1969 – die Welt blickt gebannt auf die erste Mondlandung. Doch in einer fränkischen Kleinstadt geschieht etwas, das die Idylle erschüttert: Die 15-jährige Ingrid verschwindet spurlos. Der neunjährige Ferdi, der mehr beobachtet, als die Erwachsenen ahnen, stößt auf Spuren, die tief in die Vergangenheit führen – zurück in eine Zeit, über die man lieber schweigt. In Der unheilige Mond erzählt Susanne Schulz von den Schatten der Nachkriegszeit, von Schuld und Schweigen, von einer Kindheit zwischen Neugier und Angst. Ein intensiver Roman über das Verschwinden eines Mädchens, die Suche nach Wahrheit und die Frage, wie lange die Vergangenheit verborgen bleiben kann.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
18.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Der unheilige Mond von Susanne Schulz
Das Werk "Der unheilige Mond" zeichnet sich durch eine phantasievolle Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund aus. Es ist verletzlich, anrührend und beschreibt die Lebensgeschichten vielschichtiger Generationen.
Der Autorin gelingt es Emotionen authentisch zu vermitteln, wodurch ein bedeutender Beitrag zur zeitgenössischen Literatur hergestellt wird.
Frau Schulz wagt einen mutigen Blick in die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges und greift somit eine Thema auf, das bis heute gesellschaftliche Relevanz hat.
Zentrale Merkmale des Buches sind stilistische Brillanz und der Bezug zur fränkischen Heimat, wo die Autorin seit etlichen Jahren wohnt.
Frau Schulz hat mit ihrem Erstlingswerk einen Roman geschrieben, den man sehr gerne in einem Stück liest.
rewareni
aus wien
5/5
21.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Menschlichkeit
Im Jahr 1969 kurz vor der Mondlandung verschwindet in einer kleinen fränkischen Stadt die 15 jährige Ingrid. Während ihr Vater Dr. Braun scheinbar kein wirkliches Interesse daran hat die Ermittlungen des Kommissars zu unterstützen, ist seine Frau Emmi einfach nur verzweifelt, da sie von niemanden Unterstützung bekommt und ihr Mann sich immer seltsamer verhält. Der 9 jährige Ferdi ist immer auf der Suche nach Abenteuern und da er sehr wissbegierig ist findet er immer wieder jemanden den er ausfragen kann wenn er etwas interessantes entdeckt. Viele Erzählungen aus der Vergangenheit wecken seine Neugierde und seine Streifzüge durchs Land lassen ihn Dinge entdecken, die auf ihn geheimnisvoll wirken ohne dass er dabei ahnt, dass er auf vergangene Geheimnisse aus dem Nationalsozialismus gestoßen ist.
Der Roman ,,Der unheilige Mond“ von Susanne Schulz ist ein Leseereignis der besonderen Art. Die Geschichte wird ruhig und unaufgeregt erzählt und trotzdem schafft es die Autorin so viele Gefühle und Emotionen zu erzeugen, dass man einfach darin gefangen ist.
Man spürt wie die Menschen, die schreckliches in den Kriegsjahren erlebt haben versuchen wollen diese Zeit hinter sich zu lassen. Sehr intensiv beschreibt sie dabei welchen Gefahren und Strapazen die Flüchtenden ausgesetzt waren und wie stark dabei der Zusammenhalt war und wie froh sie waren, dass es Menschen gegeben hat, die ihnen auf ihrem schweren Weg geholfen haben.
Erschütternd dabei und sehr bildhaft waren dabei die beschriebenen Experimente, die man im Namen der Wissenschaft an den Gefangenen durchgeführt hat.
Spannend dabei war, wie sich die Ereignisse aus der Vergangenheit sich bis in die Gegenwart gezogen haben. Die Charaktere der Protagonisten sind ebenfalls gut dargestellt, wo besonders der kleine Ferdi so herzlich rüber kommt wo man spürt, dass er trotz seiner Jugend ein gutes Gespür für andere Menschen hat. Seine Fragen sind oft so entzückend, dass man einfach schmunzeln muss wenn er nicht versteht warum die Erwachsenen Dinge sagen, die sie aber ganz anderes meinen.
