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Produktbild: Erdbebenwetter
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Erdbebenwetter Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,5/3 cm

Gewicht

485 g

Auflage

2. Druckaufl. 2020

Sprache

Deutsch

EAN

2710001719150

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Zaia Alexander erzählt ironiegesättigt, präzise und zugleich urban, mitunter schmerzhaft einsichtsreich. […] Erdbebenwetter spielt in Los Angeles, aber es ist ein anderes L.A. als wir es bisher aus der reichen kalifornischen Literatur kennen.« Denis Scheck, druckfrisch, 11. Oktober 2020 ("Das Erste druckfrisch")
»Eine Liebeserklärung an Los Angeles.« Julie August, Bücherschau, November 2021 ("Bücherschau")
»García Márquez meets Haruki Murakami meets Judith Butler – Erdbebenwetter bietet Magischen Realismus im besten Sinne, versehen mit postmoderner Ironie und einer dezidiert queerfeministischen Ausrichtung.« Anja Kümmel, Sissy Magazin, 11. Januar 2021 ("Sissy Magazin")
»Das zauberhafteste Debüt dieses Jahres.« Theresa Hübner, WDR, 11. Dezember 2020 ("Westdeutscher Rundfunk")
»Flächenbrände, Polizeigewalt, Kojoten, die in Wohngebiete vordringen: vor diesem apokalyptischen Hintergrundrauschen entfaltet Alexander ihr Los Angeles als mystisch aufgeladenen Sehnsuchtsort, als skurrile Melange aus Hightech, Big Business und New-Age-Esoterik, die der realen Stadt erstaunlich nahekommt. […] Nicht nur eine Erzählung voller Magie. […] Zugleich ein apokalyptischer Spiegel des Zeitgeschehens. […] Bemerkenswerte[s] Debüt.« Anja Kümmel, Siegessäule, 02.12.2020 ("Siegessäule")
»Der Autorin Zaia Alexander ist ein ungewöhnlicher Roman gelungen. Sie deckt den Zauber, die Ungereimtheiten, die unbeachteten Zeichen auf. Das Außergewöhnliche unseres Alltags. Was unter der Kruste verborgen liegt und brodelt, ob mit oder ohne Erdbeben. [...]. Subtil und poetisch mit Gänsehautmomenten im Bereich des Begreifbaren. Ungewöhnlicher Ansatz, ungewöhnliches Buch.« Diana Wieser, Schreiblust Leselust, 26. November 2020 ("Schreiblust-Leselust")
»Von Hexern, Kojoten und Erdbebenwetter! ... Ein irritierend-faszinierendes Buch mit Schauplatz Los Angeles. Zu Beginn denke ich: «Hexerei in LA, so ein Quatsch!». Bis wie von Geisterhand seltsame Kräfte nach mir greifen und mir das Magische im Leben zeigen.« [...] Zaia Alexander lädt mich ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Als etwas 'Aussergewöhnliches, Unvorhersehbares und Flüchtiges' – als etwas, das man nie für selbstverständlich erachten darf.« Annette König, SRF1, 11. November 2020 ("SRF")
»Ein wahrhaft magischer Roman, der das Denken verändert.« Brigitte-Buchtipp, November 2020 ("Brigitte")
»Eine besondere Faszination übt die Rätselhaftigkeit von Alexanders Roman aus. In „Erdbebenwetter“ tauchen einige magische, mitunter kultische Elemente auf, alte Schmuckstücke und viel Blaues, das sich in der literaturgeschichtlichen Tradition schon immer der Logik entzog.« Miriam Zeh, Deutschlandfunk Büchermarkt, 29.Oktober 2020 ("Deutschlandfunk")
»Dieses Buch […] erzählt uns auf eindringliche, mystischer und surreale Weise von dem Wunsch nach Zugehörigkeit und den manchmal ungewöhnlichen Wegen, die uns dorthin führen.« Lena Bräuer, Belletristik Couch, 28. Oktober 2020 ("Belletristik Couch")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,5/3 cm

Gewicht

485 g

Auflage

2. Druckaufl. 2020

Sprache

Deutsch

EAN

2710001719150

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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Auf der Rückseite des Buches…

