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Susanne Ospelkaus

1. Die Gewandnadel

Die Gewandnadel

10

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Susanne Ospelkaus + weitere

Spieldauer

8 Stunden und 59 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

30

Verlag

Brunnen Verlag Gießen

Sprache

Deutsch

EAN

9783765588952

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Spieldauer

8 Stunden und 59 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

30

Verlag

Brunnen Verlag Gießen

Sprache

Deutsch

EAN

9783765588952

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    02.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Rotkreuzschwester an der Afrikafront

    Die Autorin Susanne Ospelkaus, erzählt in ihrem ersten Roman „Die Gewandnadel“, eine bewegende Geschichte über die Versöhnung mit dem Leben und der eigenen Vergangenheit. Inhalt: Nach ihrer erfolgreichen Autobiografie „Meine Reise durch das Trauerland” erscheint nun von Susanne Ospelkaus ihr erster Roman „Die Gewandnadel”. Eine Gewandnadel erinnert Josefine an die Liebe ihres Lebens: Harun, der Berber, hatte sie ihr geschenkt. Damals diente sie als junge Rotkreuzschwester an der Afrikafront in Libyen. Heute lebt sie mit 94 Jahre in einem Pflegeheim, ist verwirrt, verängstigt und erinnert sich kaum noch an ihre Vergangenheit. Bis Yakob auftaucht, ein junger Pfleger mit libyschen Wurzeln. Als er in den unverständlichen Lauten, die Josefine von sich gibt, einen alten arabischen Dialekt entdeckt, den er selbst aus seiner Kindheit kennt, wird er neugierig. Susanne Ospelkaus erzählt in ihrem Roman eine anrührende Geschichte, die mit wunderbarer Leichtigkeit schwere Themen verbindet: Eine unerfüllte Liebe, die Arbeit der Rotkreuzschwestern in den Kriegslazaretten des Afrikafeldzuges, das Schicksal der Berber im Norden Afrikas. Eine alte Frau und ein junger Mann, denen sich unabhängig voneinander die Frage nach der eigenen Identität stellt. Beide auf der Suche nach ihren Wurzeln mit der Hoffnung, Frieden für ihre Vergangenheit zu finden. „Ich streiche erneut über das längliche Schmuckstück. Es sitzt sicher an der linken Schulter über meinem Herzen, selbst in der Nacht funkelt es im Mondschein. Hoffnung über meinem Herzen. Hoffnung, die leuchtet. Ja, das brauche ich. Manchmal packt mich die Angst wie ein Wüstensturm. Dann kann ich mich nur hinkauern, den Kopf unter den Armen verstecken und warten, bis die Wucht nachlässt. Ich weiß nicht, wie viel Zeit uns beiden bleibt. Harun küsst meine Stirn, als wolle er die traurigen Gedanken wegküssen. So wie man auf eine wunde Stelle pustet, um den Schmerz zu vertreiben. Ich darf nicht an morgen denken, solange wir uns heute haben.” Buchauszug Meine Meinung: Der Autorin ist es mit ihrem berührenden Schreibstil und ihrer wunderbaren Wortwahl hervorragend gelungen, mich in die Geschichte der ehemaligen Rotkreuzschwester Josefine, eintauchen zu lassen. Eine alte Frau und ein junger Mann, denen sich unabhängig voneinander die Frage nach der eigenen Identität stellt. Beide auf der Suche nach ihren Wurzeln mit der Hoffnung, Frieden für ihre Vergangenheit zu finden. Josefine ist 94 Jahre alt und lebt in einem Seniorenheim. Sie ist verwirrt, verängstigt und erinnert sich kaum noch an die Vergangenheit. Erst als sie von dem jungen Pfleger Yakob mit libyschen Wurzeln betreut wird, scheint sie langsam aufzutauen. Yakob wird hellhörig als Josefine arabische Laute von sich gibt, die ihm selbst aus seiner Kindheit bekannt sind. Nun wird er neugierig und findet immer wieder neue Wege um Josefine aus ihrer Verwirrtheit herauszuholen und erinnert sich dabei selbst wieder an seine eigene Kindheit. Josefines Lebenserinnerungen haben mich sehr berührt und gleichzeitig auch traurig um ihre verlorene Liebe gemacht. Fazit: Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihrem leisen und feinfühligen Schreibstil, ihren Charaktere und Ereignissen, eine sehr bewegende und emotionale Geschichte zu erzählen. So schmerzvoll auch Josefines Lebenserinnerungen gewesen sind, fühlte ich den von ihr gefunden Frieden für ihre Vergangenheit. Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