Die Geschichte spielt in einer Zeit, wo die Autorin perfekt die Stimmung eingefangen hat, wo man auf der einen Seite spürt, dass viele noch die Nachwirkungen der Nachkriegszeit spüren, wo man gegenüber Fremden, wie den ,,Zigeunern“ noch sehr misstrauisch ist, wo es aber schon Menschen gibt, die nach vorne schauen wollen und die auch schon die Jugend mit ins Boot holen wollen, damit sie von der Vergangenheit lernen können und sich die schrecklichen Ereignisse nicht mehr wieder holen.
Es ist ein sehr intensiver Roman, wo man in viele berührende Geschichten eintauchen kann, wo man erschüttert ist, wie grausam Menschen sein können, aber auch wie selbstlos manche handeln, um anderen zu helfen. Ein überraschendes Ende bietet einen wundervollen Ausklang ,wo so manchen Protagonisten auf eine besondere Art und Weise doch noch zu ihrem Glück verholfen wird.
Bewertung
5/5
04.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein spannendes Stück Zeitgeschichte
Für mich ist es ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern lange und stark bewegt. Ein starkes Debüt, das ich sehr gerne weiterempfehle.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Susanne Schulz gelingt es, die scheinbare Idylle des Sommers 1969 so lebendig zu zeichnen, dass man sich fast selbst durch die fränkische Kleinstadt bewegt. Man merkt als Leser schnell, dass hinter den freundlichen Fassaden etwas Dunkles lauert. Besonders berührt hat mich die Kombination aus dem Kriminalfall um die verschwundene Ingrid und den heimlichen Erkundungen des kleinen Ferdi. Beide Perspektiven wirken so authentisch, dass ich oft das Gefühl hatte, neben ihnen zu stehen. Die Verbindung von Gegenwart und den Schatten der NS-Vergangenheit entwickelt sich leise, aber mit großer Kraft. Was mich am meisten beeindruckt hat, Schulz schreibt spannend, aber zugleich einfühlsam. Nichts ist reißerisch, und trotzdem bleibt man dran, weil man wissen muss, was wirklich passiert ist. Für mich war es ein Glück dieses Depüt zu lesen. Ich freue mich schon auf weitere Werke und werde die Schriftstellerin im Auge behalten.
Israelfreund
5/5
04.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein spannendes Stück Zeitgesch…
Ein spannendes Stück Zeitgeschichte Für mich ist es ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern lange und stark bewegt. Ein starkes Debüt, das ich sehr gerne weiterempfehle. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Susanne Schulz gelingt es, die scheinbare Idylle des Sommers 1969 so lebendig zu zeichnen, dass man sich fast selbst durch die fränkische Kleinstadt bewegt. Man merkt als Leser schnell, dass hinter den freundlichen Fassaden etwas Dunkles lauert. Besonders berührt hat mich die Kombination aus dem Kriminalfall um die verschwundene Ingrid und den heimlichen Erkundungen des kleinen Ferdi. Beide Perspektiven wirken so authentisch, dass ich oft das Gefühl hatte, neben ihnen zu stehen. Die Verbindung von Gegenwart und den Schatten der NS-Vergangenheit entwickelt sich leise, aber mit großer Kraft. Was mich am meisten beeindruckt hat, Schulz schreibt spannend, aber zugleich einfühlsam. Nichts ist reißerisch, und trotzdem bleibt man dran, weil man wissen muss, was wirklich passiert ist. Für mich war es ein Glück dieses Depüt zu lesen. Ich freue mich schon auf weitere Werke und werde die Schriftstellerin im Auge behalten.
Bewertung
5/5
02.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannend und aufschlussreich
Die Autorin versteht es nicht nur, das Panoptikum einer fränkischen Kleinstadt wunderbar vor uns auszubreiten, sie schildert auch sehr genau die Vorgänge innerhalb eines Stadttheaters, in diesem Fall des Theaters in Königsberg. Auch die dortige Gegend breitet sich vor dem geistigen Auge aus: die Ostsee, die nahe Kurische Nehrung.
Auch Hintergründe der ersten Mondlandung lernen wir kennen.
Man bleibt als Leser immer dran, will wissen, wie es weitergeht.
Ein hervorragendes Buch, eignet sich sehr gut als Weihnachtsgeschenk.
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