Bewertung am 04.08.2024

Bewertungsnummer: 2919409

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf der Rückseite des Buches wird der Literaturkenner Denis Scheck zitiert: „Endlich: ein moderner Hexenroman“. Nein, das ist nicht meine Literatur! Dachte ich. Und habe den Roman dann trotzdem gelesen. Und ich habe es nicht bereut. „Erdbebenwetter“ wurde – nachdem ich mich in den Sog des Romans hineinziehen lassen hatte – zu einem der für mich anregendsten und interessantesten in letzter Zeit gelesenen Bücher. Kurz zum Inhalt. Die Handlung des Buches spielt in Los Angeles, wo Z. Alexander geboren wurde und lange Zeit lebte. Wer jetzt die Glitzerwelt von L.A. erwartet, wird eine ganz andere Stadt erleben. Die Hauptheldin des Buches, ihren Namen Lou erfahren wir erst viel später, ist eine Frau, die nicht gerade mitten im Leben steht. So richtig will ihr nichts gelingen, von dem, was sie anfängt. Bis sie auf eine Gruppe von Hexern unter Leitung des „Mentors“ stößt. Und das wird ihr Leben in einem langen Prozess verändern. Und wieder wird der Leser seine Erwartungen nicht erfüllt bekommen! Nein, es ist keine Hexerei, die sie in ein neues Leben führt. Das Buch steht in der Tradition des magischen Realismus, der mittels Volksmythen Grenzen zwischen Realität und Phantasie verwischt. Von Autoren des Gegenpols zum magischen Realismus dem „sozialen Realismus“ wird Ersterem oft vorgeworfen, von der gesellschaftlichen Realität abzulenken, zumindest sie nicht genügend zu beachten. Wer nun „Erdbebenwetter“ liest, wird eine ganz andere Erfahrung machen. In diesem Roman gelingt es der Autorin mittels phantastischer, mystischer Elemente die heutige gesellschaftliche Realität mit all ihren Problemen so scheinbar nebenbei zu erzählen, so sich logisch einordnend in den phantastischen Strang der Erzählung, dass man schon sehr aufmerksam und zwischen den Zeilen lesen muss, um alles zu erfassen. Wie es so schön auch auf der Rückseite des Buchumschlags heißt: „Das Magische des Lebens liegt nicht im Verborgenen. Man muss dafür die Blickrichtung ändern“. Wie ein roter Faden zieht sich die Umweltproblematik kombiniert mit sozialen Fragen durch das gesamte Buch. Schon im Titel „Erdbebenwetter“, das in L.A. klimabedingt immer zeitiger ausbricht, weist Zaia Alexander auf die nahenden Katastrophen hin. Wie wir es in Deutschland nur ansatzweise kennen, werden die armen Schichten der Bevölkerung immer mehr in die Randgebiete von L.A. abgedrängt, sie leben „auf der falschen Seite der Gleise“. Und die Stadt selbst wird immer mehr zur Betonwüste. Sehr anregend auch ihre Sicht auf die Migration. Noch nie hatte ich vorher über die ausländischen Mitbürgern oft gestellte Frage „Hast du vor zu bleiben?“ nachgedacht. Hochinteressant das Spiel der Autorin mit Identitäten, vor allem an der Beziehung Lous zur Tochter Lola demonstriert. Wer ist eigentlich Mutter und wer Tochter. Kann man Identitäten festschreiben? „Es ist ein Skandal definiert zu werden“ – heißt es an einer Stelle. Einer der für mich schönsten Dialoge des Buches zwischen Mutter und Tochter Lola: „Ach, Ma, ich kann doch gar nicht weggehen. Wie denn? … Du bist doch noch ein kleines Mädchen. Wer soll denn dann auf dich aufpassen?“. „Wir sind beide Kinder. Gemeinsam“ (flüstert die Mutter). „Und Sophie (die Katze) ist unsere Mommy.“ Zaia Alexander bleibt nicht beim Beschreiben der kritischen Dinge stehen. Mit dem Mentor hat sie eine Figur geschaffen, der Lou immer wieder – obwohl er eine „mystische“ Figur ist – zu den realistischen Konsequenzen der Kritik hintreibt. Er gibt ihr den Tipp „die Dinge verfolgen, studieren und HANDELN“. „Scheiß auf die Hoffnung. Hoffnung ist für Bettler. Es gibt nur Entschlossenheit.“ Und dann erlebt man ein Panoptikum „verrückter“, skurriler und liebenswerter Menschen und „Hexen“: die „Katastrophenmutter“ Lous, die in ständiger Angst lebt, Lous Tochter Lola, die sich selbst als „84-jähriger Chinese“ bezeichnet, Claudine, die „harte Wespe“, die nicht ist, was sie zu sein scheint, … Und nicht zuletzt, auch Katzenliebhaber kommen auf ihre Kost. In den Kapiteln „Blau“ – der Seelenfarbe – geht es um Katzen. Aber nicht so, wie heute viel zu oft mittels Vermenschlichung der Katzen geschrieben wird. Auch hier spielt die Autorin mit Identitäten. Mensch und Tier werden auf eine Stufe gestellt. Die Autorin plädiert für das „unveräußerliche Recht von Tieren auf Selbstbestimmung und rigorose Ablehnung einer Hierarchie, in der der Mensch ganz oben steht.“ So überfährt Lou den Kojoten, der vielleicht ihre Katze getötet hat, NICHT, obwohl er ihr vor das Auto läuft. Unbedingt hervorzuheben ist auch die klare und poetische Sprache des Romans. Da war kein Übersetzer am Werk. Z. Alexander hat auf Deutsch geschrieben - für eine Nicht-Muttersprachlerin eine mehr als überzeugende Leistung. Zusammengefasst: ein Buch mit viel Substanz, das zum Denken anregt. Und es enthält zugleich noch viel Potential zum Weiterschreiben. Hoffentlich können wir uns bald in einen neuen Roman von Zaia Alexander vertiefen und Lesegenuss erleben.

