die hilflos zappelt und dem Untergang unentrinnbar geweiht es. Auch noch sei angemerkt, dass der Erzählton und die Wortwahl wunderbar ins Deutsche übertragen wurden. Wahrlich ein Lesegenuss, wenn auch mit harten Brocken.

Lucia Joyce - Die Geschichte

anke3006 am 02.02.2021

Bewertungsnummer: 1036267

Bewertet: eBook (ePUB)

Tanz war meine Antwort – auf alles, was das Leben mir abverlangte. James Joyce war ihr Vater. Samuel Beckett war ihr Geliebter. Dies ist ihre Geschichte. Paris, 1928: Die junge, talentierte Lucia Joyce steht vor ihrem Durchbruch als Tänzerin. Doch ihr Vater – ein Wegbereiter der literarischen Moderne – beobachtet das Streben seiner Tochter nach einem selbstbestimmten Leben mit Argwohn. Als Lucia dem Schriftsteller Samuel Beckett begegnet, verliebt sie sich leidenschaftlich, wird jedoch schon bald bitter enttäuscht. Als dann ein lange verborgenes Geheimnis ihrer Familie ans Licht kommt, droht Lucias Hoffnung, sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu befreien, dramatisch zu scheitern. Nach der wahren Geschichte von Lucia Joyce. Dieses Buch ist ergreifend und sehr berührend. Die Annabel Abbs hat einen Schreibstil, der den Leser tiefbewegt. Die Empfindungen und Emotionen schlagen teilweise sehr hoch. Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, der mich vom Stil so berührt hat. Die Geschichte von Lucia Joyce ist sehr gut in die historischen Fakten eingearbeitet. Über ihr Leben selbst gibt es nicht so viele Belege, aber dieser Roman zeigt auf was möglich gewesen sein könnte.

Lucia Joyce - Die Geschichte

anke3006 am 02.02.2021
Bewertungsnummer: 1036267
Bewertet: eBook (ePUB)

Tanz war meine Antwort – auf alles, was das Leben mir abverlangte. James Joyce war ihr Vater. Samuel Beckett war ihr Geliebter. Dies ist ihre Geschichte. Paris, 1928: Die junge, talentierte Lucia Joyce steht vor ihrem Durchbruch als Tänzerin. Doch ihr Vater – ein Wegbereiter der literarischen Moderne – beobachtet das Streben seiner Tochter nach einem selbstbestimmten Leben mit Argwohn. Als Lucia dem Schriftsteller Samuel Beckett begegnet, verliebt sie sich leidenschaftlich, wird jedoch schon bald bitter enttäuscht. Als dann ein lange verborgenes Geheimnis ihrer Familie ans Licht kommt, droht Lucias Hoffnung, sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu befreien, dramatisch zu scheitern. Nach der wahren Geschichte von Lucia Joyce. Dieses Buch ist ergreifend und sehr berührend. Die Annabel Abbs hat einen Schreibstil, der den Leser tiefbewegt. Die Empfindungen und Emotionen schlagen teilweise sehr hoch. Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, der mich vom Stil so berührt hat. Die Geschichte von Lucia Joyce ist sehr gut in die historischen Fakten eingearbeitet. Über ihr Leben selbst gibt es nicht so viele Belege, aber dieser Roman zeigt auf was möglich gewesen sein könnte.

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Die Tänzerin von Paris

von Annabel Abbs

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