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1517 Weltgeschichte eines Jahres

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.04.2021

Abbildungen

mit 40 Abbildungen und 1 Karte

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

22,3/14,9/3,3 cm

Gewicht

609 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001843145

Beschreibung

Rezension

"Kluges, gut geschriebenes und rasantes Buch."

Tobias Rapp, 
LiteraturSPIEGEL, 17. Juni 2017

"Schillings Weltgeschichte eines großen Moments zeigt in einer faszinierenden Rundum-Geschichte, wie viele Neuzeit-Anfänge es gegeben hat: Das Jahr 1517, das der Autor ein Wunderjahr nennt, bekommt wahrhaft Flügel." Hermann Rudolph, Tagesspiegel, 24. Mai 2017

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Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.04.2021

Abbildungen

mit 40 Abbildungen und 1 Karte

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

22,3/14,9/3,3 cm

Gewicht

609 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001843145

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Professor Schilling zeigt gut...

    Professor Schilling zeigt gut lesbar auf was im berühmten Jahr sonst noch spannendes passiert ist und erweitert damit auf sehr angenehme Art unseren Horizont.

  • Tarika Vanhi

    5/5

    24.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was geschah noch im Jahr 1517?

    1517, genau 500 Jahre ist her, dass der Mönch und Theologe Martin Luther mit seinem Thesenanschlag in Wittenberg die Reformation einleitete. Doch was geschah eigentlich noch in diesem Jahr und wie sah die Welt aus? Heinz Schilling beleuchtet die Geschehnisse zu Beginn des 16. Jahrhunderts und zeigt, dass dies nicht nur für das Christentum ein besonderes Jahr war, sondern wie sich die ganze Welt zu der Zeit entwickelt hat. Heinz Schilling, em. Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin, gibt auch gut 300 Seiten der Weltgeschichte des Jahres 1517 Platz sich zu entfalten, die ca. 50 letzten Seiten der insgesamt 364 Seiten fallen auf den Anhang, der aus Anmerkungen, Quellen-, Literatur- und Bildnachweisen sowie einem Personen- und Ortsregister besteht. Diese Nachweise gehören für mich zu einer gut recherchierten Arbeit dazu, weshalb ich dies hier auch erwähnen möchte. Weiterhin hat man so auch den Vorteil, dass man sich ggf. über das eine oder andere Thema leichter weiterbilden kann, sofern einem den die angegebene Literatur zur Verfügung steht. Das Niveau der Sprache von Heinz Schilling ist hoch, aber dennoch sehr angenehm zu lesen und dennoch fand ich es als interessant genug zu lesen, dass ich manchmal mehr als nur einen geplanten Abschnitt gelesen habe und plötzlich schon ein paar Seiten weiter war. Schließlich passiert ja viel im Jahre 1517. Das vorliegende Werk gliedert sich wie folgt: Prolog I. Zwei Weltreiche und ein Drittes Rom kündigen sich an, aber auch Sturm gegen Unterdrückung und Willkür II. Um Frieden und Stabilität des Geldes III. Europa und die weitere Welt IV. Die Renaissance und ein neues Weltwissen V. Kollektive Ängste und Sehnsucht nach Sicherheit VI. Der Papst in Rom- italienischer Souverän und universeller Pontifex VII. Der Mönch in Wittenberg – ex oriente lux oder die Morgenröte des Protestantismus an den Grenzen der Zivilisation Epilog Anhang Anhand dieser Gliederung wird schon sehr deutlich, dass sich Schilling zunächst den Ereignissen in Europa und der Welt widmet, die Ereignisse in Wittenberg werden auch erst im letzten Kapitel zur Gänze aufgegriffen und thematisiert. Viel mehr versucht der Autor darzustellen, welchen Veränderungen sich die Alte Welt gegenüber der Neuen Welt stellen musste, aber greift auch die entstehenden Ängste auf und versucht vielmehr sich den Ereignissen in Wittenberg anzunähern, sie gar in einem globalen Zusammenhang zu sehen. Was dem Historiker auch gelungen ist, denn er beleuchtet viele verschiedene Aspekte der Zeit von der Gesellschaft, über den Papst in Rom, Wirtschaft bis hin zum Militär und letztendlich auch der Reformation, wodurch ein gelungenes Grundlagenbuch entstanden ist, das allerdings nicht immer in die Tiefe gehen kann, aber dazu ist das Thema auch zu weitläufig. Wer sich speziell für Martin Luther und die Ereignisse in Wittenberg interessiert, dem würde ich raten, zu einem anderen Buch zu greifen. Diejenigen allerdings, die über den Tellerrand hinausschauen möchten und sich dafür interessieren, was sich alles 1517 auf der Welt ereignet hat, für die ist dieses Buch wie geschaffen. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass das Buch nicht immer ins Detail gehen kann. Dies hätte vermutlich auch den Rahmen gesprengt. Ich bin mit der Hülle an Informationen sehr zufrieden und füllte mich nicht nur gut unterhalten, sondern habe auch viel gelernt.

