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Arbeit und Struktur

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

86170

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.12.2013

Abbildungen

zahlreiche schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/4,3 cm

Gewicht

485 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001797127

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

86170

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.12.2013

Abbildungen

zahlreiche schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/4,3 cm

Gewicht

485 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001797127

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19|20099|Hamburg|DE
produktsicherheit@rowohlt.de

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Sehr persönliches und bewegendes Tagebuch

Bewertung aus Freiberg am 16.11.2024

Bewertungsnummer: 2342695

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Arbeit und Struktur" ist das als Buch veröffentlichte Blog des 2013 verstorbenen Autos Wolfgang Herrndorf, welchen er ab Beginn seiner Krebsdiagnose bis kurz vor seinem Tod führte. Solch ein Dokument zu bewerten, ist natürlich sehr schwierig, da dies ein wirklich sehr persönliches Tagebuch eines Menschen ist. Es ist andererseits aber auch großartige Literatur. Man sieht hier das Talent des Autors - und man nimmt nachträglich noch an seinem verbleibenden Leben und seinen Gedanken teil. Das war sehr bewegend zu lesen, teils sehr schmerzlich und kaum auszuhalten, aber auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert. Ein wichtiges Zeitdokument, das ich sicher noch öfter in die Hand nehmen werde. "Ich fange an, mich vorsichtshalber auf drei Monate runterzurechnen. Könnte man leben, wenn man nur noch drei Monate hat? Nur noch einen Monat? Ich werde noch ein Buch schreiben, sage ich mir, egal wie lange ich noch habe. Wenn ich noch einen Monat habe, schreibe ich eben jeden Tag ein Kapitel. Wenn ich drei Monate habe, wird es ordentlich durchgearbeitet. Ein ein Jahr ist purer Luxus." "Und wenn mein Entschluss, was ich machen wollte, nicht schon vorher festgestanden hätte, dann hätte er nach diesem Telefonat festgestanden: Arbeit. Arbeit und Struktur. Sonderbares Gefühl, mit einem gänzlich Fremden zu telefonieren und sich darüber zu unterhalten, wie man heimlich unter der Bettdecke weint. Rufen Sie mich nächstes Jahr wieder an. Ja, mach ich." "Und immer wieder vergesse ich die Sache mit dem Tod. Man sollte meinen, man vergesse das nicht, aber ich vergesse es, wenn es mir wieder einfällt, muss ich jedes mal lachen, ein Witz, den ich mir alle zehn Minuten neu erzählen kann und dessen Pointe immer wieder überraschend ist. Denn es geht mir ja gut." "Die Krebskur nach Rudolf Breuss richtig gemacht! Wenn das Lächeln meine Seele streichelt Was ich mir wünsche ist ein Clown Ich mal mir ein Tor zum Himmel Fliege nicht eher als bis dir Federn gewachsen sind Wie ein Schiff im Sturm Morgen bin ich wieder da Und trotzdem mal ich mir ein Lächeln ins Gesicht Arbeit und Struktur"

Sehr persönliches und bewegendes Tagebuch

Bewertung aus Freiberg am 16.11.2024
Bewertungsnummer: 2342695
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Arbeit und Struktur" ist das als Buch veröffentlichte Blog des 2013 verstorbenen Autos Wolfgang Herrndorf, welchen er ab Beginn seiner Krebsdiagnose bis kurz vor seinem Tod führte. Solch ein Dokument zu bewerten, ist natürlich sehr schwierig, da dies ein wirklich sehr persönliches Tagebuch eines Menschen ist. Es ist andererseits aber auch großartige Literatur. Man sieht hier das Talent des Autors - und man nimmt nachträglich noch an seinem verbleibenden Leben und seinen Gedanken teil. Das war sehr bewegend zu lesen, teils sehr schmerzlich und kaum auszuhalten, aber auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert. Ein wichtiges Zeitdokument, das ich sicher noch öfter in die Hand nehmen werde. "Ich fange an, mich vorsichtshalber auf drei Monate runterzurechnen. Könnte man leben, wenn man nur noch drei Monate hat? Nur noch einen Monat? Ich werde noch ein Buch schreiben, sage ich mir, egal wie lange ich noch habe. Wenn ich noch einen Monat habe, schreibe ich eben jeden Tag ein Kapitel. Wenn ich drei Monate habe, wird es ordentlich durchgearbeitet. Ein ein Jahr ist purer Luxus." "Und wenn mein Entschluss, was ich machen wollte, nicht schon vorher festgestanden hätte, dann hätte er nach diesem Telefonat festgestanden: Arbeit. Arbeit und Struktur. Sonderbares Gefühl, mit einem gänzlich Fremden zu telefonieren und sich darüber zu unterhalten, wie man heimlich unter der Bettdecke weint. Rufen Sie mich nächstes Jahr wieder an. Ja, mach ich." "Und immer wieder vergesse ich die Sache mit dem Tod. Man sollte meinen, man vergesse das nicht, aber ich vergesse es, wenn es mir wieder einfällt, muss ich jedes mal lachen, ein Witz, den ich mir alle zehn Minuten neu erzählen kann und dessen Pointe immer wieder überraschend ist. Denn es geht mir ja gut." "Die Krebskur nach Rudolf Breuss richtig gemacht! Wenn das Lächeln meine Seele streichelt Was ich mir wünsche ist ein Clown Ich mal mir ein Tor zum Himmel Fliege nicht eher als bis dir Federn gewachsen sind Wie ein Schiff im Sturm Morgen bin ich wieder da Und trotzdem mal ich mir ein Lächeln ins Gesicht Arbeit und Struktur"

