Produktbild: Wildhof
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Wildhof

Aus der Reihe Quartbuch
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2025

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/2,4 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001963980

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2025

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/2,4 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001963980

Herstelleradresse

Wagenbach Klaus GmbH
Emser Strasse 40/41
10719 Berlin
DE

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  • Eva

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vergangenheit greift nach der Gegenwart

    Trauer ist still und schaut in den Wald, die Wut aber lärmt und tritt, boxt und knurrt. So wie Lina. Atemlos, wild, gnadenlos, ohne Vorwarnung werden wir hineingeschleudert in das Leben von Lina, in dem die Zeit in die falsche Richtung läuft, denn sie landet mitten in der Vergangenheit. Sie kommt zurück nach Wildhof, den Ort ihrer Kindheit, wo der Wald, das Haus, die Geister und die Tentakel der Erinnerung auf sie warten. Das Haus auflösen, sich im Wald verwurzeln. Sofort sind sie da, gnadenlos, im Text wie in Linas Kopf, Erinnerungsfetzen. See, Baumhaus, Bilder, Klavier, Regen, Eltern, Freundesband, Kunst, Leben, Hund Sherry, lachen, Luise. Ungefiltert prasselt es weiter, die Putzflaschen mit Vodka drin, die Bewährung. Was ist denn nur geschehen? Wo ist Lina hier hineingeraten? Der Wald ist um das Haus, er beschützt, er lebt, er ist laut. Alles ist laut. Nur manchmal gibt es Pausen. Lina kotzt, weint, schreit, lehnt sich auf, konfrontiert, benennt das Unsagbare, sucht die Stille, durchbricht das Schweigen, wird wieder Teil der Natur in Wildhof. Und lässt die alten Freund*innen wieder an sich heran. Eva Strasser hat einen überwältigenden, großartigen, freien, wilden und mystischen Roman geschrieben, den ich von der ersten bis zur letzten Seite gefeiert habe. Er ist voller Musik, Farben, besonderer Menschen, die das Schwierige aushalten, voller Gerüche, Kaffee, Zigaretten und Geräusche, Schuld, Scham, Trauer, Wut. Lina stellt sich ihrer Vergangenheit mit viel unterschwelligem Humor, Selbstironie und Hilflosigkeit. Im Text ist Wucht, er ist tollkühn und wunderschön, intensiv und ohne Kompromisse. Sprachlich ist das ganz, ganz groß. Das Leben kann ja nun mal auch größer sein als die Gefühle. Was für ein fantastisches Buch. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Das Drehbuch sieht ein offenes Ende vor, und das ist gut so. Denn da draußen wartet eine Zukunft.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    05.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wild und anders

    WILDHOF Eva Strasser ET: 20.2.25 Die fast 30-jährige Lina kehrt nach dem tödlichen Unfall ihrer Eltern nach Wildhof zurück, um deren Nachlass zu regeln. Seit ihrem 18. Lebensjahr war sie nicht mehr hier gewesen; der Kontakt zu ihren Eltern war längst abgebrochen. Ihre Mutter Henny war zuletzt schwer alkoholkrank, und auch der Vater – ein Künstler, der früher Gitarre spielte und gemeinsam mit seiner Frau Bilder malte – bot ihr keinen Grund zurückzukehren. Nun steht sie wieder vor dem Haus am Waldrand, das fast unverändert wirkt. Kaum hat sie die Schwelle überschritten, holen sie die Erinnerungen ein. Besonders die an ihre Zwillingsschwester Luisa, die mit 13 Jahren spurlos verschwand – und deren Stimme Lina nun wieder zu hören glaubt. Bilder und Gefühle aus jener Zeit tauchen unaufgefordert auf, bedrängend und vertraut zugleich. Doch je länger sie in dem alten Haus bleibt, desto mehr wandeln sich diese Erscheinungen. Was zuerst überwältigt, wird nach und nach weicher – und Lina beginnt, Frieden mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu schließen. Selten hat mich ein Buch trotz einer sperrigen Protagonistin so berührt. Lina ist unangepasst, wild, sensibel und zugleich unglaublich verletzlich. Eva Strasser gelingt es meisterhaft, sie und Wildhof – das Holzhaus, das Wetter, die Atmosphäre – mit eindringlichen, bildreichen Worten zum Leben zu erwecken. Eines jener Bücher, bei denen man am liebsten jeden Satz markiert. Beispiel: „Nie hatte Lina gedacht, dass Hanno in Wildhof bleiben würde, aber es gibt so Menschen, die haben alles in sich, die brauchen von außen gar nichts mehr, es ist egal, wohin sie gehen, weil sie in sich selbst zu Hause sind.“ (S. 69) Fazit: Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Es ist frisch, wild und etwas ganz Besonderes. 4½/5