Auf der Rückseite des Buches…

Bewertung am 04.08.2024
Bewertungsnummer: 2919409
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf der Rückseite des Buches wird der Literaturkenner Denis Scheck zitiert: „Endlich: ein moderner Hexenroman“. Nein, das ist nicht meine Literatur! Dachte ich. Und habe den Roman dann trotzdem gelesen. Und ich habe es nicht bereut. „Erdbebenwetter“ wurde – nachdem ich mich in den Sog des Romans hineinziehen lassen hatte – zu einem der für mich anregendsten und interessantesten in letzter Zeit gelesenen Bücher. Kurz zum Inhalt. Die Handlung des Buches spielt in Los Angeles, wo Z. Alexander geboren wurde und lange Zeit lebte. Wer jetzt die Glitzerwelt von L.A. erwartet, wird eine ganz andere Stadt erleben. Die Hauptheldin des Buches, ihren Namen Lou erfahren wir erst viel später, ist eine Frau, die nicht gerade mitten im Leben steht. So richtig will ihr nichts gelingen, von dem, was sie anfängt. Bis sie auf eine Gruppe von Hexern unter Leitung des „Mentors“ stößt. Und das wird ihr Leben in einem langen Prozess verändern. Und wieder wird der Leser seine Erwartungen nicht erfüllt bekommen! Nein, es ist keine Hexerei, die sie in ein neues Leben führt. Das Buch steht in der Tradition des magischen Realismus, der mittels Volksmythen Grenzen zwischen Realität und Phantasie verwischt. Von Autoren des Gegenpols zum magischen Realismus dem „sozialen Realismus“ wird Ersterem oft vorgeworfen, von der gesellschaftlichen Realität abzulenken, zumindest sie nicht genügend zu beachten. Wer nun „Erdbebenwetter“ liest, wird eine ganz andere Erfahrung machen. In diesem Roman gelingt es der Autorin mittels phantastischer, mystischer Elemente die heutige gesellschaftliche Realität mit all ihren Problemen so scheinbar nebenbei zu erzählen, so sich logisch einordnend in den phantastischen Strang der Erzählung, dass man schon sehr aufmerksam und zwischen den Zeilen lesen muss, um alles zu erfassen. Wie es so schön auch auf der Rückseite des Buchumschlags heißt: „Das Magische des Lebens liegt nicht im Verborgenen. Man muss dafür die Blickrichtung ändern“. Wie ein roter Faden zieht sich die Umweltproblematik kombiniert mit sozialen Fragen durch das gesamte Buch. Schon im Titel „Erdbebenwetter“, das in L.A. klimabedingt immer zeitiger ausbricht, weist Zaia Alexander auf die nahenden Katastrophen hin. Wie wir es in Deutschland nur ansatzweise kennen, werden die armen Schichten der Bevölkerung immer mehr in die Randgebiete von L.A. abgedrängt, sie leben „auf der falschen Seite der Gleise“. Und die Stadt selbst wird immer mehr zur Betonwüste. Sehr anregend auch ihre Sicht auf die Migration. Noch nie hatte ich vorher über die ausländischen Mitbürgern oft gestellte Frage „Hast du vor zu bleiben?