Cover: Das Cover zeigt einen…

Claudia R. aus Berlin am 11.01.2022

Bewertungsnummer: 2758082

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Cover: Das Cover zeigt einen wunderschönen Wolkenhimmel mit hellen und dunkleren Wolken und eine weite Landschaft darunter. Das Cover wirkt einfach, aber gut gewählt. Meinung: Dies war ursprünglich sein Blog und seine Gedanken, mit denen der Autor seine Freunde und die Welt auf dem Laufenden hielt, über den Verlauf seiner Krankheit. Durch meinen Beruf, lernte ich den Autor kennen und begleitete ihn eine Zeit lang auf dem schweren Weg der Krankheit. Daher verfolgte ich bereits zu dieser Zeit seinen Blog mit und war immer wieder über seine Schreibweise und seine Gedanken zum Verlauf gespannt. Sein Blog hat immer wieder mein Interesse geweckt und nach Veröffentlichung war es mir ein inneres Bedürfnis dieses Buch erneut zu lesen. Der Schreibstil ist nicht ganz leicht und für Außenstehende vermutlich zu Beginn nicht leicht verständlich. Eine Gedankenwelt und Gefühlswelt, die sich immer wieder ändert und der man manchmal nicht sofort folgen kann, die sich dann aber mehr und mehr erschließt. Eigentlich war diese Autobiografie so zur Veröffentlichung gar nicht gedacht, was daher auch eine Beurteilung nicht leichter macht, da es, wie erwähnt, eigentlich nur zur Schilderung des Verlauf diente. Dennoch ist es packend und emotional, vor allem, wenn man die Hintergründe bedenkt. Der Autor selbst hat die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt, aber dennoch kommen seine Gedanken deutlich rüber und bewegen den Lesenden. Man hat das Gefühl, den Autor auf seinem Weg zu begleiten und dies tat man auch durch seinen Blog und nun durch dieses Buch. Er beschreibt die Situationen, seine Gefühle, die Umgebung und die Diagnosenstellung sowie wie den Verlauf sehr eindrücklich und auch sehr bildlich. Man hat das Gefühl dieses direkt mit zu erleben. Betroffenheit, bewegende und berührende Momente, aber auch sachliche Bestandsaufnahmen wechseln sich hier ab und geben den Lebensweg und Verlauf der Erkrankung des Autors wieder. Fazit: Bewegend, berührend, begleitet man den Autor auf einem schweren Weg.

Cover: Das Cover zeigt einen…

Claudia R. aus Berlin am 11.01.2022
Bewertungsnummer: 2758082
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Cover: Das Cover zeigt einen wunderschönen Wolkenhimmel mit hellen und dunkleren Wolken und eine weite Landschaft darunter. Das Cover wirkt einfach, aber gut gewählt. Meinung: Dies war ursprünglich sein Blog und seine Gedanken, mit denen der Autor seine Freunde und die Welt auf dem Laufenden hielt, über den Verlauf seiner Krankheit. Durch meinen Beruf, lernte ich den Autor kennen und begleitete ihn eine Zeit lang auf dem schweren Weg der Krankheit. Daher verfolgte ich bereits zu dieser Zeit seinen Blog mit und war immer wieder über seine Schreibweise und seine Gedanken zum Verlauf gespannt. Sein Blog hat immer wieder mein Interesse geweckt und nach Veröffentlichung war es mir ein inneres Bedürfnis dieses Buch erneut zu lesen. Der Schreibstil ist nicht ganz leicht und für Außenstehende vermutlich zu Beginn nicht leicht verständlich. Eine Gedankenwelt und Gefühlswelt, die sich immer wieder ändert und der man manchmal nicht sofort folgen kann, die sich dann aber mehr und mehr erschließt. Eigentlich war diese Autobiografie so zur Veröffentlichung gar nicht gedacht, was daher auch eine Beurteilung nicht leichter macht, da es, wie erwähnt, eigentlich nur zur Schilderung des Verlauf diente. Dennoch ist es packend und emotional, vor allem, wenn man die Hintergründe bedenkt. Der Autor selbst hat die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt, aber dennoch kommen seine Gedanken deutlich rüber und bewegen den Lesenden. Man hat das Gefühl, den Autor auf seinem Weg zu begleiten und dies tat man auch durch seinen Blog und nun durch dieses Buch. Er beschreibt die Situationen, seine Gefühle, die Umgebung und die Diagnosenstellung sowie wie den Verlauf sehr eindrücklich und auch sehr bildlich. Man hat das Gefühl dieses direkt mit zu erleben. Betroffenheit, bewegende und berührende Momente, aber auch sachliche Bestandsaufnahmen wechseln sich hier ab und geben den Lebensweg und Verlauf der Erkrankung des Autors wieder. Fazit: Bewegend, berührend, begleitet man den Autor auf einem schweren Weg.

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