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärisch

    „So ist das nun mal mit der Vergangenheit. Springt einen an wie ein hechelnder Hund, schmeißt einen in den Graben, das war keine Absicht, die macht nichts, die will nur spielen, so ist sie halt, ungestüm und wild, und will überall dabei sein, ist immer auf der Suche, obwohl sie im Heute nichts verloren hat.“ Die fast dreißigjährige Lina kehrt zurück in ihren Heimatort Wildhof im Schwarzwald. Sie muss sich um einen Käufer für das Elternhaus und die Beerdigung der Eltern kümmern. Schon lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat. Zu schmerzlich war der Verlust ihrer Zwillingsschwester Luise. Sie will schnell wieder weg, doch trifft sie auf alte Freunde und findet eine neue Spur zu ihrer Zwillingsschwester. Ein Roman wie eine Naturgewalt, kraftvoll, tief und dann wieder zart. Lina will abschließen mit ihrer Vergangenheit, doch da sind überall diese Erinnerungen an Luise und ihre Eltern, an ein fröhliches Leben. Ihre Schwester wurde nie gefunden und das lässt Lina keine Ruhe. Sie sucht Antworten. Mal wütend, mal traurig blickt Lina auf ihr Leben zurück. Man spürt die Verzweiflung, den Schmerz, die Einsamkeit. Ihre Dämonen lassen sie nicht los, quälen sie. In der großartig erzählten Familientragödie steigert sich allmählich die Spannung, in ein für mich völlig unerwartetes Finale. Als Leser bekommt man Gänsehaut, ist völlig versunken in dieser atmosphärischen Geschichte. Ab und an reihen sich ein paar mystische Elemente in die Story ein, die wunderbar zur dunklen Atmosphäre im Schwarzwald gepasst haben. Insgesamt ein toller, sehr empfehlenswerter Roman, spannend und atmosphärisch.

  • Fannie

    aus Oelsnitz/Erzgebirge

    5/5

    21.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, wie es eine KI…

    Ein Buch, wie es eine KI niemals schreiben könnte "Wildhof" ist Eva Strassers Romandebüt. Und was für eins! Das am 20. Februar 2025 im Verlag Klaus Wagenbach erschienene, 208 Seiten starke Buch ist schon jetzt mein Jahreshighlight! In "Wildhof" geht es um Lina, die mit ihren knapp 30 Jahren schon mehrere Verluste erlitten hat. Kurz vor ihrem 13. Geburtstag verschwand ihre Zwillingsschwester Luise. Kürzlich sind Linas Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Lina steht nun vor der Aufgabe, Mutter und Vater zu begraben und ihr Elternhaus in Wildhof im Schwarzwald zu verkaufen. Als sie nach vielen Jahren erstmals wieder in ihr Heimatdorf zurückkehrt, reißt sie damit alte Wunden auf. Kleinste Details genügen, und schon spielen sich vor ihrem geistigen Auge vermeintlich bis in die hintersten Winkel des Bewusstseins verbannte Erinnerungen ab. Das Bellen eines Hundes oder der Anblick eines alten Fußballs lösen bei Lina regelrechte Flashbacks aus, in denen die Gegenwart von Kindheitserinnerungen überlagert wird. Lina, die als letzte Überlebende eigentlich nur ihren Pflichten nachkommen wollte, nämlich ihre Eltern beerdigen und das Haus verkaufen, wird von ihrer Vergangenheit überwältigt. Das gilt für schlimme Erlebnisse, aber auch für die schönen. Sie begegnet in Wildhof ihrer einstigen besten Freundin wieder, ihrer Jugendliebe und unverarbeiteter Trauer. Mit ihrer wütenden und unangepassten Art ist Lina mitten in mein Herz getrampelt. Trotz ihres Schicksals strahlt die Protagonistin eine trotzige Kraft aus, die sich auf den Leser überträgt. Sie lässt sich nicht entmutigen. Da gehen Scheiben zu Bruch, da wird geflucht und es werden Türen eingetreten, aber schicksalsergebener Rückzug ist keine Option für Lina, die Kämpferin, die in Jogginghosen und mit Hut zu Beerdigungen geht. Doch nicht nur starke Figuren sind Eva Strassers Steckenpferd. Sie hat vor allem ein Händchen für Atmosphäre! In "Wildhof" reißt sie ihre Leser schon allein durch das Setting mit: Das alte Haus am Waldrand, der Bach, die Forellen, das Mühlrad. Dieses Buch ist angefüllt mit Gerüchen, Empfindungen und Geräuschen, die Geschichte so bildhaft erzählt, dass man als Leser zwischen die Buchdeckel schlüpft und Lina hautnah dabei begleitet, wie sie sich ihrer Vergangenheit stellt. Ich habe dieses Buch nicht gelesen, ich habe es inhaliert. Und am Ende gedacht: Ein solches Buch könnte eine KI niemals schreiben. Denn es wäre ihr schlichtweg nicht möglich, mit der Wucht Eva Strassers zu erzählen, Linas Schmerz so authentisch zu transportieren und den Wald oder den verwilderten Garten in seiner verschwenderischen Schönheit zu beschreiben. Und auf den grandiosen Plottwist, den die Autorin im Laufe des Buchs hinlegt, wäre die KI wohl auch nicht gekommen. Danke für dieses bildgewaltige Meisterwerk, Eva Strasser!

