• Produktbild: Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes
Gebraucht - 81%

Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes Erzählungen

5
81% sparen

2,23 € 12,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

349

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,5 cm

Gewicht

324 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

EAN

2710001865529

Beschreibung

Rezension

»Diese Kurzgeschichten sind vielleicht nicht leichte Lektüre, aber packend sind sie immer.« ("Berliner Zeitung")
»Diese Radikalität einer beinahe luftdicht abgepackten Verzweiflung gab es in der Literatur zuletzt in den Jahrzehnten, bevor Setz geboren wurde.« ("DIE ZEIT")
»Sein Erzählungsband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes, mit 18 Stories auf 350 Seiten auch nicht gerade schmal, löst die hohen Erwartungen nun auf phänomenale Weise ein. Hier ist ein Autor zu erleben, der sprachliche Tricks und Kniffe beherrscht, von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.« ("DIE WELT")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

349

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,5 cm

Gewicht

324 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

EAN

2710001865529

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Edith Berger

    5/5

    19.11.2013

    eBook (ePUB)

    fesselnd

    Nach "Söhne und Planeten" und "Frequenzen" nun Kurzgeschichten von Clemens J.Setz. 18 Erzählungen und jede einzelne davon geht unter die Haut. Fesselnd

  • Anne Baldauf

    aus Leipzig

    5/5

    20.06.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Top!

    Im vergangenen Herbst hat der Grazer Autor Clemens Setz, Jahrgang 1982, mit seinem wunderschön aufgemachten Roman „Indigo“ Furore gemacht. Der Titel landete auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, erhielt allerorten gute Besprechungen, und auch der im deutschen Feuilleton so beliebte „Wunderkind-Verdacht“ wurde in den letzten Jahren schon das ein oder andere Mal auf den kauzigen, fast ‚typisch‘ österreichischen Autor angewandt. Und ein Blick in die Vorgängertexte lohnt sich in der Tat. Wer vor dem fast 500 Seiten starken „Indigo“ zurückschreckt, kann sich wohl am besten mit dem 2011 erschienenen Erzählungsband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ einen Eindruck von Setz‘ Erzählkunst verschaffen. Geschichten von einer emotionalen Belanglosigkeit, wie sie viele junge Autoren in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten produzierten, findet man hier nirgends. In den 18 Erzählungen überwiegt das Skurrile, das Urkomische, nicht selten das Abgründige – und durchweg das Originelle. So rekonstruiert der Autor auf vier Seiten „Das Gespräch der Eltern in Hänsel und Gretel“ in der Nacht, bevor sie im Märchen ihre Kinder im Wald aussetzen, er berichtet in einer anderen Erzählung in nahezu wissenschaftlicher Form, inklusive fingierter Fußnoten, aus dem unglaublichen Leben eines mysteriumgebliebenen Computerspielentwicklers. Die vielleicht stärkste Erzählung heißt passenderweise „Das Herzstück der Sammlung“. Sie zeigt am konkretesten, was eine Setz-Geschichte ausmacht. An der grundlegenden Situation – eine Frau besichtigt das Werkarchiv eines Schriftstellers – scheint alles unauffällig. Der junge Mann, dem das Archiv untersteht, verhält sich allerdings merkwürdig, bis die Besucherin ihn darauf hinweist, dass er ihr „nicht alles“ gezeigt habe. Daraufhin begeben sich beide zu einer verschlossenen Tür, hinter der eine grunzende Gestalt mit greisenhafter Stimme in einem Gitterbett liegt. „Herr Setz“, sagt der Archivar zu der Gestalt, „Ich wollte ihnen nur sagen, dass wir dann abschließen.“ Wer Geschichten mit einer guten Prise Absurdität und Phantastik mag, ist bei Clemens Setz und seinem Erzählband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ genau richtig aufgehoben.

  • Gabriele Brohm

    aus Karlsruhe

    5/5

    28.03.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Begeisterung und Verstörung

    Seine Kurzgeschichten machen neugierig und lassen einen nicht mehr los. So grotesk, schräg und gewalttätig sie auch sein mögen, man muss einfach lesen, lesen, lesen... Diese Geschichten spuken einem noch lange im Kopf nach.