  • Putzibaer

    5/5

    01.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Hoffnung bleibt...…

    Die Hoffnung bleibt... "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Diese Aussage von Vaclav Havel könnte auch den Inhalt dieses Buches beschreiben. Wir lernen Josefine kennen, eine Rotkreuzschwester, die während des zweiten Weltkrieges in Nordafrika im Einsatz war und sich dort in Harun, einen Berber, verliebte. Die Jahre, die sie bei seinem Volk verbrachte, prägten sie und nach ihrer unfreiwilligen Heimkehr nach Deutschland blieb die Sehnsucht nach einer Rückkehr zu Harun und seiner Familie. Doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht und Josefine erfuhr nie, was aus ihrer großen Liebe wurde. In einem zweiten Handlungsstrang wird der Lebensabend von Josefine beschrieben, den sie - inzwischen an Demenz erkrankt - in einer Seniorenresidenz verbringt. Dort wird sie - ebenso wie zwei ihrer langjährigen Freundinnen - von einem sehr feinfühligen und engagierten Pfleger mit libyschen Wurzeln betreut. Dank ihm und seinen Eltern bekommt sie wieder Zugang zu ihren Erlebnissen in Nordafrika und findet darin Trost. Dieses schöne und traurige Buch beschreibt sehr einfühlsam, wie bereichernd und schwierig es ist, von einer Lebenswelt in eine andere einzutauchen und sich dabei von Menschen und Träumen zu verabschieden, um sich dann wieder neuen Begegnungen und Aufgaben zu öffnen. Die Autorin zeigt dabei auf, dass eine Lebensphase kein Happy End haben muss, um für die betreffenden Personen von großer Bedeutung und ein Geschenk zu sein. Danke für dieses berührende Buch.

  • Putzibaer

    5/5

    01.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Hoffnung bleibt...

    "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Diese Aussage von Vaclav Havel könnte auch den Inhalt dieses Buches beschreiben. Wir lernen Josefine kennen, eine Rotkreuzschwester, die während des zweiten Weltkrieges in Nordafrika im Einsatz war und sich dort in Harun, einen Berber, verliebte. Die Jahre, die sie bei seinem Volk verbrachte, prägten sie und nach ihrer unfreiwilligen Heimkehr nach Deutschland blieb die Sehnsucht nach einer Rückkehr zu Harun und seiner Familie. Doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht und Josefine erfuhr nie, was aus ihrer großen Liebe wurde. In einem zweiten Handlungsstrang wird der Lebensabend von Josefine beschrieben, den sie - inzwischen an Demenz erkrankt - in einer Seniorenresidenz verbringt. Dort wird sie - ebenso wie zwei ihrer langjährigen Freundinnen - von einem sehr feinfühligen und engagierten Pfleger mit libyschen Wurzeln betreut. Dank ihm und seinen Eltern bekommt sie wieder Zugang zu ihren Erlebnissen in Nordafrika und findet darin Trost. Dieses schöne und traurige Buch beschreibt sehr einfühlsam, wie bereichernd und schwierig es ist, von einer Lebenswelt in eine andere einzutauchen und sich dabei von Menschen und Träumen zu verabschieden, um sich dann wieder neuen Begegnungen und Aufgaben zu öffnen. Die Autorin zeigt dabei auf, dass eine Lebensphase kein Happy End haben muss, um für die betreffenden Personen von großer Bedeutung und ein Geschenk zu sein. Danke für dieses berührende Buch.

  • Dithmarscher Deern

    aus Sörup

    5/5

    28.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegende Geschichte über das Vergessen und Erinnern

