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Roman d’amour Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/1,8 cm

Gewicht

223 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001760244

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Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/1,8 cm

Gewicht

223 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001760244

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    29.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein köstliches intelligentes reifes kleines Buch über die Liebe

    Hat mir sehr gefallen, so intelligent, so intensiv, so raffiniert. Wie eine Romanschriftstellerin Erinnerungen zu einem Buch verarbeitet und von einer Redakteurin eines kleinen Lokalblattes durch deren Fragen so in die Bredouille zwischen Wahrheit und Wirklichkeit, Schein und Sein, Vorstellungen, Täuschungen, Wirrungen gebracht wird, dass sie selbst schon kaum mehr zwischen Fiktion und Wahrheit, der Wirklichkeit ihrer Erinnerungen unterscheiden kann. Mit einem süffisanten kleinen Finale wie bei einem Krimi.

  • Buecherseele79

    5/5

    09.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verbotene Liebe

    Die Schriftstellerin Charlotte hat ihren Roman "Roman d' amour" veröffentlicht. Eine Frau Sittich möchte sie vor der Preisverleihung noch interviewen. Doch die Fragen werden sehr intim und drängend....als wüsste Frau Sittich um dieses Geheimnis um die beschriebene Affäre mit einem verheirateten Mann... "Manche finden ihre Erfüllung in politischen Kämpfen, in der Religion, in der Meditation, in der Spiritualität,im beruflichen Erfolg, auf der Bühne. Und manche schreiben Bücher. Das Einzige aber, was in der Reichweite von jedem bleibt, egal ob Uniprofessor oder Putzfrau, Schullehrerin oder Friseur, ist die Liebe, sind die Sinne, ist Bejahung der eigenen Existenz durch Verschmelzung. Die reinste Quelle des Glücks." (Seite 104) Ein kleines Büchlein möchte man meinen und doch wirft es jeden Leser durcheinander, lässt ihn neu denken und fühlen, alte Muster aufbrechen, neue Situationen überdenken und ganz zum Ende überrascht die Autorin die Leserschaft. Der Schreibstil ist poetisch, verträumt, doch die Realität holt sich ihren Platz. Der Wechsel auf die Perspektiven hat mir unheimlich gut gefallen. Waren sie doch unterschiedlich und dann wieder gleich. Schnell verschwimmt Wahrheit und Fiktion. Was ist noch die Geschichte zum Roman, was hat sich genau so zugetragen? Gefühlvoll und bildgewaltig schreibt die Autorin. Wir lernen die Autorin Charlotte kennen die ihren Roman d'amour vorstellen soll. Eine ältere Dame die sich nach ihrer Affäre mit einem verheirateten Mann wieder aufrappeln konnte. Frau Sittich möchte gerne ein Interview vor einer Preisverleihung führen. Recht schnell wird klar dass Frau Sittich gewisse Probleme mit den Ansichten und dem Handeln der Protagonisten hat. Und man muss sich diesen Spiel hingeben denn es lohnt sich, versprochen! Zwischen eigenen Erinnerungen an ihre Affäre und der Affäre ihrer Protagonisten zeichnet sich ein immer genaueres Bild ab. Die Autorin bedient keine dummen Klischees einer Affäre oder wird, in meinen Augen kitschig oder unrealistisch. Was darf Liebe und was nicht? Was ist erlaubt und wo werden andere Freiheiten verletzt? Geht Sex ohne Liebe oder umgekehrt? Wo wäre Moral angemessen wo sollte die wegbleiben? Hier werden einige Themen intensiv diskutiert in Form der zwei Damen. Ein Liebesroman der so ganz anders, ehrlich und bewegend ist. Welcher mich begeistert und komplett einnehmen konnte. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

  • Magnolia

    5/5

    15.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leidenschaftliche Affären

    Die Schriftstellerin Charlotte Moire hat ihre vor langer Zeit gelebte Affäre mit einem verheirateten Mann in einem Roman verarbeitet, für den sie nun einen Literaturpreis erhalten soll. Vor der Verleihung bittet eine Journalistin, sie zu ihrem Werk interviewen zu dürfen. Ist diese hier beschriebene Liebesgeschichte wahr, ist sie Fiktion? Das wissen wir nicht, das ist auch nicht wirklich wichtig. Zunächst sieht es so aus, als ob die Journalistin ziemlich naiv und ohne viel Erfahrung das Gespräch führt. Ein Buch – der Liebe gewidmet. Vordergründig ist es dieses Interview, um das sich die Geschichte spinnt. Eine Geschichte über die Liebe und das Glück, einen Partner gefunden zu haben, der einen alles bedeutet. Aber wird dieses Gefühl genauso erwidert? Frau Sittich, die Journalistin, will alles wissen - von den Romanfiguren Klara und Lew, zwei Liebenden, von denen nur einer frei ist genauso wie von ihrer Interviewten, der Autorin. Immer mehr vermengen sich die fiktiven Charaktere mit der Lebens- und Liebesgeschichte von Charlotte. Diese hat in ihrem Buch ihre eigene große Liebe verarbeitet, wird hier von der Sittich so manches Mal ganz schön aus dem Konzept gebracht. Rund um das Interview ist ein gut austarierter Ehebruchsroman entstanden. Die Ebenen vermengen sich zu einem sehr homogenen Ganzen, da stört absolut keine Geschichte die andere. Das heimliche Liebespaar aus dem Roman genauso wenig wie Charlotte mit ihrem verheirateten Geliebten. "Gerade meine Abhängigkeit erzeugte in mir ein Freiheitsgefühl. Ich liebte und lebte wieder..." Sie leben für ihre heimliche Leidenschaft, ihre kostbare Zweisamkeit. Für gestohlene Augenblicke ist sie, die Geliebte, glücklich, hofft auf mehr. Es könnte alles genau so gewesen sein. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Sehr lebendig, sehr poetisch und emotional lässt Sylvie Schenk ihre Leser an dem schönen Schein der ewig frischen Liebe teilhaben. Irgendwann bleibt die Erinnerung an eine aufregende, prickelnde Leidenschaft. Ein wunderbarer Roman – direkt aus dem Leben gegriffen.