  • Jens Schaldach

    aus Bayreuth

    4/5

    23.05.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verdauen, Nachdenken, Lieben

    Zu Recht hat der junge Österreicher den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Seine Geschichtensammlung bietet im Erzählerischen Abwechslung und Einfallsreichtum; käufliche Mutterliebe, kranke Visitenkarten und Gewalt sind unter anderem die Themen seiner Geschichten. Es ist ein makaberer, skuriler, direkter, an Grenzen gehender, sprachlich hervorragender Band.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    18.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Überambitioniert, aber…

    Überambitioniert, aber gekonnt geschrieben Mit seinem 18 Geschichten enthaltenden Erzählband unter dem altmodisch klingenden Titel «Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes» hat der damals 29jährige, österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz den Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik des Jahres 2011 erhalten. Den Ausschlag für die Entscheidung der Jury gab, wie es in ihrer Begründung hieß, «die Eigenwilligkeit der Sprache, die Kühnheit der Konstruktion und die Konsequenz des Konzepts, das zu originellen wie unheimlichen Geschichten führte». Es sind, ganz im Stil der Postmoderne geschrieben und damit entfernt an David Foster Wallace erinnernd, nicht nur unterschiedlich lange, sondern auch thematisch völlig inhomogene literarische Vignetten voller Tristesse und existenzieller Verlorenheit. Gleich zu Beginn weist Clemens J. Setz sich in der ersten Geschichte unter dem Titel «Milchglas» als präziser Beobachter aus, der voller Empathie einen jugendlichen Ich-Erzähler die fatalsten Begebenheiten an den trostlosesten Orten einfühlsam schildern lässt. Ganz ähnlich geht es in der zweiten Geschichte zu, wo unter dem Titel «Die Waage» von einer Hausgemeinschaft erzählt wird, deren diffizile Verbindungen untereinander der Autor ganz ohne Häme mit psychologischem Feinsinn offenlegt. In der nächsten Geschichte ist von einer unheimlichen Seuche die Rede, die anfangs nur die Visitenkarten einer Angestellten mit ekligen Blasen befällt und später epidemieartig weiter um sich greift. Ziemlich grausig ist die vierte Geschichte, in der die «Eltern von Hänsel und Gretel» nachts genüsslich Sex haben, bevor sie dann endgültig beschließen, ihre Kinder am nächsten Morgen im finsteren Wald auszusetzen. Psychologisch skurril wird es, wenn junge Männer sich in der Geschichte «Mütter» hausfraulich verkleidete Nutten gegen Entgelt als biedere Muttis ins Haus holen, um wenigstens gegen Bezahlung durch sie ein Gefühl der Geborgenheit zu bekommen. Ähnlich einsam ist auch eine Frau, die an Sozialphobie leidet, in der Kabine eines Riesenrades wohnt und dort partout nicht mehr heraus kommen will. In der Mitte des Erzählbandes taucht in postmoderner Manier unter dem Titel «Das Herzstück der Sammlung» in einem Literaturarchiv überraschend ein weißhaariger, greiser Schriftsteller namens Clemens J. Setz auf, der in einem Gitterbett liegt. Und dort befindet sich auch, hört, hört, ein ganzes Regal voller später Werke von ihm. Bezeichnend für die Motivwahl des Autors ist vor allem die im Buch als letzte erzählte, titelgebende Geschichte von der Skulptur eines großen Kindes, die eines Tages plötzlich am Ende einer Sackgasse steht. Unvollendet, geformt aus weichem, immer feuchtem Lehm, hat der Künstler sein plastisches Werk dem kunstbegeisterten Publikum zur Vollendung überlassen. Während es zunächst gebührend gefeiert wird, verlieren die Bewohner später jede Kontrolle über sich und prügeln voller Wut auf das «Mahlstädter Kind» ein, sie verlieren dabei sogar fast ihren Verstand. Neben derart vergleichsweise Harmlosem finden sich allerdings auch recht drastische Beschreibungen von sexueller Gewalt, die in abstoßenden, eiskalt ausgemalten Gewaltszenen zuweilen sogar pathologische Züge annimmt. Äußerst brutal wird da ein Mädchen entjungfert, werden Kinder misshandelt und Männer sexuell gedemütigt, wird eine Prostituierte von einem sadistischen Ehepaar gequält oder eine Frau von ihrem Freund in einen Käfig gesperrt. Mit seinen vielen intertextuellen Bezügen ist dieser Sammelband auch ein Buch über Literatur, ein gelungenes Protokoll der Gegenwart zudem und eine Satire über den Wissenschafts-Betrieb. Nicht Alles aber ist überzeugend, und Etliches ist belanglos. Vieles auch wirkt allzu konstruiert und motivisch überfrachtet, vom Elefantenmensch über das Napalm-Mädchen in Vietnam und den Lampenschirm aus Buchenwald bis hin zur musikalischen Hölle von Hieronymus Bosch. Kurzum: überambitioniert, teilweise schwerverdaulich, aber gekonnt geschrieben!

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

1

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (5)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes