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Julia Deck

1. Die Wahrheit über Ann

Die Wahrheit über Ann Roman | Das berührende Porträt einer liebevollen Mutter-Tochter-Beziehung | Ausgezeichnet mit dem Prix Médicis 2024

Gesprochen von
3

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4670

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Claudia Michelsen

Spieldauer

6 Stunden und 57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

23

Verlag

Nagel & Kimche

Übersetzt von

Sina de Malafosse

Sprache

Deutsch

EAN

9783312014798

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

4670

Gesprochen von

Claudia Michelsen

Spieldauer

6 Stunden und 57 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

23

Verlag

Nagel & Kimche

Übersetzt von

Sina de Malafosse

Sprache

Deutsch

EAN

9783312014798

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Das komplexe Verhältnis zwischen Mutter und Tochter

Leseschneckchen555 am 19.04.2026

Bewertungsnummer: 3114051

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Tochter erzählt die Lebensgeschichte ihrer Mutter und vom beschwerlichen und berührenden Weg ans Ende ihres Lebens. Dieses Buch handelt von Ann und ihrer Tochter Julia. In wechselnden Kapiteln wird sowohl in der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit erzählt. Anns Kindheit beginnt in England. Als sie ihre Tochter Julia zur Welt bringt, lebt sie schon lange in Frankreich. Die Rückblicke in Anns Vergangenheit werden vom Zeitgeschehen begleitet. Die Autorin baut immer wieder politische wie wirtschaftliche Entwicklungen zu den jeweiligen Zeitpunkten mit in die Geschichte ein. Das Hauptaugenmerk bezieht sich aber auf das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. In der Gegenwart erzählt Julia selbst, wie sie sich um ihre Mutter kümmert, die gerade einen Schlaganfall erlitten hat. Sie kämpft im Krankenhaus für eine angemessene Behandlung und versucht mit enormem Aufwand, einen Platz im Pflegeheim zu bekommen. Wie schwer es der Angehörigen in dieser Situation gemacht wird, spürt nicht nur Julia, sondern auch ich als Leser. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil mich die Beziehung zwischen Julia zu ihrer Mutter interessierte und weil ich unbedingt Julias langen Weg durch das Labyrinth der Pflegeeinrichtungen begleiten wollte, der mich stark an selbst erlebtes erinnerte. Ich war überrascht, wie sehr Julias Empfindungen während des Krankheitsverlaufs ihrer Mutter den meinen glichen. Ich ziehe meinen Hut vor Julias Durchhaltevermögen, die wirklich alles getan hat, um ihre Mutter bestmöglich versorgt zu sehen. Auf der anderen Seite stimmt es mich traurig, dass die Zustände im Gesundheitssystem überall ähnlich trostlos erscheinen, die Angehörigen machtlos sind und dass diesbezüglich überhaupt keine Besserung in Sicht ist. Vielmehr steuern wir noch schlechteren Umständen entgegen, die einem Angst machen, alt zu werden. Die Autorin schreibt autofiktional vom Leben ihrer Mutter und ihrem eigenen. In der Ich-Perspektive beschreibt sie offen ihre Gefühle, während sie versucht mit der Krankheit der Mutter klarzukommen. Besonders berührt haben mich die Szenen, in denen ihre sonst so starke und beherrschte Mutter ihrer Hilflosigkeit völlig ausgeliefert war und wie sehr Julia selbst von diesem Anblick betroffen war. Die Autorin macht deutlich, wie schwer es ist mitanzusehen, wenn die sonst so starken Eltern plötzlich hilflos werden. Spannend fand ich auch das gemischte Verhältnis von Julia zu ihrer Mutter. Um dieses zu verstehen, war es wichtig in die Vergangenheit abzutauchen. Während ich Ann beim Erwachsenwerden begleiten konnte, rückte Julia einer Vermutung immer näher. Sollte sie im Verlauf des Buches tatsächlich ein Familiengeheimnis aufdecken? Julia fühlte sich nie genug geliebt von ihrer Mutter. Das Verhältnis zwischen den Beiden war nicht immer einfach. Als Außenstehende habe ich es vermutlich inniger empfunden als die Autorin selbst. Hier darf sich jeder selbst ein Urteil bilden. Eine Gemeinsamkeit jedoch hat Mutter und Tochter das Leben lang begleitet, die Liebe zur Literatur. Interessant fand ich auch, wie deutlich die Entscheidungen der Eltern stets das zukünftige Verhalten der Kinder prägen. Mit Sicherheit ein Roman, der Mütter und Töchter gleichermaßen berühren kann. Mir hat er, trotz der Schwere die mitschwingt, gut gefallen.