  • Bewertung

    5/5

    12.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Liebesgeschichte aus der Retrospektive

    Kunstvoll ausgearbeitetes Spiel mit vielen Ebenen, sprachlich raffiniert und immer wieder Quell der Freude. Silvie Schenk lässt ihre Geschichte auf vielen Ebenen spielen. Da ist die Schriftstellerin, die mit 70 einen Roman schreibt, der sich an eine mit Mitte/Ende 50 erlebte Liebesgeschichte anlehnt. Da sind Ausschnitte aus eben diesem Roman. Und da ist die Gegenwart, in der sich eben diese Schriftstellerin mit einer Journalistin über den Roman unterhält. Sprachlich sind die Ebenen wunderbar zu trennen, der Roman brennt vor Leidenschaft, die Erinnerungen sind intensiv und durchdacht, auch durch die Zeit sublimiert, die Gegenwart beginnt sachlich. Überhaupt sprachlich ist der Roman ein Genuss. So wie sich Silvie Schenk mit der Sprache auseinandersetzt, die für sie mal eine Frendsprache war, die sie mittlerweile aber besser beherrscht, als Muttersprachler:innen, ist unglaublich. „Das Wort „Auszeit“ gibt es im Französischen nicht, es gehört zu den kühnsten Erfindungen der deutschen Sprache. Man entschwebt dem üblichen Trott, der belastenden Zeit. Man gönnt sich eine Stunde Freude. Eine Stunde Sinn. Eine Stunde Lust, Eine Stunde tiefe Zärtlichkeit. Eine Stunde Freiheit.“ „Ich liebte und lebte wieder. Ja. Ich liebte erstmals nach vielen Jahren, erlebte ein Wunder, dem ich weiter nachgehen wollte, tänzelte über freies und wildes Gelände.“ Gerade die Beschreibungen der Liebe, der Erotik haben es mir angetan. Bildhaft, leidenschaftlich und schön. Die Affäre, betrogen zu werden oder zu betrügen wird nicht mit moralischem Zeigefinger bedacht, sondern gelebt, mit all ihren Verstrickungen und sich daraus ergebenden Konsequenzen. Ein Buch, das mich berührt hat, dass ich auch wieder zur Hand nehmen werde und das sehr gerne.

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine lebenskluge Beschäftigung mit der Frage, wie viel Autor*in in einem Roman steckt

    "Roman d'amour" erzählt vom Interview einer Autorin, Charlotte, mit einer Literaturkritikerin, Frau Sittich, zu Charlottes neuem Roman "Roman d'amour". Charlotte wurde für einen relativ unbekannten, kleinen Preis ausgewählt und reist für eine Lesung und besagtes Interview auf eine Insel in Norddeutschland. In ihrem Roman schreibt Charlotte von der Affäre einer knapp fünfzigjährigen Schulleiterin, Klara, mit ihrem jüngeren und verheirateten Kollegen Lew. Über den Verlauf des Buchs wird deutlich, dass Charlotte viele eigene Erfahrungen in diesem Roman verarbeitet hat, dabei insbesondere ihre Affäre mit dem verheirateten Ludo in den 1980er Jahren. Die Literaturkritikerin seziert ihren Roman und zieht dabei immer wieder Verbindungen zur Autorin Charlotte. Dadurch verschwimmen auch für Charlotte immer öfter die Grenzen zwischen ihrem Roman und ihren eigenen Erinnerungen. Schenk bedient sich einer sehr wohlkomponierten Sprache und schafft es dadurch, sehr bildhaft DInge auszudrücken. So blieb mir beispielsweise die Beschreibung von Missverständnissen, die durch das Benutzen einer Nicht-Muttersprache entstehen, im Gedächtnis: "Ich bin keine gute Rednerin, das Wort, das meine französische Zunge loslässt, landet meist knapp neben dem Ziel. Der Gesprächspartner hebt es auf, steckt es sich in die Tasche, ich hinke hinterher, zu spät, es ergeben sich Phrasen, zu denen ich mich drei Minuten später nicht mehr bekennen würde und die ich lange nach einem Interview dann in einer Zeitschrift wiedertreffe." (S. 75) Der Roman verurteilt die Autorin Charlotte nicht für ihre Affäre, sondern lotet aus, wie Moralvorstellungen entstehen, fordert die Leser*innen auf, diese Nicht-Wertung oder moralische Nicht-Passung zuzulassen. Mit Charlotte und Frau Sittich werden zwei Frauen präsentiert, die sehr unterschiedliche Einstellungen zum Leben haben - und dadurch auch teilweise sehr klare Meinungen voneinander. Es entstehen also sehr viele Ebenen, auf denen der Roman wirkt: Die Frage nach der Verbindung zwischen Autor*in und Werk und danach, wie wir Leser*innen diese Verbindung einschätzen, die Frage, welche moralische Legitimität ein amour fou in einer solchen Konstellation hat, die Rolle von Erinnerungen, die mit dem Alter an Wert gewinnen und der Einfluss, den eine relativ kurze Liebe auf das restliche Leben haben kann. In einem Wort zusammengefasst ist dieser Roman für mich einfach sehr lebensklug. Obwohl ich weder mit dem Alterder Autorin Schenk oder ihrer Protagonistin noch der Handlung viel gemeinsam habe, hatte das Büchlein einen riesigen Sog auf mich und mir wirklich gut gefallen.

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