“ nachgedacht. Hochinteressant das Spiel der Autorin mit Identitäten, vor allem an der Beziehung Lous zur Tochter Lola demonstriert. Wer ist eigentlich Mutter und wer Tochter. Kann man Identitäten festschreiben? „Es ist ein Skandal definiert zu werden“ – heißt es an einer Stelle. Einer der für mich schönsten Dialoge des Buches zwischen Mutter und Tochter Lola: „Ach, Ma, ich kann doch gar nicht weggehen. Wie denn? … Du bist doch noch ein kleines Mädchen. Wer soll denn dann auf dich aufpassen?“. „Wir sind beide Kinder. Gemeinsam“ (flüstert die Mutter). „Und Sophie (die Katze) ist unsere Mommy.“ Zaia Alexander bleibt nicht beim Beschreiben der kritischen Dinge stehen. Mit dem Mentor hat sie eine Figur geschaffen, der Lou immer wieder – obwohl er eine „mystische“ Figur ist – zu den realistischen Konsequenzen der Kritik hintreibt. Er gibt ihr den Tipp „die Dinge verfolgen, studieren und HANDELN“. „Scheiß auf die Hoffnung. Hoffnung ist für Bettler. Es gibt nur Entschlossenheit.“ Und dann erlebt man ein Panoptikum „verrückter“, skurriler und liebenswerter Menschen und „Hexen“: die „Katastrophenmutter“ Lous, die in ständiger Angst lebt, Lous Tochter Lola, die sich selbst als „84-jähriger Chinese“ bezeichnet, Claudine, die „harte Wespe“, die nicht ist, was sie zu sein scheint, … Und nicht zuletzt, auch Katzenliebhaber kommen auf ihre Kost. In den Kapiteln „Blau“ – der Seelenfarbe – geht es um Katzen. Aber nicht so, wie heute viel zu oft mittels Vermenschlichung der Katzen geschrieben wird. Auch hier spielt die Autorin mit Identitäten. Mensch und Tier werden auf eine Stufe gestellt. Die Autorin plädiert für das „unveräußerliche Recht von Tieren auf Selbstbestimmung und rigorose Ablehnung einer Hierarchie, in der der Mensch ganz oben steht.“ So überfährt Lou den Kojoten, der vielleicht ihre Katze getötet hat, NICHT, obwohl er ihr vor das Auto läuft. Unbedingt hervorzuheben ist auch die klare und poetische Sprache des Romans. Da war kein Übersetzer am Werk. Z. Alexander hat auf Deutsch geschrieben - für eine Nicht-Muttersprachlerin eine mehr als überzeugende Leistung. Zusammengefasst: ein Buch mit viel Substanz, das zum Denken anregt. Und es enthält zugleich noch viel Potential zum Weiterschreiben. Hoffentlich können wir uns bald in einen neuen Roman von Zaia Alexander vertiefen und Lesegenuss erleben.

Ein surrealer, unerwarteter, berührender,...

Bewertung am 31.08.2020

Bewertungsnummer: 417523

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein surrealer, unerwarteter, berührender, einfach magischer Roman, in dem Grenzen verschwimmen und der den Leser berauscht zurücklässt. Faszinierend!

Ein surrealer, unerwarteter, berührender,...

Bewertung am 31.08.2020
Bewertungsnummer: 417523
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein surrealer, unerwarteter, berührender, einfach magischer Roman, in dem Grenzen verschwimmen und der den Leser berauscht zurücklässt. Faszinierend!

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