  • Stephanie Manig

    aus Oelsnitz/Erzgeb.

    5/5

    21.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, wie es eine KI niemals schreiben könnte

    "Wildhof" ist Eva Strassers Romandebüt. Und was für eins! Das am 20. Februar 2025 im Verlag Klaus Wagenbach erschienene, 208 Seiten starke Buch ist schon jetzt mein Jahreshighlight! In "Wildhof" geht es um Lina, die mit ihren knapp 30 Jahren schon mehrere Verluste erlitten hat. Kurz vor ihrem 13. Geburtstag verschwand ihre Zwillingsschwester Luise. Kürzlich sind Linas Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Lina steht nun vor der Aufgabe, Mutter und Vater zu begraben und ihr Elternhaus in Wildhof im Schwarzwald zu verkaufen. Als sie nach vielen Jahren erstmals wieder in ihr Heimatdorf zurückkehrt, reißt sie damit alte Wunden auf. Kleinste Details genügen, und schon spielen sich vor ihrem geistigen Auge vermeintlich bis in die hintersten Winkel des Bewusstseins verbannte Erinnerungen ab. Das Bellen eines Hundes oder der Anblick eines alten Fußballs lösen bei Lina regelrechte Flashbacks aus, in denen die Gegenwart von Kindheitserinnerungen überlagert wird. Lina, die als letzte Überlebende eigentlich nur ihren Pflichten nachkommen wollte, nämlich ihre Eltern beerdigen und das Haus verkaufen, wird von ihrer Vergangenheit überwältigt. Das gilt für schlimme Erlebnisse, aber auch für die schönen. Sie begegnet in Wildhof ihrer einstigen besten Freundin wieder, ihrer Jugendliebe und unverarbeiteter Trauer. Mit ihrer wütenden und unangepassten Art ist Lina mitten in mein Herz getrampelt. Trotz ihres Schicksals strahlt die Protagonistin eine trotzige Kraft aus, die sich auf den Leser überträgt. Sie lässt sich nicht entmutigen. Da gehen Scheiben zu Bruch, da wird geflucht und es werden Türen eingetreten, aber schicksalsergebener Rückzug ist keine Option für Lina, die Kämpferin, die in Jogginghosen und mit Hut zu Beerdigungen geht. Doch nicht nur starke Figuren sind Eva Strassers Steckenpferd. Sie hat vor allem ein Händchen für Atmosphäre! In "Wildhof" reißt sie ihre Leser schon allein durch das Setting mit: Das alte Haus am Waldrand, der Bach, die Forellen, das Mühlrad. Dieses Buch ist angefüllt mit Gerüchen, Empfindungen und Geräuschen, die Geschichte so bildhaft erzählt, dass man als Leser zwischen die Buchdeckel schlüpft und Lina hautnah dabei begleitet, wie sie sich ihrer Vergangenheit stellt. Ich habe dieses Buch nicht gelesen, ich habe es inhaliert. Und am Ende gedacht: Ein solches Buch könnte eine KI niemals schreiben. Denn es wäre ihr schlichtweg nicht möglich, mit der Wucht Eva Strassers zu erzählen, Linas Schmerz so authentisch zu transportieren und den Wald oder den verwilderten Garten in seiner verschwenderischen Schönheit zu beschreiben. Und auf den grandiosen Plottwist, den die Autorin im Laufe des Buchs hinlegt, wäre die KI wohl auch nicht gekommen. Danke für dieses bildgewaltige Meisterwerk, Eva Strasser!

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