  • Bewertung

    5/5

    08.02.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine Welt in Bewegung..

    Für wahre Protestanten war und ist das Jahr 1517 der tatsächliche Beginn der Neuzeit. Alles schaut jetzt im Jubiläumsjahr auf das kleine Wittenberg ... doch auch schon damals wie heute gab es Kultur und Weltpolitik sozusagen Drumherum .Genau dieser Fakt ist das für uns Spannende an diesem Buch ,osmanisches Reich, Renaissance, der Papst in Rom -alles existierte auch zu dieser Zeit schon mit,- neben und gegeneinander ! Neue Entdeckungen und Erfindungen reisten um die Welt und bestimmten die Werte und Moralvorstellungen der Menschen, brachten Mächte zum Wanken und Menschen ins Zweifeln. Ein großartig gespannter Bogen der Weltgeschichte mit Ausblick auf die heutige Globalisierung ,gut geschrieben und sehr originell !

  • Sikal

    4/5

    24.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein spannendes Jahr 1517

    „1517 Weltgeschichte eines Jahres“ - verspricht bereits der Titel und lässt den Fokus auf die Geschehnisse rund um Wittenberg erst mal außen vor. Der allseits bekannte Thesenschlag Luthers wird im Buch natürlich ebenfalls zum Thema gemacht, doch in diesem Jahr geschahen noch andere bedeutsame Ereignisse, die erwähnenswert sind. Man kann bei knapp 300 Seiten nicht davon ausgehen, dass es sich um ein umfassendes historisches Gesamtwerk handelt, das am besten noch die ganze Weltkarte miteinschließt – das war vermutlich auch nicht das Ziel des Autors. Eine solche Erwartung wäre zu hoch angesiedelt und würde auch den Rahmen eines Buches sprengen. Doch was für uns von 1517 erwarten dürfen, ist eine Zusammenfassung und ein grober Überblick über die Geschehnisse vor 500 Jahren und deren Auswirkungen auf historische bzw. politische Begebenheiten. Und was soll ich sagen – hier wurde ich nicht enttäuscht. Der Autor Heinz Schilling, em. Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin, spannt hier einen breiten Bogen über dieses historisch bedeutsame Jahr, ergänzt mit einem breiten Quellen- und Literaturverzeichnis, welches für eine weiterführende Beschäftigung mit einem Themenbereich eine große Auswahl parat hat. Als Einstieg beginnt der Epilog mit einer groben Übersicht über die einzelnen Kapitel, lässt bereits das ein oder andere durchblicken und macht neugierig auf das was da noch so kommen mag. Und hier findet sich einiges: Vom Aufstreben des jungen Karl, der das Hause Habsburg mit großer Macht und Ehre bestückte und später zum römischen Kaiser gekrönt wurde. Von der Geldwerttheorie eines Kopernikus sowie der Friedensschrift von Erasmus. Von der Entdeckung weiterer Erdteile, wie Asien und Amerika sowie der teilweisen Ausrottung von Einheimischen in neu erforschten Gebieten. Der Ausweitung des Christentums, den Konflikten mit anderen Religionen (interessant auch die Spannungen zum Islam), z.B. werden Juden und Muslime als Gefahr für die christliche „Reinheit“ angesehen. Kulturelle Aufwendungen der Adeligen wurden zum Selbstverständnis, die Renaissance erlebt ihre Hochzeit, Rom sowie das Papsttum werden zum Zentrum des Geschehens. Künstler, wie Dürer, da Vinci, Michelangelo u.a. werden hochgelobt. Als sich außerdem noch rund um den Midici-Papst Leo X. der Ablasshandel breit macht, um die Fortschreitung der Bauaktivitäten des Petersdoms (und Roms) anzutreiben, bewegen wir uns in Richtung Wittenberg und dem bekannten Thema zu (sowie dessen weitreichender Folgen). Der Schreibstil ist einem Sachbuch angemessen nüchtern und klar, diverse Zitate in altdeutscher Schreibweise erfordern während des Lesens hohe Konzentration. Viele geballte Fakten und Rechercheergebnisse lassen manche Kapitel etwas trocken erscheinen, hier wird vom Leser Durchhaltevermögen gefordert. Auf alle Fälle war 1517 für mich spannend zu lesen, bot mir einen groben Überblick über diverse Themen und macht Lust, sich noch in dem ein oder anderen zu vertiefen. Für Leser, die bereits über ein großes Fachwissen verfügen, ist es bestimmt zu oberflächlich. Für alle anderen gibt es eine Leseempfehlung.