Das komplexe Verhältnis zwischen Mutter und Tochter

Leseschneckchen555 am 19.04.2026
Bewertungsnummer: 3114051
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Tochter erzählt die Lebensgeschichte ihrer Mutter und vom beschwerlichen und berührenden Weg ans Ende ihres Lebens. Dieses Buch handelt von Ann und ihrer Tochter Julia. In wechselnden Kapiteln wird sowohl in der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit erzählt. Anns Kindheit beginnt in England. Als sie ihre Tochter Julia zur Welt bringt, lebt sie schon lange in Frankreich. Die Rückblicke in Anns Vergangenheit werden vom Zeitgeschehen begleitet. Die Autorin baut immer wieder politische wie wirtschaftliche Entwicklungen zu den jeweiligen Zeitpunkten mit in die Geschichte ein. Das Hauptaugenmerk bezieht sich aber auf das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. In der Gegenwart erzählt Julia selbst, wie sie sich um ihre Mutter kümmert, die gerade einen Schlaganfall erlitten hat. Sie kämpft im Krankenhaus für eine angemessene Behandlung und versucht mit enormem Aufwand, einen Platz im Pflegeheim zu bekommen. Wie schwer es der Angehörigen in dieser Situation gemacht wird, spürt nicht nur Julia, sondern auch ich als Leser. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil mich die Beziehung zwischen Julia zu ihrer Mutter interessierte und weil ich unbedingt Julias langen Weg durch das Labyrinth der Pflegeeinrichtungen begleiten wollte, der mich stark an selbst erlebtes erinnerte. Ich war überrascht, wie sehr Julias Empfindungen während des Krankheitsverlaufs ihrer Mutter den meinen glichen. Ich ziehe meinen Hut vor Julias Durchhaltevermögen, die wirklich alles getan hat, um ihre Mutter bestmöglich versorgt zu sehen. Auf der anderen Seite stimmt es mich traurig, dass die Zustände im Gesundheitssystem überall ähnlich trostlos erscheinen, die Angehörigen machtlos sind und dass diesbezüglich überhaupt keine Besserung in Sicht ist. Vielmehr steuern wir noch schlechteren Umständen entgegen, die einem Angst machen, alt zu werden. Die Autorin schreibt autofiktional vom Leben ihrer Mutter und ihrem eigenen. In der Ich-Perspektive beschreibt sie offen ihre Gefühle, während sie versucht mit der Krankheit der Mutter klarzukommen. Besonders berührt haben mich die Szenen, in denen ihre sonst so starke und beherrschte Mutter ihrer Hilflosigkeit völlig ausgeliefert war und wie sehr Julia selbst von diesem Anblick betroffen war. Die Autorin macht deutlich, wie schwer es ist mitanzusehen, wenn die sonst so starken Eltern plötzlich hilflos werden. Spannend fand ich auch das gemischte Verhältnis von Julia zu ihrer Mutter. Um dieses zu verstehen, war es wichtig in die Vergangenheit abzutauchen. Während ich Ann beim Erwachsenwerden begleiten konnte, rückte Julia einer Vermutung immer näher. Sollte sie im Verlauf des Buches tatsächlich ein Familiengeheimnis aufdecken? Julia fühlte sich nie genug geliebt von ihrer Mutter. Das Verhältnis zwischen den Beiden war nicht immer einfach. Als Außenstehende habe ich es vermutlich inniger empfunden als die Autorin selbst. Hier darf sich jeder selbst ein Urteil bilden. Eine Gemeinsamkeit jedoch hat Mutter und Tochter das Leben lang begleitet, die Liebe zur Literatur. Interessant fand ich auch, wie deutlich die Entscheidungen der Eltern stets das zukünftige Verhalten der Kinder prägen. Mit Sicherheit ein Roman, der Mütter und Töchter gleichermaßen berühren kann. Mir hat er, trotz der Schwere die mitschwingt, gut gefallen.