    Die Geschichte Die Gewandnadel von Susanne Ospelkaus, erschienen im Brunnen Verlag, hat mich zutiefst bewegt und stellt ein wirkliches Lesehighlight für mich dar! Alleine schon das Cover des gebundenen Buches finde ich sehr gelungen: Ein gemustertes Stück Stoff in warmen Rottönen und das Titelgebende Schmuckstück sind abgebildet. Die Autorin drückt sich immer sehr gewählt aus. Den Schreibstil finde ich wunderschön und auch leicht verständlich. Es geht in dieser Geschichte, die in zwei Strängen erzählt wird, weitestgehend um Josefine. Immer abwechselnd wird von ihr in den Jahren 1931 bis 1951 und in der Gegenwart erzählt. Josefine, auch Fine genannt, wächst sehr behütet als Tochter eines Regisseurs auf. Als sich das Naziregime immer mehr durchsetzt, halten ihre Eltern es für sie am sichersten, Rotkreuzschwester zu werden. Der Krieg bricht aus und Josefine wird nach Nordafrika an die Front geschickt, wo sie dann später Jahre bei Berbern der Volksgruppe der Amasighs verbringt. In der Gegenwart ist die Krankenschwester 96 Jahre alt und lebt in einer Seniorenresidenz für ehemalige Rotkreuzschwestern in der Nähe von München. Leider ist sie inzwischen recht dement. Ein junger Pfleger ist ihr besonders zugetan. Yacob, der eigentlich Yasser heißt. Er erkennt auch, dass das "unzusammenhängende GEBRABBEL" ein Dialekt ist. Nämlich der, seiner eigenen Vorfahren. Yacob ist ein wunderbarer Mensch und Pfleger. Obwohl nur wenig Zeit für die einzelnen Bewohnerinnen ist, schafft er es dadurch, dass er sich intuitiv richtig verhält, Josefine, sowie ihre Freundinnen Berta und Resi wieder ein Stück weit ins Leben zurück zu holen. Er interessiert sich jetzt auch für seine eigenen Wurzeln und nennt sich auch wieder Yasser und nicht Yacob. Auch sein Vater, der seine Herkunft verleugnet hat, indem er sich mehr als nötig intergriert hatte, und seine Mutter, finden wieder Zugang zu ihrer Herkunft und sind fortan stolze Amasighs. Diese Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Josefines Werdegang war absolut spannend. Auf der anderen Seite hat es mir Angst gemacht zu sehen ( zu lesen), was im Alter aus den Menschen werden kann und das man dann anderen, die es vielleicht auch mal nicht so gut mit einem meinen, auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Wie schön ist es dann, dass es auch Pflegekräfte wie Yacob/Yasser gibt, die in ihrem Beruf wirklich eine Berufung gefunden haben.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    27.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr einfühlsames Buch

    „...Das Tuch wärmt mich, Harun wärmt mich. Ich fühle mich geborgen.Über uns spannt sich der Wüstenhimmel. Um uns spannt sich Geborgenheit und an meinem Gewand funkelt die Hoffnung...“ Mit diesen poetischen Sätzen endet der Prolog. Dann geht die Geschichte in der Gegenwart weiter. Die Autorin hat ein spannendes und tiefgründiges Buch geschrieben. Es laufen zwei Handlungsstränge parallel. Zum einen geht es um das Leben in der Seniorenresidenz Herbstlust, zum anderen erfahre ich viel über das Schicksal von Josefine bis zum Jahre 1951. Der Schriftstil ist ausgereift. Das bedeutet, dass auch schwierige Situationen behutsam beschrieben werden. Yasser oder Yakob, ein junger Mann aus dem Stamm der Amazigh in Libyen, arbeitet seit fünf Jahren als Altenpfleger. Seine Eltern sind einst aus der Heimat geflohen. Er zeichnet sich durch seine Empathie gegenüber den Bewohnern aus. Die Residenz wird so beschrieben: „...Die Seniorenresidenz Herbstlust ankert wie ein Kreuzfahrtdampfer in der Landschaft, doch im Inneren gleicht sie einem Militärschiff. Alle Passagiere sind pensionierte Rotkreuzschwestern. Die Herbstlust, ein ehemaliges Jagdschloss, ist nun ihr Ruhesitz...“ Es ist hart, dass diejenigen, die ihr Leben lang für andere da waren, nun nicht von allen mit der nötigen Achtung behandelt werden. An einer Stelle im Buch wird das so formuliert: „...Es ging immer nur darum, sie ruhigzustellen. Sie wurde aufgeräumt wie ein Gegenstand, der immer im Weg liegt, an dem man sich stößt und stört...“ Es ist Yakob, dem auffällt, dass Josefine ab und an Worte einer fremden Sprache gebraucht. Zwar lebt er schon lange in Deutschland, doch er erkennt seine Muttersprache. Die anderen halten das für wirres Zeug. Der Strang der Vergangenheit zeigt Josefine als Tochter eines Regisseurs. Sie träumt davon, Ärztin zu werden. Da sich ihre Eltern gegen das Naziregime stellen, wollen sie die Tochter in Sicherheit wissen. Sie geben sie nach München zur Ausbildung als Rotkreuzschwester. 1940 wird sie als Krankenschwester nach Afrika geschickt. Diese Zeit hat tiefe Spuren hinterlassen. Dem Geschehen aber ist zu entnehmen, dass sie später nie darüber gesprochen hat. Jetzt aber, wo die Gegenwart verschwimmt, kommen Bruchstücke hoch und sorgen für Unruhe. Gekonnt fügt die Autorin das Leben von Yakob in die Geschichte ein. Sein Vater hat dafür gesorgt, dass sich die Familie integriert. Die Heimat ist kaum noch ein Thema. Doch seit der Begegnung mit Josefine fragt Yakob nach seinen Wurzeln. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autorin gelingt es, eine Entwicklung darzustellen, die nicht nur den Senioren ihre Ruhe wiedergibt und sie mit der Vergangenheit versöhnt, sondern auch Yakob und seiner Familie eine Perspektive aufzeigt, die den Verlust der Heimat nicht mehr ausblendet..

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (10)

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