  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    4/5

    02.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was passierte 1517 noch alles? Dieses Buch erzählt es.

    »Damit steht auch die These von der einmaligen universalgeschichtlichen Modernisierungswirkung der im Ablassprotest 1517 geborenen Reformation in Zweifel, die mit der Aufklärung in das allgemeine Geschichtsbild des »Westens« eingegangen ist. In diesem Buch soll das »Epochenjahr 1517« in einem weiten, »globalen« Verständnis von Weltgeschichte neu vermessen werden. Dabei ist die Lupe der Wittenberger Feldforschung zu ergänzen durch das Fernrohr, das die welthistorischen Entscheidungen im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit auch anderwärts in Europa und der weiteren Welt erkennen lässt.« Dem Jahr 1517 wird in diesem Jahr besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Schließlich ist es das Reformationsjahr, das Jahr, in dem bedeutende Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Allerdings verbinden die meisten Menschen mit dem Jahr 1517 ausschließlich Luther und seinen Thesenanschlag. Dieses Buch gewährt einen umfassenden Blick auf das Epochenjahr und schildert, wie viele weitere, hochinteressante Ereignisse es prägten. Was alles geschah 1517 bzw. in den Jahren davor und danach? Welche bedeutenden Persönlichkeiten und Reiche gab es, wie dachten die Menschen, wie war ihr Weltbild? Welche Folgen hatte ihr Handeln und welche Weichen wurden für die Zukunft gestellt? Wenn man versucht, sich in die Menschen des frühen 16. Jahrhunderts hineinzuversetzen, muss man zunächst einmal die Bedeutung verstehen, die sie Gott (oder je nach Religion Göttern) beimaßen. Man glaubte fest an den alles beherrschenden Gott, der durchaus auch unmittelbar in das Weltgeschehen eingriff, der Zeichen sandte, strafte und zürnte. Und daran, dass das irdische Leben nur eine Station auf dem Weg zum eigentlichen, ewigen Leben ist. Dieses Weltbild ließ, trotz der Bedeutung des Glaubens, eine enorme Menge an Aberglauben zu - und das quer durch alle Stände und Kulturen. Das Buch analysiert dies, erläutert die Ursachen und die Auswirkungen, thematisiert Religionskriege und den Status von Papst und Kirche. Aber auch abseits der Religion geschah unheimlich viel. So findet der Leser Infos zu Entdeckungen und Fürstenhäusern, zu Kunst und Kunstgeschichte, zur weltpolitischen Situation, zu Azteken, zum Reich der Mitte und zum Osmanischen Reich. Dabei staunte ich manches Mal über den enormen Detailreichtum, mit dem der Autor seine Ausführungen betreibt und über so einige faszinierende Infos, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Beispielsweise war mir selbstverständlich Kopernikus ein Begriff - allerdings hatte ich keine Ahnung davon, dass er der erste war, der 1517 die Quantitätstheorie des Geldes formulierte. Auch die Ausführungen zum damaligen Frauenbild fesselten mich sehr und überraschten mich an mehr als einer Stelle. Der Autor ist emeritierter Professor für Europäische Geschichte - das merkt man deutlich. Er schöpft bei den vielen Infos wirklich aus dem Vollen, bringt reichlich Zitate, sowohl in Latein als auch in altdeutscher Sprache. Das Ergebnis liest sich nicht immer sehr leicht und für einige Kapitel musste ich mir schon Zeit nehmen. Die Sprache ist dabei sehr sachlich, was dazu führte, dass mir einige Themengebiete, die mich nicht wie andere fesselten, etwas trocken erschienen und ein paar Ausführungen für mein Empfinden etwas zu theoretisch wurden. Natürlich wird auch Luther Aufmerksamkeit geschenkt und sein Tun im geschichtlichen Kontext beleuchtet. Auch dies war ein sehr interessanter Abschnitt! Außerdem gefiel mir das Schlusskapitel, in dem es unter anderem um Fremdheit und Nähe geht und in dem neben den Unterschieden auch Gemeinsamkeiten zur Jetztzeit herausgearbeitet werden. Fazit: Was passierte 1517 noch alles? Dieses Buch erzählt es. Umfassend, informativ und detailreich.