Eindrücklich, spannend und emotional

Jürg K. am 29.03.2026

Bewertungsnummer: 3092508

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Julia Deck erzählt in diesem Buch nicht nur vom Schlaganfall ihrer Mutter, sondern von einem Erschütterungsmoment, der das gesamte Gefüge einer Familie neu ordnet. Als Ann im April 2022 zusammenbricht und die Ärzte kaum Hoffnung geben, beginnt für Mutter und Tochter ein Weg, der weniger von medizinischen Fakten geprägt ist als von Ausdauer, Liebe und der nüchternen Härte eines Pflegesystems, das längst überfordert ist. Sie zeigt, wie man sich durch Institutionen bewegt, die eigentlich schützen sollten, aber oft nur bürokratische Hüllen sind. Gleichzeitig öffnet sich ein zweiter Raum. Die Geschichte einer Frau, die aus einer Arbeiterfamilie stammt, in der Bildung kein Wert war, und die sich dennoch mit Neugier und Literatur eine eigene Welt erschloss. Während Ann um ihre Selbstständigkeit kämpft, beginnt die Tochter, die Leerstellen der Familienerzählung zu füllen. Es entsteht ein Porträt, das weder verklärt noch anklagt, sondern die Komplexität einer Mutter sichtbar macht, die immer nach Freiheit strebte und einer Tochter, die in diesem Ringen ihre eigene Herkunft neu versteht. Am Ende bleibt ein stilles, kraftvolles Bild. Die Liebe zwischen Mutter und Tochter ist nicht sentimental, sondern tief verwurzelt, manchmal widersprüchlich. Dieses Buch zeigt, wie man inmitten von Verlust und Überforderung dennoch einen Weg findet, sich einander neu zuzuwenden. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann.

Eindrücklich, spannend und emotional

Jürg K. am 29.03.2026
Bewertungsnummer: 3092508
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Julia Deck erzählt in diesem Buch nicht nur vom Schlaganfall ihrer Mutter, sondern von einem Erschütterungsmoment, der das gesamte Gefüge einer Familie neu ordnet. Als Ann im April 2022 zusammenbricht und die Ärzte kaum Hoffnung geben, beginnt für Mutter und Tochter ein Weg, der weniger von medizinischen Fakten geprägt ist als von Ausdauer, Liebe und der nüchternen Härte eines Pflegesystems, das längst überfordert ist. Sie zeigt, wie man sich durch Institutionen bewegt, die eigentlich schützen sollten, aber oft nur bürokratische Hüllen sind. Gleichzeitig öffnet sich ein zweiter Raum. Die Geschichte einer Frau, die aus einer Arbeiterfamilie stammt, in der Bildung kein Wert war, und die sich dennoch mit Neugier und Literatur eine eigene Welt erschloss. Während Ann um ihre Selbstständigkeit kämpft, beginnt die Tochter, die Leerstellen der Familienerzählung zu füllen. Es entsteht ein Porträt, das weder verklärt noch anklagt, sondern die Komplexität einer Mutter sichtbar macht, die immer nach Freiheit strebte und einer Tochter, die in diesem Ringen ihre eigene Herkunft neu versteht. Am Ende bleibt ein stilles, kraftvolles Bild. Die Liebe zwischen Mutter und Tochter ist nicht sentimental, sondern tief verwurzelt, manchmal widersprüchlich. Dieses Buch zeigt, wie man inmitten von Verlust und Überforderung dennoch einen Weg findet, sich einander neu zuzuwenden. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann.

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Die Wahrheit über Ann

von Julia Deck

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