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  • Produktbild: 1517
  • Prolog

    1517 – ein neuer Blick auf das Epochenjahr

     

    I. Zwei Weltreiche und ein Drittes Rom kündigen sich an, aber auch ein Sturm gegen Unterdrückung und Willkür

    1. Kastilischer Herbst – Herrscherwechsel in Spanien und die Vision habsburgischer Vormacht in der Christenheit

    2. Der frühmoderne Fürstenstaat und das Murren der Untertanen gegen die neuen Zwänge

    3. Osmanischer Frühling – Triumph am Nil, auf der Arabischen Halbinsel und an den Küsten Nordafrikas 

    4. Eine wagemutige Reise in das andere Europa – über Polen und Litauen an den Moskowiter Hof 

     

    II. Um Frieden und Stabilität des Geldes

    1. Der neuzeitlich bedrängte Frieden – Querela pacis / Klage des Friedens aus dem Kampfgetümmel der Mächte und Dynastien

    2. Eine kopernikanische Geldwerttheorie aus dem «entlegensten Winkel der Welt» 

     

    III. Europa und die weitere Welt

    1. Alte und Neue Welten

    2. Der portugiesische Estado da India und der Zugang zum Reich der Mitte

    3. März 1517, die Spanier auf Yukatan – erste Begegnung mit einer amerikanischen Hochkultur

     

    IV. Die Renaissance und ein neues Weltwissen

    1. «Calikutisch leut» und das Rhinozeros Odysseus – Übersee in Europa

    2. Kultureller Aufbruch im Zeichen der Antike

    3. Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und ein Ritter-Humanismus in Mitteleuropa

    4. Renaissance-Frauen

     

    V. Kollektive Ängste und Sehnsucht nach Sicherheit

    1. Wunder, Magie, Hexen und Dämonen

    2. Juden und Muslime als Gefahr für die christliche «Reinheit»

     

    VI. Der Papst in Rom – italienischer Souverän und universeller Pontifex

    1. Urbi et orbi – Rom im Bann des Medici-Papstes

    2. Um die Reform der Christenheit an Haupt und Gliedern

    3. Ein europäischer Frieden zum Kampf gegen die anstürmenden Osmanen 

    4. Die Pracht der Renaissance und die Ruine von St. Peter 

    5. 1517 – ein Jahr des Medici-Papstes 

     

    VII. Der Mönch in Wittenberg – ex oriente lux oder die Morgenröte des Protestantismus an den Grenzen der Zivilisation

    1. Wittenberg 1517 – Aufbruch «an den Grenzen der Zivilisation»

    2. Der Augustinermönch und die deutsche Angst um das ewige Seelenheil

    3. Der 31. Oktober – 95 Ablassthesen zur «Ergründung der Wahrheit» an die Kirchenhierarchie verschickt 271 4. Evangelische Reformation statt frivoler Kirchenkritik ohne Folgen

     

    Epilog: 1517 – ein Wunderjahr als Auftakt der Neuzeit?

     

    Anhang Anmerkungen

    Quellen und Literatur

    Bildnachweis

    Personenregister

    Ortsregister